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Depression und hoch sensibel, auch das noch

Ex-Mitglied

hallo ihr lieben hoch sensiblen Menschen hier im Forum. . . . . Bei mir merke ich gerade immer öfters, wie mein eher

hoch sensibles Wesen auch meine Depression beeinflusst. Und vielleicht können wir uns hier gegenseitig helfen,

austauschen. Selbst vermute ich, das es noch mehr eher hoch sensible Menschen hier in unserem Forum hier gibt.

Wenn du auch immer wieder das Bedürfnis hast, nach Ruhe und Frieden, wenn die Welt um dich zu laut und zu hektisch

wird. . . . . .

Wenn wir mehr Zeit brauche, um Dinge zu verarbeiten. Wenn wir ein starkes Innenleben haben. Wir sehr empfindlich

auf äußere Eindrücke reagieren. Bestimmte Geräusche und Gerüche können unerträglich sein.

Wenn uns Stimmungen anderer Menschen schon sehr beeinflussen.

Ein großes Bedürfnis nach Harmonie und Gerechtigkeit. . . .


Häufig tritt unser hoch-sensibles Wesen und unsere Depression gemeinsam auf. Jetzt nicht bei allen Menschen.

Nein hoch sensibel sein ist keine Störung, eher etwas Gutes. Viele Künstler, Maler, Schriftsteller, Musiker, usw. sind

hoch sensibel-

Sind wir dann aber noch depressiv und hochsensibel, dann kann es kritisch werden.

Wir fühlen uns nicht mehr wohl, empfinden weniger Freude im Leben, machen uns mehr Probleme und Sorgen, Ängste, grübeln ohne Ende.

Also ohne mein hoch sensibles Wesen, könnte ich meine Depression viel besser ertragen. . . .

Wie geht es euch damit. . . . . . .


liebe, leise Grüße,

Frederick

14.06.2021 17:50 • x 5 #1


Ex-Mitglied

Gedicht von einem hoch-sensiblen Menschen...........



"Nun nimm dich `mal zusammen!",
so wurde ihr gesagt.
"Du bist viel zu empfindlich!",
Urteilte man ungefragt.
So wusste sie als Kind schon:
"Ich bin einfach verkehrt.
Wer nicht ist wie die And'ren,
Der hat hier keinen Wert!"

Sie zeigte, was sie wollten:
Ein fröhliches Gesicht.
Wie's wirklich in ihr aussah,
Zeigte sie lieber nicht...
So wurde sie dann fügsam,
Sie störte nun nicht mehr.
Doch tief in ihrem Herzen,
Da fühlte sie sich leer.

"Wo sind meine Gefühle
Und meine Träume hin?
Ich weiß eigentlich selber
Schon nicht mehr, wer ich bin."
Sie traf eine Entscheidung
Und ließ sich darauf ein:
Sie wollte wieder lernen,
Nur ganz sie selbst zu sein.

Sie griff in ihre Seele,
Sie öffnete ihr Herz.
Er war so lang verborgen,
Nun traf er sie, ihr Schmerz.
Sie wurde fast benommen,
Er kam mit solcher Wucht.
Und schlug die zarte Seele
Beinahe in die Flucht.

"War das der Sinn der Sache?",
So fragte sie sich oft.
Sie hatte sich doch etwas
Ganz Anderes erhofft.
Doch als die Wunden heilten,
Da war ein Sinn zu sehn:
Viel mehr als And're konnte
Gefühle sie verstehn.

