Alleinerziehend und Depressionen - mir ist alles zuviel

Glasscherbe

Glasscherbe

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Hallo, ich möchte mich auch gern hier mal "erleichtern" - auch, wenn mir die Diagnose Depression noch fehlt.
Ich bin alleinerziehend mit 2 Kindern, Vollzeitjob (Jobwechsel zu Beginn des Jahres, aber vorher auch Vollzeit - ich hab nie anders gearbeitet). Mein Tag beginnt morgens um 6 und endet - wenn man die Kinder im Bett als Ende betrachtet - gegen 20 Uhr. Aufräumarbeiten, putzen, waschen etc. hernach nicht eingerechnet. Die Kinder sind permanent bei mir, nur 1x im Monat beim Vater. Ich hab keinerlei Unterstützung hier, alle wohnen weit weg. Freunde fehlen auch, derzeit hab ich nur einen Freund, der mir wirklich zuhört.
Wenn ich mir Bilder von der Zeit nach der Trennung vom Vater der Kinder anschaue und mit heute vergleiche, dann komm ich mir vor wie um Jahre gealtert. Und das schlimmste: Manchmal denke ich, ich habe mein Lächeln verloren. Ich möchte so gern was ändern, ich geb mir Mühe, freue mich über jedes Fitzelchen Kraft für mich. Dann kommen Phasen, in denen ich richtig entspannt bin und locker. Und ich freu mich so darüber. Und dann passiert irgendwas - manchmal kann ich noch nicht mal genau definieren, was passiert ist - und es geht runter. Ganz tief.
Ich fühl mich dann so beengt, mein Brustkorb ist zu, es brennt, meine Gedanken brennen im Kopf, müssen raus und doch ist keiner da, der zuhören kann. Nur besagter Freund, aber irgendwann denke ich dann immer: Ich kann dem doch nicht pausenlos mein Zeug erzählen. Er ist der einzige, der wirklich alles kennt von mir und alles weiß.

Er sagt, ich gönne mir nichts. Ich bin zu hart zu mir. Ich habe auch das "Problem", die Schuld immer bei mir zu suchen. Er sagt, dass das gar nicht geht. Niemand hat immer die Schuld. Ich habe mir eine Liste mit Zielen gemacht - ich lese sie, ich kenne sie, aber richtig was helfen tut sie in einem solchen Loch nicht. Wenn ich dann lese: Niemand ist perfekt und niemand erwartet das von dir! Dann denk ich nur: Na klar - logisch tun das alle. Ich glaube dann nicht mehr, was da steht.

Therapieplatz ist weiterhin nicht in Sicht, auch wenn ich auf drei Listen stehe.

SVV ist seit nem halben Jahr "ruhend" - warum weiß ich nicht, ich kanns nicht erklären. Schade eigentlich, denn so habe ich nichts, an dem ich mich orientieren kann, wenn es doch mal wieder akut wird. Skills hab ich keine. Daher auch die Unsicherheit, was tun, wenns wieder kommt. Die letzte Narbe ist heftig - irgendwie finde ich sie hässlich, aber sie fasziniert mich auch. Ich finde mich abartig bei diesem Gedanken. Manchmal denke ich: Hör doch auf zu jammern, anderen geht es viel schlechter als dir. Ich komm mir dann vor wie so eine, die nur Aufmerksamkeit will und schauspielert.

Manchmal kann ich nichts als weinen, manchmal kann ich einfach nicht alleine sein, manchmal ist mir jeder zuviel, der mich nur ansieht. Meist aber habe ich eine unbändige Sehnsucht nach Geborgenheit. Jemand, der mich festhält, mich streichelt, bis ich einschlafe.
Ich hasse mein Bett,ich mag nicht allein darin schlafen. Ich schlafe immer auf dem Sofa. Ich weiß nicht warum. Die Träume kommen auch auf dem Sofa.

Ich bin einfach ratlos, ohne Energie. Jedes kleine bisschen kann ein Erdbeben auslösen - so denke ich manchmal. Und es macht mir Angst. Ich möchte dann "Hilfe" rufen. Aber ich weiß nicht bei wem. Ich denke immer, nicht mehr lang, bis ich dem Freund auch auf die Nerven gehe und dann ist er auch weg. Ich kann so schwer Vertrauen fassen ...

Es tut mir leid, dass das alles so ungeordnet ist. Aber es musste mal raus, wenigstens schriftlich. Danke fürs lesen.

