22

Aufforderung zur Reha oder Rente durch Krankenkasse?

Marco75

14
1
4
Guten Tag,
Ich bin seit 10 Monaten krankgeschrieben wegen Angstzustände und einer mittelgradigen depressiven Episode. Nun habe ich nach einer persönlichen Begutachtung durch den MDK eine Aufforderung meiner Krankenkasse erhalten binnen 10 Wochen einen Rehaantrag oder Rentenantrag zu stellen da vom MDK festgestellt wurde, dass meine Erwerbsfahigkeit erheblich gefährdet ist. Mein Ziel ist es schnellstmöglich wieder gesund zu werden und meine jetzigen Therapien weitermachen darf so dass ich schnellstmöglich wieder arbeiten kann. Ich habe mit meinem Psychater gesprochen und der hat mir ein Attest ausgestellt indem drin steht, dass ich aufgrund meiner Ängste auf eine Behandling in seiner Umgebung angewiesen bin und ein wechsel der vertrauten Therapeuten würde mit Wahrscheinlichkeit zu einer verschlimmerung der Ängste und depressionen führen so dass eine psychosomatische Reha derzeit nicht indiziert ist . Nun meine Frage. Bringt es was ein widerspruch innerhalb der 4 wochenfrist einzureichen. ? Oder sollte ich einen Rehaantrag stellen mit der Begründung meines arztes und so evtl. Erfolgt eine umwandlung in ein rentenantrag was ich garnicht will denn was passiert wenn ich doch wieder innerhalb des krankengeldes wieder gesund werde und ich wieder aebeiten kann und will muss ich dann evtl. Geld an die Krankenkasse zurückzahlen wenn ich dann mein rentenantrag zurück nehme. Das ist unglaublich ich zahle solangen in die Krankenkassr ein und jetzt habe ich kein recht bzw. Keine zeit mein Krankheit innerhalb der Krankengeldzahlung auszukurieren. Befinde mich in einer schwierigen Situation wuesse auch nicht bei einen widerspruch was ich schreiben sollte nur widerspuch einlegen und attest beilegen denn hier will ich auch nix falsches schreiben was dann evtl. noch gegen mich verwendet werden kann. Würde mich über Tipps, Anregungen und Fragen sehr freuen vielleicht war schoneinmal jemand in der gleichen Situation. Liebe Grüße und einen schönen Tag

Maria

23.04.2019 10:03 • #1


Albarracin

Albarracin

1205
24
174
Hallo,

rechtmäßig ist lediglich die Aufforderung, einen Reha-Antrag zu stellen gem. § 51 Abs. 1 SGB 5. eine Aufforderung zur Rentenantragstellung durch eine Krankenkasse ist rechtswidrig.

Es wird auch nicht viel bringen, gegen den Bescheid der Krankenkasse Widerspruch einzulegen. Vielmehr prüft die Rentenversicherung sowieso die "Rehafähigkeit" eines Antragstellers.
Eine Ablehnung wegen mangelnder Reha-Fähigkeit bedeutet auch nicht automatisch eine Berentung.

Im Übrigen wird eine Erwerbsminderungsrente bei psychischen Krankheiten nur befristet auf 2 oder 3 Jahre gewährt. Eine derartige befristete Rente ändert am Arbeitsverhältnis nichts, es bleibt "ruhend" bestehen und lebt ggfs. nach erfolgreicher Therapie mit Ablauf der Rente wieder auf.

23.04.2019 11:05 • x 3 #2


Marco75


14
1
4
Vielen Dank für die Antwort, ja direkt hat sie nicht dazubaufgefordert nur erwähnt dass ich auch anstelle eines Rehaantrages auch ein Rentenantrag stellen kann ider der rehanantrag in ein Rentenantrag umgewandelt werden kann. Wieso denken Sie dass wenig erfilgschancen für ein widerspruch da sind wenn ein arzt doch begründet das sich meine Krankheit verschlimmern könnte denn so könnte meine Erwerbsfahigkeit doch erstrecht oder zunehmender gefährdet sein oder? Was würden Sie oder Ihr mir empfehlen?


