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Arztphobie und Termin beim Arzt - meine Erfahrungen

mutmacher

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Habe ja gestern vorgewarnt, dass ich heute meinen Kreuzgang mache u. mich nach etwa 8 Jahren (!) mal wieder beim Arzt sehen lasse. Habe ja eine Arztphobie und deshalb die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Aber die andere Stimme im Kopf sagte eindringlich:

1. Lass endlich ein EKG machen (wegen dem flatternden Herzen bei Rechtsseitenlage) und der ständigen Pinkelei in der Nacht.
2. Lass mal endlich wieder den Hba1c machen- nicht dass ich da einen Diabetes heranzüchte.
3. Lass endlich mal wieder die Schilddrüsenwerte untersuchen (hab ja eigtl. keine SD mehr wegen M.Basedow und muss thyroxieren, wobei ich die Dosis jahrelang selbst bestimmt habe (!), was eigtl. saugefährlich ist.
4. Lass mal den Hämatokritwert bestimmen im Blut (als Prophylaxe für Schlaganfall u. Herzinfarkt).

Na ja, das hab ich eben alles dem Doc vorgetragen und er war sehr lieb und verständnisvoll, hat sofort ein EKG gemacht, was einen absolut normalen Sinusrhythmus hatte u. gut war
Dann hat er die Lunge abgehört: Auch sie ist i.O.
Dann hat er Blut abgenommen um alle meine Wünsche labormäßig abzuchecken. Diesbzgl. kann ich ihn erst am Montag anrufen, wenn er die Werte hat. Davor hab ich natürlich noch einen RIESENBAMMEL !
Dann wollte er noch eine Urinprobe Aber plötzlich war meine blöde "Ausscheidungsphobie" wieder präsent und ich hab ihn angelogen und gesagt, ich wäre leider gerade auf Toilette gewesen, das ginge jetzt nicht.
"Ja" meinte er "dann nehmen Sie den Becher mit nach Hause u. bringen den irgendwann vorbei."
"Aber klar, das mache ich" (nicht!)

Ja, so hab ich das jetzt tatsächlich eigentl. ganz gut gemeistert- bis auf das Warten auf die Blutwerte am Montag.
- Jetzt kommt das nächste Problem: Morgen 2 h Autobahnfahrt ins Altenheim Mutter besuchen 4
Und weil die mittlere Enkelin (13) unbedingt für ein paar Tage kommen will (Osterferien) muss ich die halt mitnehmen. Habe noch keine Idee, wie das mit dem Schlafen werden soll. Aber da hoffe ich jetzt einfach mal, dass der alte Onkel, den ich bei meinen Mutterbesuchen immer beehre noch irgendwo eine alte Liege hat, wenn nicht, schlafen Oma und Enkeltochter halt mal in 1 Bett für 1 Nacht (ich hab das früher auch überlebt).
Hoffe auch sehr, dass sich meine Kleine nicht zu sehr erschreckt vor dem Anblick ihrer inzwischen dementen 94 jährigen Urgroßmutter Auch die ganze Situation da auf dem Flur im Altenheim ist ja nicht gerade was Fröhliches (da schimpft der eine Opa immer laut, eine Alte jammert im Rollstuhl, die meisten sind verwirrt usw.
Ich muss sie einfach vorwarnen- aber einen Schock kann ich ihr dann auch nicht ersparen.
So, das waren jetzt die letzten Neuigkeiten in Kürze an Euch alle.
Seid so lieb und drückt mir die Daumen, was das WE angeht (Autobahnfahrt Altersheim ) und dann natürlich die Angst vor Montag mit den Blutwerten- aber ich muss da durch

12.04.2019 10:19 • #1


Rowi

Rowi

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Also ich drück dir die Däumchen auf jeden Fall.
Was ich mich selbst aber frage ist. Was würde passieren wenn du den anstrengenden mit Problemen behafteten Altenheimbesuch verschiebst?
Ist nur so ein kleines Gefühl aber es flüstert: "Achtung überforderung". Immerhin ist es weder dir noch deiner Enkelin dienlich wenn das Wochenende von einer aufziehenden Stresswolke überschattet wird.

