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Angst den Verstand zu verlieren - leere Gedanken

Hallo

Bei meinen Angstzuständen habe ich keine Angst das ich sterben könnte oder das mit meinem Körper was nicht stimmt ect, sondern es geht mehr darum das ich Angst davor habe das ich den Verstand verliere weil jedes mal eine extreme Gedankenleere entsteht. Ich bin ein Mensch der sonst schon sehr viel denkt und sich über alles den Kopf zerbricht, aber in diesen Mometen kann ich keinen einzigen klaren Gedanken fassen es ist als ob sich mein Kopf auflöst und das ist der eigentliche Grund wieso ich in Panik gerate weil ich versuche über die einfachsten Sachen nachzudenken aber einfach alles blockiert ist. Ich kann nirgendswo was darüber nachlesen und ich wäre sicher erleichtert wen ich weiss das ich nicht der einzige bin dem das so ergeht. vielen lieben dank bereits im voraus falls sich jemand zeit nimmt um mir zu antworten.

22.05.2019 14:28 • #1


Pilsum
Hallo yees,
Zitat:

Bei meinen Angstzuständen habe ich keine Angst das ich sterben könnte oder das mit meinem Körper was nicht
stimmt etc, sondern es geht mehr darum das ich Angst davor habe das ich den Verstand verliere weil jedes mal
eine extreme Gedankenleere entsteht.

Du beschreibst da einen Vorgang der immer wieder mal vorkommt. Bisher hat noch niemand seinen Verstand
dadurch verloren. Warum auch.

Zitat:
Ich bin ein Mensch der sonst schon sehr viel denkt und sich über alles den Kopf zerbricht, aber in diesen Momenten kann ich keinen einzigen klaren Gedanken fassen es ist als ob sich mein Kopf auflöst und das ist der eigentliche Grund wieso ich in Panik gerate weil ich versuche über die einfachsten Sachen nachzudenken aber einfach alles blockiert ist.


Im Grunde ist es sehr logisch, dass Du oft in diese Situation hinein gerätst.
Wenn Du über die einfachsten Sachen ständig nachdenkst, dann wird es Vieles geben,
was gedanklich nicht zusammenpasst. Das bedeutet, irgendwann verliert Dein Kopf den Überblick und streikt.
Diesen Zustand erlebst Du als Angstattacke.

Viele hier im Forum werden Dich verstehen. Helfen kannst Du Dir da aber nur selbst.
Auch mit dem intensivsten Nachdenken kann man sehr viele Probleme nicht unbedingt lösen.

Viele Grüße

Bernhard

22.05.2019 20:59 • x 2 #2


Alexandra2
Liebe/r yees,
Die gähnende Leere im Kopf ist rein Zeichen für fehlende Botenstoffe. Die werden aber gebraucht, um Gedanken fassen, verfolgen und äußern zu können. In schweren Zeiten ist es so, als würde ich in einer riesigen leeren Halle stehen und laut rufen "hallo ist da wer?" und es kommt keine Antwort. Jede kleinste Stresssituation verschlimmert das. Das macht natürlich Angst. Mit vollständiger Therapie - Medikamente und Psychotherapie- wird es besser. Und es geht meist ganz weg. Bist Du in Behandlung?
LG Alexandra

22.05.2019 21:15 • x 1 #3


Bernhard, danke für deine Antwort. Ja es stimmt, du hast es genau richtig beschrieben. als ob mein kopf streiken würde. da er ansonsten ständig am rattern ist fühlt sich das in dem moment wie eine bedrohung an und die angstzustände entstehen. es würde mich interessieren ob das jemand auch schon erlebt hatnund wie man in diesen zuständen reagieren kann damit es nicht zur starken panik wird. es ist schwer zu erklären aber in dem moment kann man seinen kopf nicht mehr benützen und das ist extrem unangenehm vor allem wen andere leute dabei sind dann reden die mit mir und ich nehme es nicht richtig wahr da eben diese leere in meinem kopf ist. also theorie hab ich verstanden, mein kopf streikt weil es seit jahren zu viele gedanken kreuz und quer sind welche meistens keinen sinn ergeben, negativ und unnötig, aber ich kann es ja nicht abschalten, konnte ich noch nie. ich arbeite seit kurzem auch mit meditation yoga ect aber ich brauche hilfe in den angstmomenten weil ich bei meinem beruf mir das nicht erlauben kann und medikamente keine option für mich sind

22.05.2019 21:24 • #4


hallo alexandra. ja ich habe darüber gelesen. das mit den botenstoffen macht absolut sinn aber das muss man doch auch anderst in den griff kriegen können anstatt mit medikamenten und behandlungen. ich habe zuerst ein paar wochen lang versucht den zustand mit wein abzuschalten was auch im moment jeweils geholfen hat doch wie das so ist mit GIFT wurde es langfristig nur massiv schlimmer. deshalb verzichte ich nun auf Alk. und möchte auch nicht mit medikamentnen beginnen, das ist meiner meinung nach das gleiche es hilft im moment aber es macht langfristig auch nur abhängig. ich möchte das gerne alleine in den griff kriegen. darum egal wer das liest und es überstanden hat, bin froh um jeden einzelnen tipp!

22.05.2019 21:38 • #5


und ja ABSOLUT JEDE KLEINE stress situation verschlimmert den zustand, es ist peinlich mit jemandem darüber zu reden der das nicht selber erlebt hat oder sich vorstellen kann wie es sich anfühlt. deswegen suche ich hier nach hilfe. das schlimme ist das ich nachtarbeit mache und dort sehr viel stress habe, weshalb mein schlafrythmus auch gestört wird. es ist wahrscheinlich eine mischung von allem, das es momentan so schlimm geworden ist. der Alk., stress, schlechter schlaf, ständige gedanken welche ich nicht abschalten kann. dazu kamen noch einige familiäre probleme welche mich seit jahren beschäftigt haben, dort ist zwar momentan ruhe, aber im unterbewusstsein habe ich das wohl auch noch nicht bereinigt.