Sie konnte formulieren,
was Andere kaum sah'n
und lenkte die Gedanken
in eine klare Bahn.
So gab sie denen Stimme,
die Keiner sonst verstand,
weil sie für Angst und Traurigkeit
die rechten Worte fand.



liebe Grüße,

Frederick

14.06.2021 18:12 • x 4 #2



Hallo Ex-Mitglied,

Depression und hoch sensibel, auch das noch

x 3#3


Melli67

Hallo Frederick,
ich bekenne mich dazu. Ich gehöre ebenfalls zu der Kategorie der hochsensiblen Menschen.
Mir selbst war das nie wirklich bewusst. Mein Mann machte mich eines Tages darauf aufmerksam, nachdem er im
Fernseh ein Bericht über diese hochsensiblene Menschen gesehen hatte.
Er erzählte mir von dieser Sendung und wie bekannt ihm die " Symptome" dieser Menschen vorkamen.
Mensch dachte er sich, das trifft haargenau auf meine Frau zu. Und so erzählte er mir davon. Ich habe ihn zuerst belächelt,
doch dann habe ich mich weiter informiert. Und ja, es trifft so etwas von zu.

Mich stört jedes kleinste Geräusch, ich höre mehr wie andere, ich nehme vieles sehr intensiv wahr.
Beispiele : Wenn mein Mann Salat isst, für mich hört sich das extrem laut an, so richtig krachend,als mache er das extra um mich zu ärgen. Ich könnte unter die Decke gehen. Es nervt mich wenn er ein Brötchen ißt und dieses extrem laut knuspert.Ich kann es überhaupt nicht ertragen ,wenn er seine Tafel Schoklade öffnet und ich gefühlt eine halbe Ewigkeit mir das dämliche Knistern anhören muss. Gleiches mit Eispapier ect. Mir kommt das immer vor wie Stunden. Ich höre Dinge die tasächlich in den Moment existieren, er diese aber überhaupt nicht wahrnimmt. Da kann ich z.b. Radio oder Fernseher anhaben, ich höre was in der näheren Umgebung los ist. Schalte ich den Ton vom Radio/TV ab und bitte meinen Mann das er mal genau hinhören solle, so sagt er immer; ich höre nichts. Das macht mich rasend, ich schüttle mit dem Kopf und sage ihm das er wohl ein Hörgerät braucht.Was mich auch nervt, wenn wir bei Frühstück sitzen und er gefühlt sein Brot/Brötchen drei Stunden mit Margarine/Quark ect.bestreicht. Von links nach rechte, von rechts nach links. Ich könnt ausflippen. Ebenso sieht es mit Gerüchen aus, ich nehme Gerüche wahr die er und andere nicht wahrnehmen. Das sind nur eine wenige "Symptome"

Gruß Melli

14.06.2021 18:42 • x 3 #3


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Gabbagandalf

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Hey, also ich denke ich bin auch leicht hochsensibel, besonders Geräusche und Gerüche dringen sehr tief in mich ein.

Gedanken erzeugen oft tiefe Emotionen, die dann sehr negative Effekte auf meinen Körper haben.

14.06.2021 19:47 • x 3 #4


Lazyblanca

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Zitat von Melli67:
Hallo Frederick, ich bekenne mich dazu. Ich gehöre ebenfalls zu der Kategorie der hochsensiblen Menschen. Mir selbst war das nie wirklich bewusst. ...

Ich erkenne mich hier auch wieder

14.06.2021 21:47 • x 2 #5


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Lost111

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@Frederick

Ein gutes Thema, danke dafür.
Zitat:
Wenn wir mehr Zeit brauche, um Dinge zu verarbeiten. Wenn wir ein starkes Innenleben haben. Wir sehr empfindlich

auf äußere Eindrücke reagieren. Bestimmte Geräusche und Gerüche können unerträglich sein.

Wenn uns Stimmungen anderer Menschen schon sehr beeinflussen.

Auch ich denke, dass ich sehr / hoch sensibel bin.
Ich brauche manchmal echt lange, um Dinge einzuordnen... Dann denke ich immer: bist du zu blöd dafür?!

