Angst vor Chef und Arbeit - Burnout / kraftlos - was tun?

Anima

Anima
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Da ich seit Monaten für mind. 2 Personen arbeite, bin ich jetzt im BurnOut. Dazu kommt, dass ich eine chronische Frauenkrankheit habe, die mir ebenfalls derzeit starke Probleme bereitet. Fazit: Die Depression greift zu.

Dauernd habe ich versucht, mich nicht krank schreiben zu lassen. Mein Chef ist ein Choleriker und ich weiß, was er hinter meinem Rücken schon für Anstrengungen gegen unternommen hat, dass ich beruflich auch nicht weiter komme. Ich fühlte mich dazu verpflichtet, Stärke zu zeigen. Jetzt klappt es nicht mehr. Meine Kollegen lasse ich ungerne im Stich, aber ich habe so starkes Misstrauen gegenüber meinem Chef. Mit dem Betriebsrat habe ich gesprochen, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass niemand mir wirklich glaubt. Dauernd werde ich beruhigt und hingehalten. Damit hat auch mein Chef ständig freie Fahrt: Versprechungen, die nicht eingehalten werden, irrsinnige Maßregelungen, die verunsichern (um dann zu sagen: Ach, Sie sind eh zu unsicher usw.).

Mit meinem Arzt habe ich darüber gesprochen, dass evtl. auch ein Amtsarzt eingeschaltet werden könnte, wenn ich mal länger ausfalle. Die Amtsärztin habe ich mal kennengelernt, hat aber mehr den Eindruck eines "Roßdoktors" hinterlassen.

Ich spüre, dass mein Limit erreicht ist, das Grübeln, die Schmerzen, dazu noch Mangelerscheinungen hoch zehn. Ich habe Angst vor einer cholerischen Attacke meines Chefs - was kann ich dann tun? Er hält mich doch sowieso für unfähig...Dafür habe ich manchmal so viel Arbeit auf einmal (arbeite im Dienstleistungsbereich und Kde. hat mir schon vorgeworfen, ich hätte anscheinend kein Interesse zu arbeiten, weil ich zwei statt einem Tag gebraucht habe). Ich habe auch Angst vor dem Arbeitsaufwand und dem Druck.

Im Augenblick sehe ich keinen Ausweg. Lasse ich mich krankschreiben, dann gibt es Ärger - tue ich es nicht, dann streikt mein Körper. Kann man mir irgendwas zur Last legen? Mir fehlt es gerade an Kraft und Übersicht.

Anima

#1


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orchideen
Gast

Hallo Anima, ich bin erst neu hier und habe mich gerade bei Dir durchgelesen.
Mir geht es an meiner Arbeitsstelleauch so, nur habe ich die Chefin direkt (d.h. sie führt das Hotel meistens vom Telefon,ist nur sporadisch im Hause) vor mir.
Sie ändert gerne den Dienstplan während der Arbeitswoche bzw. wir bekommen ihn oft erst Sa oder So für die kommende Woche.
Entscheidungen trifft sie nicht wirklich, sie weicht gerne aus.
Als ich Termin zur Psychotherapie hatte, mußte ich absagen, weil sie mir kurzerhand den Plan änderte.
Sie versteht nicht dass ich nicht die einzige Patientin bin u. ich mich auch nach dem Terminkalender des Psychologen richten muß.
Sie setzt mich am Empfang ein, wenn es ruhig ist. Aber ich kann da nur die Reservierung aufschreiben,muß die Gäste mit der
Bearbeitung bzw. Preisnachfragen auf den nächsten Tag vertrösten.
Ich arbeite normal auf der Etage, wir haben 54 Zimmer, dafür stehen Ich als Vollzeitkraft u. 1 K als 20 Std. Kraft zur Verfügung.
Bei voller Belegung geht eine K , die erst im Frühstücksservice ist ab 11 Uhr bis 15.30 Uhr auf die Etage.
Vor 2 Jahren bin ich auf der Etage zusammen gebrochen, wurde ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht.
Dadurch hat sich aber an der Arbeitsstelle nichts geändert, im Gegenteil.
Ich versuche mit der Chefin am Telefon oder wenn sie mal im Hause ist, ein Gespräch zu führen was nicht möglich ist.
Sie weicht mir mit den Antworten aus oder vertröstet mich. So nach dem Motto erst mal verschieben, dann wird´s vll. vergessen.
Wenn sie dann immmer noch nicht aus der Sache rauskommt, schickt sie ihren Mann vor ( war ein hohes Tier in der Politik)um seine Macht auszuüben.
Nach mehreren Versuchen habe ich einen Anwalt eingeschaltet, der erst einen Brief schrieb u. der Kontakt solle über den Anwalt ausgetauscht werden..
Das Ergebnis daraus, ich wurde zu ihren Mann zitiert, der mich fragte ob ich auch diesen Brief bekommen habe.
Warum ich nicht mit seiner Frau über die Angelegenheit sprechen würde.
Ich habe ihm gesagt, dass ich das getan habe , sie aber die Sache auf sich beruhen läßt bzw. sich nicht in der Entscheidung äußert.
Anschließend kam die Chefin dazu, er fragte nach u. sie wich wieder aus.
Letztendlich ergriff aber ihr Mann Partei von ihr u. machte mich so fertig,( er schrie mich an, setzte mich unter Druck, ich bräuchte keinen Anwalt einzu schalten, das macht man persönlich isw.mehr dass ich mich anschließend nicht mehr in der Lage sah, den Heimweg mit meinem Auto anzutreten.
Ich rief bei meiner Tochter an, um mich abzuholen.
Mein Schwiegersohn war am Telefon u. sagte meine Tochter kann mich in 2 Std.abholen,weil sie im Training ist u. das Auto hat. Ich wartete in meinem Auto, mir schnürte es den Brustkorb zu u. ich fror, bis meine Tochter mich abholen konnte.