10.06.2011 13:11 • #1


Sonnenblume20

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Hallo liebe Glasscherbe,

was ich bei Dir herauslesen kann, ist u.a., dass Dir jemand zum Zuhören fehlt. Du schreibst, dass Du noch keinen Therapieplatz in Sicht hast und dass Du noch keine Diagnose hast.
Bist Du denn bei einem Neurologen/Psychiater in Behandlung? Das wäre ja die erste Anlaufstelle zur Diagnosefindung.
Wenn Du noch auf einen Therapieplatz warten musst, aber Redebedarf hast, dann könntest Du Dich auch an eine Institutsambulanz wenden. Dort hast Du die Möglichkeit, mit Fachkräften Gespräche zu führen bzw. Dich behandeln zu lassen, bis Du einen Platz hast.

Auch caritative Vereine bieten Gespräche an.

Ich z.b. habe mich letztes Jahr an Wildwasser gewandt (weil es bei mir u.a. um S.. Missbrauch geht).
Ich habe dort gute Gespräche geführt und habe das Angebot, jederzeit zu kommen, wenn ich Redebedarf habe bzw. auch gerade in der Zeit, wo ich noch keine Therapie habe (mein Antrag läuft noch bei der Krankenkasse).
Diese Gespräche und die Gewissheit, immer kommen zu können, haben mir sehr gut getan.
Es ist natürlich keine Therapie, aber ein guter Austausch, der sehr erleichtern kann.

Vielleicht wäre das ja auch etwas für Dich?

10.06.2011 13:20 • #2


Glasscherbe

Glasscherbe

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Zitat von Sonnenblume20:
Diese Gespräche und die Gewissheit, immer kommen zu können, haben mir sehr gut getan.


Ja genau das fehlt mir tatsächlich, es ist mindestens ein Teil im großen Ganzen. Wildwasser hatte ich vor zwei Jahren schonmal angeschrieben, aber dann letztlich den Termin gecancelt, weil ich mich nicht getraut hab. Ich hab gedacht, die glauben mir nicht - weil mir damals auch keiner geglaubt hat. Die Angst hat also gewonnen.
Ich hab nur Kontakt zu einer Neurologin, die mich wiederum an meine "Listenplätze" verwiesen hat. Und so richtig warm werd ich auch nicht mit ihr. Ich hab manchmal das Gefühl, sie kann mit mir nix anfangen und umgekehrt ist es irgendwie auch so. Sie fragt so viele Dinge, von denen ich eigentlich Antworten von ihr erwartet habe ...

Liebe Sonnenblume, dank dir für deine rasche Antwort.

10.06.2011 13:35 • #3


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JeanLucca

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Hallo Glasscherbe.

Zitat von Glasscherbe:
Manchmal denke ich: Hör doch auf zu jammern, anderen geht es viel schlechter als dir. Ich komm mir dann vor wie so eine, die nur Aufmerksamkeit will und schauspielert.
Tja, das kenne ich nur zu gut. Und wenn ich mich noch schlechter gefühlt habe dann gab es immer noch welche denen es schlechter ging und die viel besser damit umgehen als ich.

In meinem Job habe ich aber immer anders gehandelt. Ich habe da für mich nie einen Zusammenhang gesehen, bisher. Ich arbeite als Reha-Techniker in einem Sanitätshaus. Wenn ein Kunde anrief, dass an seinem Rollstuhl eine Fußstütze klappert, dann haben meinen Kollegen oft den Mundwinkel verzogen, so nach dem Motto "Deswegen ruft der an". Ich hab mich dann immer an einen Satz erinnert den mir mal eine Kinderkrankenschweter sagte "in diesem Moment ist es das grösste Problem für den Betroffenen". Ja, genau. Auch das Klappern ist das grösste Problem im Moment - auch wenn es für Aussenstehende noch so klein aussieht. Mein Kunde hat seinen Zustand als Teil von sich angenommen. Es ist für ihn kein Fremdkörper den er einfach abschütteln will wie ein Fussel der da nicht hingehört.

Mir hilft es ein Stück weit wenn ich meine Depression als etwas nehme das zu mir gehört. Das gelingt mir nicht immer - aber im Nachhinein fällt es mir auf.

Keine Ahnung ob Du da was mit anfangen kannst - der Gedanke ging mir grad durch den Kopf.