Liebe Grüße und nochmals vielen Dank!

23.04.2019 13:33 • #3


Eis

Eis

202
3
320
Hallo Marco
Wieso möchtest Du nicht zur Reha? Ich hatte auch eine mittelschwere Depression und die Reha war das beste, was mir passieren konnte. Mal nur Zeit für sich selbst haben, ohne sich um Kochen, Haushalt und Familie usw. kümmern zu müssen. Ich hab da wieder richtig Kraft getankt. Außerdem schaut dann mal ein weiterer Arzt über Deine Medikation, Du kannst einen Psychotherapeuten ausprobieren, der vielleicht eine ganz andere Sicht auf Deine Probleme hat und Du kannst Dich vor allem mit Gleichgesinnten austauschen. Mir hat das alles sehr gut getan.

Alles Gute
Eis

23.04.2019 18:28 • x 1 #4


Marco75


14
1
4
Hallo Eis, mein Problem ist das ich momentan ja noch nicht weiss was wirklich das beste fuer mich ist. Habe erst seit 2 monate endlich eine Psychologin gefunden bei der ich in Behandlung bin aber wir befinden uns noch in der Vorbereitungsphase desweiteren bin ich wegen anderer Krankheiten in laufender Behandlung bin auf einem Auge blind und seit dem ich krank geschrieben bin habe ich auch probleme am anderen Auge was auch zu meinen vermehrten Panikatacken und Ängsten geführt hat nehme also wegen dem augen noch medikamente ein und muss regelmaessig in die klinik da die medikamente langsam abgesetzt werden unter ständiger kontrollen, ein weiterer Grund ist, dass meine Frau schwer Krank istbund mich das auch sehr belastet. wegen meinem Auge war ich bereits 3 x schon in Reha zulerzt januar 18 dort hatte ich auch pschische betreung es waren aber ophtamologische rehas keine psychosomatische. Meine psychologin sagt jetzt schon dass mir eine rente aif 2-3 jahre sicherlich gut tun wuerde denn ich habe sehr viel durchgemacht auch in der kindheit und bin mit meinen Krankheiten sehr belastet bin die letzte 10-12 jahre jedes jahr mind. Ein halbes Jahr Krank. Bin echt verzweifelt hab genug bela
Stung und dies belastet mich noch mehr und führt zu noch weniger schlaf und verschlimmerung meiner krankheit.

23.04.2019 19:56 • x 1 #5


Marco75


14
1
4
Eine Reha tut sicherlich gut aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt, es freut mich sehr dass es dir geholfen hat und es sowas gibt. Meine psychologin sagt dass wir lange brauchen werden um meine psychische Erkrankung in Griff zu bekommen. Wäre schön wenn mir einer ein rat geben kann oder Erfahrung hat habe 1.angst vor der reha, 2 angst von der Rente und 3.angst wieder mich zu zwingen arbeiten zu gehen weiss nicht bei was es mir am beaten gehen würde momentan wäre alles schlimm ausser man lässt mich in ruhe meine Krankheit behandeln dies ist auch schon schlimm genug aber nicht so achlimm wie die anderene 3 Ängste. Sorry das ich hier meine Frust und sorge los werde bin halt verzweifelt liebe Grüße und allen einen wunderschönen Abend!

23.04.2019 19:59 • x 1 #6


Eis

Eis

202
3
320
Hallo Marco
Du hast ja ein ganz schönes Päckchen zu tragen. Ich hoffe, Du kommst mit Deiner Psychologin da gut durch. Das sind natürlich nochmal ganz andere Ängste, die Du da durchstehen musst. Ich hoffe, Du findest die für Dich beste Lösung! Und Frust darf man auch mal loswerden, vielleicht geht es Dir dann besser.
Alles Gute
Eis

23.04.2019 20:16 • x 1 #7


Annaleen

94
4
159
Hallo Marco,
das hört sich ja wirklich alles nicht leicht an, was Du alles zu tragen hast.
Leider kenne ich mich mit diesen ganzen rechtlichen Reha Sachen nicht aus.
Vielleicht würde es wirklich gut tun, wenn Du erstmal eine Rente bekommst, Deine Therapien vor Ort weitermachen kannst, und Dich erstmal nur um Dich kümmerst? Also das höre ich so raus aus Deinem Beitrag.
Aber Du schreibst, Du hast auch Angst vor einer Rente? Wieso das? Oder Angst davor, dass Du keine Rente genehmigt bekommst?

