Hi @Charly9233 ,vielleicht kann ich dir in einigen Punkten etwas weiterhelfen.
Zitat von Charly9233:Wohnung? Na ja, wenn man etwas Bezahlbares findet. Allerdings möchte ich nicht einfach irgendeine Wohnung haben – ich möchte ein Zuhause haben. Danach sehne ich mich. Ein Zuhause, wo ich zur Ruhe kommen kann, wo ich Frieden finden kann.Natürlich suche ich weiter Wohnungen, aber mit SGB XII ist das leider ein bisschen eingeschränkt. Und ich habe Angst, wieder eine Wohnung zu finden und dann wieder mit Terror-Nachbarn leben zu müssen.
...
Eine gute Bekannte von mir hatte ein ziemlich ähnliches Problem; und hat über eine "spezielle " Wohnungsbaugesellschaft tatsächlich ziemlich zeitnah eine Wohnung gefunden; mit der sie wirklich glücklich war.
Sie fühlte sich auch terrorisiert; in ihrem Fall speziell von - einer - Nachbarin.
Vielleicht kannst du bei den Stellen/ Personen die du kennst ( wie in der psychologischen Beratung, der ambulanten Wohnbetreuung zum Beispiel) ja mal diesbezüglich nachfragen; ob es so eine Wohnungsbaugesellschaft z.B. in deiner Gegend gibt.
Zitat von Charly9233:Kleine Information dazu: Ich habe sechs Jahre lang in einer Wohnung gewohnt, in einem Sechs-Parteien-Haus. Die Nachbarn waren super, bis sie alle Stück für Stück ausgezogen sind. Dann sind neue Nachbarn eingezogen, die Terror gemacht haben. Sie waren bis drei Uhr morgens laut – richtig laut. Ich habe Lärmprotokoll geschrieben, ich habe Tonaufnahmen gemacht, und der Vermieter – sogar eine Genossenschaft – hat mir nicht geholfen.Wenn ich die Nachbarn um Ruhe gebeten habe, weil ich am nächsten Tag arbeiten musste und auch gerne mal schlafen wollte, standen teilweise zehn Leute vor mir und haben mir deutlich gemacht, dass ich nichts zu sagen habe. Mir wurde sogar Gewalt angedroht.Darüber hinaus war es leider kein lokales Problem, sondern schon fast flächendeckend. Ich bin zum Gespött der ganzen Nachbarschaft geworden. Alle haben sie mich ausgelacht und über mich gelästert. Das klingt alles unrealistisch, aber es ist leider so passiert. Der Vermieter hat mich nicht ernst genommen. Selbst die Polizei konnte mir nur eingeschränkt helfen.Bis ich daran zerbrochen bin. Und dann musste ich die Wohnung aufgeben, weil ich das aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geschafft habe....
Zu dieser Passage kann ich aktuell sagen, dass ich .... so etwas "ähnliches" vor gar nicht so langer Zeit erlebt habe. Also Nachbarn, die wirklich sehr laut waren, und trotz wiederholter Gespräche scheinbar ziemlich "uneinsichtig". Es ging hier z.T. auch nächtelang so.
Das, war letztlich " geholfen" hat; war als ich dem Hausverwalter eine Mietminderung mitgeteilt hatte, und diese auch " durchgezogen".
Dazu hatte ich mich bei meinem Mieterverein beraten lassen von einem Rechtsanwalt, der mir diese Vorgehensweise angeraten hat.
Damals habe ich auch nicht geglaubt, dass es wirklich funktioniert; das hat es aber.
Dazu muss ich sagen, dass ich - trotz gesundheitlicher Beschwerden- einen Frühtermin wahrgenommen habe beim Mieterverein. Ich war nah dran, dass doch nicht zu tun, da es mir wirklich sehr schwer fiel. Es hat sich aber- letztlich- für mich gelohnt.
Übrigens war hier auch ca 3x die Polizei da; und es hat auch "kaum" was gebracht, auf Dauer.
Zitat von Charly9233:Und ich habe Angst, wieder eine Wohnung zu finden und dann wieder mit Terror-Nachbarn leben zu müssen...
...
Vielleicht hilft die meine Schilderung oben dir die Angst davor zu nehmen, dass es -immer- so laufen muss.
Es kommt wirklich auf viele Faktoren an; und na ja, man muß sich vielleicht auch manchmal selbst in Erinnerung rufen, dass das Leben nicht immer so läuft, wie das eigene Gehirn "glaubt"....
Zitat von Charly9233: Ich bin Christ, sogar streng gläubig...
also, ich finde , das kann ein großer Vorteil für dich sein, für deine gesamte Situation.
Mir selbst hat mein Glaube in den heftigsten Momenten wirklich sehr geholfen.
Allerdings habe ich selbst ziemlich lang gebraucht zu einem Glauben zu finden, der wirklich " trägt".
Dazu möchte ich - der Vollständigkeit halber

- auch erwähnen, dass ich einige Jahre älter bin als du.
Zur Zeit beschäftige ich mich - auch - mit dem Christentum; da ich eine Gemeinde gefunden habe, die ziemlich gut zu mir passt ; auf einer Ebene. Möchte hier aber nicht zu sehr ins Detail gehen.
Nur, was ich " gelernt" habe, ist, dass der Austausch mit anderen Gläubigen wirklich wichtig, und z.T essenziell ist, um den Glauben zu festigen.
Weiss nicht, ob du schon in die Richtung eingebunden bist; falls nicht, wäre es evtl. eine Möglichkeit dich ggf. -auch -gegenüber Leuten abgrenzen zu können, die mit dem Thema Religion nicht wirklich etwas anfangen können.
Jedenfalls, zu dem was du diesbezüglich geschildert hast, finde ich, dass wenn Menschen über einen bestimmten Glauben spotten oder sogar diesen durch den "Dreck " ziehen, sagt das eher etwas über sie selbst aus als über dich.
Menschen , die mit ihrem Glauben, bzw. Nicht-Glauben bzw. Leben zufrieden sind, haben es bestimmt nicht nötig andere Glaubensrichtungen durch den Dreck zu ziehen.