Bin ich manisch depressiv? Wie ein glückliches Leben führen

S

Seelenwelt
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Hallo,

ich bin 16 Jahre alt und gehe momentan noch zur Schule. Ich weis, dass man von jungen Leuten wie mir erwartet, dass sie noch voller Energie und purer Lebensfreude sind, doch ich war noch nie wie die Kinder und Jungendlichen meines Alters.

Als kleines Kind war ich immer schüchtern und zurückhaltend. Trotzdem hatte ich eine schöne Kindheit, in der ich eigentlich immer glücklich war.
Der Anstoß zum Nachdenken über den Tod und die erste Leiderfahrung hatte ich mit ca. 10 Jahren in der vierten Klasse, als mein Großvater verstarb. Mein heiles Weltbild blieb aber weiterhin.

In der fünften Klasse wurde mir meine Verschlossenheit dann zum Verhängnis. Ich wurde von meinen neuen Mitschülern geärgert und sie machten sich über mich lustig. Ich wusste mir nicht zu helfen...wusste ja noch nichtmal wie man die hand zu einer faust ballt, andere in ihre Schranken weist.
Dieses Problem behielt ich für mich. Ich blieb trotzdem glücklich und führte weiterhin eine einigermasen normale Kindheit.
Mit den Jahren wurde ich immer mehr zum Aussenseiter. Musste mich mit Leuten abgeben, die ich überhaupt nicht mochte um nicht vollkommen allein zu sein. Es waren natürlich auch gute Freunde dabei.

Die Neue Klasse in die ich zur siebten klassestufe kam war da nicht gerade von Vorteil. Mein sowieso schon zerrütetes Selbsbewusstsein wurde hier zu Nichte gemacht. Ich musste mit Ansehen wie andere Mitschüler aus der Klasse gemobbt wurden und wurde selber fertig gemacht.

Die achte Klasse war dann der reinste Horror. Jeden Tag machten sie sich über mich lustig und ich verfiel langsam in eine Depression. Das Leben ergab für mich keinen Sinn mehr und nachdem ich aus der Schule kam legte ich mich meistens sofort schlafen, weil ich das Leid nicht ertrug. Hinzu kam der Leistungsdruck und die schlechten Noten. Ich flüchtete mich in virtuelle Welten, lebte mein eigenes Leben. Meine Eltern nahmen all das nicht so ernst. Auch den Wasserfall aus Tränen den ich in der sechsten Klasse ergross schoben sie auf die Pubertät. Ich gab meinen Eltern darüber Bescheid wie meine Mitschüler mit mir umgingen doch konnte ihnen nie alles anvertrauen. Die Leere in mir wurde immer größer und erst jetzt bin ich mir sicher dass ich seelisch krank bin.

Zur neunte Klasse wechselte ich dann die Schule. Runter vom Gymnasium in die Realschule.
Ich veränderte mein Äußeres, machte einen Neustart. Die negativen Bermerkungne hörten hier langsam auf und ich traf nettere Menschen (mädchen) die mir zuhörten und ein offenes Ohr für meine Probleme hatten.

Bis heute fällt es mir schwer glücklich zu sein. Ich kann in der Öffentlichkeit nicht lächeln und habe ständig diese Ängste im Hinterkopf dass ich wieder fertig gemacht werde. Jede kleinste negative Bemerkung reißt mich sofort wieder in ein tiefes Loch und ich werde wieder depressiv. Seit Jahren habe ich keinen Tag mehr an dem ich vollkommen Glücklich bin.

Seit einiger Zeit habe ich jetzt Phasen in denen ich total verrückt spiele und die Aufmerksamkeit geniesse, vor der ich sonst diese panische Angst habe. Selbstmordgedanken und Niedergeschlagenheit wechseln sich mit krankhaftem Verhalten und Verrücktheit ab.

Bin ich vieleicht manisch depressviv? Wie kann ich diese Probleme bewältigen und ein glückliches Leben führen? Wie sehr werden mich diese Probleme in meiner beruflichen Zukunft behindern?