Ich mag bzw. mochte es noch nie, z.B. in einem Raum mit vielen Menschen zu sein, die durcheinander reden. Das macht mich wahnsinnig! Auch laute Stimmen kann ich gar nicht ab - da packt mich dann einfach nur der Fluchtreflex (sofern möglich).
Oder wenn es im Supermarkt zu voll ist, da kriege ich zu viel. Zu laut, zu voll, zu viel Eindrücke auf einmal. OK, ich kann es aushalten, wenn ich muss, aber ich vermeide solche Situationen tunlichst.
Dazu kommt, dass ich auch "nah am Wasser gebaut bin". Sprich: mich kann man ganz schnell zum Weinen bringen.
Das ist auch so ein Ding, was ich nicht so wirklich an mir mag.
Aber bin allgemein gesehen auch sehr "empfindlich" für Stimmungen. Ob das immer so gut ist, sei dahingestellt...

LG Lost111

14.06.2021 22:24 • x 3 #6


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Pilsum

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Zitat von Lost111:
Auch ich denke, dass ich sehr / hoch sensibel bin.
Ich brauche manchmal echt lange, um Dinge einzuordnen...


Es ist nicht schlimm,wenn Du manchmal längere Zeit benötigst, um Dinge einzuordnen.

Für diesen Begriff danke ich Dir.
Es geht nicht darum, um etwas zu verarbeiten, sondern darum, um Dinge anders einzuordnen.
Je schneller Du eine Fähigkeit erlernst, Dinge und Gedanken einzuordnen, umso besser wird es Dir gehen.

14.06.2021 23:59 • x 1 #7


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Stromboli

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Lieber Frederick
Wunderschön hast du das geschrieben und ein wunderbares Gedicht dazu
Ich durfte zwar spät, erst Ü50, erstmals von der Hochsensibilität erfahren und lesen, hab mich aber so klar darin wiedergefunden, dass es mir ganz viele neue Einsichten beschert hat.
Heute erleichtert mir das den Umgang mit Depressionen eher, weil das Gefühl von Verkehrtsein nicht mehr da ist.
Danke und ganz liebe Grüsse, Stromboli

15.06.2021 06:39 • x 1 #8


Resi

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Ich bin auch dabei , danke Frederick!

Bei mir sind ganz schlimm:
Gerüche.

Ich nehme alles wahr und das bringt mich oft dazu, ganz flach zu atmen.
Es erschwert auch manche Kontakte.

Und hören:
Meine Ohren sind immer im Einsatz und zwar bei jedem kleinen Geräusch, und derer gibt es viel auf dem Land.

Dass ich Stimmungen, etc. . . schneller erkenne liegt nicht an meiner Überempfindlichkeit, sondern an meinem erlernten Verhalten, an der Co-Abhängigkeit.

15.06.2021 06:59 • x 4 #9


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EmptyLife

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Ich habe erst kürzlich für mich herausgefunden, dass ich hochsensibel bin. Ich war mein Leben lang schon sehr sensibel, aber das ist in den letzten Jahren durch diverse Einflüsse noch viel stärker geworden.

Schon damals sagten viele über mich, dass ich sehr sensibel sei und man im Umgang mit mir sehr vorsichtig sein müsse.
Wie sich das genau bemerkbar gemacht hat, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich immer sehr schnell weinte - egal ob wegen Freude, Trauer oder Wut. Laute Geräusche und Stimmen waren mir auch unangenehm.
Seitdem ich in einem Großstadtgebiet wohne, ist mir einfach alles, was ich um mich herum höre, zu viel. Bellende Hunde, laute Kinder, quietschende Türen, stimmhaftes Gähnen, laut lachende Nachbarn... es macht mich rasend!
Meine Sinne sind so empfindlich geworden, dass ich ohne Ohrstöpsel keine Ruhe finde.

Ich nehme auch negative Stimmungen von Menschen, die mir nahestehen, sofort wahr. Wenn meinen Freund irgendwas beschäftigt oder es ihm schlecht geht, fühle ich mich dann selbst schlecht und es belastet mich, solange er mit mir nicht darüber redet.
Über belastende Vorfälle denke ich Tage oder Wochen noch nach. Manches trage ich seit Jahren mit mir herum.

