eine frage! ich habe seit 2007 dezember ein Burn-out. und eigentlich geht es mir gut.ok ich arbeite noch nicht wieder.aber das projekt ist nu n am rollen.gegen mittag werde ich aberr sehr oft so muede das ich schlafen muss.das ist dann so 1 oder 2 stunden. danach ist wieder ales ok. ich weis auch nicht ob es die Antidepressiva sind oder mein koerper. hat jemand von euch erfahrungen oder kennt das von sich.un d interesse um sich mit mir ueber das temea auszu tauschen.das waere klasse. bitte melde dich bie mir. depressionen habe ich schon lange nicht mehr.meine terapiene sind ach schon lange abgeschlossen.ich hab eauch nicht das gefuehl sie noch noetig zu haben. als es geht echt super steil bergauf.nur eben die muedigkeit und konzentration.macht mir zu schafen.
liebe gruesse conny
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#1
S
Seesternchen Mitglied
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Liebe Conny!
Wenn es dir nach dem Mittagsschläfchen wieder besser geht: was spricht denn dagegen es zu tun? Vielleicht braucht dein Körper einfach den Schlaf.
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#2
A
Hallo sydney,
Burn-Out wie lange dauert es?
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S
Simon Mitglied
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Hej Conny,
vielleicht verstehe ich ein wenig, was du mit dieser Müdigkeit meinst. Ich war auch völlig ausgebrannt, nachdem ich mich jahrelang überfordert hatte, kam der plötzliche Zusammenbruch, und ich bin eine paar Wochen gar nicht mehr hochgekommen. Ich hatte einfach eine Art mit mir selbst umzugehen, mit meinen Zielen, meinem Perfektionismus, der mich permanent überfordert hatte. Aber das ist an dieser Stelle ja gar nicht so wichtig.
Ich bin noch nicht wieder voll zurück in der Arbeitswelt, oft ist es einfach so, dass mich von jetzt auf gleich eine unglaubliche Müdigkeit und Leere erfasst, so dass ich mich am liebsten gleich ins Bett kuscheln würde. Da geht einfach nichts mehr. Wenn ich das dann wirklch tue - bei mir meist zwischen um 16-19 Uhr, schlafe ich sofort ein, und wache total gerädert 2-3 Stunden später wieder auf. Und danach ist meist die komplette Konzentrationsfähigkeit weg, und ich tagträume, oder kann maximal ein Buch zur Hand nehmen und lesen.
Was tun wir dagegen? :)
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#3
sydney Mitglied
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hallo seestern,
eigendlich sricht niechts gegen den mittagsschlaf.nur wann soll ich dann 8 stunden wieder arbeiten gehen koennen?
hallo simon,
darf ich fragen wie alt du bist? man sagt doch,je aelter man ist,um so mehr bleibt von einem borb out zuureck. und wann hast du es bekommen?
liebe gruesse conny
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#4
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sek Mitglied
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Hallo sydney,
die erhöhte Konzentrationsschwäche sowie die emense "Müdigkeit" ist meiner Meinung ein Zeichen, daß du noch nicht ganz über den Berg bist.
Du schreibst, daß du keine Therapie mehr hast, da es dir sonst ausgezeichnet ergeht und du auch keine depressive Symptomatik mehr aufweist. Vielleicht solltest du diese Erschöpfung und die Konzentrationsstörung dennoch einmal mit deinem Arzt durchsprechen.
Das die Symptomatik bzw. die Prognose des Burn out altersabhängig ist, habe ich so noch nicht gehört.
LG und einen schönen Abend
sek
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#5
C
Cakes Mitglied
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Ich möchte dich nicht demotivieren, aber "die Alte" bin ich selbst nach über 2 Jahren noch nicht wieder geworden. Und meine Psychologin sagt, dass das auch gut wäre - immerhin habe ich nicht umsonst den Burnout erlitten.
