Die 21 habe ich schon lange hinter mir, da hast du mein Geburtsjahr falsch gelesen.

Zwei Termine bei Therapeuten reichen nicht ansatzweise, um bei solchen Erkrankungen eine Veränderung zu bewirken. Da kann der Patient gerade einmal einschätzen, ob ihm der Therapeut vertrauenswürdig erscheint.
Zitat:manchmal hat er wünsche dass er von zu Hause aus arbeiten möchte und am nächsten Tag ist alles wieder hinfällig...
Inwiefern hinfällig? Hast du den Eindruck, dass er dann tatsächlich die Idee verwirft, oder kommt er einfach nicht aus'm Knick? Das wären schließlich zwei ganz verschiedene Dinge.
In gewisser Weise stimmt es, dass dein Sohn kaum etwas ändern wird, solange er im gemachten Nest sitzt. Zumindest solange er sich mit dieser Abhängigkeit und der begrenzten Lebensqualität noch arrangieren kann. Irgendwann entwickeln sich möglicherweise aber andere Wünsche, die ihn dann auch weiter motivieren könnten, tatsächlich etwas verändern zu wollen. Die Verantwortung dafür liegt bei deinem Sohn und das muss ihm klar sein. Er ist volljährig und wird allmählich erwachsen. Als Mutter kannst du nur noch unterstützen; die Entscheidungen muss er selbst treffen.
Meiner Meinung nach darfst du für deine Unterstützung auch ruhigen Gewissens von deinem Sohn erwarten, dass er sich um eine Veränderung zumindest
bemüht. Du hast nämlich auch deine Grenzen und entscheidest selbst, wie weit du gehen willst. Wenn das Geld nicht mehr reicht, dann ist das eine Tatsache, der sich dein Sohn stellen muss.