12.04.2019 10:29 • #2


mutmacher


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@Rowi Erst mal vielen Dank für`s Däumchendrücken.
Ja, das mit dem Verschieben geht leider nicht. Routinemäßig besuche ich die alte Dame jedes WE in Monatsmitte- und melde mich mit Karte jedes Mal bei ihr an. So auch diesen Monat- gerade hatte ich die Karte (wie auch dem Onkel) eingeworfen, rief mich die Kleine an u. meldete sich an. Ich erklärte ihr, dass ich sie mitnehmen muss und was u.U. alles auf sie zukommt- aber sie wollte nun mal unbedingt kommen- nun denn: das packen wir

12.04.2019 11:05 • x 1 #3


mutmacher


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Jetzt mal nur der Vollständigkeit halber:
Das EKG´; Lungen abhören und Blutwerte waren soweit alles gut.
Hätte mir die Angst echt ersparen können. Aber ich danke Euch für`s Mitzittern.
Bin unglaublich dankbar, das gerade auch die Blutwerte i.O. sind

Vor 2 Stunden • #4


Mayke1

Mayke1

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Liebe Mutmacher,
es ist doch immer wieder erstaunlich, was das Kopfkino mit einem anstellen kann. Wenn ärztliche "Eröffnungen" anstehen, lässt es sich bei mir auch nicht so leicht abstellen.
Blutwerte, die in Ordnung sind, bedeuten wirklich eine große Beruhigung. Ich freue mich mit dir!

Vor 1 Stunde • #5


mutmacher


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Ja, der Arztbesuch war ja echt ein Horror (für mich!) - muss ich Euch erzählen:
Eigentl. müsste ich ja zumindest alle 6 Monate zur SD-Blutkontrolle, weil die genaue Dosierung nach SD-Entfernung noch nicht stimmt. Dann las ich hier im Forum etwas über den Hämatokritwert u. hab da ein bisschen nachgeforscht (aha: KHK Prophylaxe, d.h. wenn das Blut zu dick wird im Alter, kann das zu Schlaganfall u. H.-Infarkt kommen, bei meinem Vater war das Blut so dick wie Honig und er überlebte 3 Herzinfarkte!)
Nun ja, diesen Wert bat ich ihn zu bestimmen u. natürlich die SD-Werte. Am Montag sollte ich telefonisch abfragen.
Ach das noch: In der Praxis drückt er mir einen Urinbecher in die Hand. wupp war meine Ausscheidungsphobie präsent. Da hab ich ihn angelogen, das ginge jetzt nicht, ich war gerade auf dem Klo. "Na, dann nehmen Sie den Becher mit nach Hause u. bringen in bei Gelegenheit vorbei." "Klar, das mache ich bestimmt (nicht)."
Jetzt zurück zu den Blutwerten- da kommt am Montag ein Anruf aus der Praxis, der Doc habe noch 2 Werte nachgefordert im Labor, ich müsse mich gedulden. Mir wird heiß-- bitte was ? Was muss er denn da nachfordern, da ist bestimmt was im Busch! Rufe am nächsten Tag wieder an u. werde wieder vertröstet. Meine Nerven fibrieren
24 Stunden lang. Dann halte ich es nicht mehr aus und fahre in die Praxis. Ein riesiger Sorgenstein fällt- lediglich die freien SD-Werte fT3 und fT4 hat er nachgefordert, weil eben die anderen SD-Werte zu hoch waren, befinde mich momentan in einer sehr hohen Hyperthyreose u. müsste eigtl. Herzrasen usw haben.
Na ja, er hat die Dosierung umgestellt u. in 6 Wochen wird kontrolliert. Auf jeden Fall hab ich alles überstanden u. der Rest der Blutwerte (er hat natürlich heimlich ein großes Blutbild gemacht) sind gut, selbst der Hb mit über 13 ist supergut.
Aber das Bibbern der Wartetage war furchtbar. Zum Glück war meine mittlere Enkelin (13) für ein paar Tage da u. hat mich abgelenkt. Sie hat stundenlang online Klamotten ausgesucht u. ich durfte ihr helfen dabei (gibt ja nichts Schöneres).
Jetzt geht es mir gefühlsmäßig natürlich wieder besser. Diese blöde Krankheitsangst ist (für`s Erste) etwas besiegt.
- Jetzt pflanze ich meine Kräuter auf der Terrasse in Kübel und wünsche Euch allen noch einen schönen Gründonnerstag

Vor 26 Minuten • #6




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