Mit meinem neuen Ich habe ich mich inzwischen arrangiert, auch, wenn es mir ab und an etwas im Weg steht. Ich bin nicht mehr so gesellig wie früher, bin lieber alleine oder mit meinen engsten Freunden zusammen, habe kein Interesse mehr, neue Leute kennenzulernen. Ich habe seit 2 Jahren kein Buch mehr gelesen, weil ich mich nicht konzentrieren kann und bin arbeitsunfähig geworden.
So langsam finde ich zu einer neuen, aktiveren Form zurück, auch wenn das nächtliche Schlafen ohne Hilfsmittel unmöglich ist. Noch immer tausend Gedanken, Unruhe, Sorgen, Herzrasen, etc.
Ich glaube, dass ein echtes Burnout-Syndrom nicht heilbar ist und man die Nachwehen immer spüren wird. Der Zusammenbruch ist so gravierend und so einschneidend und wirft den sonst so aktiven Menschen dermaßen zurück, dass einem auch zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder diese plötzliche Leere vor die Augen schießt.
Persönlich erschüttert mich teilweise, wie sich meine Person verändert hat - aber die Akzeptanz dessen ist der erste Schritt, damit wirklich umgehen zu können.
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#6
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paula Mitglied
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Hallo,
mir geht es ähnlich und 2 Sachen dazu haben sich bei mir eingeprägt, die Ärzte zu mir sagten: - Nach einem Born Out wird man nie wieder 'die Alte' werden wie vorher, da man lernt, auf seinen Körper zu hören. - Meine Ärztin sagte neulich zu mir, als ich sie wegen der Müdigkeit und Konzentrationsstörungen angesprochen habe, dass das ein Zeichen des Körpers sein kann, um sich vor Überforderung zu schützen. So versuche ich für mich zu akzeptieren, öfter müde zu sein als früher und die Konzentrationsstörungen als 'normal' anzusehen.
LG Paula
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#7
P
paula Mitglied
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Zitat von Boernie:
Unter einem Jahr auf gleicher Stelle nicht mehr im alten sondern Standart Rahmen ist mir nicht bekannt. Das ist der Beste mögliche Fall
Wie ist das gemeint?
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#8
T
tinerl60 Gast
ja, das interessiert mich auch. ich leide ja auch unter burn-out und würde gerne die ungefähre krankheitsdauer wissen.!!! dass das von pat. zu pat. , von symptomen verschieden ist, ist mir schon klar. aber trotzdem, ich bin halt noch voll schlechtem gewissen, weil ich immer noch nicht viel besser beieinander bin ich habe mich auch jahrelang überfordert, das weiß ich heute schon. aber irgendwie meine ich, daß man doch soooo lange nicht krankgeschrieben sein kann. bzw. darf!!!! und dass das ein anzeichen ist, weiß ich auch!!!!
man müsste akzeptieren, daß die seele wie ein gebrochenes bein zu behandeln ist!!!! nur ein gebrochenens bein ist sichtbar, und wäre mich viel liebeer, als den anderern denken zu lassen, na die sieht doch gut aus, die lacht doch, die will krank sein????
ihr wißt was ich meine, gell????
tinerl
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#9
Steffi Moderator
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Hallo paula, hallo tinerl,
ich kann Eure Fragen nach der Dauer zwar nicht beantworten, denn das ist individuell sehr unterschiedlich. Es ist wie mit vielen anderen Krankheiten auch : der eine kommt schnell wieder auf die Beine, der andere langsamer, ganz wenige vielleicht auch gar nicht.