Alles Fragen auf die ich keine Antwort weis. : 172.gif


Falls sich diesen Beitrag wirklich jemanden durchgelesen haben sollte, bedanke ich mich von ganzen Herzen für die Mühe.
Seelenwelt

#1


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Sleeper23
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Ich bins nochmal, icon_mrgreen.gif

deine Geschichte hat mich nicht in Ruhe gelassen.
Warscheinlich weil du mich sehr an mich erinnerst! Ich habe viel darüber nachgedacht und mir den Thread ein ums andere mal durchgelesen.
Für das Ergebnis muss ich dir meinen Dank aussprechen, weil ich so ein Fallbeispiel hatte von dem ich selber nicht betroffen war aber durch die vielen Parallelen zu meiner eigenen Vergangenheit, Erkenntnisse hatte die mich in meiner Verarbeitung sehr viel weiter brachten bzw. glaube ich sie endlich verarbeitet zu haben.
Ich habe aber auch einen sehr wichtigen Unterschied festgestellt, dessen realisierung dir unter Umständen sehr helfen könnte.
Ich würde mich sehr freuen wenn du dir die Zeit nimmst und es dir durch den Kopf gehen lässt. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu fassen. Vllt machst du neben bei Tabs mit den Videos auf und hörst es dir nach jedem Absatz noch mal an!

Robert Betz war mir vorher schon ein Begriff. Die Videos hatte ich auch schon mal gesehen. Da du den "5 Schritten" sehr angetan scheinst und dafür offen bist. Versuche ich als Aussenstehender diese 5 Punkte an dem was du schreibst (deiner Situation) hypothetisch an zu gehen. Es liegt mir irgendwie unheimlich am herzen dir auch irgendwie zu helfen. Und ich glaube am besten nimmst du solche Ratschläge auf Dauer mit wenn du sie direkt auf deinen Fall anwenden kannst bzw. die zusammenhänge verstehst. Ich bin nun jemand der den gesamten Umfang nicht kennt und ich kann mich natürlich auch irren. Ich lasse mich da gerne von dir Korrigieren, aber das Wichtigste und der Sinn dahinter ist nur darüber einmal nach zu denken so kannst du vieleicht eigene Erkenntnisse erlangen die dir helfen. Es solle ein Objektiver Standpunkt von Aussen sein der dir vieleicht hilft (Ich will mir trotz aller Paralellen nicht zumaßen von mir auf andere (dich) zu schließen)

Ich nehme mal folgende Punkte von Betz:

-Arschengel (Die Menschen die deine Knöpfe drücken)
-Übernimm Verantwortung (von Opfer in die Schöpferrolle)
-Nehme an was ist
-Nimm deine Urteile zurück
-Fühle deine Gefühle bejahend
-Triff eine Entscheidung
-und ein bischen Senf aus meinem Leben

Bevor ich Anfange eine paar Punkte zu dir selbst:

Übernimm Verantwortung (von Opfer in die Schöpferrolle)
(erste Schritte die du bereits Unternimmst)

- Man merkt das du wirklich sehr Intelligent und vor allem für dein Alter, ein hohes Maß an Reife besitzt! Was ja auch von den anderen Usern bestätigt wurde, von Menschen die weit aus Älter als du sind. Sei Stolz darauf, nimm es an!
- Du bist in der Lage dein Problem analytisch und objektiv an zu gehen, du hast das Potential dazu dir an die eigene Nase zu fassen nur das richtige Maß fehlt noch! Nicht jeder Mensch kann das, das macht dich besonders!!!
- Du bist gewillt aus deinem Leben etwas zu machen, du stellst Ansprüche an dein Umfeld und weißt was du willst und was nicht, du gibst dich nicht mit allem Zufrieden und du entscheidest selber schon wer zu dir passt und wer nicht! Klasse für einen Menschen in deinem Alter......ich war nicht so....ich hab mich in die falschen Kreise begeben. Dafür meine Bewunderung!
- Und du öffnest dich! Du bist in der Lage offen und ehrlich über dein Problem zu sprechen. Das kann auch nicht jeder. Damit bist du wieder einen Schritt weiter als andere.

An dieser Stelle kannst du ruhig inne halten und dir das durch den Kopf gehen lassen. Es ist mein voller Ernst und die anderen werden es gerne Bestätigen. Nur es gibt einen kleinen Hacken: Du weißt das Schon bzw. ein Teil von dir!!
Und dieser Teil ist der Knackpunkt der dich dazu brachte dich hier zu registrieren....der etwas ändern will....der sich hier ganz stark bemerkbar macht.....der dich Motiviert und das zurecht!


