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Angstlich vermeidende & selbstunsichere Persönlichkeitsstörung

David Spritz

David Spritz

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Mir kam gerade beim Rauchen auf der Dachterrasse wieder so ein interessanter Gedanke, den ich gerne für mich festhalten und auch der Nachwelt zur Verfügung stellen möchte:

Kennt Ihr die Geschichte vom kleinen Zirkuselefanten? Es war einmal ein kleiner Zirkuselefant, der noch sehr jung und ungestüm war. Er war noch zu klein, um mit den großen Elefanten in der Manege aufzutreten. Damit er während der Auftritte seiner Mutter nicht durch die Gegend läuft, hat man ihm ein Seil um den Hals gebunden und dieses mit einem Pflock in der Erde befestigt. Egal, wie sehr sich der kleine Elefant bemüht hat, sich zu befreien, er war zu schwach. Schließlich sah er ein, dass es keinen Sinn hat, es weiter zu versuchen, und folgerte daraus, dass er zu schwach sei, den Pflock aus der Erde zu reißen und sich zu befreien. 10 Jahre später: Der Elefant ist inzwischen ausgewachsen. Trotzdem wird er immer noch mit dem gleichen alten Pflock angeseilt und unternimmt auch jetzt keine Versuche, sich zu befreien. Er weiß ja, dass er zu schwach ist und es keinen Sinn hat, es zu versuchen. Also bleibt er angeseilt und verzichtet auf seine Freiheit, obwohl er 3 Tonnen wiegt, die Kraft von 10 Männern hat und es ihm objektiv betrachtet ein Leichtes wäre, den Pflock aus der Erde zu ziehen.

Und die Moral von der Geschicht: Was Du glaubst, über Dich und die Welt zu wissen, muss nicht unbedingt heute noch gültig sein. Die Randbedingungen können sich mit der Zeit verändern, und es lohnt sich, von Zeit zu Zeit seine Überzeugungen zu hinterfragen, ob sie weiterhin Gültigkeit haben.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Mit 20 Jahren bin ich bei meinen Eltern ausgezogen. Ich hatte keine Wohnung, keinen Job und keine Kinder. Ich hatte aber den Gedanken in meinem Kopf: Ich muss es schaffen. Heute bin ich 38, habe eine schöne Wohnung, einen gut bezahlten und interessanten Job und 2 süße Kinder. Objektiv betrachtet müsste ich jetzt den Gedanken haben: Ich habe es geschafft. Hab ich aber nicht. Ich denke immer noch: Ich muss es schaffen. Aber was genau muss ich überhaupt schaffen? Und wer sagt es mir, wenn dieser Zustand erreicht ist? Wie lange soll ich darauf warten, dass jemand mich anspricht und zu mir sagt: Mein Junge, Du hast es geschafft. Ich bin stolz auf Dich.? Das wird nicht passieren. Das kann ich nur selbst.

Ich frage bei so was immer gerne mein Herz, das in ständiger Verbindung mit der Existenz (Gott) steht und sehr gut zwischen wahr und unwahr unterscheiden kann. Dazu schließe ich die Augen, konzentriere mich auf die Mitte meiner Brust und sage mir zwei Sätze. Einer der Sätze ist das Gegenteil des anderen, die Sätze müssen aber ohne kein oder nicht formuliert sein, weil das Herz diese Wörter nicht versteht. Ich sage mir also zuerst: Ich habe es geschafft. In meinem Herzen fühlt es sich dann weit, weich und warm an. Dies muss also die Wahrheit sein. Anschließend mache ich die Gegenprobe und sage mir: Ich muss es schaffen. In meinem Herzen fühlt es sich eng, hart und kalt an. Dies muss also unwahr sein.
Was bedeutet das jetzt für mich? Es bedeutet, ich muss mir keine Sorgen mehr machen, ich habe es bereits geschafft.

16.02.2012 14:46 • #31


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Pyxidis

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Hallo David,

bitte gib die Quelle an, wo Du die Geschichte mit dem Elefanten her hast.Es ist ja nicht Deine eigene und Du und wir könnten sonst Probleme bekommen.

Viele Grüße
Scorpio

16.02.2012 16:25 • #32



Hallo David Spritz,

Angstlich vermeidende & selbstunsichere Persönlichkeitsstörung

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David Spritz

David Spritz

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Hat mir mal jemand erzählt. Ich hab sie hier in eigenen Worten wiedergegeben.

17.02.2012 16:57 • #33


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Pyxidis

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Die Geschichte mit dem Elefanten stammt von Jorge Bucay Komm ich erzähl dir eine Geschichte.

Viele Grüße
Scorpio

20.02.2012 09:28 • #34

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