Ich glaube, unabhängig vom Krankheitsbild selbst und seinen unterschiedlichen Symptomen, spielt es eine große Rolle, wie gewillt, wie motiviert jemand ist, das ganze in den Griff zu bekommen. Womit ich nicht sagen will, dass es nur eine Frage des eigenen Willens ist !! Aber er spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Ich selbst war nie länger als 3 Monate krank. Und ich hatte mich zuvor auch Jahre lang verausgabt, ohne es zu merken. Als ich es merkte, ging wirklich gar nichts mehr. Meine Motivation, wieder arbeiten zu gehen, arbeiten zu wollen, resultierte allein daraus, dass ich meinen Beruf liebe und schnellstmöglich wieder einsatzfähig werden wollte. Mit Hilfe eines sehr gut wirkenden Antidepressivums, sehr viel moralischer Unterstützung zu Hause und vor allem mit Hilfe eines wirklich erstklassigen Psychologen ließ ich innerhalb von 3 Monaten das schlimmste hinter mir. Was damals noch vor mir lag, war die allmähliche Umsetzung neu gelernter Verhaltensweisen im täglichen Leben. Dieses neue Verhalten zeigte auch sofort seine (positive) Wirkung. Ich hatte sicher großes Glück.
Das schlechte Gewissen, das Du, tinerl, hast, hatte ich damals anfangs auch, bis mir klar wurde, dass ich es nicht nur wert bin, sondern mir selbst schuldete, mich und meine alarmierenden Symptome ernst zu nehmen. Niemand kann Dir Deine Gesundheit ersetzen, niemand dankt Dir, wenn Du Dich für ihn platt machst, Dich tot arbeitest, anhaltend über Deine Belastbarkeitsgrenze gehst. Es gibt keinen einzigen Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Ganz egal, ob man es sehen kann oder nicht : Du bist krank und Du wirst wieder gesund, nur braucht es eben seine Zeit. So wie auch ein Beinbruch seine Zeit braucht oder die langwierige Regeneration nach einer Operation.
Wenn Du zulässt, dass Deine Erkrankung in Frage gestellt wird (weil Du vielleicht zwischendurch auch mal lachen kannst), dann stellst Du Dich selbst in Frage. Glaube an Dich und daran, dass Du Schritt für Schritt zurück in die Normalität finden wirst. Erwarte aber nicht, dass danach alles wieder so sein wird, wie früher. Das wäre schlimm. Dein Ziel muss es sein, Dein Leben besser zu gestalten, als es dies bis dahin war.
Liebe Grüße Steffi
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#10
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Psyche Mitglied
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Hallo Paula und Tinerl,
mal ganz ehrlich - die Alte wie vor dem Burnout in Sachen Belastbarkeit wird man eigentlich nicht wieder. Der Burnout hinterläßt gewissermaßen Narben die wieder aufbrechen können, wenn man in den alten Trott zurück fällt und sich maßlos auspowert. So wie ein Herzinfarktpatient sein Leben umstellen muß, so muß im Grunde auch ein Burnout Patient sein Leben umstellen. Der Burnout ist die Warnung, das man sich selbst fertig macht. Niemand ist perfekt, keiner hat übermenschliche Kräfte, jeder braucht Ruhezeiten und Pausen und wenn all das vernachlässigt wird geht was kaputt.
Wann es Euch besser gehen wird, daß ihr wieder normal leben könnt, das hängt wie Steffi schon sagte, davon ab, ob Ihr lernt zu akzeptieren, daß auch mal was ohne Euch gemacht werden kann, einfach mal liegen bleiben kann, niemand von Euch verlangen kann Euch zu verausgaben. Ihr seit nicht Superwoman und darum ist es auch ganz wichtig nicht wieder in den alten Trott rein zu rutschen.
LG Petra
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#11
Steffi Moderator
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Hallo DIVA,
es ist schon verrückt, gell ? Da wünscht man sich nichts anderes, als wieder so zu werden, wie man vor dem BO war ... bis einem plötzlich bewusst wird, dass genau das nicht passieren darf. Ich selbst habe das damals als die eigentlich größte und wichtigste Erkenntnis für mich empfunden. Diese Erkenntnis war ein wahres Schlüsselerlebnis.
