Ja, die meisten Gründe rund um das Thema EINSAMKEIT sind m.E. gesamtgesellschaftliche und fangen bei Kindern an und hören bei SeniorInnen auf. Zitat von EmptyLife: Das Rentensystem muss reformiert werden. Es funktioniert einfach nicht - und das schon lange nicht mehr. Vor allem nicht, wenn sich Politiker aus der Rentenkasse der Bürger bedienen können.
Das sind Probleme und Ungerechtigkeiten, wenn sich PolitikerInnen aus der Rentenkasse bedienen, wenn die Pflegekasse geplündert wird und auch, wie @michi2879 schrieb, wenn Beamte und Selbständige darin nicht einzahlen und wenn der Niedriglohnsektor größer und größer wird.
Das alles hat Anteil und ist zuviel Wirtschafts- und Kapitalismusorientiert als Soziale Marktwirtschaft, ganz klar! Auch, dass Wirtschaft nicht ewig weiterwachsen kann, wenn nicht die Umwelt weiter zerstört werden darf, dazu müssen Alternativen her, wie eine Gesellschaft sozial dennoch überleben will.
Aber das Rentensystem, obwohl es ungerecht ist,
funktionierte solange wie es mehr Berufstätige als RentnerInnen gab. Da das jetzt schon nicht mehr der Fall ist und immer gravierender wird, wenn wir Babyboomer, also meine Generation, weitgehend in Rente geht, ist es klar, dass dieses umlagebezogene Rentensystem nicht mehr Umlagebezogen bleiben kann.
Da jetzt schon ein gravierender Mangel und Notstand an Pflegepersonal, ErzieherInnen, medizinischer Versorgung auf dem Land, Fachkräften in allen Gewerken und Firmen besteht, drohen der Wohlstand und die sozialen Leistungen und das finanzielle Überleben immer mehr zu verschwinden.
Wenn wir also sagen, eigentlich wollen wir bei der Zumutung, die das darstellt, keine Kinder, dann müssen wir uns alle stattdessen für das Thema Migration von Fachkräften sehr einsetzen.
Zitat von EmptyLife: Das könnte wie gesagt daran liegen, dass Mann nicht 100% hinter dem Kinderwunsch stand oder glauben, dass sich mit einem Kind nicht viel für sie ändert (Unabhängigkeit / Hobbies).
Das geht Frauen gar nicht anders. Sie sind dann alleinerziehend mit Mann. Und wenn der Mann nur noch belastet statt hilft, dann auch ohne Mann.
Toll.
Wer ist da wohl einsamer oder genauso einsam? Und wer kann es sich da überhaupt nicht leisten, n i c h t auf die Finanzen zu schauen bei der Partnerwahl, womit wir wieder beim Thema wären?
Ich sage ja, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wenn da die Geschlechter nicht gemeinsam dafür kämpfen, dass die Betreuungssituation stimmt, sich da nicht gemeinsam engagieren, dann wird das nicht besser!
Ich kenne viele Väter und die wollten und wollen auch Väter sein. Aber ich gehöre eben nicht mehr zu den jungen Leuten, mein Sohn ist auch erwachsen.
Wenn der schwindende Wohlstand nun immer mehr Menschen dazu zwingt, kinderlos zu bleiben, weil sie sonst in Armut landen, dann verschwindet auch die Gesellschaft mit all ihren Leistungen für alle in der Vielseitigkeit der Berufe. Sich dafür nicht mit verantwortlich zu fühlen, ist ein Problem.
Je mehr Wohlstand desto mehr spielerische Zweisamkeit in der Jugend- und Ausbildungszeit kann man/frau sich auch gönnen und leisten und desto mehr Personal ist auch einsetzbar, damit Zeit dafür auch bleibt, wenn Berufsleben oder/und Familienleben kommt. So sieht es doch aus.Wir alle sind die Gesellschaft. Ich habe nur 1 Kind und darum habe ich mich immer ehrenamtlich viel betätigt und viel gespendet. Wenn mein Mann und ich da aber nicht Hand in Hand engagiert gewesen wären, gar nicht vorstellbar!