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Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier und hab was auf dem Herzen.
Ich habe ca. 10 Jahre Fluoxetin genommen ohne erkennbare Nebenwirkung.
da ich aber nicht das Gefühl hatte, dass es mir wirklich besser geht, habe ich meinen Psychiater nach neueren Medikamenten gefragt. daraufhin habe ich für ca. 1 Jahr Escitalopram genommen.
Leider fing damit eine sehr unangenehme Schwitzerei an.
Nachdem ich verschiedene Ursachen ärztlich ausgeschlossen habe (z.B. Wechseljahre), hat mich mein Psychiater auf mein bitten hin auf Fluoxetin zurück gestellt.
Das Schwitzen ging aber leider nicht mehr weg.
Seit ca. einem Jahr hab ich den Psychiater gewechselt.
Außerdem habe ich im Februar 2018 eine Verhaltenstherapie begonnen (eine spürbare Verbesserung kann ich dadurch leider bisher nicht feststellen).
Meine neue Psychiaterin hat mich zwischenzeitlich auf 60mg Duloxetin und 150mg Elontril eingestellt.
Allerdings hat auch das bisher nicht gegen meine bleierne Müdigkeit und Antriebslosigkeit geholfen.
Das Ganze wurde durch den Tod eines geliebten Menschen im Mai 2017 noch viel schlimmer. Bis dahin habe ich immer wenigstens funktioniert, aber seither wird auch das immer schwieriger bis unmöglich.
Den Grund für meine extreme Müdigkeit suche ich allerdings bereits seit 10 Jahren ohne Erfolg. In der Zwischenzeit hatte ich mal 35kg abgenommen, aber auch da war es nicht besser, jetzt habe ich aber leider wieder 40kg zugenommen, was natürlich die Gesamtsituation auch nicht verbessert.
Leider konnte man hier bisher nur einen Vitamin B12 Mängel feststellen. Da wird mir aber schon seit Jahren ca. alle 3 Monate gespritzt.
Neu ist jetzt die Diagnose einer Schlafapnoe, allerdings bisher nur durch das mobile Gerät zuhause, der Besuch im Schlaflabor steht noch aus.
Zwischenzeitlich habe ich auch noch Bluthochdruck und muss auch dagegen Medikamente einnehmen.
Um meinen Körper weniger zu belasten habe ich letzten Monat die Pille abgesetzt. Zumal ich diese in den letzten Jahren eigentlich nur wegen der Angst vor der Hormonveränderung genommen habe.
Abgesehen von der Müdigkeit und Antriebslosigkeit empfinde ich das Schwitzen als extreme Belastung.
Ich gehe nur gemütlich auf einer ebenen Fläche spazieren und mein Shirt ist nass durchgeschwitzt (nicht nur unter den Armen, sondern auch der komplette Rücken und unterm Brust, außerdem am gesamten Kopf).
So bin ich absolut nicht gesellschaftsfähig.
Wenn ich beruflich Termine habe, dann ist das überaus peinlich.
In meiner Not habe ich meiner Psychiaterin letzte Woche Fotos meiner Kleidung geschickt und wir hatten am nächsten Tag ein Gespräch bei dem sie vorschlug die Duloxetin am folgenden Tag direkt komplett wegzulassen.
Kein Ausschleichen sondern direkt komplett auf Null.
Nun nehme ich sie seit 3 Tagen nicht mehr. Bisher merke ich keinerlei Veränderung.
Hat jemand Erfahrungen gemacht, ob die Nebenwirkungen - also in meinem Fall das starke Schwitzen - nach dem Absetzen auch wieder verschwinden?
Und wie lange dauert das?
Nach dem Umstellen von Escitalopram zurück auf Fluoxetin ist es nicht mehr verschwunden.
Eigentlich sollte das Elontril demnächst abgesetzt werden wegen meinem Bluthochdruck, aber das ist jetzt erstmal hinten angestellt.
Aktuelle Medikamente:
Elontril 150mg 1 - 0 - 0
L-Thyroxin 100 1 - 0 - 0 (Schilddrüsenunterfunktion/ Hashimoto)
Candesartan 32mg 1 - 0 - 0
Anstehende Untersuchungen:
Kardiologe
Schlaflabor
Endokrinologe
Sorry, dass mein Text so lang wurde, ich hoffe irgendjemand hat eine Antwort oder Idee für mich.
Liebe Grüße