23.04.2019 20:40 • x 1 #8


Marco75


14
1
4
Vielen lieben Dank Annaleen, ja das würde bestimmt das beste für mich sein noch besser ich würde vorher einigermassen gesund werden bevor ich das beantragen muesst, da ich mich ebenfalls nicht auskenne denke ich es ist bestimmt kein leichter weg um eine temporäre Rente zu bekommen davor habe ich zum einen angst das mich dies wiederum viel Kraft kosten wird und nicht weiss wie ich da am besten vorgehen sollte. und zum anderen damit klar zu kommen bin erst 43 Jahre alt.vielleicht hat jemand hier ähnliches durchgemacht und eine rente wegen erwerbsunfahigkeit vereits bantragt. Weiss nur nicht ob ich jetzt erstmal widerspruch einlegen soll wegen reha oder nach kurz vor der 10 wochenfrist. Denn hab ja eigentlich nur 2 wochen zeit fuer widerspruch und noch 8 wochen um eine reha zu beantragen. Oder beantragen dann nach genhemigung zur reha immer noch widersprechen oder sogarvim besten fall bin ich ja bis dahin reha tauglich. Aach kompliziert

23.04.2019 20:52 • #9


Annaleen

94
4
159
ja echt sehr kompliziert!
Aber es ist doch auch total verrückt, dass man erstmal gesünder sein muss, um überhaupt seine Rente durchzukriegen! Ich meine, Rente ist doch dran, wenn nix mehr geht, was ja bei Dir der Fall ist! Also hol Dir da jetzt jede Hilfe, die Du krigen kannst, rechtlich und auch für die Psyche , weil alleine ist man da ja überfordert.

23.04.2019 21:01 • #10


Eis

Eis

202
3
320
Was hältst Du denn davon, Dich mal bei einem Anwalt für Sozialrecht beraten zu lassen oder beim VdK bzgl. evtl. Erwerbsminderungsrente einen Beratungstermin zu vereinbaren?

Ich an Deiner Stelle würde den Reha-Antrag in der letzten Woche der Frist abschicken, das dauert ja dann auch noch bis es genehmigt ist und du irgendwo einen Platz bekommst. Entweder bist du dann bereits rehafähig, oder der Arzt schreibt Dir dann doch noch ein Attest, wenn es soweit ist.

Es gibt ja auch eine ambulante Reha, vielleicht gibt es da bei Dir in der Nähe was. Obwohl das für mich mehr Stress war, gibt es Situationen (z.B. Bekannte mit kleinem Kind zu Hause), in denen das sinnvoll sein kann.

Alles Gute
Eis

24.04.2019 06:13 • x 1 #11


Marco75


14
1
4
Guten morgen Eis,

vielen dank fuer deine Tipps ich bin sogar mitglied im vdk aber damals bei der beantragung eines schwerbehindertenausweis wurde mir nicht wirklich geholfen ausser es kommt zu einer Klage denke das ist es sehr hilfreich.

Ja das ist eine gute Idee in lettter Woche den Rehantrag abzuschicken und dann ggf. die REHA erneut gegenueber der rentenkasse ebenfalls zu bestätigen. Aber eigentlich kann es nicht schaden jetzt auch schon widerspruch bei der Krankenkasse einzulegen oder? das zeigt ja meine mitwirkungspflicht dass ich sogar jetzt schon in reha gehen würde wenn ich könnte und im besten fall tun sie die Frist erstmal aufheben.

