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Depression wie ein schwarzes Loch - wird es jemals wieder gut?

Mas83

Mas83

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Könnt ihr mir bitte sagen, dass es wieder gut wird?
Das ganz große, schwarze Loch ist da. Ich fühle wie es mich reinziehen will. Ich kann kaum aufstehen. Da wird eine Wand hoch gezogen zwischen mir und alles was nicht ich bin.

Ich habe keine Kraft.

Morgen wird es wieder besser, oder? Was kann ich jetzt machen?

07.01.2020 20:45 • x 4 #1


fiorina

Arbeitsunfähigkeit jaaaaa das kann ich dir aus voller Überraschung sagen!
Liegen bleiben, sich selbst verwöhnen und runter kommen.
Hat deine Familie dafür Verständnis?

07.01.2020 20:52 • x 1 #2


fiorina

Imm er wenn ich A u schreiben möchte, kommt automatisch Arbeitsunfähigkeit

07.01.2020 20:53 • x 2 #3


fiorina

Wenn du müde bist schlafe, ist bei mir meistens das Beste.

07.01.2020 20:54 • x 1 #4


laluna74

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versuche Struktur in dein Leben zu bringen.

tue etwas für dich, was Körper - Geist - und Seele ertüchtigt.

Höre in dich hinein - was brauche ich jetzt? Und versuche das zu leben.

Gehe den Weg der kleinen Schritte.

07.01.2020 20:56 • x 4 #5


fiorina

Wenn es morgen nicht besser ist hole dir vielleicht einen Krankenschein, denn du brauchst jetzt Zeit für dich.

07.01.2020 20:56 • #6


Mas83

Mas83

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Zitat von fiorina:
Arbeitsunfähigkeit jaaaaa das kann ich dir aus voller Überraschung sagen!
Liegen bleiben, sich selbst verwöhnen und runter kommen.
Hat deine Familie dafür Verständnis?



Mein Man sagte, man kan mal ein schlechten Tag haben. Er kapiert es nicht, oder er versucht mich zu beruhigen.

07.01.2020 21:08 • #7


Mas83

Mas83

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Zitat von fiorina:
Wenn du müde bist schlafe, ist bei mir meistens das Beste.


Ja, ich glaube, das mache ich gleich auch.

07.01.2020 21:08 • #8


Mas83

Mas83

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Zitat von laluna74:
versuche Struktur in dein Leben zu bringen.

tue etwas für dich, was Körper - Geist - und Seele ertüchtigt.

Höre in dich hinein - was brauche ich jetzt? Und versuche das zu leben.

Gehe den Weg der kleinen Schritte.


Danke schön. Zum Glück habe ich Struktur in dem ich früh aufstehen muss, um meine Tochter zur Kita zu bringen. Gegen 14.00 Uhr hole ich sie wieder ab. Vormittags habe ich entweder Terminen mit meinem Arzt oder Therapeuten, oder ich versuche zu Hause was zu erledigen.

Weitere Strukturen finde ich schwierig, weil ich so oft keine Energie habe. Ich fühle mich wirklich körperlich krank. Ich war schon stationär und möchte das nicht nochmal.

Bitte, lass es besser werden.

07.01.2020 21:12 • x 3 #9


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maya60

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Liebe Mas es wird alles gut und was jetzt schon gut ist: wir sind alle hier und ExpertInnen in Sachen schwarzer Löcher und schwarzer Wände

07.01.2020 21:13 • x 7 #10


Mas83

Mas83

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Zitat von fiorina:
Wenn es morgen nicht besser ist hole dir vielleicht einen Krankenschein, denn du brauchst jetzt Zeit für dich.


Habe ich schon. Schon 9 Monate. Ich kann nicht arbeiten. Ich hoffe, irgendwann wieder.

07.01.2020 21:13 • #11


Mas83

Mas83

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Zitat von maya60:
Liebe Mas es wird alles gut und was jetzt schon gut ist: wir sind alle hier und ExpertInnen in Sachen schwarzer Löcher und schwarzer Wände


Danke, liebe Maya. Es muss echt besser werden. Ich musste und muss das echt hören / lesen. Ich habe kaum Vertrauen darin, dass es sich irgendwann bessert.

Ich fühle mich langsam weiter, tiefer, runter rutschen. Ich will das nicht. Wie lass ich es aufhören?