Lieben Gruß
JeanLucca

10.06.2011 13:42 • #4


Sonnenblume20

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Liebe Glasscherbe,

genau diese Angst hatte ich auch. Zum einen hatte ich Angst, dass man mir nicht glaubt und zum anderen hatte ich Angst, dass das, was ich erlebt habe, ja gar nicht so schlimm ist und womöglich gar nicht zum S.. Missbrauch zählt.

Ich habe damals erst eine Email geschrieben, um überhaupt anzufragen, ob ich richtig bei ihnen bin.
Mir würde sehr nett und wertschätzend zurück geschrieben und somit hatte ich mich entschlossen, dort einmal hinzugehen.

Das erste Gespräch war schon supergut. Ich wurde sehr wertschätzend behandelt, die Beraterin hat mir sehr gut zugehört, hat mich bestärkt und war sehr mitfühlend. Das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Nach der Stunde hat sie mir dann schon angeboten, dass ich öfter kommen könnte. Wir haben dann direkt schon einen zweiten Termin ausgemacht und ich habe sie immer wieder als Ansprechpartnerin.
Mit ihr zusammen habe ich auch meine jetzige Therapeutin gefunden. Sie gab mir damals mehrere Adressen, allesamt Traumatherapeutinnen, die sehr eng mit Wildwasser zusammen arbeiten. So fand ich recht schnell eine Therapeutin, im Moment läuft wie gesagt der Antrag.

Ich möchte Dir Mut machen, es einmal zu probieren. Du wirst bestimmt genauso ernst genommen wie ich auch!

10.06.2011 13:44 • #5


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Sarah

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Hallo,

puh, das hört sich nach einem ganz schön großen Paket an, dass du im Moment alleine Schultern musst

Ich finde die Idee von Sonnenblume gut, zur Überbrückung bis zu einem THerapieplatz erstmal eine andere Anlaufstation zu finden. Und jede Warteliste findet auch irgendwann ein Ende

Wenn es ganz akut ist, wäre vielleicht die Telefonseelsorge ein Weg für dich? Vielleicht hilft dir die Anonymität dort auch, wenn du Bedenken hast, dass man dir nicht glaubt. Ansonsten such doch mal nach Selbsthilfegruppen in deiner Umgebung, die für dich passen könnten. Dort kannst du mit Menschen in Kontakt kommen, die ähnliches erlebt haben und dich vielleicht deshalb besser verstehen. Und in der Gruppensituation findest du dort vielleicht auch jemandem, bei dem die Chemie stimmt.

Mir hat in solchen Situationen auch manchmal das Aufschreiben meiner Gedanken geholfen, um aus dem Grübeln rauszukommen und den Kreislauf zu unterbrechen.

10.06.2011 13:50 • #6


Glasscherbe

Glasscherbe

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Zitat von JeanLucca:
Ja, genau. Auch das Klappern ist das grösste Problem im Moment - auch wenn es für Aussenstehende noch so klein aussieht. Mein Kunde hat seinen Zustand als Teil von sich angenommen. Es ist für ihn kein Fremdkörper den er einfach abschütteln will wie ein Fussel der da nicht hingehört.


Das finde ich schön. Danke dir. Sowas kann ich annehmen, glaube ich zumindest.

@pibuka: Naja bei Selbsthilfegruppen habe ich tatsächlich wieder das Zeit-/Betreuungsproblem ... Ich kann halt nicht zuviel machen an Terminen, zum einen, weil die Kinder teilweise auch eigene Termine haben unter der Woche und zum anderen, weil ich mir Platz freihalten will für Therapie (und/oder Wildwasser?). Telefonseelsorge hab ich schon oft überlegt, aber auch da war ich (noch) zu ängstlich.

Eure Tipps finde ich gut, ich werd mir alles mal genauer durch den Kopf gehen lassen. Schön, dass hier so schnell so viele Antworten kommen.

10.06.2011 14:53 • #7


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Sarah

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Zitat von Glasscherbe:
@pibuka: Naja bei Selbsthilfegruppen habe ich tatsächlich wieder das Zeit-/Betreuungsproblem . Ich kann halt nicht zuviel machen an Terminen, zum einen, weil die Kinder teilweise auch eigene Termine haben unter der Woche und zum anderen, weil ich mir Platz freihalten will für Therapie (und/oder Wildwasser?). Telefonseelsorge hab ich schon oft überlegt, aber auch da war ich (noch) zu ängstlich.


Ich habe heute noch mal überlegt, was mit deinem "zeitlichen Rahmen" passen könnte.

