1

Beruflicher Wiedereinstieg nach Kündigung und Burnout

Adler1984
Hallo liebes Forum,

über Burnout brauch ich ja nicht mehr viel zu schreiben hatte die ganzen typischen Symptome durch aber ich erzähle euch doch kurz meine Geschichte!

Also ich bin 34 Jahre alt männlich verheiratet und Vater von 2 Kindern!

War 16 Jahre als Maurer tätig wo ich eigentlich immer ganz zufrieden war doch dachte ich mir als Maurer bis zur Rente arbeiten kam dann doch nicht in Frage da ich in der Lehrzeit einen sehr schweren Arbeitsunfall hatte runtergefallen aus 9metern wo mir eine Niere und die Milz entfernt wurden,Beckenbruch,Schlüsselbeinbruch,beide Arme gebrochen ,schwere Gehirnerschütterung und Polytrauma usw. war in Lebensgefahr und 2 Wochen im Tiefschlaf, 8Wochen Krankenhausaufenthalt und eine 6 wöchige Reha folgten also nach der ganzen Geschichte orientierte ich mich nach 16 Arbeitsjahren am Bau dann doch um!

Und somit begann das ganze Spektakel ich bekam diesen Job wo ich schon im Vorhinein sehr viel Energie aufwendete wenn ihr wisst was ich meine!
Dann fing das ganze langsam und schleichend an war ungefähr 2 Monate dabei und mich plagten täglich Übelkeiten von ca 9uhr morgens bis abends bis ich einschlief!
Das ging wiederum ca 1 Monat oder so ,dann kam Migräne hinzu und der Schlaf in der Nacht funktionierte auch nicht mehr so wie ich es normalerweise gewohnt war und das ganze wurde immer schlimmer und schlimmer,ich schlief wochenlang nur 1,5h am Abend war schon am Ende und dennoch dachte ich mir ich will diesen Job behalten aus heutiger Sicht denke ich mir wie blöd kann man eigentlich sein!

Dann das ganze Prozedere Übelkeit,Schlaflosigkeit,Verdauungsprobleme,Migräne,Gereiztheit gegenüber meinen Lieben sogar Tinnitus kam hinzu ich hatte Tage wo ich mir dachte ich möchte nur noch schlafen und am besten wäre es nicht mehr aufzuwachen.
Es kam soweit das ich Abends wach im Bett lag und mein Herz schlug als wenn ich einen Marathon laufe,dabei dachte ich mir oft ich muss jetzt denn Notarzt anrufen.
Und auch tagsüber am Wochenende stand ich kurz davor mich einliefern zu lassen Psychatrie und sich ruhig stellen zu lassen.
Nachdem ich 2,5 Jahre durch diese Hölle ging musste ich auspacken weil nichts mehr ging also redete ich mit meinen Chef (emotional ein Wahnsinn)was eine sehr große Überwindung war,der sich verständlich zeigte und ich ging dann 5 Wochen in den Krankenstand.
In diesen 5 Wochen plagten mich Schuldgefühle weil ich meine Arbeitskollegen im Stich gelassen habe!


In diesen 5 Wochen hatte ich viel Zeit zum nachdenken und es war für mich unvereinbar dort wieder zurück zugehen der Chef jedoch bot mir alles an Krankenstand verlängern und um eine Reha anzusuchen, als die Wertschätzung war da ich verneinte jedoch und kündigte einvernehmlich meinen Job und hatte noch 3 Wochen Resturlaub aufzubrauchen und von da an bin ich Arbeitslos und in Behandlung obwohl es mir jetzt deutlich besser geht glaube ich zumindest.
Das Verhältnis zu meine Arbeitskollegen ist bzw war hervorragend und die wären auch alle bestürzt als sie erfuhren das ich nicht mehr wieder kommen werde,wir wären auch nur zu 6.

Also bin jetzt seit Anfang Jänner zuhause und habe um eine Reha angesucht und bewilligt bekommen!
Also ich glaube mir geht es gut dachte ich jedenfalls bis dahin ,2 Freunde von mir haben für mich evtl.einen Job klargemacht Vitamin b da wo ich ganz ohne Stress und so arbeiten könnte die beiden sind da auch tätig (Stadt Bedienstete) sie haben mir vom Vorgesetzten die Telefonnummer gegeben und sagten zu ihm das ich mich Montags melde natürlich mit meiner vorherigen Absprache ich wusste nicht auf was ich mich da einließ,mein Freund sagte das sei ein Zufall das sie momentan jemanden suchen diese Türe stünde eine Weile offen für mich ich sollte sie nutzen so eine Chance bekomme ich nicht wieder das war gestern und siehe da ich schlief abends schon wieder schlechter Angst ,Nervösität und Herzrasen und heute hatte ich seit langem wieder starke Kopfschmerzen ich weiß nicht was ich tun soll alles absagen sie setzen sich für mich ein und ich bin undankbar und nehme nicht an,oder nach der ersten Überwindung Wiedereinstieg Berufsleben wäre es vielleicht gut wieder eine Aufgabe zu haben ich weiß wirklich nicht was ich tun soll,die Reha kann ich dann natürlich vergessen weil eine längere Wartezeit wäre!
Starten würde ich mit der Arbeit am 2 Mai ich dachte mir selber eine 1 bis 2 wöchige Kur Burnout Prävention zu gönnen als Selbstzahler hätte da schon ein Plätzchen ausfindig gemacht!

Liebe Forenmitglieder was sagt ihr zu meinen Fall Job annehmen und probieren verlieren kann ich eigentlich nichts oder nicht annehmen und auf Reha gehen,was gegenüber meinen Freunden vielleicht wieder blöd ist da sie sich für mich einsetzten,der neue Arbeitgeber soll natürlich nichts wissen das ich einen Zusammenbruch hatte burnout?

Liebe Grüße
Adler

06.04.2019 22:32 • #1


Pilsum
Hallo Adler,

willkommen hier im Forum.

Einen schwierigen Weg hast Du in den letzten Jahren zurückgelegt.

Zu Deiner Entscheidung möchte ich nichts sagen. Du solltest Dich da meiner Ansicht nach eher von Deinem
Hausarzt oder Deiner Krankenkasse beraten lassen.
Gute Besserung wünsche ich Dir.

Viele Grüße

Bernhard

07.04.2019 11:26 • x 1 #2


Adler1984
Danke Bernhard

07.04.2019 11:31 • #3