Beim Filme/Serien schauen habe ich das Gefühl, währenddessen so sehr ein Teil davon zu sein, dass die Rückkehr in die Realität manchmal wie ein Schock für mich ist.

15.06.2021 12:45 • x 2 #10


Ex-Mitglied

hallo ihr lieben Menschen,

vielen herzlichen Dank für eure große Beteiligung. Heute kann ich es auch annehmen, ja ich bin hoch sensibel.. Lange Jahre habe ich das unterdrückt, weil es mir nur peinlich war..........Meine Depression hat auch etwas mit meinem hoch sensiblen Wesen zu tun.

Und ich gebe zu, das ich da auch noch ganz viel Einsicht brauche, was mich immer wieder so ermüdet, was mich so traurig macht.......Denn wenn wir mehr wissen und verstehen, kann das unsere Unsicherheit reduzieren. Das wir wieder zuversichtlich und vertrauter leben dürfen, ohne uns zu schämen.

Denn wir brauchen ganz viel Liebe, Annahme, Verständnis, Zuwendung für uns................................

Oft haben wir das nicht so bekommen. Oft wurden wir vernachlässigt, verletzt.................................

so haben wir es empfunden. Unsere Verletzungen tiefer empfunden..Das hat in uns viel Angst ausgelöst.

Weil wir Ablehnung viel tiefer empfinden. Andere Menschen, die das nicht so tief empfinden, macht das viel

weniger aus............................................

So haben uns manche Sätze unserer Eltern stark geprägt. "Du taugst nichts, bist zu nichts zu gebrauchen, du bist nur eine Last, du bist ein Versager, wir können schwer Nein sage, immer die Angst nicht zu genügen..

Das würden wir alles gerne los werden, aber vielleicht genügt es schon, wenn wir mehr los lassen können. Nicht mehr so gegen unser hoch sensibles Wesen ankämpfen, uns nicht verleugnen, eher annehmen.

Viele Therapeuten sind hoch sensibel. Weil sie gut zuhören können, sich gut in Menschen einfühlen können,

menschlich sind.

Hoch sensibel sein ist auch eine Stärke............Oft erkennen wir ob es ein Mensch mit uns ehrlich meint, oder nicht.

Aber als hoch sensibler Mensch ermüden wir schneller, sind schneller ausgelaugt, mit unseren Kräften schneller am Ende. Das muss ich irgendwie akzeptieren..............

Wir merken immer mehr, wie wichtig hoch sensible Menschen sind............................


liebe, leise Grüße,

Frederick

In unserer Welt wird Kraft und Stärke groß geschrieben.

Doch gerade in letzter Zeit merken wir, wie wir durch zuviel Kraft und Stärke, Menschen und die Natur zerstören......

Immer größer, weiter, höher, schneller...................

15.06.2021 16:56 • x 3 #11


Ex-Mitglied

S püre, was du brauchst.
E rlebe die Natur.
L iebe das, was du tust.
B leibe dir selbst treu.
S chenke dir ausreichend Schlaf.
T eile Freude mit anderen.
L erne deinen Weg zu gehen.
I n der Ruhe liegt die Kraft.
E rspüre deine Talente.
B leibe authentisch.
E rkenne dich selbst und nehme dich an so wie du bist


liebe, leise Grüße,

Frederick

15.06.2021 18:31 • x 4 #12


Ex-Mitglied

Was fangen ich jetzt damit an, das wir wissen, wir sind hoch sensibel-

wenn ich weiß, ja ich bin hoch sensibel
. dann weiß ich, das ich nicht schräg drauf bin.

. Ich weiß, damit bin ich hier im Forum nicht allein.

. Ich kann mich und mein Verhalten positiver sehen.

