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Antidepressivum Duloxetin beta statt Venlafaxin

maya60
Hallo, mein Psychiater hat völlig überraschend mein Antidepressivum Venlafaxin gegen Duloxetin beta ausgetauscht, weil Venlafaxin offenbar seit August nicht mehr geliefert wird. Keine Ahnung, ob es sich um Lieferschwierigkeiten handelt oder der Vertrieb eingestellt wird, aber jetzt habe ich völlig überraschend ein anderes Antidepressivum.

Ich war nur da, um mir ein neues Rezept zu holen.

Weil ich seit Jahren Venla gut vertrage, fragte ich natürlich die Sprechstundenhilfe, ob man denn so ohne weiteres so umsteigen kann und ob die Wirkweise und Dosierung die gleiche sei.
Sie sagte, das sei die Anweisung vom Doc und sie musste ihn nur noch fragen, wie die Dosierung umzurechnen wäre, denn statt Venlafaxin 225 mg nehme ich jetzt Duloxetin beta 90 mg, also das ist schon eine ganz andere Konzentration und damit Handhabung, vor allem auch, weil es Duloxetin beta 90 mg gar nicht als Kapsel gibt und das bedeutet, dass ich jetzt eine 60er- und eine 30er- Kapsel täglich schlucken werde, finde ich nicht so toll.

Venla ist ja ein SSNRI, also im Hirnstoffwechsel wird Seretonin und Noradrenalin künstlich "vermehrt", indem die Aufnahme der Neurotransmitter in die Zellen blockiert wird eine Zeitlang.
Ich habe den Beipackzettel von Duloxetin beta überflogen und gelesen, dass in Duloxetin es auch um die "Anreicherung" von Serotonin und Noradrenalin gehe und es waren auch dieselben Krankheitsbilder, bei denen es wirksam ist.
Außerdem sah ich, dass da keine Kontraindikationen mit meinen anderen Medis besteht und keine Unverträglichkeitshinweise für meine Allergien, das reichte mir erstmal. (Warum ich das immer selber schaue? Weil ich schonmal im Krankenhaus gelegen habe, weil Ärzte n i c h t meine Unverträglichkeiten kannten, denn ich vertrage Antibiotika bestimmter Wirkstoffgruppen nicht.)

Ich fragte die Sprechstundenhilfe noch, ob ich mit Umstellungsbeschwerden zu rechnen habe und sie meinte, was sie bisher beobachtet hätte, vertrügen viele ihrer PatientInnen Duloxetin beta sogar besser als das Venlafaxin zuvor. Ob das wohl eine psychologische Aussage war, eine Beruhigung?

Nicht, dass ich jetzt in Unruhe deshalb bin, denn ich bin so erfahren mit Nebenwirkungen, dass mich sowas nicht mehr aus der Ruhe bringt, aber es nervt mich schon, denn nach 4 Monaten akuter schwerer Depressionsepisode im Sommer und dem großen Geschenk, in diesem Jahr bisher keinen Winterblues zu haben, genieße ich die momentane relative Stabilität und habe sogar öfter richtig gute Laume und darum wäre es schon nervig, jetzt erstmal wochenlang Umstellungsbeschwerden zu bekommen. Vor allem, weil mein Antidepressiva ja hoch dosiert ist und das auch nötig ist.

Und ich habe auch noch nie gehört, dass man einfach so von einem Antidepressiva auf ein anderes umsteigen kann. Nicht, dass ich meinem Doc nicht vertraue, er ist der Beste! Und ich bin ganz offenbar auch nur eine von vielen seiner PatientInnen, die jetzt genau dieselbe Umstellung verordnet bekamen, aber trotzdem weiß ich auch, dass mir vielleicht zur Beruhigung nicht alles gesagt wurde, weil die Voreinstellung zu Medis ja auch immer wirksam ist.

Auch habe ich noch nie von diesem Duloxetin beta gehört und bin neugierig. Kennt das jemand von euch? Und wie ergeht es euch anderen, die von Venlafaxin auf ein anderes Antidepressiva umstellen müssen?