11.06.2011 00:54 • #8


Glasscherbe

Glasscherbe

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hey sarah,

das kenn und nutze ich - und ja, es hilft. ich möchte ja auch nicht aufgeben. nur manchmal sind die löcher so tief, dass man angst bekommt. aber damit bin ich sicher nicht allein hier im forum, ich weiß. ich danke dir, dass du dir gedanken gemacht hast.

12.06.2011 18:34 • #9


Glasscherbe

Glasscherbe

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Heute ist es wieder da, das dumpfe Gefühl. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie es sich anfühlt. Aber es ist da. Es hängt über mir wie eine dunkle Wolke und ich habe Angst vor dem Moment, in dem die Blitze anfangen zu zucken und es donnert und das Unwetter losbricht. Die Zeit davor ist so unangenehm, wie ein Vakuum - es ist so ruhig, so quälend ruhig. Ich rutsche unruhig auf meinem Stuhl hin und her, bin innerlich total aufgewühlt. Ich kann gar nicht damit umgehen. Es ist wie ein Krampf im Hirn, es quält mich. Konzentration ist gar nicht möglich, am liebsten würde ich meinen Körper abstreifen wie eine Hülle, ihn liegen lassen und weg gehen. Einfach dieses ungute Gefühl loswerden. Es schnürt mir alles zu, ich möchte weinen, aber auch das geht nicht. Bin ja nicht allein und außerdem sollte ich arbeiten. Ich hab das Gefühl, an Tränen zu ersticken, die ich nicht weine.
Nach Hause gehen ist auch keine Lösung, denn allein fällt mir die Decke gleich auf den Kopf.

Ich traue den Menschen nicht mehr, die mich umgeben. Ich habe Angst vorm Alleinsein und fühle mich gleichzeitig unwohl, wenn Leute um mich sind. Heule jeden Tag. Jeden einzelnen. Aber immer so, dass es möglichst niemand merkt. Meine Kinder brauchen mich, ich liebe meine Kinder. Dennoch stellt sich mir immer öfter die Frage, wozu das alles? Ich habe Angst vor mir selbst.

27.06.2011 08:57 • #10


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Sarah

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Hallo Glasscherbe,

Dass hört sic ha alles reichlich düster an

Du schreibst, dass du unter der Wolkesitzt und wartest, dass das Unwetter los bricht. Wäre es nicht eine Möglichkeit, wenn du versuchst, unter der Wolke weg zu kommen? Oder zumindest einen Schirm aufspannst, damit dich das schlechte Wetter nicht mit voller Wucht trifft? Gibt es irgendwas, was dir in einem solchen Moment helfen könnte? Bei mir ist es zum Beispiel laute Musik oder Bewegung an der frischen Luft, die ein Abrutschen ins Loch verhindern oder zumindest abmildern können.

Und hast du schonmal versucht, in Kontakt mit Wildwasser oder einer anderen Hilfseinrichtung zu treten? Es wäre so wichtig, dass du für solche Krisen einen Ansprechpartner hast... Denn bei deinen letztn Sätzen mache ich mir Brose Sorgen um dich...

LG

Sarah

27.06.2011 09:17 • #11


Glasscherbe

Glasscherbe

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Das einzige, was wirklich hilft, ist, wenn mir jemand zuhört. Dann muss ich zwar auch heulen, aber ich habe das Gefühl, dass mich jemand ernst nimmt. Deshalb schreibe ich auch hier. Für mich ist es gerade sehr schwer, die Fahnen hoch zu halten. Gerade hab ich mit einer Freundin gesprochen, die erzählte mir, dass ihre Krankenkasse eine Art "Notfallliste" führt, wo man kurzfristig verfügbare Therapieplätze findet. Ich hab jetzt mal bei meiner angefragt, ob die sowas auch haben.
Einer meiner "Freunde" meinte, wenn ich wirklich wöllte, hätte ich schon längst einen Platz. Sowas macht mich sehr wütend und es trifft mich.

27.06.2011 09:41 • #12


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JeanLucca

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Hallo Glasscherbe.

Zitat von Glasscherbe:
Das einzige, was wirklich hilft, ist, wenn mir jemand zuhört.
Gut das Du das weißt was Dir hilft. Hast Du denn genug "Freunde" die Du auch erreichen kannst? Genug Telefonnummern?

