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Wie lange wart ihr krankgeschrieben ?

Lazyblanca

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Hallo zusammen,
Mich würde mal interessieren, wie lange ihr vom Arzt krankgeschrieben wurdet.

- gesamte Krankschreibdauer
- bis der Hausarzt geraten hat zu kündigen
- wann ihr nach/während der krankschreibung gekündigt habt oder gekündigt wurdet.

Grüße

11.04.2021 22:00 • #1


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Krizzly

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Hallo,

ich war insgesamt 10 Monate krank geschrieben. Ich hab allerdings nicht gekündigt, sondern danach eine Wiedereingliederung gemacht.

Liebe Grüße Krizzly

11.04.2021 22:02 • x 1 #2



Hallo Lazyblanca,

Wie lange wart ihr krankgeschrieben ?

x 3#3


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Elliot

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11 Monate, davon 3 während der Wiedereingliederung.
Ein Hausarzt, der zur Kündigung rät klingt komisch.

11.04.2021 22:13 • x 2 #3


Ex-Mitglied

Nie - wegen psychischer Ursachen. Allerdings hatte ich das Glück, dass ich Auszeiten aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen hatte.

12.04.2021 06:39 • x 1 #4


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Hoffnung21

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Beim ersten Mal 12 Monate, davon 3 Monate Wiedereingliederung. Im Lauf der nächsten 2 Jahre hab ich die 78 Wochen fast ganz ausgeschöpft.

Jetzt bin ich in einem neuen 3-Jahres-Zeitraum und seit fast 9 Monaten krankgeschrieben.

Ich wurde sofort zum Facharzt überwiesen und ab der 6. Woche nur noch vom Facharzt krankgeschrieben.

Zum Kündigen hat mich niemand gedrängt, aber die Hausärztin hat es empfohlen, die Psychotherapeutin ist an mir verzweifelt , weil ich nicht aufhören wollte, und jetzt nach 4 Jahren, in denen ich immer wieder versucht habe, den Weg zurück zu schaffen, habe ich mich entschlossen, nicht mehr in meinen alten Job zurück zu gehen. Gekündigt habe ich bis jetzt aber nicht.

12.04.2021 08:15 • x 2 #5


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Machara

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Beim ersten Mal 8 Monate im Anschluss 3 Monate Überstundenabbau und Resturlaub.
da mir die Wiedereingliederung so erschwert wurde das sie für mich da nicht möglich war.

Beim zweiten Mal 4 Wochen in denen ich dann gekündigt habe.

Bei der zweiten Kündigung hatte ich das mit dem Therapeuten abgesprochen der mich da er Arzt ist
auch krankgeschrieben konnte. Er hat mich unterstützt die Entscheidung zu treffen aber nicht gedrängt.

12.04.2021 08:36 • x 1 #6


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Ilse77

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Hallo, ich war 6 Monate krank geschrieben plus 2 Monate Wiedereingliederung. Zur Kündigung hat mir niemand geraten, aber ich hatte entschieden meine Arbeitszeit zu reduzieren auf halbe Tage. Mein Arbeitgeber war sehr entgegenkommend und bis jetzt (arbeite wieder seit 1 Jahr) klappt es ganz gut. Bin wegen Corona aber fast nur im Homeoffice, mal abwarten, wie es dann wieder vor Ort läuft. Lg ilse77

12.04.2021 08:42 • x 2 #7


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Heideblümchen

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Guten Morgen, da ich eine Vorerkrankung hatte, war ich ab Ende März 2019 krank geschrieben. Im August 2019 bekam ich die Kündigung, da nicht abzusehen war, wann bzw. ob ich überhaupt wieder in den Betrieb zurück kommen kann. Aufgrund der Vorerkrankung und des Jobverlustes hat mich im Oktober 2019 die Depression voll erwischt. Zum ersten Mal in meinem Leben. Im Dezember 2019, nach 2 Monaten Klinik, bin ich aus der Klinik entlassen worden, nach wie vor krankgeschrieben. Im Anschluss habe ich eine Maßnahme zur Teilnahme am Arbeitsleben gemacht und die hat mich zu meinem jetzigen Teilzeitjob geführt, den ich am 01.08.2020 angetreten habe. Ich war also von Ende März 2019 bis Ende Juli 2020 durchgängig krankgeschrieben.
Aber keiner meiner Ärzte und/oder Therapeuten hat mir jemals in dieser Zeit geraten, zu kündigen. Das hätte ich für "nicht-richtig" gehalten und es hätte mich auch völlig verunsichert.

14.04.2021 08:11 • x 4 #8


Resi

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Zitat von Lazyblanca:
Hallo zusammen, Mich würde mal interessieren, wie lange ihr vom Arzt krankgeschrieben wurdet. - gesamte Krankschreibdauer - bis der Hausarzt geraten hat zu kündigen - wann ihr nach/während der krankschreibung gekündigt habt oder gekündigt wurdet. Grüße

Ich war fast 12 Monate arbeitsunfähig.
Hätte die Krankenkasse mich nicht bedrängt wären es vielleicht nur 10 gewesen, aber dadurch hatte ich einen Rückfall.
Ich würde niemals in der Phase der Arbeitsunfähigkeit kündigen, aus verschiedenen Gründen.

Bei mir flatterte nach zwei Wochen Arbeitsunfähigkeit die Kündigung ins Haus und nein, es gab vorher nichts, was darauf hingedeutet hätte, im Gegenteil.
Da ich Verdi-Mitglied bin hat ein Anwalt von Verdi eine Kündigungsschutz-Klage eingereicht, allein hätte ich das so nicht hinbekommen- der hat mir übrigens auch bei der Krankenkasse geholfen, als die sich quer gelegt haben.
Ich kann nur an alle appellieren:

Entweder ihr habt einen guten Rechtsschutz oder ihr organisiert euch.
Das ist so wichtig!

14.04.2021 08:29 • x 4 #9


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Heideblümchen

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Guten Morgen, liebe @Resi
Zitat von Resi:
Hätte die Krankenkasse mich nicht bedrängt wären es vielleicht nur 10 gewesen, aber dadurch hatte ich einen Rückfall.

Gleiches ist mir auch passiert. Noch während meiner Krankenphase, als es mir so richtig dreckig ging, rief der MDK bei mir an und hat im Plauderton gefragt, wie es mir geht. Ehrlich wie ich bin habe ich ganz klar gesagt, dass es mir furchtbar geht. Der Typ vom MDK meinte dann, ich solle mir keine Gedanken machen, alles läuft und ich soll mich weiter gut erholen. 3 Tage später kam per Post ein Schreiben, dass ich nach Einschätzung des MDK in der darauffolgenden Woche wieder vollschichtig arbeiten gehen könnte und man mir ab dann das Krankengeld streicht. Dieses Schreiben hat mich umgehend wieder ins KH befördert und alle meine Ärzte meinten danach, es wäre eine absolute Frechheit, Patienten mit eindeutigem Krankheitsverlauf so ins Unglück zu stürzen!

14.04.2021 08:41 • x 4 #10


Resi

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Genau .

Bei mir war es noch ein bißchen krasser:
Ich hatte ja keinen Job mehr.

Dann kam das Schreiben der Krankenkasse, ich sei nach Aktenlage wieder arbeitsfähig und nicht mehr krankenversichert.
Dieses Schreiben erhielt ich am Wochenende, hab gleich mal einen "netten" Anfall bekommen.
Was ich nicht wußte:
Es gibt eine Karenzzeit, in der ich noch versichert bin.

Auch hier sprang der Anwalt von Verdi ein, der schrieb, daß ich das Recht habe, die Arbeitsfähigkeit für meinen zuletzt ausgeübten Job zu erlangen.
Es war finanziell sehr kritisch, ich brauchte Geld von meiner Schwester- wer wenig "verdient" und dann ins Krankengeld fällt hat eh schon zu knabbern, aber wenn das dann von jetzt auf nachher wegfällt ist einfach nichts mehr da.

Krankengeld ist eine Versicherungsleistung, nicht die Kulanz der Krankenkasse, das dürfen wir nie vergessen!

14.04.2021 08:52 • x 5 #11


Lazyblanca

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Vielen Dank bisher für eure Antworten.

14.04.2021 11:03 • x 1 #12


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Elliot

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@Resi + @heideblümchen:
Dito hier bei mir. Nach drei Monaten der beiläufige Anruf der Krankenkasse, kurz danach pünktlich zum Wochenende die "Gesundschreibung" per Post. Da ich weder in einer Gewerkchaft bin noch eine Rechtschutzversicherung habe musste ich den Anwalt selber zahlen. War aber erfolgreich und die Alternative wäre mich teurer zu stehen gekommen. Aber auf diese Weise soll wohl systematisch Druck auf Kranke gemacht werden, und wenn nur einer von zehn danach wieder arbeiten geht hat die Krankenkasse schon gewonnen.
@lazyblanca: Lass dir von sowas aber keine Angst machen. Nicht jede/r macht diese Erfahrung, und wenn doch gibt es Mittel dagegen vorzugehen.

P.S. Als Mitglied im Verband der Kriegsversehrten hat man Anspruch auf Beratung und Unterstützung in sozialrechtlichen Fragen, u.a. bei Problemen mit den gesetzlichen Krankenkassen. Mitglied kann jede/r werden, kostet im NRW Verband z.B. 5,50 Euro pro Monat -> vdk.de

14.04.2021 18:09 • x 2 #13


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Greta

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Beim ersten Mal war ich nur sechs Wochen krank, weil ich nicht ins Krankengeld rutschen wollte.
Habe mich danach mit Urlaub und Überstundenabfeiern über die Zeit gerettet.
Zwei Jahre zuvor hatte ich schon meine Arbeitszeit reduziert, weil ich die volle Stundenzahl nicht mehr schaffte.
Mein Antrag auf Reha wurde abgelehnt, da die Erwerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt sei.

Nach meinem zweiten Zusammenbruch war ich 4,5 Monate zu Hause und mache nun auf eigenen Wunsch eine Wiedereingliederung, die über zwei Monate laufen soll. Ob das klappt, werde ich sehen.

Mein Arzt hat mir nie zur Kündigung geraten. Allerdings bin ich auch schon fast 60 und mehr als 35 Jahre im Betrieb.
Wohl aber kam immer mal wieder der Vorschlag, meine Arbeitszeit nochmals zu reduzieren. Das kann ich mir jedoch nicht leisten; von irgendwas muss ich ja leben.

14.04.2021 18:26 • x 4 #14


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Heideblümchen

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Guten Morgen, ihr Lieben, hallo @Elliot,

Zitat von Elliot:
Als Mitglied im Verband der Kriegsversehrten hat man Anspruch auf Beratung und Unterstützung in sozialrechtlichen Fragen, u.a. bei Problemen mit den gesetzlichen Krankenkassen. Mitglied kann jede/r werden, kostet im NRW Verband z.B. 5,50 Euro pro Monat -> vdk.de

Dem schließe ich mich an! Kostet wenig, bringt viel, wenn man mit der Rentenbeantragung (auch bei Teilerwerbsminderungsrente, wenn man also zumindest noch teilweise arbeiten kann) ein Problem hat und anwaltliche Unterstützung braucht. Ich bin auf Empfehlung von mehreren Seiten eingetreten, bevor (!) ich Probleme bekommen habe, denn die Mitgliedschaft muss erst eine zeitlang laufen, bevor man Anspruch auf Unterstützung hat (so ist zumindest mein Wissensstand).
Mein Antrag auf GdB nach meinen Erkrankungen wurde damals nämlich auch erst mal schön abgelehnt. Ein echter Witz! Aber mit Hilfe der VdK-Anwältin habe ich es dann immerhin ziemlich schnell auf einen GdB von 50 geschafft. Wenn man also (auch gefühlt) am Anfang einer längeren Erkrankung steht, die die Arbeitsfähigkeit dauerhaft gefährden könnte, empfiehlt sich eine Mitgliedschaft in einem Sozialverband auf jeden Fall, denn wer kann sich schon leisten, bei dann geringerem Einkommen (oder gar keinen) auf dem juristischen Weg selber einen Anwalt einzuschalten? Zumal man bei der Bürokratie bei der Antragsstellung und auch bei der Forumulierung und Selbsteinschätzung schnell mal gravierende Fehler machen kann!

15.04.2021 09:04 • x 5 #15


Resi

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Dann ist vielleicht mein Ortsverband vom VdK einfach ein Ausreißer- ich bin da wieder ausgetreten, war auch aktiv tätig, aber die haben nur irgendwelche Feste geplant und das war nicht das, was ich wollte.
Geholfen hat man mir ebenfalls nicht- also unser "Verein" war jetzt nicht der Bringer.

Aber gut, daß du andere Erfahrungen gemacht hast

15.04.2021 09:10 • x 1 #16


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Heideblümchen

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Hi liebe @Resi .... vermutlich ist es immer so, dass da, wo Menschen arbeiten, auch unterschiedliche Ansichten über die Gewissenhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der Unterstützungsangebote herrscht. Tut mir wirklich leid, dass du dort so wenig Hilfe gefunden hast und dass du, obwohl du dich selber sogar eingebracht hast, das Fazit ziehen musstest, dass der Verein tatsächlich nicht das bringt, was er bringen sollte. Da habe ich mit meinem tatsächlich (mehr) Glück gehabt.
Als ich letztes Jahr umgezogen bin und beim VdK nachgefragt habe, ob ich mich denn jetzt beim Verein in meinem neuen Kreis melden müsste, wurde ich von meinem "alten" Verein telefonisch ganz freundlich und nett informiert, dass man sich freuen würde, wenn ich in ihrem (also meinem alten) Ortsverein bleiben würde. Man würde mich dort kennen und es wäre schön, wenn man mich weiter von dort aus betreuen dürfte..... fand ich schon sehr nett und bin geblieben!

15.04.2021 09:18 • x 1 #17



Hallo Lazyblanca,

x 4#18


Lazyblanca

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Zitat von Heideblümchen:
Guten Morgen, liebe @Resi Gleiches ist mir auch passiert. Noch während meiner Krankenphase, als es mir so richtig dreckig ging, rief der MDK bei ...

Wann kam der MDK auf dich zu? Wie lange warst du da krankgeschrieben?

10.05.2021 22:44 • #18

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