Mittlerweile ist das Arbeitsverhältnis so angespannt, dass ich mich arbeitssuchend am AA gemeldet habe u. der Arzt die Formulare ausfüllte, damit ich kündigen kann ohne eine Sperre vom AA zu bekommen.
Ich war im Okt. fats 5 Wochen krankgeschrieben u. dann vom 30. Nov.-21. Dez. nochmal.
Ich wurde zum MDK von der Chefin vorgeladen.
Dann bekam ich Kontrollanrufe u. den Anruf vom Mann meiner Chefin.
In dem Anruf erfuhr ich ,das die K nicht mehr mit mir zusammen arbeiten möchten, die Chefin auch nicht u. er mir mit dem
Aufhebungsvertrag kam.
Ich entgegnete, das ich mich darauf nicht einlasse, bevor ich mich erkundigt habe, was er mir für Haken einbauen kann.
Ich habe jetzt wieder einen Anwalt eingeschaltet, wegen der Eigenkündigung, Mobbing u. noch nicht gezahltem Urlaubsgeld.
Die Chefin bekommt den Brief heute u. ich habe schon wieder Angst, dass ich wieder so fertig gemacht werde.

Das ist ziemlich viel aber nur grob umrissen, weil es würde den Rahmen sprengen.
LG orchideen

08.01.2010 14:39 • #17


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Hallo Anima,

Angst vor Chef und Arbeit - Burnout / kraftlos - was tun?

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orchideen
Gast

Liebe Anima ich muß eine NR an der Arbeitsstelle angeben, weil ich meine Handy nr nicht geben wollte, Gott sei Dank habe ich das nicht gemacht, gab ich die Festnetznr. an, wegen Der Box.

Ich vermute dass die SHG evtl. über den Weihnachtsmarkt ging, weil es das letzte Treffen im alten Jahr war,
anders kann ich mir das auch nicht erklären.
Ich werde aber vor dem nächsten Treffen telefonisch abklären ,ob es stattfindet.
Ich habe im Dez. einiges Geld ausgegeben das ich nicht wollte, weil ich nunmal über den Weihnachtsmarkt gebummelt bin
u. einen Geschäftebummel machte zum aufwärmen.
Ich bin seit Juni 2008 in psychotherapeutischer Behandlung
nehme Citalopram 30mg
habe am 20. Jan. den ersten Termin beim Psychiater, davor habe ich etwas Angst.
Am 9. März beginnt meine psychosomatische Kur in Bad Schwalbach,die wurde für 4 Wochen genehmigt. Evtl. bekomme ich noch Verlängerung, das entscheidet sich aber vor Ort.
Das ist meine 1. Therapie u. die 1. Kur in meinem Leben.
Ich gehe seit dem 22. DEz.09 wieder arbeiten. Weil ich nur Spätdienst hatte, war es einigermaßen erträglich.
Morgen u. Übermorgen habe ich Etagendienst von 8-16.30 Uhr, da merke ich heute schon wieder die Nervosität, das der Darm wieder rebelliert, Bauchschmerzen u. das innere Zittern.

