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Angst unterwegs Durchfall zu bekommen

Halloichbins

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Hallo zusammen, könnte ein langer Text werden. Ich versuche mich kurz zu fassen.
Ich leide seit einigen Jahren unter der Angst unterwegs Durchfall zu bekommen. Habe mich nach und nach immer mehr zurück gezogen und lebe so ziemlich alleine. Nur ein, zwei Bekannte habe ich den ich ab und zu mal sehe und meine Eltern, Geschwister und andere Verwandtschaft. Ich habe Haupt und nebenjob .
Ich war aufgrund der Durchfallangst beim Psychologen und Psychiater und bekam escitalopram. Nun hatte ich vergangene Woche plötzlich Krämpfe und musste aufs Klo und hatte Durchfall. Mehrere Male. Bin dann aber noch zur Arbeit. Am letzten Samstag ging dann morgens gar nichts mehr. Ich kam nicht aus dem Bett und habe mich krank gemeldet. Am Montag dann zum Arzt und mit Magen Darm krank geschrieben. Die Tage wurde es besser. Doch gestern kam dann der große Fall.
Ich konnte nicht aufstehen. Mir war übel , ich meldete mich weiter krank. Lag den ganzen Tag auf dem Sofa. Kopfschmerzen, Schwindel. Blutdruck viel zu hoch.habe nichts gegessen, nur wenig getrunken. Die Nacht war schlecht. Habe ewig Wachgelegen, liege nun wieder mit Kopfschmerzen auf dem Sofa. Spüre ein bleierne Müdigkeit und merke wieder den zu hohen Blutdruck. Am Montag gehe ich zum Arzt. Aber bis dahin liege ich hier rum und grüble .

12.12.2020 10:38 • #1


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Kate

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Hi,
vielleicht hast Du wirklich nur einen Magen-Darm Infekt. Der Arzt bestätigte dies ja auch. Erhol Dich ein paar Tage, denn sowas kann den Körper echt stressen, und schau dann nochmal wie es Dir geht.
Gute Besserung
LG Kate

12.12.2020 14:20 • #2


Halloichbins

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Zitat von Kate:
Hi,
vielleicht hast Du wirklich nur einen Magen-Darm Infekt. Der Arzt bestätigte dies ja auch. Erhol Dich ein paar Tage, denn sowas kann den Körper echt stressen, und schau dann nochmal wie es Dir geht.
Gute Besserung
LG Kate


Davon hätte ich mich sicher schon längst erholt. Ich wurde sogar einem corona Test unterzogen , der natürlich negativ war. Aber leide schon lange unter immer wiederkehrenden Durchfällen. Einmal hat man damals ne Magenspiegelung gemacht und da kam ne Gastritis raus. Ansonsten wurde ich ohne weitere Untersuchungen mit psychosomatischen Symptomen abgestellt

12.12.2020 15:04 • #3


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Krizzly

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Hallo Halloichbins,

mein Bruder leidet auch unter dieser Angst und bekommt dann häufig, wenn er irgendwohin muss, vor Angst wirklich Durchfall. Er hat sich immer mehr zurückgezogen deshalb, hat auch lange nicht gearbeitet und sein Studium abgebrochen.
Meine eigene Angst ist ähnlich, sie bezieht sich nicht auf Durchfall, sondern auf Erbrechen. Uns beiden hat Therapie bislang zumindest soweit geholfen, aus diesem Rückzugsverhalten wieder etwas raus zu kommen und den Alltag wieder mehr selbst zu gestalten. Bist du denn in Therapie oder nimmst du nur Medikamente?
Liebe Grüße Krizzly

12.12.2020 15:39 • #4


Halloichbins

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Zitat von Krizzly:
Hallo Halloichbins,

mein Bruder leidet auch unter dieser Angst und bekommt dann häufig, wenn er irgendwohin muss, vor Angst wirklich Durchfall. Er hat sich immer mehr zurückgezogen deshalb, hat auch lange nicht gearbeitet und sein Studium abgebrochen.
Meine eigene Angst ist ähnlich, sie bezieht sich nicht auf Durchfall, sondern auf Erbrechen. Uns beiden hat Therapie bislang zumindest soweit geholfen, aus diesem Rückzugsverhalten wieder etwas raus zu kommen und den Alltag wieder mehr selbst zu gestalten. Bist du denn in Therapie oder nimmst du nur Medikamente?
Liebe Grüße Krizzly



Hey. Ja die emetophobie ist auch weit verbreitet. Kann man im Prinzip gleich setzen.
Ich bin momentan weder in Therapie noch nehme ich Medikamente. Habe das escitalopram abgesetzt gehabt, da es mir aufgrund der Angst wieder einigermaßen besser ging .
Habe aber noch nen grossen Vorrat zu Hause , könnte also jederzeit wieder mit anfangen.
Ich habe nur so Angst, wenn ich dann beim Arzt am Montag sitze, dass ich sofort anfange zu heulen, obwohl ja nicht mal klar ist, dass es psychisch ist.
Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, die aber laut letzten Werten gut eingestellt ist.
Ich bin so froh, dass ich zumindest meinem Vater und einem Freund sagen konnte, dass mit mir vielleicht was nicht stimmt. Das hat ne große Last von mir genommen

12.12.2020 17:01 • x 1 #5


Robbe

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Liebe Halloichbins,
ich möchte dir nur sagen, dass eine psychische Erkrankung ( sollte dies bei dir der Fall sein ) keine Schande ist, kein Grund sich zu schämen. Es ist eine Krankheit wie jede andere auch, nur mit dem Unterschied, dass sie sich nicht greifen oder sehen lässt, anders wie bei einer Grippe, einer Magenerkrankung, Krebs o.ä., aber sie ist genauso ernst zu nehmen. Ich weiss, dass viele Menschen das nicht verstehen und sich darüber lustig machen und diese Menschen als plemm, plemm abstempeln,aber das tun sie nur, weil sie keine Ahnung haben und damit meine ich jetzt nicht dich, bitte versteh mich nicht falsch!
Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht und du einen Weg findest der gut für dich ist.
Herzliche Grüße, Robbe

15.12.2020 19:57 • x 1 #6

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