. ich darf mich hier mit euch austauschen, Versändnis bekommen

. Ich darf dadurch besser lernen, mit den Schwächen der Hochsensibilität umzugehen

. Ich kannst dadurch bewusster die Stärken von euch und mir selbst sehen....
...................

viele liebe Grüße an euch,

Frederick

15.06.2021 19:01 • #13


Ex-Mitglied

hallo ihr Lieben,

hoch sensible Menschen sind auf ihre ganz eigene Art und Weise oft auch hoch begabt. Deshalb dürfen wir unsere Gaben und Talente auch echt benutzen. Es wäre sehr still in unseren Wäldern, wenn nur die allerbesten Vögel zwitschern und singen, die es am Allerbesten können........................................

Und es gibt trotz allem Hoffnung, auch für uns. Auch unsere extreme Dünnhäutigkeit, unsere extreme Hellhörig-und Hellfühligkeit kann sich korrigieren lassen, verändern lassen.

Aus der Hirnforschung habe ich gelesen, das unsere Anlage und Vererbung, etwa nur ein Drittel unsere Persönlichkeit bestimmen.

Viel wichtiger sind unsere heutigen Einflüsse und Erfahrungen, wenn wir versuchen unser Denken zu ändern, unsere ganze Einstellung zu unserem Leben.

Ob wir als Kind als Inuit geboren wurden, im Regenwald, als Kind eines armen Menschen, oder als Kind eines Akademikers...............aus allen kann etwas Gutes werden. Aber aus jedem Mensch wird etwas anderes.

Unsere Umstände bestimmen mehr unser Leben, nicht unsere Veranlagung.....

Alles worauf wir stolz sein dürfen, was wir denken, fühlen, wünschen oder träumen, verdanken wir den Menschen, die uns das gesagt und praktisch gezeigt haben.

Wir spiegeln das wieder, was in uns gefördert wurde, und wir dürfen uns auch selbst immer wieder fördern.

Wenn wir von einer Sache begeistert sind, können wir da immer creativer für uns werden. Und das sogar unabhängig von unserem Alter..

Wir dürfen im Leben immer wieder lernen.........................neue Wege, neue Muster unseres Verhaltens, neue Lebenseinstellung, um mit unserem hoch sensiblen Wesen und unserer Depression, immer besser umgehen zu können.


Und da wünsche ich uns ganz viel Begeisterung und Mut, immer wieder aufstehen..........


viele , liebe Grüße,

Frederick

16.06.2021 18:05 • x 1 #14


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EmptyLife

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Auf der einen Seite heißt es "sich akzeptieren" und auf der anderen "sich verändern... korrigieren".
Bin ich die Einzige, die die heuchlerische Idiotie darin sieht?

16.06.2021 18:24 • x 1 #15


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Kate

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Zitat von EmptyLife:
Auf der einen Seite heißt es "sich akzeptieren" und auf der anderen "sich verändern... korrigieren". Bin ich die Einzige, die ...

Du verstehst es einfach nicht oder?
Man kann seine Schwächen akzeptieren, wenn diese einem aber am Leben hindern, sollte man halt was verändern!
Deine destruktive Schreibweise gibt viel Aufschluss über Deine gesamte Lebenseinstellung und da wundert mich nichts mehr.
Versuch es mal mit Achtsamkeit...Du gehst raus und nimmst schöne Dinge wahr.
Und sag nicht, die gibt es nicht. Denn es gibt überall schönes.

Heuchlerische Idiotie? Joar, oder siehst es halt so. Aber dann kann Dir keiner mehr helfen, helfen wollen!