Mein Hausarzt darf mich lt. MDK nicht mehr auf Depression krankschreiben, hat mich das letzte mal auf Rücken krankgeschrieben.
Deshalb hat er mir auch sofort die Überweisung zum Orthopäden ausgestellt,der mich noch 2 Wochen weiter arbeitsubfähig
schrieb.
Da kam dann wieder die Vorladung zum MDK.
Mir bleibt nur noch der Weg zum Psychiater.
Da ich mich wieder in einem Hotel beworben habe u. am Mi das Vorstellungsgespräch hatte, dachte ich ich komme da raus.
Ich mußte aber fairnesshalber sagen dass ich eine Kur bekommen habe, weil die Stelle FEB / MRZ zu besetzten ist, also
war das wohl das AUS.
Ich bekam heute die tel. Absage.
Das einzige was ich noch machen kann , ist selbst zu kündigen.
Das AA hat auch schon die Formulare u. das Attest meines Hausarztes.
Ich darf in meinem Fall selbst kündigen ohne eine Sperre zu bekommen.
Das ist lt. Anwalt die alllerletzte Lösung.
Ich werde dieses Jahr 55 Jahre u. da sieht es mit der Arbeit nicht mehr gut aus.Mein Verdienst ist nicht berauschend, dann noch der Verlust bei Arbeitslosengeld ....
Ich bin aber schon so weit dass ich mir sage, die Gesundheit geht über alles.
Ich hatte nämlich in der Adventszeit so einen Tiefpunkt, dass sich das 1. Mal Gedanken äußerten, nicht mehr weiter zu leben u. zu kämpfen.
Ich habe es irgendwie mit Hilfe aus der Familie, die mir aus dem Internet eine Ambulanz-Klinik gaben, wo ich Kontakt aufnahm. Sie hatten keinen Platz für mich u. ich mußte zusagen, mich in die LWL- Klinik zu begeben, falls die Gedanken
wieder bzw. verstärkt kommen. LG orchidee

08.01.2010 22:27 • #21


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Löckchen73
Liebe Anima

Es ist natürlich immer schwierig jemandem zu raten was das beste für dich ist.

Ich denke bevor du ganz zusammen klappst solltest du dir deine Auszeit nehmen.Denn du hängst ja eh schon am limit.

Du solltest Kraft tanken und dich wieder aufpäppeln.

Dein Chef wird so weitermachen.

Ich finde es traurig das der Betriebsrat dich so hängen lässt

#2


M
Hallo Anima,

verhält sich dein Chef nur dir gegenüber so oder auch den Kollegen gegenüber ? Denn, wenn ihr gemeinsam euch beim nächsthöheren Vorgesetzten beschwert, müßte von dieser Seite etwas unternommen werden.

Sollten deine Kollegen dazu nicht bereit sein, brauchst du micht das Gefühl zu haben, sie im Stich zu lassen, wenn du dich krankschreiben läßt, denn es hilft dir ja schließlich auch keiner.

Ich weiß wovon ich spreche, hatte auch jahrelang einen cholerischen Chef, bis ich mich mit Kollegen an nächsthöherer Stelle gewandt habe und der Choleriker wurde fristlos entlassen.

Was für einen Ärger sollte es geben, wenn du dich krankschreiben läßt ? Wenn du krank bist, dann bist du krank und solltest nicht warten, bis du total zusammenbrichst.

Schöne Grüße
mag

#3


Löckchen73
Zitat von mag:
Was für einen Ärger sollte es geben, wenn du dich krankschreiben läßt ? Wenn du krank bist, dann bist du krank und solltest nicht warten, bis du total zusammenbrichst.


Genauso sehe ich das auch.

#4


Anima
Der verhält sich in erster Linie mir gegenüber so bescheiden. Ich weiß durch die Blume, dass er was gegen Frauen hat, aber Beweise....Er ist in ein paar Jahren in Rente, sein Vorgesetzter war mal ein richtig guter Freund von ihm - der wird nichts gegen ihn unternehmen.