Und nun die nächste Hypothese: Dein Problem!

-Nehme an was ist
-Nimm deine Urteile zurück
-Fühle deine Gefühle bejahend

Du hast aus deiner vorigen Klasse viel durchgemacht. Ich glaube das du dich aus Selbstschutz und Schutz für dein Selbstvertrauen, vielen Dingen verschlossen hast. Dich die Angst verfolgt wieder in so eine Situation zu kommen deswegen beschäftigt auch jede Bemerkung. Aber ich habe ein paar Dinge gefunden, in dem was du schreibst, was du als unangenehme Kritik empfindest über die du vllt noch einmal nachdenken solltest. (Das Gold unter dem Häufchen Schei..... erkennen)

Und da komme ich zu dem og. Unterschied und zu den Ar. Die Menschen die deine Knöpfe drücken!

Mein Stiefdad hatte damals kein Interesse an mir, ich war eine Belastung er hatte die wirklich nicht die Sympathie dafür etwas von mir zu erwarten. Für ihn war ich immer das Dumme Balg.....deswegen hat er mich vom frühen Kindheitsalter auch als Träumer und Versager dargestellt. Ihn hat nicht Interessiert was ich mache so lange ich ihm nicht auf die Nerven gehe.

Und nun zum Unterschied, hier möchte ich dich vorsichtig einmal dazu Motivieren die Dinge von 2 Seiten zu betrachten, nach Betz deine Urteile zurück zu nehmen und mal ganz Objektiv über etwas nach zu denken.

Du hast beschrieben das du dich Missverstanden von deinem Vater fühlst....was auch sehr Verständlich ist.... die Bemerkungen wie "Benimm dich mal" "Such nicht immer die Schuld bei anderen" "Komm aus den Puschen" "Deine Noten...." etc. weißen eventuell darauf hin das dein Vater den hauptsächlichen Fehler macht die Kritik ohne weiteres und pur in den Raum zu schmeißen. Aber warum stellt er diese Kritik (Das Häufchen Schei.....)?
Stell dir mal die Frage ob er das machen würde wenn er denken würde du kannst es nicht besser. Er stellt vielleicht Erwartungen an dich weil er an deine Fähigkeiten glaubt!!
Würdest du einen 80er Baujahr Serienpolo anschreien "NUN KOMM SCHON IN 3 SEK. AUF 100"
Oder eine Katze anschreien "NUN FLIEG ENDLICH"! Straf mich Lügen aber ich glaube nicht weil du weißt das du das garnicht von diesem Auto oder Katze erwarten kannst.
Solche Ansprüche stellst du doch bestimmt nur an Dinge oder Menschen von denen du weißt das sie es normalerweise können.
Steckt also hinter dieser Kritik vllt. Annerkennung für dein Potenzial? Dieses kleine Stückchen Gold?

Seit ihr denn schon mal dazu gekommen über Diese Kritik vernünftig zu reden? Oder war es eher so, das dein Vater sieht wie deine Noten schlechter werden, oder du dich wegen deiner Probleme an den PC geflüchtet hast bzw. dich das soweit Beschäftigt hat das es für Menschen die nicht in deinem Kopf stecken, so wirkte als ob du dich einfach nur gehen lässt? Vllt. weil dein Problem noch nicht so ganz zu ihm durchgedrungen ist? Er dich Kritisierte und du evtl. direkt Gegengesprungen bist? Bzw. daraus nur Streit wurde? Eventuell vergisst er zur Kritik zu erwähnen warum er das tut.....Vielleicht geht er davon aus das es selbstverständlich ist das du das weißt.
Die pure Kritik dir gegenüber spiegelt dir gegenüber verständlicherweise nur Unzufriedenheit wieder, es ist klar das dich das so dolle runter zieht!

Hier zu ein kurzes Beispiel: Ich habe ja bis vor kurzem bei einem Bekannten gewohnt, und hab mich zurückgezogen und war mit mir selbst beschäftigt. Habe Angefangen in dieses Forum zu schreiben und mir wie du die Rübe über mein Leben zebrochen. Für meinen Bekannten (er kam nach der Arbeit nach Hause) sah es aber nur so aus: Abwasch nicht gemacht, Flaschen nicht weggebracht, ich liege Faul im Bett an meinem Netbook und tue Augenscheinlich NICHTS! Woher sollte er es denn auch besser wissen? Ich habe mit ihm nicht ausreichend darüber gesprochen!!! Aslo haute er natürlich die entsprechende Kritik entgegen. Ich ging hin sagte ihm das ich ihn verstehe, das ihn das ankotzt, das ich es besser hätte machen müssen und erklärte ihm dann in aller Ruhe warum das so ist. Dann gings! (übrigens ganz wichtig, dem gegenüber zu sprechen damit er sich dem Gespräch auch öffnen kann, dann das aber (das ist das was viele Menschen leider nicht machen und sich wundern warum es nicht ankommt dein Vater? Klassenkameraden?)

Nun noch zu deinen Klassenkameraden den anderen Ar.!

Du erwähnst das dich Sprüche wie "Zieh doch nicht immer so ein Gesicht. Versuch doch mal alles lockerer anzugehen." verletzen dich!

Hier nochmal der Hinweis: Ich kann mich in allem irren, ich will mir auch nicht anmaßen das es so ist. Jeder Mensch hat eine andere Situation.... Nur darüber nachdenken

Mal folgende Situation:
Du hast einen Menschen in deinem Umfeld den du nicht ausstehen kannst, von dem du deine Ruhe haben willst oder von dem du einfach nichts hältst
es gibt einen Menschen der dich garnicht Interessiert der dir absolut gleichgültig ist.
Würdest du dann hingehen und sagen "Zieh doch nicht immer so ein Gesicht. Versuch doch mal alles lockerer anzugehen."?
Ist vieleicht nicht alles so Böse gemeint? Zeigt es nicht evetnuell Interesse an deiner Person?

Und zum Schluss

Triff eine Entscheidung aber das brauchst du kaum. Die hast du schon getroffen, es ist offensichtlich das du deine Situation verändern willst!!!

Wie gesagt ich habe diese Punkte angesprochen weil diese Gedanken mich selbst weiterbrachten. Vielleicht hilft es dir. Es ist unmöglich das alles zutrifft aber es gibt dir eventuell die Chance, beim darüber Nachdenken, Erkenntisse und Eigenmotivation für dich und dein Leben zu finden!
Eine Psychotherapie ist auf jedenfall der richtige Weg. Deine Eltern können sich dort auch aufklären lassen und verstehen dann vllt auch besser wie es dir geht! Dann gibt es die Chance das sich dein Umfeld zu Hause schon mal bessert.

LG Sleeper (David)

25.01.2012 18:45 • #47


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Hallo Seelenwelt,

Bin ich manisch depressiv? Wie ein glückliches Leben führen

x 3#3


S

Sleeper23
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Hallo Seelenwelt,

schön zu sehen das du wirklich darüber nachgedacht hast :), war mir erst nicht sicher wie ich das alles rüber bringen soll.
Aber es scheint dich wieder ein Stück weiter zu bringen.
So ein objektiver Anstoß hilft oft ungemein, um sich selbst und das verhalten seiner Mitmenschen besser zu verstehen.
Du erkennst die "Probleme"

Zitat von Seelenwelt:
(wenn ich vom Alk. wieder in die Depression gezogen wurde und fertig dasitze).


Ich musste aus erster Hand schmerzlich feststellen das Alk., bei einer psychischen Störung egal ob weniger oder mehr Schwerwiegend der schlimmste Feind ist, den man haben kann.
Es gibt auch immerwieder und überall Fälle in denen sich Alk. negativ auswirkt.
Ich musste feststellen, bzw. bin froh das ich es feststellen konnte das bei mir, bei negativer Stimmung, Alk. schon in geringen Mengen eine Art Persönlichkeitsveränderung hervorgerufen hat.
Und dabei meine ich nicht die üblichen Alk. und den Rausch bzw. die typischen Verhaltensänderungen.
Es kam immer Öffter vor das ich mich, am nächsten Tag an dem Abend zurückerinnerte. An Gespräche, Handlungen etc. und musste feststellen......hääääääää.....so würde ich das normal nie sagen, ich war mir Fremd wenn ich mal kurz darüber nachdachte. Der Haken war nur das ich zu diesen Zeitpunkten nicht mal angetrunken war. Ich hatte stellenweiße über einen Abend nur 2 B. getrunken.
Naja ich habe mir auf jeden Fall seit gut 1,5 Jahren angweöhnt nur dann zu trinken wenn meine Gemütslage das auch zulässt bzw. nicht depressiv ist. Da ich während solcher Momente und einer Menge Alk. auch etliches kaputt gemacht habe und mich selbst wieder in den depressiven gedrückt habe.