Erst hatte ich überlegt, da ich noch einige nicht beendete und noch nicht abgelaufene Packungen von Venlafaxin niedrigerer Dosierung habe, ob ich erst sie erst zuende nehme, denn ich kann sie ja so einnehmen, dass sie genau meine Dosis ergeben, aber das habe ich dann gelassen, weil sie von unterschiedlichen Firmen sind und das wäre dann womöglich auch was mit Nebenwirkungen, weil sich die Zusammensetzungen von Firma zu Firma leicht unterscheiden.
Außerdem wollte mein Doc ja jetzt, dass ich Duloxetin beta einnehme, also tue ich das brav. Auch um gemeinsam mit allen anderen Umstellern seiner Praxis jetzt unter seiner Beobachtung zu sein.

So, viele Worte jetzt dazu, aber mein Antidepressiva ist für meine beiden Erkrankungen, ADHS und chronische Depression, das entscheidende hoch dosierte Medikament und damit zentral für mein Befinden!

Ich hoffe, es gibt andere, die mir Erfahrungen schildern können.

Liebe Grüße! maya









Das war mir erstmal das Wichtigste und detailliert muss ich´s noch lesen.

20.12.2019 14:18 • x 1 #1


maya60
P.S.: Dass mein dusseliges Rechtschreibprogramm mir einige Male statt Antidepressivum Antidepressiva `reinkorrigiert hat, nehme ich jetzt echt persönlich, wo mich das doch so nervt.

20.12.2019 14:31 • x 1 #2


111Sternchen222
Hallo Maya, Venlafaxin hat einen Lieferengpass schon seit Monaten und ist nur vereinzelt aufzutreiben. Mir ist es nach der Umstellung Gott seidank bisher immer gelungen irgendwo ein letztes Packet aufzutreiben.vorher habe ich duloxetin genommen, welches leider bei mir in dieser Angstepidode keine Wirkung zeigte ich mochte das duloxetin sehr.ich weiß nicht wie dass bei ADHS 'ler so von Statten geht in Köpfchen, deshalb kann ich dir nur von meinen Duloxetinerfahrungen ohne ADHS' Köpfchen erzählen. Ich hatte einen noch besseren Antrieb als mit dem Venlafaxin, allerdings in der ersten Woche Schlafprobleme mit komischen Träumen. Meine Angst hat sich für eine Woche zunächst verstärkt. Ich hatte keine Migräne mehr unter duloxetin ( großer luxus) insgesamt unterscheiden sich sich darin , das das duloxetin ein klein wenig mehr und flotter auf das noradenalin wirkt.
Lg Sternchen und Knispel

20.12.2019 15:51 • x 1 #3


Hallo Maja,
Ich bin von Venlafaxin auf Duloxetin umgestiegen. Ich hatte beim Venlafaxin sehr hohen Blutdruck bekommen und mußte es fast von heute auf morgen weglassen. Bekam zuletzt auch 225mg. MitDuloxetinhab ich mit 30mg angefangen nach einer Woche auf 60. Nach 6 Wochen sollte ich eigentlich nochmal jeweils im 2Wochenabstand auf 70-80-90 erhöhen. Ich habe bei 80 kapituliert weil ich ganz massive Alpträume bekam. Sind dann wieder runter auf 60 .Jetzt muß ich es wieder ausschleichen, weil mein Blutdruck wieder stark anstieg.
Insgesamt war Venlafaxin bei mir zur Stimmungsauhellung sehr viel wirksamer.
Mit dem Duloxetin bin ich insgesamt nicht so zufrieden.
Aber ich würde es mal auf mich zukommen lassen. Jeder reagiert anders.
Ich wünsche dir viel Erfolg und wenig oder sogar keine Nebenwrkung bei der Umstellung.
Achso die Neunziger Dosierung gibt es aber. So viel ich weis gibt es Dosierungen in 20-30-40-60-90 und 120mg ( allerdings von verschiedenen Herstellern).
VG Phinchen