Ich habe immer mehr gekonnt fachlich als meine männlichen Kollegen, aber nur ich habe keine Gehaltserhöhung bekommen und jetzt heißt es, dass ich halt nicht belastbar bin. Egal, wie man es dreht und wendet, ich habe den schwarzen Peter.

Realistisch gesehen kann ich die Arbeit für 2 nicht auf Dauer bewältigen. Ich bin krank geworden und manchmal bin ich so unten, dass ich mich schon vom Leben verabschieden wollte. Z. G. habe ich zuhause Haustiere, die mich brauchen (und ich im Augenblick wohl sie).

Mir fehlt wohl der Punkt an dem ich mir sagen kann: Jetzt bist Du krank! Immer wieder glaube ich, dass ich einfach nur hypersensibel bin.
Meine Rechtsschutzversicherung habe ich mir angesehen, zumindest ist Arbeitsrecht mit abgedeckt. Ich hebe sämtliche Mails auf...

Ich stecke ein wenig in der Sackgasse, weil mir die Kraft fehlt...

Anima

#5


Albarracin
Experte

#6


Anima
Ich bin etwas durcheinander und habe deswegen mein anderes angefangenes Thema "eingefügt", vor allem betrifft es meinen letzten Beitrag.

Länger war ich krank geschrieben und habe mich ein wenig erholt, Dank meiner Familie, die doch sehr stark zu mir gehalten hat. Therapeuten waren keine mehr frei aufs Jahresende, nächste Woche erst habe ich wieder einen Termin.

Seit Montag arbeite ich wieder, es ist der Horror für mich. Mein neuer Vorgesetzter (bisher war ich ihm vorgesetzt) hat mich gleich zu sich gerufen: Was ich denn habe, wie ich zu ihm stehe und dem Unternehmen. Innerhalb von Sekunden war meine Erholung dahin und ich fühlte mich massiv unter Druck gesetzt. Seine Position mache ihm Spaß, aber er brauche mich, weil ich fachlich besser qualifiziert wäre, er wolle an mir wachsen etc.

Ich konnte nicht antworten: Meinte nur, dass ich eben erst die Abteilung betreten hätte nach längerer Krankheit und in der letzten Zeit meine Gesundung mein Ziel gewesen wäre. Ich wäre außerdem ein Mitarbeiter, der bisher immer ordentlich und korrekt gearbeitet hätte und das auch in Zukunft tun würde...Darauf meinte er, mich dann eben später noch einmal zu fragen. Hintenrum hat er dann meine Kollegin gefragt, wie ich mich denn fühle - und die hat z. G. gemeint, das solle er mich fragen und nicht sie.
Ich fühle mich tatsächlich scheußlich und ausgenutzt. Ich soll meinen "Vorgesetzten" fachlich aufbauen und damit weiterhin für 2 arbeiten, weil er jetzt ganz oft auf Schulungen muss usw. Ich habe nichts persönlich gegen ihn, aber ich bin auch nicht für ihn verantwortlich. Der nächst obere Chef will jetzt mit mir sprechen - Im Gegensatz zu Mitarbeitern in der gleichen Position bekomme ich immer noch ein niedrigeres Gehalt als andere und eine Zulage, die mir jederzeit gekürzt werden kann. Das alles habe ich nicht schriftlich. Ich soll Aufgaben übernehmen, die nicht in mein Aufgabengebiet fallen und fühle mich vor allem emotional unter Druck gesetzt, ziehe mich zurück, weiß nicht, was ich reden soll, weil ich mich so beobachtet fühle.....

Betriebsrat meint, ich solle erst wieder arbeiten, wenn es mir gut geht, aber sobald ich mein Büro betrete, wird mir schwindelig. So schnell kann ich meine Arbeit nicht wechseln...ich bin komplett daneben....Was soll ich tun?
Ich wache jedes Mal nach dem Schlaf auf mit Tränen im Gesicht...Ich komme mir vor, als würde ich in einer anderen Welt leben. Jeden Morgen das ungute Gefühl: Was passiert heute? Was haben die heute mit mir vor? Gestern bin ich kurz ausgeflippt, weil ich so viel auf einmal um die Ohren hatte und mein neuer Vorgesetzter mich etwas fragte - ich antwortete, dass er doch auch im Handbuch nachlesen könne, so wie ich! Damit habe ich sicher keinen Blumentopf gewonnen... g050

Anima

#7


M
Hallo Anima,

Zitat:
Länger war ich krank geschrieben und habe mich ein wenig erholt, Dank meiner Familie, die doch sehr stark zu mir gehalten hat.
Das ist doch schon einmal sehr positiv, dass deine Familie dich unterstützt.