Ich weiß aber auch das man gerne mal einen trinken will, versuchs nur nicht zu Übertreiben und suche das richtige Maß das dich nicht in die Depressionen zieht.

Also das du Anfängst dir konkrete Ziele vor zu nehmen ist es ein gutes Zeichen. Allerdings darf man sich auch nicht selbst überlasten bzw. kann man nicht alles auf einmal machen.
Das du geknickt bist weil du es nicht geschafft hast ist normal, du hast dir das als nächsten Schritt Richtung Problemlösung vorgestellt und hast es dann nicht geschafft. Das fühlt sich immer n bischen so wie: "Wieder nichts geschafft" "Nichts hat sich verändert". Man kommt ins grübeln, fängt wieder an mit zweifeln und buddelt wieder alles aus.

Nur vergiss nicht alle anderen Fortschritte und positiven Dinge die du gemacht und erreicht hast.....nimm sie war. Das hindert nicht nur deinen Zustand daran sich zu verschlechtern sonder motiviert dich auch. Versuchs einfach nochmal.

Auch deine Wut sehe ich als positives Zeichen. Es macht sich bemerkbar das etwas in dir sich gegen die Missstände auflehnt.
Und es scheint stärker zu werden......vllt. kann es dich auf deinem weiteren Weg motivieren.
Ich hatte früher auch keinen Boxsack, Kissen war zu weich also hab ich die Couchlehne oder Stühle mit Polster genommen.

Ich bin grad schlag kaputt also entschuldige bitte wenn ich diesmal nicht so auf meine Schreibweise geachtet habe. Ich bin auf jeden Fall der Meinung das du auf einem guten weg bist. Auch wenn sich Augenscheinlich noch nicht so viel getan hat.

Achja wollte dir noch von 2 Träumen die ich mal hatte erzählen. Vor ungefähr 2 Jahren hatte ich noch öffters den Traum das mir sämtliche Zähne ausfallen und zerbröseln würden. Mir wurde gesagt das ist die Angst den "Biss" bis zu verlieren. Als ich dann Ende des letzten Jahres meine suizidale Phase durchmachte träumte ich davon wie ich mir die Zähne selbst ausgerissen habe. Da habe ich mich aber nicht informiert. Das sind die einzigen 2 Träume die ich ,soweit ich mich erinnern kann, seit fast 7 Jahren hatte. Ich habe aber keine Ahnung warum ich das erzähle...mir war danach.

Halt auf jeden Fall durch großer. Wir schaffen das

26.01.2012 22:55 • #51


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Eisbärchen
g020 Hallo Seelenwelt,

warst Du schon beim Arzt Deines Vertrauens (Hausarzt oder Psychiater)? Du solltest mit den Befürchtungen, die Dir im Kopf herumspuken nicht alleine bleiben, sondern Dich untersuchen lassen. Sobald eine Diagnose feststeht, kann man auch etwas dagegen machen.

Deine Eltern sind wahrscheinlich mit Deinen Äusserungen überfordert. Such Dir bitte fachlich kompetente Hilfe!

Alles Gute! 302.gif

Viele Grüße
Eisbärchen

#2


S
Ich danke dir vielmals für deine schnelle Antwort. Meine Mutter hat schonmal gesagt, dass ich wohl doch mal zu einem Arzt müsste.
Habe ihr vor einiger Zeit von meinen Stimmungschwankungen erzählt und sie gebeten mich zum Arzt zu schleppen, falls irgendwann die EInsicht fehlt.
Seit sie es weis fällt es ihr auch immer häufiger auf wenn ich zum Beispiel einen Tag die ganze Zeit niedergeschlagen bin und am nächsten Tag ohne Grund unnormal fröhlich nach Hause komme.

