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Arbeit nicht mehr zu schaffen !

laluna74

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Na und, dann ist es eben jetzt dieses Thema, was dich ja auch beschäftigt.

Ich kann dir nur sagen, ich kann deine Gedanken und dein Handeln sehr gut nachempfinden. Und ganz ehrlich, muss man sich alles gefallen lassen? Andere können sich alles dir gegenüber erlauben, dich maßregeln und du sollst es so hinnehmen und das obwohl du älter bist, nur weil die halt so sind? Tut mir Leid, damit kann ich auch nicht umgehen. Ein gewisser Umgangston gehört einfach dazu, aber auch ich habe neue Kolleginnen und die können auch so ganz anders als ich sein. Also ich werde mich in meinem Alter nicht mehr verbiegen lassen und wenn man meint, ich brauche nicht so auf die Patienten einzugehen, dann können die das gerne so handhaben, ich nicht! Das habe ich auch direkt klar gestellt. Wir müssen uns so nicht behandeln lassen, das hat tatsächlich etwas mit Respekt zu tun und darauf lege ich persönlich gerade bei der Arbeit großen Wert.

Jeder Mensch hat halt so seine persönlichen Grenzen, die muss jeder für sich selbst finden und ich meine man darf das genau so leben, wie andere ihr Art ausleben. Oder nicht?

Wir werden immer wieder solchen Herausforderungen begegnen und möglicherweise tragen diese auch dazu bei, dass man sich entwickelt. Es liegt an uns, ob wir uns darauf einlassen.

11.01.2020 12:43 • x 2 #61


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Liselotte

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Zitat von Pessimist:
Da muss ich irgendwie raus . sonst werde ich immer Opfer und Hampelmann bleiben ! Es reicht !


Aber Haaaalooo,
den Umgangston, der in unserer Gesellschaft herrscht bestimmen wir alle.
Also , nichts machen ist oftmals bedenklicher, als gewissen Dummköpfen eindeutig Ihre Grenzen aufzuzeigen .

11.01.2020 18:44 • x 1 #62


Pessimist

Pessimist

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Ich kann Dir da nur noch voll zustimmen ! Jetzt gilt es nur noch, dass auch wirklich umzusetzen und den Respekt einzufordern !
Es geht nicht anders !

11.01.2020 22:35 • x 1 #63


Pessimist

Pessimist

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Definitiv . deshalb habe ich ja auch ganz schnell meinen Mund aufgemacht . bevor es zu spät ist !

11.01.2020 22:37 • x 1 #64


laluna74

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Happy birthday

13.01.2020 01:02 • x 1 #65


Pessimist

Pessimist

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Vielen lieben Dank . wieder ein Jahr näher dran

13.01.2020 09:22 • #66


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kalle68

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Hallo Pessimist,
ich bin zwar aus einem anderen Arbeitsbereich, aber die Arbeistprobleme scheinen überall ähnlich zu sein. Ich arbeite seit 18 Jahren im öffentlichen Dienst im Bereich Lehre/Bildung und wer hätte gedacht, dass man sich im öffentlichen Dienst krank arbeiten kann.
Meine Kunden sind Studenten und Profs. Ich arbeite in einem sehr großen Labortrakt mit wenige Mitarbeiter und vielen Profs. Meine Aufgabe sind Laborbetreuung, Bachelor/Master Betreuung, Reparaturen, Sonderveranstaltungen, Werkstattführung.
Auch hier viel Arbeit auf wenige Mitarbeiter und das schon viele Jahre ein Dauerzustand.
Im Mai 2019 wurde beim mir Burnout diagnostiziert und kann nur jeden wärmstens empfehlen, nicht in diese Lage zu geraten. Ich habe auch lange Zeit die Symptome auf die lange Bank geschoben und konnte mir nicht vorstellen schwach dazustehen.
Ein Burnout kündigt sich an in Form von Einschlafprobleme, Unruhe, Angstzustände, kreisende Gedanken, Wut, Gedächtnisprobleme, schnelle Erschöpfung usw.
Wenn man diese Symptome hat ist man bereits drin, wie in meinem Fall und da Hilft nur professionelle Hilfe.
Ich habe versucht die Laborleitung mit Hände und Fuße darauf aufmerksam zu machen, dass die Arbeitsmenge und Arbeitsverteilung nicht in Ordnung ist. Da jeder in seiner eigene Suppe schwimmt bin ich nicht ernst genommen worden, bis ich Mai 2019 5,5 Wochen krank geschrieben wurde und danach habe ich weiter gearbeitet in der Hoffnung Veränderung und Anerkennung zu erleben, jedoch hat sich nichts geändert.
Jetzt bin ich über einen Psychiater krank geschrieben und werde bald eine Reha Klink besuchen.Zuvor hatte ich schon ein BEM Vorgespräch und nach der Reha wird es ernst. Arbeitsprobleme kann man nicht bewältigen in dem man Mitleid erwartet, sondern man muss es einfach anfordern.