Zitat von Glasscherbe:
Einer meiner "Freunde" meinte, wenn ich wirklich wöllte, hätte ich schon längst einen Platz. Sowas macht mich sehr wütend und es trifft mich.
Autsch, na das ist ja ein toller "Freund". Aber Du hast ihn ja schon in Anführungsstrichen gestellt.....
Lass Dich nicht von "solchen" weiter runterziehen und sprich mit denen die Dir gut tun. Du machst das schon ganz richtig und kümmerst Dich um Dich - reden, schreiben, Krankenkasse anrufen, ....

Lieben Gruß, JeanLucca

27.06.2011 11:56 • #13


Glasscherbe

Glasscherbe

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Danke für deine Worte.

Zitat von JeanLucca:
Lass Dich nicht von "solchen" weiter runterziehen und sprich mit denen die Dir gut tun.

Leider schon zu spät. Ich hab mich auf ein Gespräch eingelassen, in dessen weiterem Verlauf er mir unter anderem Egoismus unterstellte und dass ich mich für meine Freundin einen Dreck interessiere, weil ich angeblich nie frage wie es ihr geht ... Außerdem würde ich die Hilfe von Freunden nicht schätzen. dererlei Vorwürfe kamen massiv - ich bin total aufgewühlt und den Tränen nahe, denn ich bin nicht so. Freunde sind keine Therapeuten und geraten auch an ihre Grenzen, ist es denn so falsch das zu erkennen und andere Wege zu suchen?

Ich habe ihm gesagt, dass ich es unverschämt finde, wie er mit mir redet, zumal wir seit ca. 9 Monaten nichts mehr voneinander gehört haben, und alles, was er weiß auf "hörensagen" beruht. Er weiß alles, was er weiß, von meiner Freundin. Auch Dinge, die nicht für jedermanns Ohren bestimmt sind. Ich bin verunsichert, wie ich mich überhaupt noch verhalten soll. Seine Worte klingen in meinen Ohren, die Verletzung meines Vertrauens von Seiten meiner Freundin tut auch weh.

Vielleicht hab ich ja doch keine sozialen Kompetenzen mehr.

27.06.2011 12:39 • #14


Martina

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Hallo Glasscherbe,

dass Du Deine Freundin als Freundin bezeichnest, wird ja wohl seinen Grund haben. Bevor Du Dich da weiter in etwas verrennst, sprich doch erst mit ihr und kläre, wie es soweit überhaupt gekommen ist. Du kennst jetzt ja erst nur die eine Seite - erfahrungsgemäß sieht so eine Sache ganz anders aus, wenn man sich die andere Seite auch angehört hat.

Wenn sich dann ein Vertrauensbruch herausstellt, kannst Du immer noch klare Worte Sprechen .

27.06.2011 13:09 • #15


Sonnenblume20

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Zitat von Sarah:
Und hast du schonmal versucht, in Kontakt mit Wildwasser oder einer anderen Hilfseinrichtung zu treten?

Zitat von Glasscherbe:
Das einzige, was wirklich hilft, ist, wenn mir jemand zuhört.

Wildwasser hört zu und zwar sehr geduldig. Du kannst dort relativ schnell einen Termin bekommen, einfach zum sprechen.
Wenn´s brennt, kannst Du auch telefonisch sprechen, oder Du kannst auch erst mal in Email-Kontakt treten.
Das habe ich damals getan, mich erst vorsichtig per Email vorgetastet und als ich dann so wertschätzend willkommen geheißen wurde, habe ich mich auf ein persönliches Gespräch eingelassen.
Und war so erleichtert, dass ich es getan hatte.

Wie ich Dir auch schon mal geschrieben habe, ist es eine sehr gute Anlaufstelle, wenn man noch keinen Therapieplatz hat.
Gerade für solche Situationen biketen die dort regelmäßige Gespräche an, bis man denn einen Platz hat.
Und sie helfen auch bei der Therapeutensuche. So habe ich recht schnell einen Platz gefunden.

Tut mir leid, falls ich mich jetzt wiederhole, ich glaube, wir haben uns darüber schon mal ausgetauscht, aber ich möchte Dich hiermit nochmal daran erinnern: Hab den Mut und probiere es aus . Ich bin sicher, Du wirst nicht abgewiesen und genauso wertschätzend behandelt wie ich.

27.06.2011 13:34 • #16


Glasscherbe

Glasscherbe

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Ja, Sonnenblume, ich weiß, wir haben darüber gesprochen. Ich hab heute früh hier im Forum diese Krisendiensteliste studiert und da jemanden angemailt. Das klang auch so, als ginge das schneller. Ja, ich habe große Angst. Aber der erste Schritt ist getan ...