Danke, Seelenwelt

#3


achtsamkeit
Liebe Seelenwelt,

prima, dass du hier aufschreiben konntest wie du dich fühlst. Das ist schon viel wert.
Wie schon geraten solltest du auf alle Fälle zu deinem Hausarzt gehen. Dieser wird dich dann auch gegebenfalls zu einem Facharzt überweisen.
Zudem hast du schon gemerkt, dass du auch Beachtung bekommst, sobald du dich öffnest. Das siehst du ja an dem Verhalten deiner Mutter.
Verrückt bist du sicherlich nicht. Deine seelischen Schwankungen sind auch für dein Alter nicht ungewöhnlich!
Bezüglich der Schulprobleme wäre es auch möglich mit dem Vertrauens oder auch Klassenlehrer zu sprechen.
Weiterhin gibt es ja auch den schulpsychologischen Dienst der hilft.
Insofern hat dein Alter auch Vorteile, da du dann noch viele Möglichkeiten hast Hilfe zu bekommen.
Also auf alle Fälle zum Arzt gehen!
LG Pelle

#4


S
Danke. Ich werde auf jedenfall mal einen Arzt/Psychater aufsuchen, da ich mit großer Sicherheit ein soziales Problem habe.

#5


Pyxidis
Hallo Seelenwelt,

Zitat:
Ich werde auf jedenfall mal einen Arzt/Psychater aufsuchen


das ist eine ausgezeichnete Idee! Ich glaube auch so reflektiert wie Du schreibst, daß Du auch von einer Therapie sehr profitieren könntest.

Bals steht ein neuer Lebensabschnitt mit dem Ende der Schulzeit vor Dir. Mit neuen Chancen und Möglichkeiten auch neuen Menschen.

Hast Du Dir schon überlegt, was Du nach der Schule machen möchtest.

Alles Gute
Scorpio

#6


S
Ja, ich habe schon ca. 5 Bewerbungen geschrieben. Bis jetzt sind es 4 Absagen ohne Einladnung zum Vorstellungsgespräch und 1 ausstehende Antwort.

Eine Option für mich ist im moment auch weiter zur schule zu gehen (2 Jahre in Sprachen weiterbilden). Dann müsste ich aber auf jedenfall meine Psychischen Probleme los werden.

#7


Pyxidis
Zitat:
Eine Option für mich ist im moment auch weiter zur schule zu gehen


Die Option finde ich ausgezeichnet. Dann könntest Du auch gut nebenher eine Therapie machen und so wie Du es Dir wünscht Deine psychischen Probleme loswerden.

Alles Gute
Scorpio

#8


Tiernogalvan
Sprachen sind eine tolle Sache und dann, wenn man die Sprache so einigermaßen kann, einen langen Urlaub in dem entsprechenden Land machen. Mir tut ein Tapetenwechsel immer sehr gut, vielleicht probierst du das einfach mal aus. Vor allem wir ein Auslandsaufenthalt bei vielen Arbeitgebern als sehr positiv beachtet.

#9


David-Spritz
Hey Seelenwelt!

Stimmungsschwankungen sind nicht nur in Deinem Alter normal, sondern es würde jedem so gehen, der das gleiche durchgemacht hat wie Du.

Manisch-depressiv bist Du meiner unqualifizierten Meinung nach nicht, da sich die Hoch- und Tiefphasen bei der bipolaren Störung (so nennt man manisch-depressiv heute) nicht so schnell abwechseln. Es dauert für gewöhnlich Wochen oder Monate, bis man vom Manischen ins Depressive wechselt oder umgekehrt. Ich habe mal in der psychiatrischen Tagesklinik eine Frau mit bipolarer Störung kennengelernt. Sie war mehrere Wochen depressiv und wurde erst danach im Verlauf einiger Tage immer manischer. Deine schnellen Stimmungsschwankungen deuten nur darauf hin, dass Du Dich unglücklich und überfordert fühlst und vielleicht auch die seelischen Grausamkeiten, die Du durch Deine Mitschüler erleiden musstest, noch nicht verarbeiten konntest. Gibst Du Dir selbst die Schuld dran, wie Du behandelt wurdest?

Einen Psychiater würde ich an Deiner Stelle trotzdem aufsuchen. Das kostet vielleicht ein bisschen Überwindung, aber es kann Dir nur nützen, nicht schaden. Und wenn Du gar nichts Schlimmes hast - um so besser!

#10


S
Ich bin überrascht, dass sich hier so viele Menschen für meine Probleme interessieren und versuchen mir zu helfen. Das ist etwas völlig Neues für mich icon_eek.gif . Bis jetzt bin ich immer nur auf Desinteresse und Ignoranz gestoßen.

