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Depression und Angststörung wirklich?

Gucky65

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Ich bin neu hier und nicht ganz sicher ob das hier der richtige Platz ist. Ich versuch's mal. Also ich bin 52 Jahre alt. Bei mir würde Polyneurophatie diagnostiziert und mein Gentest weisst mich als positiv für Chorea Huntington aus. Ich habe mittlerweile einen GDB von 50 unbefristet erhalten. Soweit so gut bzw.schlecht. Ich mache eine Psychotherapie und bin auch in psychologischer Behandlung. Meine Symptome würden auf Depressionen und Angststörung hinweisen. Seit rund 6 Monaten nehme ich Antidepressiva. Angefangen mit Citalopram. Das habe ich nicht vertragen. Dann Mirtazipan das hat der Psychologe abgesetzt und mit Milna Neurax verordnet. Pregabalin nehme ich auch für die PNP. Die Nebenwirkungen sind Schwitzen, hoher Puls und ich verliere Gewicht. Naja und S. scheint mir ziemlich unnütz zu sein. Ok.Was ich nicht weiss ist wie ich mich fühlen sollte? Ich bin müde permanent, eigentlich will ich nur meine Ruhe. Das Antidepressiva sorgt zwar dafür das ich deutlich agiler bin als vorher aber es ist wie eine Überlagerung der Müdigkeit. Eigentlich will ich nicht mehr. Ich habe nach wie vor das Gefühl nicht ich habe das Leben im Griff sondern das Leben mich. Das geht schon über Jahre. Ich habe so das Feeling ich bin inkompatible mit dem Leben. Was ich aber nicht sage. Also woran erkennt man das die Antidepressiva wirken? Stimmungsaufhellend was heißt das? Wie ist das bei euch? Danke.

10.06.2018 14:04 • #1


Blacks

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Hallo Gucky65,

ich habe auch jahrelang Psychopharmaka in zig Variationen eingenommen. Und ehrlich, alle haben mich nur bematscht. Im Prinzip sind das Stoffe, die deinen Geist lähmen. Womit das Chaos im Kopf erträglich gemacht werden soll. Gelingt auch oft. Mindestens genauso oft aber auch nicht. Wie bei mir. Ich nehme mittlerweile keine mehr. Ich habe festgestellt, dass Meditation und andere Techniken einen wesentlich nahrhafteren Effekt auf meinen Geist haben als Medis. Mich haben die Medis auch chronisch müde gemacht, bis hin zur totalen Erschöpfung. Natürlich gab es auch positive Effekte, aber der Preis ist angesichts der Nebenwirkungen doch recht hoch. Das ist nur meine persönliche Meinung und soll kein Rat sein, deine Medis abzusetzen. Aber da diese auf dich auch einen unangenehmen Effekt haben, solltest du entweder besser eingestellt werden oder dich nach Alternativen umschauen. Alle Dinge, die dich mit deinem Inneren verbinden und dir Ruhe und Entspannung bringen, sind da eine gute Wahl. Als Krücke sind Medis temporär ok, als Dauerlösung sehe ich sie so nahrhaft an, wie bei Kopfschmerzen jahrelang Kopfschmerztabletten zu nehmen. Besser wäre die Ursache zu klären, statt Symptome zu bekämpfen. Irgendwas sorgt für deine Symptomatik, es wäre sinnvoll rauszubekommen, was das ist.

Liebe Grüße

Thomas

17.06.2018 22:16 • x 1 #2


Gucky65

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Ich bin ja nicht prinzipiell gegen Medis . Ich weiss nur nicht mehr wie es mir gehen sollte. Ich kenn alle meine Probleme und kenne zumindest im Prinzip auch eine Idee was zu tun wäre eine Lösung herbeizuführen. Nur die Konsequenzen damit komme ich nicht klar. Die will ich nicht. Das lähmt mich bzw.Ich habe wieder öfter Gedanken einfach aufzugeben. Aber das kann ich auch nicht da es nicht nur um mich geht. Ich funktioniere mehr nicht. Ich bin in einer Psychotherapie aber das ist irgendwie seltsam. Wir sprechen über alles mögliche. Job,Kids.usw aber das hat irgendwie nichts mit mir zu tun.Selber Punkte ansprechen kann ich nicht. Das geht einfach nicht das macht mich sofort kaputt und panisch. Ich bin mittlerweile alt genug um Gespräche die mir "gefährlich" werden abzubiegen . Keine Ahnung wie es weitergeht. Danke

26.06.2018 21:24 • #3

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