07.01.2020 21:16 • x 2 #12


Mas83

Mas83

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Okay, jetzt bin ich wohl promoviert zur "Orakel". Ich weiß nicht, ob ich darüber jetzt lachen oder weinen sollte.

07.01.2020 21:18 • x 3 #13


laluna74

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Zitat von Mas83:
Ich fühle mich langsam weiter, tiefer, runter rutschen. Ich will das nicht. Wie lass ich es aufhören?



indem du in Aktion gehst, aber dosiert. Mir hilft es z. B. überhaupt nicht mich zusätzlich noch ins Bett zu verkriechen. Das ist für mich teuflich.

07.01.2020 21:23 • x 2 #14


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Lisa1962

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Liebe Mas83
Was kannst Du wirklich ganz gut im Leben? Vielleicht lieb zu Deiner Tochter sein? Dann mach einfach nur das die nächsten STunden und TAge, bis Du auch wieder etwas weitersehen kannst - tu das Naheliegende, das Andere glaube mir es kommt von selbst.
Also schlafe, ruhe Dich aus, stell Dir den schönsten Traum vor, den es gibt und sei ganz lieb zu Deinem Kind - so hast Du das Beste getan, der Rest kommt von selbst.
Liebe Grüsse Lisa
Und sei stolz, Du hast ja schon viel geschafft!

07.01.2020 21:25 • x 3 #15


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maya60

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Liebe Mas-Orakel, erstens wird es immer nach dem Untensein besser und zweitens kriege ich auch irgendwann, wenn es runter und runter und runter geht, irgendwann die Wut und denke: Na, dann geh doch runter, du dämliche Depri! Ich habe alles getan und tue alles weiter dagegen, aber irgendwann hab ich auch mal die Faxen dicke und zwar genau jetzt!

Und dann irgendwann pitscht die Depri unten auf dem Bodensatz des Abgrundes auf und sagt: Na gut! Und dann geht es eh nur noch aufwärts und besser.

Also, wie du es auch wendest und drehst, das Naturgesetz heißt: ES WIRD WIEDER BESSER:

07.01.2020 21:28 • x 3 #16


Mas83

Mas83

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Zitat von maya60:
Liebe Mas-Orakel, erstens wird es immer nach dem Untensein besser und zweitens kriege ich auch irgendwann, wenn es runter und runter und runter geht, irgendwann die Wut und denke: Na, dann geh doch runter, du dämliche Depri! Ich habe alles getan und tue alles weiter dagegen, aber irgendwann hab ich auch mal die Faxen dicke und zwar genau jetzt!

Und dann irgendwann pitscht die Depri unten auf dem Bodensatz des Abgrundes auf und sagt: Na gut! Und dann geht es eh nur noch aufwärts und besser.

Also, wie du es auch wendest und drehst, das Naturgesetz heißt: ES WIRD WIEDER BESSER:


Danke. Okay. Es wird wieder besser. Es wird wieder besser.

Ich muss nur noch dran glauben. Aber ihr versteht das. Dan wird es wohl stimmen. Also, er wird besser werden. Okay.

07.01.2020 21:29 • x 2 #17


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Blume71

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Liebe Mas,

es wird wieder gut. Es bleibt nicht so wie es ist, ganz sicher!
Es gibt Wege wo einem geholfen wird und Du wirst Deinen gehen.
Eine Dringlichkeitsbescheinigung zum Psychiater ist schon da, vertraue darauf, dass Dir geholfen wird. Vllt. sollte auch das Thema Medis dort besprochen werden!

Es wird besser werden! Vertraue drauf!

07.01.2020 21:30 • x 3 #18


Mas83

Mas83

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Zitat von Blume71:
Liebe Mas,

es wird wieder gut. Es bleibt nicht so wie es ist, ganz sicher!
Es gibt Wege wo einem geholfen wird und Du wirst Deinen gehen.
Eine Dringlichkeitsbescheinigung zum Psychiater ist schon da, vertraue darauf, dass Dir geholfen wird. Vllt. sollte auch das Thema Medis dort besprochen werden!

Es wird besser werden! Vertraue drauf!



Danke. Ja, ich glaube, ich werde endlich mal das Thema Medis angehen. Muss ich aber erst zur Psychiater kommen.