27.06.2011 13:43 • #17


Sonnenblume20

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Zitat von Glasscherbe:
Ich hab heute früh hier im Forum diese Krisendiensteliste studiert und da jemanden angemailt. Das klang auch so, als ginge das schneller.

Das ist gut. Es gibt viele Anlaufstellen und die Hauptsache ist, dass Du Hilfe bekommst. Und es ist ein mutiger Schritt von Dir, die Mail geschrieben zu haben.
Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du das bekommst, was Du brauchst.

27.06.2011 13:45 • #18


Glasscherbe

Glasscherbe

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Danke, das ist lieb von dir. Mir stehen grad die Tränen in den Augen, weil ich von deinen Worten so gerührt bin ... du kennst mich gar nicht - und trotzdem sagst du sowas.

27.06.2011 14:09 • #19


Sonnenblume20

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Zitat von Glasscherbe:
du kennst mich gar nicht - und trotzdem sagst du sowas.

Ich kenne Dich nicht, das stimmt, aber für mich bist Du am anderen Ende der Leitung ein Mensch, der traurig, vielleicht verzweifelt ist und der sich Hilfe wünscht. Auch wenn wir hier nur schreiben und sich viele in Teilen anderer Menschen wieder erkennen, so erkenne ich mich tatsächlich in vielen Teilen von Dir auch wieder.
Gerade auch in dem, was Du vorhin über Deine Enttäuschung bezüglich Deiner Freundin oder auch des Freundes geschrieben hast.

Und auch wenn Du mit bestimmten Lebensthemen von Dir nicht zurecht kommst oder vielleicht auch gerade deswegen, bist Du genau so ein liebenswerter Mensch wie viele andere, der es auch wie die anderen verdient hat, dass er die Anteilnahme und Unterstützung bekommt, die er braucht.

27.06.2011 14:40 • #20


Glasscherbe

Glasscherbe

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So, drei Mails hab ich verschickt, mit der Bitte um Hilfe - eins davon an die Krankenkasse, wegen der Notfallliste. Da hab ich einen Link bekommen, der mir genau die Ergebnisse liefert, die ich von der Neurologin schon ausgedruckt bekommen habe. Eins an den Arbeitskreis Leben und dann noch eins an einen "Online-Hilfsdienst" (quasi Hilfe im Notfall). Von den beiden hab ich noch keine Antwort, sollte aber heute passieren - wenn man nach den Aussagen in den automatischen Antworten geht.
Ich weiß, es kann auch mal länger dauern, aber ich bin so ungeduldig ...

Meine Freundin hab ich auch angemailt (derzeit anders kein Kontakt möglich, weil wir beide eingespannt sind). Ich hab sie gefragt, ob sie mir aufschreiben kann, was sie sieht in mir. Sie schrieb mir dann viele Dinge, auch dass sie nicht schön findet, dass es mir so schlecht geht und dass sie teilweise unsicher ist, wie sie sich verhalten soll (alles in allem aber positiv und in keinster Weise so, wie mein "Freund" (den ich mittlerweile tatsächlich verabschiedet habe) es schilderte). Ich habe ihr geantwortet und einige Dinge erklärt - bspw. dass ich sie sehr schätze, aber dass ich auch weiß, dass sie meine Freundin ist und nicht meine Therapeutin. Dass ich sie nicht an irgendwelche Grenzen bringen möchte und deshalb manchmal nicht viel erzähle. Und manchmal auch gar nichts, wenn ich denke, dass es mir nichts bringt, noch mehr auf meinen Gedanken herum zu kauen.

Sie schrieb mir, dass sie mir noch antworten wird ... aber so richtig Zeit hat sie wohl auch nicht, denn die Antwort fehlt noch (unser Mailkontakt war vorgestern). Sie hat mir geschrieben zwischenzeitlich, dass die Antwort noch kommt.
Mittlerweile steigt meine Unsicherheit wieder. Vielleicht ist sie ja doch genervt? Oder hat von dem "Freund" erfahren, dass ich mich geärgert habe über seine Äußerungen?

Blöde Gedanken, verschwindet doch endlich!

Mittlerweile sind meine Tage regelrechte Achterbahnfahrten, meine Stimmungen wechseln 3, 4, 5mal am Tag. Macht mir Angst. Ist alles so unstet.