Zitat:
Seit Montag arbeite ich wieder, es ist der Horror für mich. Mein neuer Vorgesetzter (bisher war ich ihm vorgesetzt) hat mich gleich zu sich gerufen: Was ich denn habe, wie ich zu ihm stehe und dem Unternehmen.
Welch ein "sensibler Mensch". Den kannste wirklich vergessen.

Zitat:
Innerhalb von Sekunden war meine Erholung dahin und ich fühlte mich massiv unter Druck gesetzt. Seine Position mache ihm Spaß, aber er brauche mich, weil ich fachlich besser qualifiziert wäre, er wolle an mir wachsen etc.
Ja klar, der will die leitende Position behalten und du sollst für ihn denken, toll. Beim nächsten Gespräch weise ihn darauf hin, dass er die Position hat und er auch dafür die Verantwortung trägt. Meine persönliche Meinung, lass den auflaufen.

Zitat:
Hintenrum hat er dann meine Kollegin gefragt, wie ich mich denn fühle - und die hat z. G. gemeint, das solle er mich fragen und nicht sie.
Ein Vorgesetzter, der über Dritte etwas über einen Mitarbeiter erfahren will, ist für mich nicht führungsfähig.
Zitat:
Ich fühle mich tatsächlich scheußlich und ausgenutzt. Ich soll meinen "Vorgesetzten" fachlich aufbauen und damit weiterhin für 2 arbeiten, weil er jetzt ganz oft auf Schulungen muss usw. Ich habe nichts persönlich gegen ihn, aber ich bin auch nicht für ihn verantwortlich.
Mach nur das, was du schaffst und weise deinen Vorgesetzten darauf hin, dass die Arbeit nicht von einer Person zu händeln ist. Das sollte du auch in dem Gespräch mit dem nächstehöheren Chef erwähnen.

Wenn das alles nichts bringt solltest du schriftlich darauf hinweisen, dass die Arbeit nicht von einer Person zu schaffen ist

Zitat:
Betriebsrat meint, ich solle erst wieder arbeiten, wenn es mir gut geht, aber sobald ich mein Büro betrete, wird mir schwindelig.
Wenn das alles für dich gesundheitlich nicht erträglich ist, solltes du dich weiter Arbeitsunfähigkeit schreiben lassen. Aber vielleicht hilft dir nächste Woche der Therapeutentermin.

Schöne Grüße
mag

#8


Anima
Hallo mag,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Der nächsthöhere Chef mag mich nicht, deswegen hat er ja den neuen mir vorgesetzt, obwohl ich über ein halbes Jahr den Posten stellvertretend gemanaged habe.

Jede Möglichkeit wird genutzt, um herauszufinden, was mir fehlt, obwohl das niemanden etwas angeht. Wenn die Vorgesetzten erfahren, dass ich so depressiv bin, werde ich sicher noch viel mehr unterdrückt. Ganz dringend muss ich da weg. Schon immer war ich depressiv, aber ich habe das immer so gut im Griff gehabt, dass ich deswegen nicht gefehlt habe, die Arbeit hat mir immer sehr geholfen.

Mir ist schlecht, wenn ich an morgen denke und muss schon den ganzen Tag immer wieder weinen. Ich habe das Gefühl, dass jeder Tag, den ich im Büro verbringe, noch weiter nach unten "reißt", auch wenn mein Verstand mich vom Gegenteil überzeugen will. Das, was vorher blau war, ist plötzlich rot - ich weiß nicht, ob man das verstehen kann, manchmal denke ich eben in Farben.

Anima

#9


M
Hallo Anima,

Zitat:
vielen Dank für die schnelle Antwort. Der nächsthöhere Chef mag mich nicht, deswegen hat er ja den neuen mir vorgesetzt, obwohl ich über ein halbes Jahr den Posten stellvertretend gemanaged habe.
das sind wirklich keine gute Voraussetzungen, um wieder neu durchzustarten.