Aber danke. Ich versuche, zu vertrauen. Danke., danke

07.01.2020 21:33 • x 3 #19


ohneFunktion

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Zitat von Mas83:
Es muss echt besser werden. Ich musste und muss das echt hören / lesen. Ich habe kaum Vertrauen darin, dass es sich irgendwann bessert.


Ja, es wird wieder besser! In der Krankheit kann man das leider nicht mehr glauben.

Nimm Dir alle Hilfe, die Du kriegen kannst!
Vorübergehend Medikamente zu nehmen ist ok. Ich habe sie auch monatelang verweigert, aber dann traute ich mich doch drüber.

Habe Geduld mit Dir.
Und wenn keine Aktivität geht, dann geht's halt nicht. Mich hat der Druck aktiv sein zu müssen zusätzlich fertig gemacht. Oder etwas gern machen zu müssen.

Wenn man nur liegen kann, dann darf man auch nur liegen.

Es vergeht und wird besser. Und irgendwann hast Du's auch hinter dir.

Alles Gute!

07.01.2020 21:45 • x 3 #20


fiorina

@ohneFunktion
hat es sehr gut beschrieben

07.01.2020 21:56 • x 1 #21


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Eis

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Hallo Mas

Es wird wieder besser!


Bitte geh zum Arzt und lass dir Medikamente geben. Ich hab es 5 Monate ohne Tabletten probiert, bis mich ein Arzt davon überzeugt hat, dass ich es versuche. Auch das ist kein leichter und schneller Weg, bis man das richtige Antidepressiva findet, das wirkt und verträglich ist. Aber es ist ein Weg, den du gehen kannst, weg vom schwarzen Loch.

Hast Du schon mal über eine Reha nachgedacht? Die war bei mir mehr oder weniger überlebensnotwendig.

Meine erste Arbeitsunfähigkeit dauerte insgesamt 12 Monate am Stück, wobei die letzten 3 Monate eine (leider viel zu zu frühe) Wiedereingliederung waren. Es dauert einfach seine Zeit, auch wenn man nicht glaubt, jemals aus diesem schwarzen Lich rauskrabbeln zu können. Stell dir die Medikamente und die Psychotherapie als helfende Hand vor, du musst sie nur ergreifen. Probier es wenigstens aus!

Du schaffst das, wie ich es auch geschafft habe!

LG Eis

08.01.2020 00:31 • x 3 #22


Mas83

Mas83

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Zitat von ohneFunktion:

Ja, es wird wieder besser! In der Krankheit kann man das leider nicht mehr glauben.

Nimm Dir alle Hilfe, die Du kriegen kannst!
Vorübergehend Medikamente zu nehmen ist ok. Ich habe sie auch monatelang verweigert, aber dann traute ich mich doch drüber.

Habe Geduld mit Dir.
Und wenn keine Aktivität geht, dann geht's halt nicht. Mich hat der Druck aktiv sein zu müssen zusätzlich fertig gemacht. Oder etwas gern machen zu müssen.

Wenn man nur liegen kann, dann darf man auch nur liegen.

Es vergeht und wird besser. Und irgendwann hast Du's auch hinter dir.

Alles Gute!


Danke. Ich finde es schwierig, zu akzeptieren, dass nichts geht. Ich bin jetzt schon weinend wach geworden und habe meine Tochter nach unten zu meinem Mann gebracht (er muss gleich los zur Arbeit). Sie weint bitterlich, weil ich nicht mit aufgestanden bin. Das lässt mich zusätzlich schlecht fühlen. Ich schaffe das noch mal nicht.

Eine Freundin hat geschrieben, sie hat ein Familienmitglied für mich kontaktiert, die bei einem Psychiater arbeitet. Vielleicht geht es so schneller mit dem Termin.
Habe die Medikamente bei dir geholfen?

08.01.2020 07:58 • x 2 #23


Mas83

Mas83

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Zitat von Eis:
Hallo Mas

Es wird wieder besser!


Bitte geh zum Arzt und lass dir Medikamente geben. Ich hab es 5 Monate ohne Tabletten probiert, bis mich ein Arzt davon überzeugt hat, dass ich es versuche. Auch das ist kein leichter und schneller Weg, bis man das richtige Antidepressiva findet, das wirkt und verträglich ist. Aber es ist ein Weg, den du gehen kannst, weg vom schwarzen Loch.