16.06.2021 18:29 • x 3 #16


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Silentium

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Man muss schon auch was verändern, damit es einem irgendwann mal besser geht. Worte umzudrehen von gutgemeinten Ratachlägen der anderen User finde ich eher destruktiv. Man muss ja nicht alles annehmen, denn manches passt nicht zu einem. Aber alles zu vernichten, was hier geschrieben wird, bringt nix. Natürlich sollte man lernen, seine Gefühle, Schwächen zu akzeptieren. Wenn sie aber so negativ beeinflussen, dann sollte man etwas ändern. Aber vermutlich schreibe ich mir umsonst die Finger wund. Immer nur dagegen wird dir nicht weiterhelfen. Möchtest du dein Leben ändern oder nicht? Wenn ja, ist das viel Arbeit. Arbeit mit dir und an dir. Und die meisten hier sind seit Jahren mittendrin. Das dauert nun mal

16.06.2021 18:37 • x 3 #17


Lazyblanca

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Sensible Menschen haben ein Gespür
für Scheinheiligkeit, Hinterlist
und Unehrlichkeit.

Sie nehmen mit ihren Sinnen mehr auf als andere
und sind wegen ihrer Gutmütigkeit anfälliger ...
für Verletzungen als die meisten.
Leider haben sie kein dickes Fell,
nehmen sich Vieles sehr zu Herzen.
Sie sind manchmal nah am Wasser gebaut
und sie fallen tiefer als die anderen,
wenn ihre Seele verletzt wird.

Sie sind herzlich,
verständnisvoll und können sich
gut in die Lage anderer hinein versetzen.

Sie sind hilfsbereit,
geben immer mehr als sie selber nehmen.
Meistens sind es Menschen,
die in ihrem Leben vieles durchmachen mussten
und dadurch geprägt wurden.

Sie sind nicht kompliziert,
man muss nur einen eigenen,
ähnlicsqhen Blickwinkel haben,
um sie zu verstehen
und festzustellen,
dass sie sehr wertvolle,
besondere Menschen sind.

Nur so wird man ihre Nähe zu schätzen wissen,
denn sie haben die Sonne im Herzen
und das spiegelt sich in ihrem Lächeln wieder!

(Verfasser unbekannt,)

16.06.2021 20:45 • x 7 #18


Shana1967

@Lazyblanca

16.06.2021 21:06 • x 1 #19


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EmptyLife

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Zitat von Silentium:
Möchtest du dein Leben ändern oder nicht? Wenn ja, ist das viel Arbeit. Arbeit mit dir und an dir. Und die meisten hier sind seit Jahren mittendrin. Das dauert nun mal

Ich wollte es mal. Aber nach zig missglückten Versuchen habe ich es aufgegeben. Tut mir leid, dass ich so sehr darunter leide, dass ich einfach keinen Sinn mehr darin sehe weiter zu kämpfen und das alles schön zu reden. Ich bin es leid, es ständig so schwer zu haben und meine Mühen nie anerkannt zu bekommen. Ständig wird nur gesehen, was ich nicht mache, was ich nicht kann.
Ich hab in den letzten 7 Jahren eins gelernt: Wenn die Welt mich nicht akzeptiert wie ich bin, hat es keinen Sinn zu versuchen etwas daran zu ändern. Egal was ich tue, es wird nie genug sein. Nie richtig sein. Ich werde nie richtig sein und in diese Welt passen.

Wenn andere die Blüte ihres Lebens damit verbringen wollen an etwas zu arbeiten, was sie vermutlich erst mit 50+ erreichen, dann sollen sie das tun.

16.06.2021 22:08 • x 1 #20


Shana1967

EmptyLife

Ich hab mich mal damit beschäftigt , warum so viele geniale Musiker ihr Leben nicht hinbekommen haben und mit 27 ( Kurt Cobain, Amy Winehouse, Janis Joplin, Jimi Hendrix usw.)
Gestorben sind
mehr oder weniger als Folge von Selbstvernichtung.

Ein renommierter Psychiater hat es ganz gut zusammengefasst: Sie haben nicht lange genug gelebt um Leben zu lernen.

