Arbeitsunfähig und ausgesteuert - was tun? / Abfindung

Janny

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Hallo in die Runde!

Ich bin seit dem 17.11.2009 Arbeitsunfähigkeit und werde zum 22.4.2011 ausgesteuert. Da ich vom 23.3.-4.5.2011 zur Reha bin, erhalte ich bis dahin noch Übergangsgeld.

Diese Woche wurde ich nach fünfwöchiger stationärer Behandlung entlassen und habe dort auch mit der Frau vom sozialen Dienst gesprochen. Jetzt lese ich hier komplett andere Fakten und bin völlig verwirrt. Meine Krankenkasse hilft mir da leider nicht weiter, die schicken mir die Unterlagen erst gegen Ende des Monats.

Folgender Sachverhalt. Ich bin seit 10 Jahren in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis. Ein Antrag auf EU-Rente soll bei mir nicht gestellt werden. Je nach Verlauf der Reha sollte ich laut Ärzten danach in das Hamburger Modell einsteigen und das sehr langsam über die max. Dauer von sechs Monaten gezogen, also bis zum Jahresende. Danach dann hoffentlich endlich wieder normal arbeiten.

Was genau muss ich denn jetzt beim Arbeitsamt beachten, wenn ich die Unterlagen der Krankenkasse habe? Ich bin im Moment echt verwirrt, null aufnahmefähig und kann grad noch ein Problem mehr echt nicht verkraften.

Kann mir jemand mit Erfahrung vielleicht nüzliche Hinweise geben oder einen groben Abriss, wie genau ich mich jetzt verhalten muss und welche Leistungen mir zustehen?

Tausend Dank vorab,

Janine

19.02.2011 17:53 • #1


mag

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Hallo Janine,

wenn ich das richtige verstehe, bist du erst am 22.4. ausgesteuert und deine Reha beginnt am 23.3. bis 4.5..

Daher brauchst du dich doch nicht beim AA zu melden, denn in der Zeit der Reha erhälst du doch dein Geld von der Rentenversicherung.

Solltest du nach der Reha noch nicht arbeitsfähig sein, hast du ja noch die Ansprüche vom 24.3. bis 22.4. bei der Krankenkasse und
kannst in Ruhe nach der Reha weitere Schritte unternehmen.

19.02.2011 19:14 • #2


Janny


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Hm, aber der Anspruch auf Krankengeld ruht doch während der Reha? Die Zeit der Reha zählt aber auch in die 78 Wochen mit rein, soviel hat mir der Sachbearbeiter der Krankenkasse bereits gesagt. Das heißt, dass ich definitiv mit Entlassung aus der Reha keine Zahlungen durch die Krankenkasse mehr bekomme. Das Übergangsgeld bekomme ich auch nur, weil die Reha noch vor der Aussteuerung beginnt. Alles total kompliziert.

20.02.2011 13:11 • #3


mag

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Hallo Janny,

ob die Zeit der Reha mit in die Krankengeldanspruchszeit von 78 Wochen einbezogen wird, kann ich mir nicht vorstellen,
denn die Rehazeit wird ja von der Rentenversicherung gezahlt. Wenn jemand kein Krankengeld erhält und eine Reha antritt, wird das
ja auch von der Rentenversicherung finanziert.

Da solltest du nochmals bei der Krankenkasse bzw. auch bei der Rentenversicherung nachfragen. Auskünfte bei den Krankenkasse haben nicht immer ihre Richtigkeit.

20.02.2011 17:57 • #4


Janny


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Hallo mag!

Nein, da bin ich mir 100% sicher, das wußte ich auch vorher schon. Anspruch auf Krankengeld besteht schon ab dem ersten Tag der Krankschrift, nur da in den meisten Fällen der AG sechs Wochen das Gehalt fortzahlt, ruht hier der Anspruch gegenüber der Krankenkasse. Diese sechs Wochen zählen aber auch in die 78 Wochen mit rein. Bei Übergangsgeld verhält es sich leider genauso. Der Anspruch ist gegeben, ruht eben nur leider, aber die Frist läuft weiter.

Hm, ich wollte mich diese Woche sowieso mal bei der Behindertenvertretung schlau machen, vielleicht können die mir ja auch diesbezüglich weiterhelfen.

Aber danke dir trotzdem.

21.02.2011 12:36 • #5


Janny


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Weiß denn niemand Bescheid über das Thema Aussteuerung? Die Krankenkasse konnte mir da auch nicht helfen, wie das weitere Prozedere ist und welche Ansprüche ich habe. :(

24.02.2011 10:31 • #6


Albarracin

Albarracin

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Hallo Janny,

wenn du die Mitteilung über die Aussteuerung bekommen hast, mußt du dich unverzüglich bei der AA melden. Die sagen dir dann schon, was sie von dir erwarten.
Lieb mag, die Reha-Zeit wird natürlich auf den KG-Bezug angerechnet wg. § 49 Abs. 1 Nr. 3 iVm mit § 48 Abs. 3 SGB V.

27.02.2011 19:48 • #7


Löckchen73

Löckchen73

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Hallo
Bei uns sollen dieses Jahr viele Mitarbeiter über ABfindungen gehe.
Stimmt es wenn man ausgesteuert ist das man dann keine bekommt?

03.04.2013 10:06 • #8


Albarracin

Albarracin

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Hallo,

das eine hat mit dem Anderen nix zu tun.
Der Arbeitsvertrag besteht schließlich auch bei Aussteuerung weiter. Wenn also das Arbeitsverhältnis im Rahmen eines Sozialplans beendet werden soll, hat ein kranker AN denselben Anspruch wie ein nichtkranker AN.

03.04.2013 12:57 • #9


Löckchen73

Löckchen73

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Danke
Das habe ich mir gedacht.
Nur haben mich jetzt anderen verunsichert

03.04.2013 16:10 • #10




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