Alleinsein und Soziale Phobie

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Susannah:

Hallo,
ich bin seit 2,5 Jahren krankgeschrieben und war 6 Wochen auf Reha im Nov./Dez. 2017. Seit Juni 2017 bin ich in Therapie. Aber es ist so schwer, von einer Therapiestunde zur nächsten meine Tage zu füllen. Ich fühle mich so allein, ängstlich und traurig. Es ist, als wenn eine große, schwere, dunkle Decke über mir liegt, die mich lähmt. Meine Kindheit lief mit viel Gewalt ab und mit 27 Jahren habe ich meinen kleinen Sohn verloren. Seit ich krankgeschrieben bin, kommen so viele heftige Gefühle und Erlebnisse aus meiner Kindheit und um den Tod meines Sohnes in mir rauf. Ich weiß manchmal gar nicht, wie ich das aushalten soll. Erlebt ihr Euch auch manchmal in frühere schlimme Erlebnisse zurückversetzt? Oder dass die Traurigkeit niemals endet? Dass es vielleicht nie mehr lebenswert wird? Dass der Schmerz Euch überschwemmt?
Ich würde mich freuen, mich mit Euch auszutauschen.
Liebe Grüße smilie

26.02.2018 13:39 • #1


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Anjaangi:

Heii,
Bei mir ist es ähnlich. Ich bin erst fast 19 Jahre alt, aber fühle mich manchmal so alleine. Ich habe meinen besten Freund vor 3 Jahren verloren. Er hat sich mit 18 das Leben genommen. Seit dem habe ich das Gefühl, dass mich das Pech verfolgt. Mein Vater hat eine schlimme Herzkrankheit, muss immer wieder operiert werden und ist einmal schon fast gestorben. Meine Familie ist allgemein sehr kompliziert. Meine Grosseltern mütterlicher Seite und ihre Geschwister haben vor 1 Jahr den Kontakt zu uns ohne Grund abgebrochen. Wir haben dann erfahren, dass es wegen des mittlerweile Ex Mannes meiner Tante war, der wahrscheinlich Schizophrenie hat und bis heute noch meine gesamte Familie terorisiert. Besonders meine Mutter hat das alles sehr mitgenommen und desseegen ist es sehr schwer für mich, da meine Mutter alles für mich ist. Das Verhältnis zu meinem Vater ist schlecht, aber ich bemühe mich, da er ja wohl nicht allzu alt werden wird. Dann sind meine Grosseltern hier gestorben. Ich habe praktisch meine ganze Kindheit bei ihnen verbracht. Hat ein riesen Loch in meinem Leben hinterlassen. Ich habe das Gefühl, dass ich von Tod umgeben bin. Mein Leben verliert von Tag zu Tag an Licht. Ich hatte eine Person, der ich alles erzählen konnte, aber ich habe gemerkt, dass sie mich nur noch mehr hinunterzieht und mich auf falsche Wege leitet. Seit ich den Kontakt zu ihr abgebrochen habe, fühle ich mich so alleine. Ich traue mich niemandem zu öffnen, ich weiss gar nicht was ich der Person überhaupt erzählen sollte. Denn einerseits fühle ich mich so leer, andererseits möchte ich gerne alles hinausschreien...

26.02.2018 13:39 • #2


Timeless77

Timeless77

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Liebe Susannah,

ich weiss nicht, ob du das hier noch liest. Leider habe ich Dein Thema erst jetzt entdeckt, sonst hätte ich dir schon früher geschrieben. An deiner Lebensgeschichte, mit diesen Schicksalsschlägen kann man wahrlich zerbrechen. Ich möchte Dich ermutigen, weiter deinen Kummer rauszulassen. Fresse es bitte nicht in dich hinein. So wirst du immer depressiver. Du brauchst eine Öffnung wo alles raus kann. Dies kann so ein Forum sein oder auch eine Selbsthilfegruppe. Melde dich doch nochmal und versuche es nicht alleine zu bewältigen.

Liebe Grüße

29.03.2018 08:24 • #3




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