Hast Du schon mal über eine Reha nachgedacht? Die war bei mir mehr oder weniger überlebensnotwendig.

Meine erste Arbeitsunfähigkeit dauerte insgesamt 12 Monate am Stück, wobei die letzten 3 Monate eine (leider viel zu zu frühe) Wiedereingliederung waren. Es dauert einfach seine Zeit, auch wenn man nicht glaubt, jemals aus diesem schwarzen Lich rauskrabbeln zu können. Stell dir die Medikamente und die Psychotherapie als helfende Hand vor, du musst sie nur ergreifen. Probier es wenigstens aus!

Du schaffst das, wie ich es auch geschafft habe!

LG Eis


Danke für dein Motivation, Eis. Die ambulante Reha geht hier den ganzen Tag und meine Tochter hat kein ganztagsplatz in der Kita. Wir haben auch keine Familie in der Nähe wohnen die auf sie aufpassen könnte. Darüber hinaus habe ich so zu kämpfen mit Reizüberflutung, dass ich sowieso nicht wusste, ob das gut wäre. Obwohl ich es glaube ich jetzt machen würde.

Halbtags Rehaplätze gibt es hier nicht.

Ging es dir mit Medikamenten dann besser?

Psychotherapie habe ich jeder Woche, hat mich jetzt aber noch nicht viel gebracht.

08.01.2020 08:03 • x 1 #24


Mas83

Mas83

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Danke für euer Unterstützung, sehr lieb.

08.01.2020 08:03 • x 1 #25


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Eis

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Guten Morgen Mas

Mir ging es mit den Tabletten auf jeden Fall deutlich besser. Ich habe mich 5 Monate dagegen gesperrt, wollte nicht zu den "Loosern" gehören, die sowas brauchen. Außerdem hatte ich Angst, mich zu verändern. Ich weiß noch in der Reha waren wir zu zweit, die mit Antidepressiva begonnen haben. Wir haben uns versprochen, dass wir uns gegenseitig beobachten und es uns sagen wenn wir uns verändern oder "komisch" werden. Es war nicht der Fall. Auch ein weiterer Bekannter dort hat sich nach Medikamentenwechsel so positiv verändert, dass er sich zu uns an den Tisch gesetzt, geratscht und gelacht hat. Vorher war er still, emotionslos, zurückgezogen.

Auch ich hatte massive Probleme mit Reizüberflutung, das wurde damit deutlich besser. Aber ich bin lange in Gesellschaft nur mit den Ohrstöpseln rumgelaufen. Ich bin trotzdem zur stationären Reha gefahren und bin froh, das gemacht zu haben. Es gibt auch stationäre Rehas für Mütter mit Kind. Da kannst du deine Tochter mitnehmen. Sie wird tagsüber in einer Kita-Gruppe betreut und die restliche Zeit seid ihr zusammen. In meiner Rehaeinrichtung waren einige Mütter. Überleg dir das mal.

LG Eis

08.01.2020 08:19 • x 2 #26


ohneFunktion

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Guten Morgen!

Ja, mir hat mein Antidepressivum sehr geholfen. Aber nicht sofort.

Zitat von Eis:
Mir ging es mit den Tabletten auf jeden Fall deutlich besser. Ich habe mich 5 Monate dagegen gesperrt, wollte nicht zu den "Loosern" gehören, die sowas brauchen. Außerdem hatte ich Angst, mich zu verändern.


So war es auch bei mir.
Hat über ein Jahr dedauert bis ich mich überwinden konnte/ musste was zu nehmen.

08.01.2020 09:31 • x 2 #27


Mas83

Mas83

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Zitat von Eis:
Guten Morgen Mas

Mir ging es mit den Tabletten auf jeden Fall deutlich besser. Ich habe mich 5 Monate dagegen gesperrt, wollte nicht zu den "Loosern" gehören, die sowas brauchen. Außerdem hatte ich Angst, mich zu verändern. Ich weiß noch in der Reha waren wir zu zweit, die mit Antidepressiva begonnen haben. Wir haben uns versprochen, dass wir uns gegenseitig beobachten und es uns sagen wenn wir uns verändern oder "komisch" werden. Es war nicht der Fall. Auch ein weiterer Bekannter dort hat sich nach Medikamentenwechsel so positiv verändert, dass er sich zu uns an den Tisch gesetzt, geratscht und gelacht hat. Vorher war er still, emotionslos, zurückgezogen.