29.06.2011 11:57 • #21


Pyxidis

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Hallo Glasscherbe,

Zitat:
Sie schrieb mir, dass sie mir noch antworten wird ... aber so richtig Zeit hat sie wohl auch nicht, denn die Antwort fehlt noch (unser Mailkontakt war vorgestern). Sie hat mir geschrieben zwischenzeitlich, dass die Antwort noch kommt.


glaub Deiner Freundin ruhig. Ich bin mir sicher, daß Ihre Antwort nocht kommt. Sie wird bloß im Moment keine Zeit haben für eine ausführliche Antwort.

Viele Grüße
Scorpio

06.07.2011 12:18 • #22


Glasscherbe

Glasscherbe

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Ja das hat sie - wir haben auch etwas klären können, das ist gut so. Derzeit habe ich eine gute Phase, ich kann aktiv an meine Ängste heran gehen und mit ihnen umgehen bzw. sie zulassen und nur beobachten. Ein schönes Gefühl. Jetzt muss ich "nur" noch meine Trägheit bekämpfen, das ist nicht so einfach. Leider.

Ich habe zwei Notmails geschickt an zwei öffentliche Stellen, jedoch waren die Antworten alles andere als befriedigend. Eine fällt gleich wieder raus, weil die so unqualifiziert war - ich konnte damit einfach gar nichts anfangen. Das zweite wäre heute ein Termin gewesen, den ich aber zeitlich nicht schaffe. Da werd ich mal dranbleiben, mal sehen, was draus wird. Vielleicht, wenn die Kinder mal nicht da sind ...

06.07.2011 12:41 • #23


Glasscherbe

Glasscherbe

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Heute ist es wieder so eigenartig. Ich fühl mich so eingeengt, so als ob ich keine Luft mehr bekomme. Ich möchte weglaufen, ich möchte mich befreien, ich will, dass es auf der Stelle aufhört. Ich habe jetzt einen Mailkontakt zu einer der Stellen, die ich angeschrieben habe. Aber so richtig nützlich scheint er mir nicht. Die Frau die mit mir schreibt, scheint mir selbst so hilflos meiner Situation gegenüber ... Es ist ernüchternd.
Das einzige, was an Tipps kam war Aurum metallicum D 30 - das solle ich nehmen. Hat das jemand mal ausprobiert? Hat es geholfen?

Ich träume nachts furchtbare Dinge. Also eigentlich passiert gar nichts, ich habe nur immer dieses ganze Schwarz um mich herum und das ist so bedrohlich. Ich bekomme richtig Panik in meinen Träumen deshalb. Dann wache ich auf und kann nicht mehr einschlafen. Ich fühl mich so albern. Weil ja eigentlich nichts passiert. Ich sitze hier und weine, wenn ich nur an diese Träume denke - sie sind so schrecklich. Selbst wenn ich wach bin, habe ich noch Angst vor diesem Schwarz. Ich versteh es gar nicht.

11.07.2011 10:35 • #24


Sonnenblume20

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Hallo Glasscherbe,

Zitat von Glasscherbe:
Das einzige, was an Tipps kam war Aurum metallicum D 30 - das solle ich nehmen. Hat das jemand mal ausprobiert? Hat es geholfen?

Ich bin jetzt gerade etwas hellhörig geworden, als ich das las. Aurum metallicum ist ein homöopathisches Mittel. Ich kenne es, weil ich eine Homöopathieausbildung absolviert habe.
Ich frage mich gerade, ob die Frau berechtigt ist, Dir per Mail, ohne Dich zu kennen, ein homöopathisches Mittel zu empfehlen.
Das dürfen in der Form eigentlich nur ausgebildete Heilpraktiker oder Apotheken.
Was ist denn das für eine Stelle, mit der Du Email-Kontakt hast.

Es gibt in der Homöopathie nicht "das Mittel" gegen Depressionen. Da in der Hom. der ganze Mensch betrachtet wird, können auch die unterschiedlichsten Mittel bei Depressionen in Betracht kommen.

Aurum metallicum wird u.a. natürlich auch bei Depressionen eingesetzt, aber eben ganz individuell auf den einzelnen Patienten bezogen, verordnet.Deswegen würde ich diese Empfehlung mit Vorsicht genießen, wenn sie dann überhaupt rechtens ist.