Ich denke, dass ist der Anfang, das Wollen mit seinen eigenen Möglichkeiten das Leben zu lernen.
Ich glaube keiner von uns, der sich im Depressionsforum aufhält, hatte langanhaltenden BlüteJahre.

Wir kämpfen alle an irgendwelchen Fronten und das wohl schon immer.

16.06.2021 22:22 • #21


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EmptyLife

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@Shana1967
Ein Star zu sein belastet die Psyche auch in einem Maße, das wir uns gar nicht vorstellen können. Wenn man dann noch hochsensibel ist und andere Probleme mit sich hat, verfällt man leicht den Dro. und bringt sich schließlich damit um.

Meine erste Therapeutin sagte Mal zu mir: Damit die negativen Erfahrungen weniger auf mir lasten, müsste ich mindestens halb so viele positive Erfahrungen machen. Doch stattdessen kamen immer mehr und immer schlimmere Erfahrungen hinzu. Meine Leben besteht zu 95% aus Schmerz, Leid und Ablehnung. Irgendwann ist man einfach so zerstört, dass einen jeglicher Wille, Mut und jegliche Hoffnung, Zuversicht endgültig verlässt.
Und an dem Punkt bin ich.

Ich habe mal einen schönen Spruch gelesen, den man auch nicht abstreiten kann:
Maybe life isn't for everyone.

16.06.2021 22:39 • x 2 #22


Shana1967

EmptyLife
diese Musiker
hatten überwiegend schlimme Kindheiten,
Jugendzeiten - teilweise BordelineDiagnose
Dieses ganze Elend, haben sie dann in ihre Musik gesteckt,
Es war alles vor dem Ruhm da.

Der Punkt ist furchtbar leidvoll , glaube mir einfach - auch damit bist du nicht allein hier.
Und doch wünsche ich dir von Herzen dass du die 5% die noch da sind, die leben möchten
auf die dir passende Art und Weise nähren kannst.

Wenn du aufgibst, haben alle andern die dir Unrecht getan haben gewonnen .
Das spornt z.B. mich an!

16.06.2021 22:48 • x 1 #23


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EmptyLife

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@Shana1967
Nur dass der Ruhm dann zu viel war des "Guten" war.
Borderline... Narzissmus.... schei. auf Diagnosen. Man ist, wie man ist und nicht gestört. Nur akzeptiert das eben niemand und deshalb ist man "krank". Diese Diagnosen sind mittlerweile ein Teil des Problems der fehlenden Akzeptanz.

Zitat:
Wenn du aufgibst, haben alle andern die dir Unrecht getan haben gewonnen.

Das ist mir so egal. Außerdem kann ich niemandem von diesen Leuten unter die Nase reiben, wenn es mir gut gehen würde. Sie bekommen es doch eh nicht mit.

16.06.2021 23:00 • #24


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Pilsum

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Zitat von EmptyLife:
Auf der einen Seite heißt es "sich akzeptieren" und auf der anderen "sich verändern... korrigieren". Bin ich die Einzige, die die heuchlerische Idiotie darin sieht?

Tatsächlich scheint es so zu sein, dass Du die Einzige bist, die darin eine "Idiotie" sieht.

Damit sich jemand verändern kann, muss er sich und seinen momentanen Standpunkt
zunächst erst einmal akzeptieren.

16.06.2021 23:22 • x 1 #25


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Pilsum

2832
11
4644
Zitat von EmptyLife:
Ich hab in den letzten 7 Jahren eins gelernt: Wenn die Welt mich nicht akzeptiert wie ich bin, hat es keinen Sinn zu versuchen etwas daran zu ändern.

Wer genau akzeptiert Dich den nicht so, wie Du bist?

Kann es sein, dass es etwas anderes ist, was Du fühlst?
Möglicherweise akzeptieren einige Menschen Dein Verhalten nicht. Und vielleicht haben sie auch
Probleme damit, Deine Meinungen zu akzeptieren und Deine Aggressionen, die Du hier auch in Deine Texte
mit hereinlegst.
Trotzdem werden sie Dich als Mensch akzeptieren.