20.12.2019 17:30 • x 1 #4


maya60
Hallo Sternchen und Phinchen, danke für eure Erfahrungsberichte, die erleichtern mich sehr, denn sie zeigen ja, dass man vom einen auf das andere umstellen kann und dann, wie immer halt, individuelle Erfahrungen damit macht. Ich bin froh, dass dieses Duloxetin also nichts Seltenes ist.
Mal schauen, wenn ich es schlechter vertrage als Venlafaxin, dann kann ich nach dem Lieferengpass von Venlafaxin ja auch noch umstellen. Wenn ich es gleich gut oder besser vertrage, frage ich aber nochmal wegen 2 komischer Hauptanwendungsgebieten von Duloxetin, die überhaupt nichts mit Depression oder Angststörung zu tun haben, aber so absolut gar nichts, dass es schon absurd ist. Außer den antidepressiven und angstlösenden Wirkungen wirkt es nämlich auch noch für ein ganz anderes Krankheitsbild ständig schmerzsenkend und Harnöhrenmuskulatur-aktivierend . Das beides brauche und möchte ich ja nicht.

Das ist ja als hätte man ein Medikament gegen Husten, das außerdem noch abführend wirkt, hahaha. Wieso soll ich ständig diese beiden zusätzlichen Hauptwirkungen haben? Das kann doch nicht gut sein.

Liebe Grüße! maya

21.12.2019 01:30 • x 1 #5


111Sternchen222
Lustig Maya, das hab ich meinen Doc auch gefragt damals!
Er meinte dass kann das venlafaxin auch, ist nur dafür nicht zugelassen weil diese Zulassung Geld kostet. Also hattest du diese Zugabe vorher auch, wusstest es nur nicht und es hilft auch nur bei polyneuropathischen Schmerzen.und was gegen Inkontinenz! Lg Sternchen

21.12.2019 07:46 • x 1 #6


Hallo
Das ist eine Wirkung des Noradrenalins, das in Duloxetin etwas mehr gehemmt wird als in Venlafaxin. Ich hatte diesbezüglich allerdings keine Nebenwirkungen.
Viele Grüße Phinchen

21.12.2019 08:33 • x 1 #7


maya60
Hallo Sternchen und Phinchen, danke, auch das ist sehr beruhigend zu lesen von euch. Dieses Forum ist einfach super! Ich hatte mir auch schon gedacht, dass diese komischen 2 Hauptanwendungsgebiete des Duloxetins evtl. auch 2 der Breitbandwirkungen von Serotonin oder Noradrenalin sein könnten, denn leider wirkt die Erhöhung beider Neurotransmitter ja nicht nur gezielt antidepressiv und angstlösend, sondern überall, wo sie eben mitspielen im Hirnstoffwechsel, dadurch ja auch die ganzen möglichen Nebenwirkungen.

Es ist aber nochmal etwas ganz anderes, das nun von euch bestätigt zu lesen. Das beruhigt einfach. Danke!

Ich habe jetzt auch nach 2 Tagen Umstellung keine auffälligen Beschwerden, also wirken Venla und Duloxetin wohl wirklich auch ähnlich genug, um keinerlei Absetz- oder Einschleichprobleme zu machen.
Aber sollte Duloxetin bei mir z.B. in Einzelbereichen besser oder schlechter auf Dauer wirken, werde ich das schon merken.

Jedenfalls bin ich unheimlich froh, dass ich nicht meine hohe Venladosierung erst ausschleichen musste, um mit dem neuen zu beginnen, das wäre ja der Horror. Ich wusste gar nicht, dass man einfach so von einem Tag auf den anderen von einem Antidepressiva zum anderen umstellen kann.

Liebe Grüße! maya

Liebe Grüße! maya

21.12.2019 19:13 • #8


111Sternchen222
Zitat von maya60:
Ich wusste gar nicht, dass man einfach so von einem Tag auf den anderen von einem Antidepressiva zum anderen umstellen kann.

Innerhalb der selben Gruppe wohl kein Problem. Ich bin von duloxetin 60mg auf venlafaxin 75mg auch einfach so umgestiegen!
Lg Sternchen

21.12.2019 20:51 • x 2 #9


maya60
Liebe Sternchen, das erscheint mir auch so. Ich kann keine Umstellungsbeschwerden festmachen. Noch was dazugelernt! Ob ein Teil meiner aktuellen Migränebeschwerden und Angeschlagenheit nun mehr vom Migränewetter oder von der Mediumstellung oder von beidem kommen, kann ich echt nicht auseinanderhalten. Was äuffällig Neues ist da jedenfalls nicht dabei.