Liebe Grüße und einen schönen sonnigen Tag!

24.04.2019 07:56 • x 1 #12


Eis

Eis

202
3
320
Hallo Marco
Leider kenne ich mich zu wenig aus mit Widerspruch gegen die Reha.
LG
Eis

24.04.2019 11:21 • x 1 #13


Marco75


14
1
4
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für deine Antwort, würdest du jetztbschon ein widerspruch dagegen einleiten bzwm denkst du es macht Sinn?

Liebe Grüße



Zitat von Albarracin:
Hallo,

rechtmäßig ist lediglich die Aufforderung, einen Reha-Antrag zu stellen gem. § 51 Abs. 1 SGB 5. eine Aufforderung zur Rentenantragstellung durch eine Krankenkasse ist rechtswidrig.

Es wird auch nicht viel bringen, gegen den Bescheid der Krankenkasse Widerspruch einzulegen. Vielmehr prüft die Rentenversicherung sowieso die "Rehafähigkeit" eines Antragstellers.
Eine Ablehnung wegen mangelnder Reha-Fähigkeit bedeutet auch nicht automatisch eine Berentung.

Im Übrigen wird eine Erwerbsminderungsrente bei psychischen Krankheiten nur befristet auf 2 oder 3 Jahre gewährt. Eine derartige befristete Rente ändert am Arbeitsverhältnis nichts, es bleibt "ruhend" bestehen und lebt ggfs. nach erfolgreicher Therapie mit Ablauf der Rente wieder auf.

25.04.2019 08:33 • #14


Albarracin

Albarracin

1205
24
174
Hallo Marco,

ich wiederhole mich:
gegen den Bescheid der Krankenkasse, eine Reha zu beantragen, ist ein Widerspruch relativ sinnlos. Du müßtest nämlich die Einschätzung des medizinischen Dienstes, daß Deine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist, widerlegen. Und das wirst du nach dem, was Du hier geschrieben hast, nicht können, denn auch nach Deinen eigenen Schilderungen ist Deine Erwerbsfähigkeit momentan wirklich erheblich gefährdet.

Die Rehafähigkeit spielt bei der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit keine Rolle, die wird erst dann geprüft, wenn der Reha-Antrag tatsächlich gestellt wird.

Warum Du "Angst" vor einer Reha hast, erschließt sich mir absolut nicht. Ich denke vielmehr, daß eine Reha in einer zB auf Arbeitsplatzkonflikte spezialisierten Reha-Klinik sehr viel dazu beitragen kann, die Probleme und mögliche Lösungsstrategien herauszuarbeiten. im Übrigen bist Du auch bei einer stationären Reha in einem geschützten Umfeld und hast durch den vorübergehenden Wegfall der Alltagsumgebung und der dazugehörigen Zeit viel mehr Muße und Ruhe für Dich selbst und Deine Problembewältigung.
Für die Suche nach einer geeigneten Klinik gibt es ein eigenes Unterforum
therapie-behandlung-kliniken-forum-f19.html
und in Süddeutschland kann ich Dir jederzeit zwei sehr gute Kliniken für u.a. Arbeitsplatzkonflikte nennen.

Wenn Du jetzt eine ambulante Therapie begonnen hast, ist das noch besser, da die ambulante Therapie nach dem Reha-Ende unmittelbar weitergehen kann und die Ansätze, die Dir die Reha gebracht hat, direkt weiterbearbeiten und vertiefen kann - gerade was dann die Umsetzung in Dein Alltagsleben betrifft.

Und Du wärst beileibe nicht der Erste - gerade bei psychischen Erkrankungen - dem die "Auszeit" einer befristeten Rente hilft, sich für die eigentliche Behandlung Zeit nehmen zu können und dann die beruflichen Perspektiven bis zur Wiederaufnahme der Arbeit neu zu bewerten.

Hast Du denn eigentlich einen Grad der Behinderung ?

28.04.2019 13:02 • x 3 #15




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag