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Behandlung durch PIA

Lachmalwieder

Lachmalwieder
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Wer von euch hat schon Erfahrung sammeln können, über PIA. Wird diese Behandlung generell nur von Tageskliniken angeboten, bzw. was umfasst dieses Angebot?

#1


Dys
Ich bin selbst in einer PIA in Behandlung. Im Grunde unterscheidet sich der ärztliche Part nicht von dem, wie er bei einem niedergelassenen Psychiater stattfindet. Der Psychiater hat sein Behandlungszimmer, in dem man Ihn konsultiert. Was eine PIA zusätzlich bieten kann ist, Einzelgespräche mit einem in der PIA ansässigen Therapeuten und gegebenenfalls diverse Gruppenangebote die eben ambulant stattfinden.

In meiner PIA gibt es die Möglichkeit im Wechsel alle 6 Wochen ein Gespräch mit einer Therapeutin zu führen und den Psychiater zu konsultieren. Allerdings ist das selbstverständlich keine strikte Vorgabe, sondern wird eben so ausgemacht. Die Gruppen die meine PIA anbietet sind für mich nicht relevant, daher nutze ich sie nicht. Derzeit sind es nur Skill Gruppen für Zwangserkrankte und Borderline Betroffene und eine Psychoedukation Gruppe für an Depression erkrankte aber über das Verständnis für die Erkrankung zu erlangen bin ich schon drüber hinaus und somit ist die auch nicht nötig.

Die therapeutischen Einzelgespräche sind aber keine Therapie im üblichen Sinne. Dazu finden sie nicht regelmäßig genug statt und es wird in der PIA auch keine Psychotherapie angeboten.

Die PIA ist halt an das ortsansässige Klinikum angeschlossen, das ist eben schon alles. Üblicherweise haben PIAs halt eher freie Kapazitäten um Patienten anzunehmen, vor allem wenn es kaum Psychiater in der Nähe gibt.

Aber wie gesagt, die Angebote sind unterschiedlich und können ja bei der PIA selbst erfragt werden.

x 5 #2


A


Hallo Lachmalwieder,

Behandlung durch PIA

x 3#3


Dakota
Es gibt auch PIAs, wo jeder hinkann (nicht nur aus dem Einzugsgebiet). In manchen PIAs wie Dys sagt gibt es Ergotherapie, Entspannungsgruppen, geleitete Gesprächsgruppen. Aber wie gesagt jede PIA ist anders, manche da geht man nur hin für die Medikation etc. Qualität hängt wie oft von den Leuten ab, die da arbeiten. Daher habe ich sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen gemacht.
Man muss vorher nicht Patientin in der (Tages)klinik gewesen sein, um einen Termin in der PIA zu bekommen, aber es geht halt schneller. Manche PIAs sind der Meinung, dass sie nur solange behandeln bis man nach der Klinik einen ambulanten Psychiater gefunden hat, während andere PIAs jenseits des Einzugsgebietes einfach alle nehmen (Valeara ist so eine bundesweite Unternehmung).

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Lachmalwieder
@Dys Danke für deine Ausführungen. Bei einem Psychologen bin ich schon viele, viele Jahre in Behandlung. Psychiater hatte ich vor vielen Jahren, so lange in Antidepressiva benötigt habe. Bei dieser Psychiaterin fühlte ich mich nicht gut aufgehoben, verstanden. 5 Minuten im Sprechzimmer maximal. Es sei denn, sie hat bei mir die Tabletten umgestellt, weil ich damit nicht klar gekommen bin. Seit Jahren nehme ich also keine Antidepressiva. Jetzt wird es glaube ich wieder Zeit dafür. Nur mit Psychotherapie aller 4 Wochen komme ich allein nicht mehr klar 🙄 .

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ickebins
Wenn du gerade selbst einschätzt, dass du wieder Medikamente brauchst und ein Gespräch alle 4 Wochen nicht ausreicht, ist die PIA keine gute Option.
Dann solltest du eher klinisch bevorzugen und wenn dir, die (zumindest) in meinem Einzugsgebiet, anhängige Tagesklinik und PIA nicht ausreichen, mal schauen, was es in der Nähe an Alternativen gibt.
"Meine" PIA hat/hatte den Nachteil, dass das alles zusammen gehört und man da nicht einzelne "Bausteine" auswählen kann.
"Entweder, oder" war es bei mir. Sehr bequem zwar, weil man Psychiater,Psychologen (schwierig) und Sozialarbeiter zusammen hat.

x 2 #5


Sifu
Zitat von Lachmalwieder:
Wer von euch hat schon Erfahrung sammeln können, über PIA. Wird diese Behandlung generell nur von Tageskliniken angeboten, bzw. was umfasst dieses Angebot?