Du schreibst Du bist seit 9 Wochen krankgeschrieben. Wie hast Du diese letzten Wochen zu Hause verbracht ? Was hast Du bereits für Dich getan ? Hast Du auch "nein" sagen geübt ? Und wenn ja, wie hast Du es empfunden ?
Liebe Grüße Steffi
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Jandi Mitglied
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Hallo!
Ich hatte selbst Ende 2005 / Anfang 2006 einen Burn-Out, und die Ärzte sagten, dass ich wohl nicht mehr die "volle Leistungsfähigkeit" erhalten werde (ist natürlich schwierig zu sagen, wie die aussieht). Lange habe ich mich gewehrt, Stunden zu reduzieren, dann habe ich mich dadurch durchgerungen, wenigstens auf 84 % der vollen Stundenzahl zu reduzieren. Heute merke ich, dass das noch nicht genug war. Zur Zeit bin ich nach einem, wenn auch schwächeren, Burn-Out-Ausfall mit einer 2/3- Stundenzahl in Wiedereingliederung und ich merke, dass das in Bezug auf Arbeit wohl mein Level ist (fällt mir ganz schwer, das einzusehen). Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht zum übernächsten Schuljahr (eher geht es nicht wegen der Antragfrist) auf 2/3 gehe.
Ob ich "die Alte" werden möchte, die zu allem "Ja" sagt und hier und da Pöstchen übernimmt, das glaube ich nicht. Ich habe mich in meinen jungen Jahren einfach so verausgabt, dass jetzt schon einfach Verschleiß da ist. Das muss natürlich nicht bei jedem so sein. Aber ich habe schön öfter gehört, dass es unwahrscheinlich ist, wieder zum Alten zu gelangen. (Wie schon gesagt, ist das ja auch die Frage, ob das wünschenswert ist...)
Ich denke, das lässt sich nicht auf jeden übertragen, ich wollte nur aus eigenen Erfahrungen berichten.
Einen Spruch habe ich von unserem Vermieter der Ferienwohnung im letzten Urlaub mitgenommen:
"Lieber mit dem Fahrrad zum Baggersee als mit dem Porsche in die Firma..." Für mich konnte ich diesen Spruch gut annehmen, und den sage ich mir öfter, wenn ich wieder daran zweifel, ob ich noch mehr reduzieren soll...
Liebe Grüße,
Jandi.
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#13
Jo71 Mitglied
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Hallo erstmal! Ich bin seit 8 Monaten krankgeschrieben wg. einem Burnout. Nachdem der Druck in der Arbeit (Krankenschwester im Überwachungsbereich seit 20 Jahren) und auch privat immer größer wurde, kam der Zusammenbruch. Die Reha wurde wegen COVID-19 verschoben. Die Stimmung hat sich inzwischen verbessert aber belastbar bin ich immer noch gar nicht. Es gehen nur ganz kleine Tätigkeiten (Bett neu beziehen, kleine Spaziergänge), alles andere ist dann schon zuviel. Die Frage die ich hier stelle ist - wie lange dauert das noch? Wird es jemals besser? Lg Jo
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Hallo sydney,
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Fisch611 Mitglied
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Hallo Jo,
ich denke das kann man nicht allgemein sagen wie lange ein Burnout dauert, die Literatur sagt ein paar Monate bis ein paar Jahre. Es kommt sicher auch darauf an wie schlimm es einen erwischt hat und wie gut man auf sich achtet und wie Behandlungen wirken.
Ich bin jetzt seit 9,5 Monaten raus aus dem Job. Ich konnte über Monate gar nichts, bin oft den ganzen Tag im Bett gelegen. Dann -mit Hilfe von Antidepressiva- ging es langsam bergauf, aber wirklich langsam mit Rückschlägen. Ich taste mich halt an meine Grenzen ran mit Hilfe von Psychotherapie. Meine Reha, die gestern beginnen sollte, ist auch abgesagt. Ab Mai beginne ich mit der Wiedereingliederung. Von "alter" Kraft bin ich auch noch sehr weit entfernt.