Zitat:
Jede Möglichkeit wird genutzt, um herauszufinden, was mir fehlt, obwohl das niemanden etwas angeht.
Das wird von vielen AG versucht, aber es geht sie nichts an.

Du solltest die ganze Situation unbedingt mit deinem Arzt besprechen und dich eventuell weiter Arbeitsunfähigkeit schreiben lassen.

Vielleicht ändert sich an deiner Verfassung etwas, wenn du in therapeutischer Behandlung bist und dann besteht wieder die Möglichkeit, dort weiter zu arbeiten.

Drücke dir die Daumen, dass du für dich den richtigen Weg findest.

Schöne Grüße
mag g020

#10


Anima
Liebe mag,

wenn ich "gut drauf" bin, weiß ich ganz genau, dass ich dringend dort weg muss, sonst reißt es mich immer wieder runter.

Mein Hausarzt ist gerade im Urlaub, das ist schon ein Problem, denn ich spüre, dass ich sehr vorsichtig sein muss.

Jetzt gerade habe ich wieder Angst vor morgen, irgendwie muss ich die Nacht schlafen können. 172.gif

Anima

#11


M
Hallo Anima,

versuch bitte abzuschalten 199.gif , sonst steigerst du dich da hinein und von Schlaf kann dann nicht die Rede sein.

Schöne Grüße
mag

#12


Anima
Zitat von mag:
Hallo Anima,
versuch bitte abzuschalten 199.gif , sonst steigerst du dich da hinein und von Schlaf kann dann nicht die Rede sein.
Schöne Grüße
mag


Ich versuche es, ich lese, ich sehe fern - ich telefoniere - vorhin aber musste ich meine Sachen für morgen richten und habe schon wieder geheult. Irgendwie kaum zu stoppen. So was habe ich noch nie erlebt.

Anima

#13


F
Ich spüre gerade, wie sehr mich das mitnimmt, wenn ich das hier lese, weil es mich halt ein wenig an meinen Kampf erinnert, mich endlich aus der Situation, sprich dem Arbeitsleben zu entziehen. Welche Energien ich noch aufbringen musste, um diese Entscheidung zu treffen.

Da du dich ja bereits in einer Tagesklinik angemeldet hast, ist ein Anfang gemacht. Und bis dort ein Platz für dich frei ist, solltest du dich Arbeitsunfähigkeit schreiben lassen. So hat es damals meine Ärztin mit mir gemacht. Ich musste sechs Wochen auf den Platz in der Tagesklinik warten. Ich hätte nicht einen Moment mehr arbeiten gehen können.

Wenn man deinen Thread hier liest, hat man das Gefühl, du bist wie ein kleines Mäuschen gefangen in einer Mausefalle. Als gäbe es keinen Ausweg mehr. Jedoch sage ich dir, den gibt es. Nur kannst du das vielleicht im Moment noch nicht sehen. Ich kann auch nur appelieren, dich direkt Arbeitsunfähigkeit schreiben zu lassen, bis du in die Klinik gehst. Es tut fast körperlich weh, das hier zu lesen. Wieviele Tränen willst du noch wg. dieser unsensiblen Menschen vergießen? Wieviel Angst willst du noch aushalten müssen?

LG
Angelika

#14


A


Hallo Anima,

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Anima
Hallo meine Liebe,

ich weiß auch nicht, wie lange ich das schaffe. Heute war mir wieder so schwindelig, Durchfall - mein Körper sagt stopp, aber ich habe erst nächste Woche einen Termin beim Arzt. Vor allem der Hautausschlag ist so komisch.

Vier Wochen war ich weg und jetzt habe ich das Gefühl, als würde ich schon länger wieder arbeiten. Sobald es stressiger wird, kommt die "Hirnblockade". Sonst war ich immer ein Mensch, der den Wirbel gebraucht hat und das hat mich motiviert....

Ich komme mir tatsächlich gefangen vor, zumal auch die emotionale Erpressung der Vorgesetzten mir ganz schön zusetzen. Ich bin ein Mensch, der sehr nach eigenen Werten lebt und jetzt erkennen muss, dass genau das mich zu Fall gebracht hat, ich war zu naiv, zu gutgläubig...Morgen in einer Woche! Morgen in einer Woche - aber dann muss ich ja wohl wieder warten...ich sollte mit dem Arzt reden...

Anima

#15

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