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Depressionen verhindern Hilfe

Otek

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Hallo.
Ich bin 25 und hab solange ich mich erinnern kann Depressionen. Ich hab jahrelang gedacht, dass ich einfach zu wenig Selbstdiziplin habe und das alles was in meinem Leben so schiefgeht meine eigene Schuld ist. Ich hab also mein Bestes gegeben um an mir zu arbeiten.
Nun das ist ziemlich schief gegangen. Ich hab grade mein zweites Studium in den Sand gesetzt, weil ich es einfach nicht schaffe IRGENDWAS zu tun. Ich komm morgends nicht aus dem Bett, ich schaffe es nicht zu lernen oder irgendetwas von dem zu tun, was ich tun sollte.
Ich hab zwar eine Ausbildung zum Baumaschinenmechatroniker abgeschlossen, traue mich aber nicht in dem Bereich zu arbeiten, weil ich das glaube ich nicht kann und ich will niemanden enttäuschen.
Vor ein paar Monaten habe ich mir meine Krankheit endlich selbst eingestanden und bei der Telefonselsorge angerufen, weil ich kurz davor war alles zu beenden. Danach ist einiges besser geworden. Ich hab mit meinen Eltern gesprochen und die haben mir geholfen zum Arzt zu gehen und mir proffessionelle Hilfe zu holen. Ich hab angefangen regelmäßig zum Psychotherapeuten zu gehen und Antidepressiva zu nehmen.
Wie immer wenn ich etwas neues beginne, war ich ein paar Wochen lang in Bestform und alles schien sich zu bessern. Stück für Stück ist dann aber wiedermals alles in sich zusammengebrochen. Ich geh seit ein paar Wochen nichtmehr zur Therapie und hab keine Tabletten mehr.
Ich belüge momentan jeden in meinem Umfeld. Ich sage, dass alles besser läuft, dass ich in der Arbeitsfindungsphase bin, dass ich mit meinen Ärzten spreche und das ich mein Leben in den Griff bekomme. Dabei sitze ich den ganzen Tag vor meinem Computer und versuche mich irgendwie von meinen Gedanken und Schuldgefühlen abzulenken. Ich traue mich nicht ins Bett zu gehen, weil ich meine eigenen Gedanken nicht hören will und sobald ich meine Kopfhörer absetze und die laute Musik aufhört fange ich an mich selbst zu beleidigen.
Mein Tag-Nacht Rythmus ist kommplett verkehrt und ich schaffe es einfach nicht vor 16 Uhr aus dem Bett um mir ein neues Rezept abzuholen. Ich bin wieder in einem tiefen schwarzen Loch und weiß einfach nicht weiter.
Ich möchte einfach mal jemanden in den Arm nehmen können, aber ich traue mich nicht irgendjemanden zu frage. Ich mache momentan alle meine Freudschaften kaputt, weil ich mich komplett tot stelle.

22.10.2020 01:16 • x 1 #1


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buddl1

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sich in so einen straken Tief zu befinden, nichts mehr trauen, nichts wollen und doch
hier schreiben?
es sich einzugestehen und hier sich zu öffnen,
ein Anfang ist.
eigentlich weißt du ganz genau, was zu tun ist
und doch bleibst du liegen..
was ist wenn du dir Regeln auferlegst?
keiner kann dich aus dem Bett holen,
nur du selbst! nur du selbst kannst den Weg gegen, so wie du
beschlossen hast liegen zu bleiben.
ja das hast du beschlossen!
dich auszugrenzen, abzuschotten
und doch, ist in dir etwas, was du möchtest,
jemanden in den Arm nehmen....
das könntest du, wenn du die Kontakte zu deinem Arzt, zu Freunden zu all den
Möglichen wieder aufnehmen würdest,
Schritt für Schritt und las den PC für wichtige Dinge nicht um die eigen Sucht
für die eigene Flucht,...
keiner kann für dich aufstehen, für dich die Welt im realen öffnen
nur du selbst, halte dir das vor und du kannst den Weg gehen
wie er vorher war.
wo ist dein Ehrgeiz dein Stolz darüber wieder laufen zu können,
fang wieder an zu leben.
zuerst zum Arzt, danach wird es viel leichter, versuche es.
buddl1,

22.10.2020 08:44 • x 2 #2

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