22.05.2019 21:47 • x 1 #6


Alexandra2
Tja, eine schwere bis mittelschwere Depression kannst Du nicht wegdenken und Antidepressiva machen NICHT abhängig. Warum willst Du auf Hilfe verzichten, bis Du ganz unten angekommen bist? Mich hat die Depression aus den Schuhen gehauen und glaub mir, das möchtest Du nicht erleben.
Seitdem bin ich gar nicht mehr arbeitsfähig und habe intensive Therapie. Das hat mir das Leben gerettet.
Gehe zum Psychiater und suche Dir einen Therapeuten. Ohne diese Hilfe wird es Dir immer schlechter gehen.
Liebe Grüße Alexandra

23.05.2019 07:01 • x 1 #7


Ylvi13
Ich kann nur bestätigen, was Alexandra geschrieben hat. Da, wo ich in meiner schwärzesten Zeit war, möchte ich nie wieder hin. Dafür tue ich alles, was mir möglich ist und es lohnt sich.
Such dir Hilfe!

23.05.2019 07:55 • x 2 #8


wieso depression? ich fühle mich ja nicht depressiv, im gegenteil es geht mir eigentlich gut bis auf diese angstzustände. die habe ich ja nicht dauerhaft, es gibt tage da läuft alles gut und ich habe einen absolut klaren verstand. gehören angstzustände automatisch zu einer depression? tut mir leid wen ich frage aber ich weiss das nicht. ich habe diese zustände meistens im zusammenhang mit stress, also eigentlich immer. je grösser der stress (auch wen er nur von mir selber in meinem kopf produziert wird) desto schlimmer der zustand. das problem ist halt wen jede kleinigkeit zum stress wird. also reden wir da von depression oder von angstzuständen? ich dachte das sind zwei völlig verschiedene themen

23.05.2019 13:08 • #9


Alexandra2
Ich weiß nicht, ob bei Angstzuständen eine Leere im Kopf entsteht. Die Leere hat mich gleich an eine Depression denken lassen. Ich wollte sie Dir nicht unterschieben. Hast Du eine Diagnose erhalten?

23.05.2019 17:30 • x 1 #10


nein keine diagnose, ich war ja nicht in behandlung. ich wollte mich nur erkundigen ob jemand bereits was ähnliches erlebt hat. mir geht es nur seit ein paar tagen wieder besser, und das ohne medikamente! ich meditiere jeden tag und habe mit joga begonnen, dazu schaue ich das ich jeglichen stress vermeide. ich habe noch einen langen weg vor mir, aber es ist bereits ein extrem gutes gefühl wen man merkt das es wieder aufwärts geht. natürlich gibt es wahrscheinlich schwerwiegendere fälle als meinen, wo man ohne hilfe nicht mehr klar kommt, aber trotzdem kann ich jedem ein paar wertvolle tipps mitgeben was bei meinen angzuständen und panikattacken bis jetzt geholfen hat: HÄNDE WEG VON Alk., hört entspannende musik, meditiert VIEL, praktiziert yoga, ändert was in eurem leben, die innere ruhe ist dabei das wichtigste. je mehr man an die angst denkt, desto öfters kommt sie zurück

25.05.2019 11:18 • x 2 #11


Ich habe genau das selbe!

22.06.2019 18:21 • #12


Ich habe genau das selbe.Ich habe eine generalisierte Angststörung.
Als die Angst nach 5 Jahreb zurück kam durch 2 schlaflose Nächte, kamen auch die Gedanken.Grübelgedanken sowie Angstzustände. Reinsteigern in jedes Detail und an nichts anderes denken können als an die Situation so wie sie ist.
Es wurde der ein Zwangsgedanke drauß.Was ist wenn ich nicht schlafen kann.Usw usw. Reinsteigern, Panik schieben.
Dann gab es bessere Zeiten wo ich dennoch mich selbst immer getestet habe indem ich mich selber gefragt habe :" Und, hast du wieder Gedanken? "
Manchmal erfreute ich mich darüber dass ich keine hatte und manchmal war das die Frage zur Hölle .
Irgendwann hörte es wieder auf und so ging es immer hin und her.
Nun ja irgendwann fragte mich jemand was ich den für Grübelgedanken hätte und ich konnte es demjenigen nicht beantworten.
Es waren nachher keine konkrete Angst und Grübelgedanken sondern ich machte mit Gedenken, dass ich mir Gedanken machte.
Ich hatte Gehirbgulasch .Ich hatte mir dir Frage versucht ständig zu beantworten was ich denn denke und worüber ich grübel. Ich konnte keine Antwort finden und das hat mich wahnsinnig gemacht. Ich hatte das Gefühl ich bin verrückt denn ohne eine Diagnose würde man mir schließlich nicht helfen können.
Ich machte mir Gedanken dass ich mir Gedanken mache und dass ich versuche die Gedanken zu beschreiben und dass das nicht geht.Ich habe meinen Fokus darauf gelegt was ich denke und jeden Gedanken genau beobachtet. Das ist ganz schön anstrengend.
Je mehr man sich dagegen wehrt und sucht,desto mehr wird man scheitern.
Es ist wie das atmen . Es funktioniert von ganz allein.Je mehr wir darauf achten und es ja dann auch in Frage stellen , desto mehr steigern wir uns rein.

22.06.2019 18:35 • #13




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