@Scorpio Da hast du wahrscheinlich recht.

@Tiernogalvan Ein Tapetenwechsel würde mir wohl wirklich mal ganz gut tun. Mein Leben gestaltet sich nämlich ziemlich eintönig: Schule, Pc und selten mal aus dem Haus kommen...

@David Spritz Ja, eine manische Depression ist es laut meinen eigenen Nachforschungen wirklich nicht. Meine Psyche ist vermutlich "einfach" nur instabil. Mit deiner Vermutung, dass ich meine Vergangenheit noch nicht verarbeiten konnte liegst du richtig. Und ja ich habe mir jeden tag aufs Neue die Schuld daran gegeben, wie ich behandelt wurde. Ich habe mir Vorwürfe gemacht....mir eingeredet, dass sie nur weil ich so bin wie ich bin überhaupt einen Grund hatten mich fertig zu machen. Anstatt etwas zu tun habe ich den Kummer immer weiter in mich hinein gefressen. Wie in meinem Käfig habe ich mich sozusagen gefühlt: Die Freiheit zum greifen nahe und doch unerreichbar. Aus dieser Trauer ist jetzt mittlerweile Hass auf die Welt und alles was dazugehört geworden.

Mir ist in letzter Zeit eine weitere Eigenschaft an meinen Gedanken aufgefallen. Ich denke immer häufiger über den Tod nach. Habe ständig Angst, dass ein Familienmitglied sterben könnte und denke daran, dass es eines Tages zu einem weiteren Schicksalschlag kommen kann...
Auch werde ich die Angsterfüllte Vorstellung nicht los irgendwo eingesperrt zu sein und dort qualvoll zu ersticken oder zu verhungern und unglücklich zu sterben. Zum Beispiel habe ich oft das Bild vor mich lebendig begraben worden zu sein und im Sarg wieder aufzuwachen. Deshalb habe ich meinen Eltern schon gesagt, dass ich im Falle eines frühen Todes eingeäschert werden möchte.

Mein Vorsatz fürs neue Jahr: Einen Psychater aufzusuchen und am Ende des Jahres 2012 mein Leben in neue Bahnen gelenkt zu haben.

#11


Gummitwist78
Guten Morgen!

Erst mal Wünsche ich dir ganz ganz viel Kraft fürs Jahr 2012

Und ja die Menschen die hie runs Antworten sind schon ganz ganz Toll.Denn ich habe genau wie du ganz viel Ignoranz und Ablehnung erfahren müssen.
Und dank den Menschen hier habe ich auch mal einen andere Sicht von meinen Probleme und Gedanken bekommen.

Ich danke euch allen!

Einen Guten Rutsch ins Neue Jahr! xmas_061.gif

#12


David-Spritz
Es kommen hier auch nicht so oft 16-Jährige vorbei. Bei Euch jungen Leuten ist "noch was zu retten", vielleicht daher die vielen Antworten! xmas_370.gif

Das mit dem Tod, den Ängsten und dem Eingesperrt-Sein könnten ebenfalls Symptome der selben Sache sein, also der emotionalen Misshandlung und sich selbst die Schuld dafür geben. Frag den Psychiater mal, ob er Dir dazu raten würde, einen Psychotherapeuten zu suchen, und wenn ja, welche Art Therapie. Ich glaube echt, dass man in Deinem Fall ganz viel machen kann. Und da Du noch so jung bist, wird die Therapie wahrscheinlich auch nicht so lange dauern wie bei uns "alten Säcken". xmas_370.gif

Guten Rutsch allerseits!

#13


S
Ja, ich denke mir auch dass es noch nicht zu spät ist und habe trotz der vielen Niederschläge immer noch Hoffnung in mir. Aber meiner meinung nach kann jedem Menschen geholfen werden, auch so "alten säcken" wie euch. Für jeden gibt es,denke ich, im Leben Hoffnung, besonders wenn ein neues Jahr beginnt.

Wünsche euch schonmal einen guten Einstieg ins Neue Jahr!

#14


A


Hallo Seelenwelt,

x 4#15


David-Spritz
Danke! Fühlt sich sehr gut an, das zu lesen. xmas_370.gif

#15

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