19

Antriebslosigkeit und ständig müde wegen Depression

Fjölnir

Fjölnir

85
4
1
Da kann ich auch ein Lied von singen. Die Depression fing in der Kindheit an und hat sich stetig entwickelt. Anfangs dachte ich, ich wäre nur ein wenig schwermütig. Es gibt ja melancholische Menschen. Als die Selbstverletzung anfing ging es einfach zum Arzt und damit war das Thema vom Tisch. Habe mir nie Gedanken gemacht dass da etwas schief läuft. Im Rückblick ist natürlich alles sehr deutlich und fügt sich zusammen.
Leider gibt es kein Patentrezept gegen die ganze Problematik. Man kann einfach nur schauen was einem persönlich am besten hilft und sich stets weiterinformieren. Bei mir persönlich hilft an einem Tag z.B. autogenes Training, an einem anderen Tag bring es gar nichts und ich mache den Hausputz oder koche oder was weiss ich damit es mir besser geht.
Leider wirken auch die Medikamente nicht bei jedem gleich. Das ist ähnlich wie bei der Schilddrüse ein etwas längerer Prozess bis alles stimmt.

09.12.2018 12:08 • #16


Leuchtturm765

1
1
Hey JaninaZ-87,
als ich deinen Beitrag gelesen habe, habe ich sehr schlucken müssen. Zum Einen weil es mich an mich selbst erinnert, was du schreibst, zum Anderen, weil mir deine Situation sehr leid tut. Hast du drüber nachgedacht, nochmal in eine Klinik zu gehen, bzw. vielleicht wäre sowas wie betreutes Wohnen etwas für dich? Hast du vielleicht Freunde, die du um Hilfe bitten kannst und die dich an ganz schlimmen Tagen auffangen können?
Liebe Grüße
Leuchtturm

16.12.2018 17:35 • x 1 #17


Rosa_bird

5
2
3

Erfahrungen mit Modafinil gegen die Müdigkeit

Hallo ihr Lieben,

hat jemand zufällig schon Erfahrungen mit Modafinil (verschreibungspflichtiges wachhaltendes Medikament- legal)
und Depressionen ?

Ich leide seit 2012 an einer chronisch schweren Depression mit Anpassungsstörung. Leider haben keine Antidepressiva wirklich gut angeschlagen. Ich werde von Tag zu Tag schwächer, kraftloser, müder und lustloser. Bisher war es noch nie so schlimm wie zu diesem Zeitpunkt. Ich schaffe kaum den Tag und vegetiere nur noch vor mir hin.

Nun habe ich mal gelesen, dass man eventuell das Medikament Modafinil, was eigentlich bei Narkolepsie und ADHS angewendet wird, gegen diese ständig starke Müdigkeit einsetzen kann.

Modafinil ist ein wachhaltendes psychostimulierendes Medikament.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen gemacht oder kennt ein anderes legales wachhaltendes Medikament, was bei so einem Krankheitsbild eingesetzt werden kann.

Danke im Voraus

08.03.2019 21:06 • x 1 #18


Acon

Acon

466
663
Hallo Rosa_bird,

Erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
Leider habe ich keine Erfahrungen mit dem Medikament.
So wie Du Deine Symptome schilderst ist ein Arztbesuch dringend angeraten. Bitte ihn um eine gründliche Untersuchung und erzähle ihm Deine momentanen Schwierigkeiten. Lass erst einmal abklären, ob Deine Kraftlosigkeit und Müdigkeit eventuell organisch bedingt sein kann z.B. durch eine Unterfunktion der Schildrüse oder ob Deine Medis neu eingestellt werden müssen. Jedes Medikament hat seine Nebenwirkungen und diese können bei jedem anders ausfallen, deshalb ist es wirklich wichtig, dass Du die Sache mit Deinem Arzt abklärst.

Liebe Grüße
Andrea

09.03.2019 04:02 • x 2 #19


Rosa_bird

5
2
3
Danke für deine liebe Antwort!