Was mir beim Lesen Deines Beitrages aber noch so einfiel: Warum nimmst Du denn nicht persönlichen Kontakt zu diesen Hilfsorganisationen auf? Ich könnte mir vorstellen, dass ein Gespräch, wo man sich gegenüber sitzt, hilfreicher ist, als sich nur per Mail auszutauschen.
Gerade, weil Du doch schon geschrieben hast, dass REDEN Dir gut hilft. Damit meine ich aber auch reden und nicht nur schreiben.
Was meinst Du dazu?

11.07.2011 14:55 • #25


Glasscherbe

Glasscherbe

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Zitat von Sonnenblume20:
Ich bin jetzt gerade etwas hellhörig geworden, als ich das las. Aurum metallicum ist ein homöopathisches Mittel. Ich kenne es, weil ich eine Homöopathieausbildung absolviert habe.


Das hab ich eben auch überlegt. Deshalb habe ich es auch nicht gekauft. Ich hab den Kontakt aus einem Link hier im Forum. Aber irgendwie nicht das gute Gefühl, das ich haben sollte. Mal schauen, was ich damit mach.
Ich habe die Möglichkeit, im August einen Termin zu machen (persönlich). Das werde ich tun. Es ist eben nur noch so lang bis da hin ...

12.07.2011 08:26 • #26


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Knoten

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Hallo Glasscherbe,

ich habe mir gerade die Zeit genommen deinen Beitrag von Anfang an zu lesen.

Was mich verwundert, ist, das Du keinen Arzt hast, der dir zur Seite steht. Oder täusche ich mich da?

Ein Gedanke der mir durch den Kopf ging, war ein Antrag auf eine Haushaltshilfe. Wenn dein Arzt diesen Antrag unterstützt, könnte deine Krankenkasse das bewilligen.

Ein Gespräch mit deinem Betreuer von der Krankenkasse könnte dir auch Unterstützung bringen.

Ich weiß, es ist schwer diesen Weg zu gehen, doch wenn er erst einmal vollbracht ist kann es eine Entlasstung darstellen.

Trau dich und fordere deine Rechte ein.

Ich will dir jetzt auch nicht zu nahe treten, aber könntest du nicht deinen Ex ein bisschen mehr bei der Kindererziehung fordern? Wie alt sind deine Kinder?

LG, Knoten

12.07.2011 16:32 • #27


Glasscherbe

Glasscherbe

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Naja, mein Arzt und ich ... er ist sehr engagiert, aber ich bin so hin un her gerissen, weil ich halt alleine mein Leben finanziere und die Kinder betreue. Ich möchte meinen Job nicht verlieren. Mein Arzt würd mich sicher auf der Stelle krank schreiben, aber das geht doch nicht ... ich brauche meinen Job. Klar kann mich kein AG wegen Krankschreibung kündigen, aber wir wissen ja alle, wie es aussieht danach. Irgendein Grund findet sich immer, wenn der Chef mal sauer ist. Davor hab ich Angst.

Der Vater meiner Kinder sieht sie 1x im Monat, da ist nicht viel mit Erziehung. Leider. Sie sind 4 und 6.

13.07.2011 09:51 • #28


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Knoten

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Hallo Glasscherbe,

die Angst deinen Arbeitsplatz zu verlieren kann ich gut nachvollziehen, doch was passiert, wenn du unter der Last die du trägst, vollends zusammenbrichst?
Wer kümmert sich dann um deine Kinder?

Ist es nicht besser, vorher die Notbremse zu ziehen?

Ich will dich nicht kritisieren, also bitte versteh mich nicht falsch. Beim lesen fühlt sich manches anders an, als der Schreiber es gemeint hat.

Ist die Gesundheit nicht unser wichtigstes Gut?
Deine Kinder bekommen sicher mit, dass es dir nicht gut geht. Auch wenn sie erst 4 und 6 sind.

Liebe Grüsse,
Knoten

13.07.2011 11:23 • #29


Glasscherbe

Glasscherbe

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Keine Angst, ich versteh dich nicht falsch. Ich höre das auch nicht zum ersten Mal. Ich hänge wirklich zwischen den Stühlen - weil ich das einerseits weiß, andererseits aber nicht in der Lage bin, mich anders zu entscheiden. Mein schlechtes Gewissen ist einfach zu groß, wenn ich andere Leute hängen lasse. Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich zusammenbreche. Natürlich auch meinen Kindern gegenüber. Aber ich kann da nicht raus grad - alles andere wäre glatt gelogen.

13.07.2011 11:51 • #30

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