01.02.2020 22:04 • x 5 #67


Pessimist

Pessimist

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Ich bin vorsichtig und arbeite dran ! Und selbstverständlich nehme ich auch professionelle Hilfe in Anspruch !
Bei mir ist es jedoch so, dass ich eine ausserordentlich hohe Schmerzgrenze habe . nur, so langsam reicht es wirklich !

Ausserdem habe ich bereits 42 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und bin mein halbes Leben bereits wegen Depressionen und hohem Blutdruck in Behandlung. Da sollte sich doch so langsam was machen lassen !?

Ich nehme auch gerne finanzielle Einbussen in Kauf, denn mein aktueller Zustand hat ganz gewiss nichts mit "LEBEN" zu tun !
Geld ist nicht alles, zumal ich eh völlig alleine lebe und absolut keine Verpflichtungen habe . keine Kinder, keine Kredite oder sonst was. Und sonderlich hohe Ansprüche und teure Sonderwünsche hatte ich noch nie in meinen bisherigen 57 Lebensjahren !

Danke für den Beitrag !

02.02.2020 16:59 • #68


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Resi

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Hallo Pessimist,

Zitat:

Aber, wie schon zuvor erwähnt, in mir steckt immer eine Angst vor unangenehme und negative Konsequenzen, insbesondere von Vorgesetzten

Das müssen keine negativen Konsequenzen sein, im Gegenteil:
Gute Vorgesetzte wissen, was sie an Mitarbeitern haben, die sich einschätzen können.

Du signalisierst im Grunde immer: Pack noch einen drauf.

Dir muß es im Grunde egal sein, wie deine Kollegen arbeiten, wie sie mit Kunden umgehen (leichter gesagt als getan, ich weiß), denn es ist nicht deins, du bist schon wieder bei den Anderen.

Erst wenn du dir klar darüber bist, weshalb du dich so aufopferungsvoll verhältst und deine eigenen, persönlichen Bedürfnisse hinter deine Bedeutung für den Betrieb und den Arbeitgeber stellst kannst du wahrhaftig was ändern- alles andere ist Trotz und Makulatur.
Du bist dir am allernächsten und unersetzlich- für den Betrieb bist du es nicht.

Was hast du davon, aufopferungsvoll und unentbehrlich zu sein?
Du schreibst, daß du allein bist und lebst- ist es möglicherweise so, daß der Betrieb dein hauptsächliches soziales Umfeld ist, aus dem du Lob und Anerkennung ziehen kannst, etwas ähnliches wie eine Peer-Group?

02.02.2020 18:28 • x 5 #69


Pessimist

Pessimist

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In der Tat . hätte ich nicht jeden Tag so viel mit Menschen zu tun, vielleicht würde ich ganz anders denken !? Allerdings habe ich in den letzten Jährchen gelernt dieses Alleinsein zu genießen . vielleicht hat auch das etwas damit zu tun . keine Ahnung.

Mein Leben mit allem was dazu gehört ist wirklich schon sehr sonderbar .

02.02.2020 20:30 • x 1 #70

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