Auch ich hatte massive Probleme mit Reizüberflutung, das wurde damit deutlich besser. Aber ich bin lange in Gesellschaft nur mit den Ohrstöpseln rumgelaufen. Ich bin trotzdem zur stationären Reha gefahren und bin froh, das gemacht zu haben. Es gibt auch stationäre Rehas für Mütter mit Kind. Da kannst du deine Tochter mitnehmen. Sie wird tagsüber in einer Kita-Gruppe betreut und die restliche Zeit seid ihr zusammen. In meiner Rehaeinrichtung waren einige Mütter. Überleg dir das mal.

LG Eis


Liebe Eis,

Das macht mir Mut. Ich habe gerade durch eine Freundin einen Termin bekommen in der dritte Woche vom Februar. Es ist halt nicht morgen, aber auch nicht erst in 5 Monate (letztes Mal musste ich so lange warten auf dem Termin beim Psychiater. Der hat nachdem ich da einmal gewesen war, leider gekündigt). Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dann zum Loosern zu gehören, aber ich habe einfach richtig Angst für Nebenwirkungen (als ich stationär war und es versucht habe, habe ich Panik bekommen) und, wie du beschreibst, mich zu ändern.

Momentan habe ich aber noch mehr Angst dafür, dass das hier nie aufhört. Ich werde es also versuchen. Ich muss noch 6 Wochen überbrücken.

Aber ich habe meine Tochter angezogen, was zu essen gemacht, ihre Zähne geputzt und sie in die Kita gebracht. Und das ohne zu weinen. Das ist schon mal eine Leistung.

Jetzt kann ich nicht mehr.

Die Reha (selbst mit Kind) würde meine Tochter nicht verkraften. Ich war von Juni bis Juli stationär in einem psychosomatische Klinik (der Aufenthalt ist nicht verlängert worden wegen die Reizüberflutung, was ich aber echt doof fand) und jeden Tag fragt sie noch:"du gehst nicht weg, oder?"
Sie hat gerade die Kita Gruppe gewechselt und das fällt ihr schwer. Sie ist sehr sensibel.

Meine Psychologin rat auch von einem Mutter Kind Kur ab, aus dem gleichen Gründen.

Es ist alles schwierig.

08.01.2020 10:06 • x 2 #28


Mas83

Mas83

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376
Zitat von ohneFunktion:
Guten Morgen!

Ja, mir hat mein Antidepressivum sehr geholfen. Aber nicht sofort.



So war es auch bei mir.
Hat über ein Jahr dedauert bis ich mich überwinden konnte/ musste was zu nehmen.


Ich werde es versuchen, muss jetzt aber noch warten und es aushalten. Danke dafür, dass du deine Erfahrung geteilt hast.

08.01.2020 10:09 • x 1 #29


ohneFunktion

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Dann wünsche ich Dir, dass Du die Zeit bis dahin gut schaffst.

Sei gut zu Dir. Wenn Du liegst, halte Dich selber fest. Lass Dich weinen, wie ein Säugling in den Armen seiner Mutter weinen und beruhigt werden darf.

Dass Du Deine Tochter angezogen hast, ihr die Zähne geputzt, sie versorgt hast ist super! Halte Dir vor Augen, dass Du das gut machst.

Jeden Tag in "Akzeptanz" des momentanen Zustandes leben und Schritt für Schritt weitergehen. Ganz viele Pausen machen. Nichts von Dir verlangen.

Du kannst auch versuchen, Deiner Tochter zu erklären, dass es ganz eine doofe Krankheit gibt, die macht, dass man ganz schwach ist und viel weinen muss, obwohl eigentlich alles ok ist. Und dass da niemand Schuld dran ist, etc.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
Und ganz viel Selbstfürsorge!

Bei mir war das Einschleichen des Antidepressivums (Citalopram) auch nicht so toll. War extrem müde und stand weiter neben mir. Aber irgendwann wurde es dann langsam besser.
Aus Angst vor einem Rückfall habe ich es jetzt einige Jahre weiter genommen, obwohl ich auf ärztliche Empfehlung längst ausschleichen hätte können. Das mache ich erst jetzt ganz langsam.

08.01.2020 11:03 • x 3 #30

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