Was ist das, PIA ?

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Sonne59
Zitat von Sifu:
Was ist das, PIA ?

Psychologische Instituts Ambulanz

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Lachmalwieder
@ickebins Danke für deine Antwort. Ich hatte mit meinem Psychologen auch schon darüber gesprochen in eine Klinik zu gehen. War 2017 schon mal für 7 Wochen dort. Habe aber jedoch einen schwer kranken Mann und einen Hund, die ich zu versorgen habe. Kann ich nicht einfach mal so für 6 Wochen in den "Rauch hängen". Es ist schon sehr schwierig, für ein paar Tage einen Kurzzeitpflegeplatz, zumindest für meinen Mann zu finden. Daher versuche ich es jetzt erst einmal mit der PIA. Donnerstag habe ich ein Vorgespräch bei uns im Ort.

#8


ickebins
Vllt. wäre in deiner Situation auch das StäB was für dich, gibt es leider nicht überall. Frag doch in der PIA einfach mal nach.
Da würde dann täglich (auch am Wochenende) jemand zu dir nach Hause kommen. Immer abwechselnd Psychiater, Psychologen, Sozialarbeiter und Pflegekräfte. Ein- bis zweimal die Woche fährt dich ein Fahrdienst für einen halben Tag in die Klinik. Da gibt es dann Gruppentherapien, Sport, Ergo u.ä. Sozusagen Klinik "light".

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Sonne59
@ickebins Herzlichen Dank für deine Mühe. Ich denke eher nicht, dass es in der Tagesklinik so etwas angeboten wird. 15 Plätze bietet die Tagesklinik nur, ein "Ableger" vom Krankenhaus in Jerichow. Dort gibt sicherlich mehrere Angebote. Ich werde den Psychater mal fragen.

#10


T
Meine Erfahrung mit unserer PIA vor Ort (ländliches Gebiet):

"Oh also da nehmen wir niemanden mehr auf, auch nicht auf die Warteliste. Wir sind soweit ausgebucht, da können wir nicht noch mehr aufnehmen. Wenn sie in die Akutklinik müssen, da könnte vielleicht noch was frei sein."
.... heißt also entweder weit fahren oder mit dem Hausarzt weiter Medikation besprechen, wenn was geändert werden müsste. Wird dann bei Bedarf wohl eher auf letzteres hinauslaufen.
Aktuell jedoch zumindest nach der Klinik noch alles gut. Hoffe, das bleibt so. Die im Entlassungsbericht empfohlene "weitere fachpsychiatrische Weiterbetreuung und Prüfung des Wirkspiegels" wird dann wohl halt nichts.

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Sonne59
@Dys PIA bringt mich leider nicht weiter. Besuch beim Psychater 1x im Quartal. Evtl. Antidepressiva verschreiben, nehme ich seit ein paar Jahren nicht mehr.

#12


Sonne59
@ickebins Habe jetzt einen Termin für die Tagesklinik. Bin jetzt am abklären, welche Hilfe es gibt, damit mein Mann und unser kleiner "Schnuffi" in den 8 Stunden meiner Abwesenheit, über die Runden kommen. Einen Tag in der Woche geht mein Mann in die Tagespflege. Er kann seit seiner schweren Erkrankung vor gut 2 Jahren, nicht mehr so lange allein bleiben. 6 Wochen auf der ITS im Koma und künstlich beatmet haben schon Spuren bei ihm (und natürlich auch bei mir) hinterlassen.

#13


Dys
Zitat von Sonne59:
@Dys PIA bringt mich leider nicht weiter. Besuch beim Psychater 1x im Quartal. Evtl. Antidepressiva verschreiben, nehme ich seit ein paar Jahren nicht mehr.

Dann ist das so. Eine PIA ist ja nur eine Möglichkeit von vielen, sich psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe angedeihen zu lassen. Da die Angebote von PIAs differieren, muss man lediglich selbst entscheiden ob man da hin geht oder nicht.

Eine Tagesklinik ist ja ganz was anderes und wenn sie nötig ist, kann sie durch eine PIA kaum ersetzt werden. Und wenn Tagesklinik nicht reicht, dann bliebe eben nur Vollstationär.

Was die Zeit angeht, die Dein Mann alleine ist, da gibts auch Möglichkeiten durch ambulante Dienste. Aber die kosten natürlich auch Geld und da wäre es gut, wenn Dein Mann einen Pflegegrad hat, der das auffangen könnte.

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A


Hallo Lachmalwieder,

x 4#15


ickebins
@Sonne59
schön, dass du schon so weit bist ! Berichte doch bitte weiter, wie es bei dir läuft !?

Trotz ALLER Probleme, die du gerade hast, beginnst du mit dem wichtigsten ! mit DIR !

x 1 #15

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