Also bluttest, Urin und Stuhlgang ist alles in Ordnung. Ich habe schon einige Medikamente ausprobiert und leider ist das überall der Fall.

Ich wüsste auch nicht was eventuell noch in Frage kommen könnte. (Mittel gegen die starke Müdigkeit, Energielosigkeit, antriebslosigkeit)

Ich fühle mich von den Ärzten nicht ernst genommen und auch mit dem Problem in Stich gelassen.
Ich müsste einfach damit Leben. Aber wie soll man damit leben nur noch so dahin zuvegetieren ?

Vielen Dank nochmal für die Antwort!

Liebe Grüße :)

12.03.2019 21:25 • x 1 #20


JaninaZ-87


19
2
1
Ich fühle mich genauso wie du. Nicht ernst genommen von den Ärzten ect. Verzweifelt bin ich unbeschreiblich.
Ja, bei mir ist Blut,Urin und Stuhlgang in Ordnung.

Was kann ich nur machen, damit es mir endlich mal besser geht. ich könnte nur weinen.

13.03.2019 01:24 • #21


Axel61

Axel61

296
3
230
Be einem Zusammenbruch hat man ja eher Probleme zu Schlafen und ist tagsüber dann Antriebslos und erschöpft. Gegen beides hilft, so profan da klingt, Bewegung und Schlaf-Hygiene. Jeden Abend zur gleichen Zeit einen Beruhigungstee oder wenn das nicht reicht ein Medikament. Bei mir ist das Stangyl um 10:30. 60 Minuten später dann ab in die Heia. Morgens dann nach dem Wecker 10 Minuten Autogenes-Training im Bett und unter die Dusche. Dann Medikamente schlucken (Escitalopram) und im Büro 3-Doppelte-Espresso. Alle 30 Minuten in die Kaffee-Küche und Wasser trinken. Das hält mich am Laufen. NAch der Arbeit dann noch möglichst eine Stunde Bewegung. dazu zähle ich aber auch Einkaufen :lol:

Das kann sicher nicht jeder so machen, aber bei Mir funktioniert es halt.

PS:
Als ich im Januar extreme Schlaf-Probleme hatte hat meine Therapeutin mir vorgeschlagen eine Rosskur zu machen: 48 Stunden NICHT Schlafen. Herr-der-Ringe oder Dr-Who-Marathon oder Zocken. Dann muss man schlafen und die Innere-Uhr wird synchronisierte. Der menschliche Körper ist doch weit mehr eine primitive Maschine, als man so denkt.

13.03.2019 08:58 • x 3 #22


Acon

Acon

466
663
Lieber Axel,
diese Rosskur hat auch meinen Schlafrhytmus wieder so einigermassen in den Fluss gebracht. Vorallem wichtig sind dabei wie Du schon sagtest Einschlafrituale.
bin zwar am Tag immernoch müde, schlaff und antriebslos, das liegt aber wohl an meiner Schilddrüsenunterfunktion. Hashimoto hat mich mal wieder eingeholt. Meine Dosis L-Thyroxin ist von 12,5 auf 75 nach oben geschnippt. Die Schilddrüsenwerte sind zwar besser geworden, aber noch lange nicht im positiven Bereich. Schauen wir dann mal im April was da dann rauskommt.

Liebe Grüße
Andrea

13.03.2019 10:16 • x 1 #23


Axel61

Axel61

296
3
230
Ich nehme 125'iger und das sind noch Peanuts 8) Wenn Du eingestellt bist ist das ok. Aber man muss mindestens einmal im Jahr kontrollieren.

14.03.2019 10:35 • x 1 #24


Rosa_bird

5
2
3
Zitat von JaninaZ-87:
Ich fühle mich genauso wie du. Nicht ernst genommen von den Ärzten ect. Verzweifelt bin ich unbeschreiblich.
Ja, bei mir ist Blut,Urin und Stuhlgang in Ordnung.

Was kann ich nur machen, damit es mir endlich mal besser geht. ich könnte nur weinen.