Aber was mich ja sehr erstaunt, ist, dass bei dir von 60 mg Duloxetin auf 75 mg Venla umgestellt wurde, während mein Doc von 225 mg Venla auf 90mg Duloxetin umgestellt hat. Einer von uns beiden hätte ja da derbe Entzugserscheinungen bekommen müssen, denn die Umrechnung unserer beiden Docs unterschiedet sich ja erheblich.

Wenn die deines Docs stimmen würde, bei der ganz grob über´n Daumen 60 mg und 75 mg sich nicht so groß unterscheiden, würde das aber bei meiner Umstellungsdosierung von 225mg auf 90 mg eine Dosisreduzierung von mehr als die Hälfte bedeuten, da würde es mir jetzt furchtbar gehen bei einem so hoch wirksamen und hoch dosierten Ausgangsmedikament, das für seine Absetzprobleme bekannt ist. Mir geht es aber nicht furchtbarer als vor der Umstellung.

Ich habe mir nämlich nach der Umstellung meines Docs so über den Daumen gedacht, dann muss 30 mg Duloxetin in etwas 75 mg Venlafaxin entsprechen, 6o mg D dann 150 mg V und 90 mg D dann 225 mg V.
Wenn das aber stimmt, müsste es dir bei der Umstellung grässlich gegangen sein. Oder ist mein Duloxetin beta ein anderes als dein Duloxetin ohne beta dahinter?

Ich habe keine Entzugserscheinungen. Hattest du welche?

Übrigens fände ich es auch besser, ich hätte Duloxetin in der 90er Einzelkapsel verschrieben bekommen, rein aus psychologischer Sicht, aber ich nehme nun eben eine 60er und eine 30er Kapsel täglich, wahrscheinlich hätte ich bei der 90er mehr zuzahlen müssen? Ich frage nächstes Mal gleich beim Doc.

Liebe Grüße! maya

27.12.2019 04:22 • #10


111Sternchen222
Zitat von maya60:
Ich habe keine Entzugserscheinungen. Hattest du welche?

Es ging mir grässlich, deshalb haben wir nach 2Wochen das Venlafaxin auf 150 erhöht.
Zitat von maya60:
wahrscheinlich hätte ich bei der 90er mehr zuzahlen müssen?

Genau so ist es!
Zitat von maya60:
Oder ist mein Duloxetin beta ein anderes als dein Duloxetin ohne beta dahinter?

Nein, das Beta bezeichnet nur die Firma. Ich hab jetzt lustigerweise Venlafaxin Beta!
Lg Sternchen

27.12.2019 10:14 • #11


Richtig das Beta hinten dran hat nix zu sagen. Es ist der selbe Wirkstoff sowohl bei duloxetin auch bei venlafaxin.

27.12.2019 10:41 • #12


maya60
Zitat von 111Sternchen222:
Es ging mir grässlich, deshalb haben wir nach 2Wochen das Venlafaxin auf 150 erhöht.
maya: Ja logisch ging´s dir grässlich, dir fehlte ja die Hälfte der Wirkung von vorher.


Genau so ist es! maya: Danke für die Info!


Nein, das Beta bezeichnet nur die Firma. Ich hab jetzt lustigerweise Venlafaxin Beta! maya:
Lg Sternchen


Danke für all die wichtige Info und den Austausch, liebe Sternchen und bones! Liebe Grüße! maya

27.12.2019 11:01 • #13


maya60
Ich nehme nun seit 14 Tagen Duloxetin 90 mg statt Venlafaxin 225 mg zuvor ein. Bis auf einige Nebenwirkungen wie Übelkeit und Kreislaufstörungen, die meine Migränezeit, die ich schon vorher hatte, noch überdauerten und anders als bei Migräne waren, habe ich keine Probleme damit gehabt.
Vor allem, und da bin ich sehr sehr dankbar für, hatte ich keinen Stimmungseinbruch wie ich sie immer habe, wenn ich neue Antidepressiva anderer Wirkungsgruppen beginne oder welche höher dosiere. Das war ein echter Segen!

Genauso tief dankbar bin ich aber euch allen, die mir hier ihre Erfahrungen geschildert haben und meine Fragen und Gedanken mit mir diskutiert haben. So hoch dosiert wie ich mein Antidepressivum brauche, kann ich mir damit keine Experimente erlauben und weil ich weder zuvor von Duloxetin gehört hatte noch davon, dass man von einem Antidepressivum zu einem derselben Wirkungsgruppe umstellen kann, war ich beunruhigt.
Ich habe bislang nur einen Wechsel zwischen 2 Wirkungsgruppen erlebt und daher gedacht, man müsse vorher den alten Wirkstoff abgebaut haben, bevor man mit einem neuen beginnt. Das allerdings wäre bei mir bei der hohen Dosis, die ich brauche, gar nicht möglich gewesen bzw. nur in der Klinik mit deren medizinischen Kompensationsmöglichkeiten.

Einerseits vertraue ich meinem Doc, auf der anderen Seite hat sich in meinem Leben und auch besonders bei meinen hohen Unverträglichkeitsanfälligkeiten immer schon erwiesen, dass mein Mittun den Behandlungserfolg soviel besser macht, dass ich sehr gut zu jeder Zeit verstehen muss und den Fachleuten beschreiben muss, was wie läuft, denn mein Leiden, meine Schmerzen bekamen natürlich nicht meine Ärzte und Psychotherapeuten heraus, sondern ich selber, wenn es um Ursachenforschung und um Wirkungsdetails im psychisch-emotionalen Bereich geht.
Da arbeiten wir in dem Maße gut zusammen wie ich für mich genau beschreibe und die Fachleute dann bescheid wissen und mich fachlich behandeln.

Diesmal ging das Ganze aber zwischen Tür und Angel, weil ich nur ein neues Rezept brauchte und von der Sprechstundenlhilfe an der Rezeption dann gesagt bekam, dass und warum es nun eine Umstellung wegen Lieferengpässen von Venlafaxin gebe.
Gottseidank kam der Doc gerade zum Aktenchecken nach vorne, als ich nach der Umrechenweise meiner hohen Dosierung fragte und er selber rechnete das dann um. Und zum Glück richtig!

Denn, und das fand ich durch die Diskussionen hier im Thema heraus, es gibt im Internet eine Umrechentabelle eines Psychiaters, die fehlerhaft ist Nach der Umrechentabelle im Internet entsprächen 90 mg Duloxetin 120 mg Venlafaxin, während mein Doc meine 225 mg Venlafaxin auf 90 mg Duloxetin umstellte.

Hätte die Sprechstundenhilfe (oder mancher Doc) womöglich in diese Tabelle geschaut, dann ginge es mir jetzt grauenhaft, denn dann wäre meine Antidepressivumsdosierung von einem Tag auf den nächsten erheblich reduziert worden. Das wäre für mich ein Absetzungs-Horror geworden, während ich mich jetzt emotional und psychisch stabil erlebe nach der Umstellung.

Also bin ich wirklich so dankbar für unseren Erfahrungsaustausch hier im Forum und kann auch nur immer wieder betonen wie wichtig er ist, obwohl wir keine Fachärzte sind, aber Betroffene. Und wenn sich Fragen an die Fachärzte durch unsere Diskussionen hier ergeben, die Schmerzen und Leiden vermeiden helfen, umso besser.

Liebe Grüße! maya

03.01.2020 13:58 • x 2 #14


maya60
Nach 3 Wochen Wechsel und abgeklungener Eingewöhnungsübelkeit kann ich die Spreu vom Weizen unterscheiden und habe den Eindruck, dass ich weniger verpennt bin von Duloxetin als von Venlafaxin. Ich bin wacher, brauche weniger Schlafstunden an einem Stück, bin auch nach durchwachter Nacht fitter und habe mehr Antrieb. Also scheint mir die Noradrenalin-Betonung gut zu tun. Prima! Dann hat mir die Arzthelferin doch nicht einen vom Pferd erzählt, um mich zu beruhigen, als sie sagte, einige würden sich sogar besser fühlen mit Duloxetin. Ist ja schön.
Sternchen, hattest du nicht auch geschrieben, mehr Antrieb mit Duloxetin gehabt zu haben? (Aber dass es eben nicht Angstlindernd leider war.)

Liebe Grüße! maya

09.01.2020 20:09 • #15





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