16.06.2021 23:33 • #26


Resi

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Zitat von EmptyLife:
Auf der einen Seite heißt es "sich akzeptieren" und auf der anderen "sich verändern... korrigieren".


Mich hat das auch sehr oft gestört, diese vermeintliche Diskrepanz.
Aber erst, wenn du hinschaust, merkst, fühlst, verstehst, akzeptierst, was und wer du bist, kannst du, wenn du das willst, auch verändern.

Du mußt es nicht.
Aber du kannst.

Ich für meinen Teil glaube nicht, daß Menschen, die Genies wie Joplin, etc. . . nicht das Leben gelernt haben, sondern sie haben nicht hingesehen und ihre Gefühle mit Dro.gen und Alohol niedergedrückt, weggeschwemmt und sich damit selbst zerstört.

Es gibt für uns alle zudem jeden neuen Tag die Entscheidung, anzuerkennen, was ist, und auch die Entscheidung, das Glas halb leer oder halb voll zu sehen.

Zum eigentlichen Thema "hochsensibel:

Zitat:
Sensible Menschen haben ein Gespür
für Scheinheiligkeit, Hinterlist
und Unehrlichkeit.

Ohja, und das macht einen so unsicher, denn ich spüre ganz oft hinter den Fassaden etwas, was andere nicht sehen und ich somit die einzige scheine, die wahr nimmt, was da nicht stimmt.

17.06.2021 06:53 • x 6 #27


Shana1967

@Resi
u.a. Bedeutet leben lernen , sich selber kennen lernen.
sich selbst spüren ohne Dro.
Diese Lebenszeit hatten sie nicht mehr.

Die besondere Wahrnehmung macht leider oft so zu schaffen,
Einem selber,
Im Außen konnte ich noch nie etwas ändern dadurch.
nur selbst auf der Hut bleiben.

17.06.2021 07:19 • x 1 #28


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Lilly-18

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2815
Ich glaube auch, dass ich extrem sensibel bin. Ob man das schon hochsensibel nennen kann weiß ich nicht.
Mein Problem ist, dass ich meine Gefühle total unter Verschluss halte. Sobald etwas hoch kommt, das ich nicht "brauchen kann" drücke ich es weg.
Manchmal gelingt mir das nicht, vor allem bei Ungerechtigkeit kann ich meine Wut kaum unterdrücken und auch Mitleid ist so stark, dass ich Situationen, in denen es aufkommt, nur aus dem Weg gehen kann.
Für mich ist es z.B. sehr schwer auszuhalten, wie im Süden Europas mit Tieren umgegangen wird. Das führt so weit, dass ich keine Lust mehr habe, dort Urlaub zu machen, weil ich nicht wegschauen kann und es mich so traurig macht, dass ich den ganzen Urlaub nicht genießen kann. Ist mir schon öfter passiert.
Mit Geräuschen und Gerüchen habe ich kein Problem. Das stört mich ganz selten.
Aber es belastet mich sehr, dass ich so wenig Zugang zu meinen Gefühlen habe. Und die, die mich übermannen, belasten mich.

17.06.2021 07:35 • x 4 #29



Hallo Ex-Mitglied,

x 4#30


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Silentium

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@EmptyLife
Was erhoffst du noch vom Leben. Es gibt ja noch die 5% wie du sagst. Und was erhoffst du dir vom Forum hier. Möchtest du einen Austausch mit anderen Foris? Verstehe das bitte nicht falsch. Ich möchte dich nur verstehen. Es muss ja einen Grund geben, dass du dich hier angemeldet hast. Sind das vielleicht die 5%? Und wenn dich hier niemand als Mensch akzeptieren würde, würden wir dann in deinem Treat schreiben. Viele möchten dir helfen

17.06.2021 08:01 • x 3 #30

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