Ich habe dir mal eine private Nachricht zukommen lassen :)

14.03.2019 13:51 • x 1 #25


MelodieSyren

MelodieSyren

14
1
15
Hallo liebe Janina,

ich kann dich SOOO gut verstehen! Mir geht es ganz genau so!

"Ich bin so traurig und verzweifelt und komme nicht voran. Ich würde Alles geben um einfach nur gesund und glücklich jeden Tag sein zu können!"

Genau das möchte ich auch! Nur glücklich sein!

Und auch ich liege nur im Bett, will nur schlafen um irgendwie die Zeit rum zu kriegen, denn sobald ich wach bin, kommen die Gedanken. Also lieber wieder Schlafen. Aber nie mal erholsam so 8 Stunden durch, sondern immer wieder nur ein paar Stunden.dann stehe ich gegen 12 Uhr Mittags auf, gegen Nachmittag wird dann wieder geschlafen, dann bin ich bis nachts um 5 wach und dann schlafe ich wieder bis um kurz vor 12.Ich habe keinen Antrieb früher aufzustehen, eher ins Bett zu gehen. Es ist alles komplett durcheinander.und ja das Bett ist auch mein bester Freund. Ich verstehe dich nur all zu gut

Gestern 02:40 • x 1 #26


Axel61

Axel61

296
3
230
Zitat von MelodieSyren:
.
Genau das möchte ich auch! Nur glücklich sein!
.


Ist genau das nicht ein zu hoher Anspruch? Mir reicht es schon keine Zustände zu haben und nicht Unglücklich zu sein. Kleinerer Brötchen backen macht weniger Stress. Kleine Tippel-Schritte führen auch zumn ziel. :wink:

Vor 10 Stunden • x 1 #27


MelodieSyren

MelodieSyren

14
1
15
Axel ja ich gebe dir Recht.
Kleine Schritte. Denn bei einer Depression ist jeder noch so kleine Pups den man macht ein Sieg. Klingt jetzt etwas doof wenn ich das so schreibe aber so ist es. Was für andere ein Klacks ist, ist für jemanden der depressiv ist ein echter Sieg.

Und ja, mit glücklich sein meine ich einfach nicht mehr ständig und immer unglücklich sein. Einfach mal genießen, fröhlich sein, Spaß haben. Und mich nicht ständig schlecht fühlen, runter ziehen und weinen.

Vor 10 Stunden • x 1 #28


JaninaZ-87


19
2
1
Liebe Melodie.
Dein Text könnte ich geschrieben haben. Genauso geht's bei mir auch. Einfach ein Alptraum.
Und ich hänge seid 5 Jahren so und ich finde keine Lösung. Therapien, Psychopharmaka s ausprobiert. Nicht für n Dauerhaften Erfolg.

Vor 10 Stunden • #29


MelodieSyren

MelodieSyren

14
1
15
Das gibt es doch nicht Janina.
Es muss so scheußlich und grausam sein dass seit 5 Jahren immer wieder durchzumachen.Das tut mir echt so leid für dich! Das hat niemand verdient sowas.

Hast du denn Freude oder Familie bei denen du dich einfach mal fallen lassen kannst? Menschen aus deinem Umfeld die dir mal helfen? Oder die mit dir einfach mal einen Film gucken - muss ja nicht ins Kino gehen sein oder so, einfach zuhause, DVD gucken, Netflix usw. Einfach dass du mal zumindest ein bisschen Spaß hast für einen Augenblick.

Ich bin froh dass ich meine Freunde habe die mich mal n bisschen ablenken, die mit mir Games zocken (ich spiel gern Computer und so). Hätte ich diese Leute nicht.wow.das würde ich nicht durchstehen.

Ich hoffe wirklich du hast jemanden der dich mal auffängt. Fühl dich von mir gedrückt! Ich fang dich hier auch mal gerne auf <3 Wir sind für einander da hier =)

Vor 10 Stunden • x 1 #30




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag