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Alleine sein mit Depressionen, Einsamkeit

Plexiglas

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Hallo Joachim,

ich verstehe sehr gut was Du meinst. An der Kasse überlege ich manchmal ob man mir die Einsamkeit schon ansieht... Mein letzter kläglicher Versuch war "bitte störe mich.de" in den Status zu stellen und es ist gar nichts passiert. Nicht mal meine Schwester hat reagiert. Genau die hat nach dem Suizid meines Onkels genau gewusst das dessen Lebensgefährtin schuld sein musste. So einfach ist für die meisten die Welt.
Ich verstehe auch deine Ironie und deine Wut nur zu gut. Ich glaube diese Wut auf irgendjemand ist das Resultat von Einsamkeit weil die nicht der menschlichen Natur entspricht.
Also, über was sprechen wir?
Die Brücke steht morgen auch noch.

Liebe Grüße

12.06.2020 21:02 • x 2 #31


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Ylva

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Hallo @Joachim-68 . Wo bist du?
Liebe Grüße, Ylva

14.06.2020 12:44 • x 2 #32


bake37

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Hallo, Joachim,
Du hast deine Depr. seit 10 Jahren. (ich seit fast 70 !) Du wirst eines nicht zu fernen Tages erfahren, dass man dich als chronisch und austherapiert bezeichnet. Zur Zeit leidest du noch unter der Einsamkeit. Später, wenn du durch die vielen Episoden über lange Zeit hinweg ausgebrannt bist, wirst du eine sogen. Soziophobie entwickeln, d.h. die Menschen gehen dir auf die Nerven. Dann hast du nur noch eines im Sinn: lasst mich in Ruhe, lasst mich allein. Glaub mir, du wirst die Einsamkeit lieben.Du wirst den Menschen aus dem Weg gehen und jedem dankbar sein, der sich von dir verabschiedet. Nachdem du deinen Supermarkteinkauf beendet hast, wirst du fliehen: nix wie heim. Vielleicht hast du ein Haustier, das auf dich wartet, einziges Lebewesen, mit dem du reden kannst. Besser als nichts! Du lebst in einem Schneckenhaus, in dem du dich häuslich einrichten musst, wenn du überleben willst.Fürchte dich nicht vor der Einsamkeit, du wirst sie mögen .Außenstehende werden sich fragen, wie kann man nur so leben? Na und ... Nutze das Internet, so lange es geht Das verbindet dich mit der Welt, kannst Musik und Filme herunterladen, chatten usw. - Lieber Joachim, Du mußt das Unabänderliche akzeptieren. Du wirst es schaffen
Ich hab' das alles durch, vom ersten Antidepressiva in den 50iger Jahren bis zur EKT 2015. Und heute?
Alle 14 Tage die Haushaltshilfe, alle 3 Wochen der Einkauf. Dazwischen kein menschliches Wort. So sieht unsere Karriere aus, meine und die von vielen anderen Betroffenen.
Wenn man mich finden wird ...ähnliches ist manchmal als kleine Zeitungsnotiz ganz unten rechts außen kleingedruckt am Rand zu lesen. So ist das Leben.
Mach's gut Joachim
Liebe Grüße
bake37
Führt die Depr. zu Einsamkeit oder die Einsamkeit zu Depr.? Ich neige eher zu ersterem. Übrigens haben Wissenschaftler festgestellt, dass Einsamkeit eine sichtbare Spur auf den Genen hervorruft..

14.06.2020 21:58 • x 1 #33


Plexiglas

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Hallo bake...
Erschreckend unsere Aussichten. Du bist sehr intelligent, das merkt man wie Du schreibst. Hast Du etwa zu oft die Therapie hinterfragt das der Stempel austherapiert gedrückt wurde? IronieSag warum sprichst Du die Haushaltshilfe nicht einfach mal an? Darf ich überhaupt Du sagen? Abkürzungen die niemand versteht ist eigentlich mein Part. EKT? Und wieso machs gut Joachim?
LG Plexiglas

14.06.2020 22:36 • x 1 #34


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Alexandra2

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Jeder, der chronisch krank ist, kann seine Behinderung feststellen lassen. Damit kann Eingliederungshilfe und oder betreutes Wohnen (dh psychosoziale Betreuung) beantragt werden. Das ist ein Segen und hat mir das Leben gerettet. Bis 4 Termine Einzel-und Gruppentherapie/Woche bekam ich. Auch Aufsuchen in der Häuslichkeit ist möglich.
Ich bin über 50 Jahre krank

15.06.2020 08:10 • x 3 #35


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Kate+

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Hallo Bake,
das klingt ja schrecklich. Es gibt so viele Möglichkeiten unter Menschen zu gehen und der Einsamkeit ein Stück weit zu entkommen. Ich persönlich empfinde Deine jetzige Lebenssituation als absolute Endstation. Ich glaube auch nicht, das Joachim mit dieser Aussicht auf die Zukunft neuen Lebensmut schöpfen könnte. Mir scheint, so glücklich bist Du vielleicht auch nicht unbedingt, sondern Du hast Dich vielleicht nur damit abgefunden und versuchst das Beste daraus zu machen. Kann das sein?

LG Kate

15.06.2020 08:58 • x 5 #36


bake37

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Hallo, Plexiglas,
Danke für Deinen Kommentar.Die Feststellung "austherapiert" stammt von mir. Ich weiß, dass ich alles versucht habe was die Medizin so bietet. (EKT= Elektrokrampftherapie= Elektroschock) Wenn über Jahrzehnte geht und nichts mehr anschlägt, muß man sich eines Tages damit abfinden und es akzeptieren.. Krebspatienten geht es ja genau so.Wir wissen, dass wir nicht mehr gesund werden. Also an ein Ende mit Würde denken. Ihr alle im Forum seit noch jung. Versucht alles, solange Ihr noch fähig seid. Lasst nichts aus. Vielleicht erlebt Ihr , dass jemand eine aufregende Entdeckung macht und die Depr. zu heilen ist. Dann wäre viel Elend aus der Welt.
Guck mal mein Profil
Erzähl von Dir. Ich kenne die Stadt, die Plexiglas erfand und herstellt!
Liebe Grüße
bake 37

15.06.2020 12:08 • x 1 #37


bake37

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Hallo, Alexandra2,
Danke für Deinen Kommentar.
Ich weiß nicht, ob Du das verstehst. Ich möchte nicht, dass ich zum Sozialfall werde. Also finde ich mich ab mit dem, was nicht zu ändern ist. Vielleicht heißt das, ich habe mich aufgegeben. Na gut. Das Leben läuft nicht immer rund, den einen erwischt es mehr, den anderen weniger oder gar nicht.
Grüße von
bake37

15.06.2020 12:20 • x 1 #38


bake37

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Hallo Kate,
Mit "Endstation" und "abgefunden" liegst Du richtig. Jeder Mensch erreicht irgendwann einmal die Endstation. Das ist Realität, nur spricht man nicht gern darüber.- 70 Jahre lang Depr.,damit habe ich mich doch ganz gut gehalten bis heute. Es war so mancher Drahtseilakt dabei. Wenn Ihr wüsstet, wie Eure Omis und Uromis damals "behandelt" wurden, als es noch nichts gab ausser Tofranil und gutes Zureden! Ein Thema für sich.
Danke für Deinen Kommentar
Liebe Grüße
bake37

15.06.2020 12:44 • x 3 #39


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Kate+

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Hallo Bake,
ich umarme Dich mal herzlich. Egal für was, es ist nie zu spät.

LG Kate

15.06.2020 15:37 • x 2 #40


bake37

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Hallo, Kate,
es tut mir total leid, wenn ich den Joachim entmutigt haben sollte. Das Gegenteil wollte ich bewirken
> wer gut informiert ist, weiß, was auf ihn als Langzeitbetroffener zukommt.Er kann rechtzeitig und nach Bedarf reagieren und gegensteuern.. Davon bin ich ausgegangen.
> Ich wollte deutlich machen,dass Einsamkeit nicht nur bedrohlich und schmerzhaft sein kann, sondern auch positive Seiten hat.Sie schafft einen Ruhe- und Rückzugsraum, wenn die ewig gut gelaunten lachenden und feixenden Schwätzer aus unserer Umgebung nicht mehr auszuhalten sind.
Du hast recht, vielleicht war mein Beitrag wenig hilfreich für Joachim. Ich werde mich in Zukunft zurückhalten. Versprochen!
Danke für Deine Umarmung
bake38

15.06.2020 22:54 • x 2 #41


Plexiglas

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Hallo bake,
Bitte nicht zurückhalten. Lieber erklären so wie gerade geschehen. Ich finde es ausgesprochen hilfreich solch Gedanken die gegen den Strom der eigenen laufen zu lesen. Meine Gedanken in und um meine Einsamkeit sind durchweg negativ und mit Scham behaftet. Jetzt nachdem ich eine andere Sichtweise beleuchte fällt spürbar etwas Scham und Schmerz weg. Es ist mir im Augenblick erträglich einsam zu sein weil ich gerade keinen Kompromiss im Zusammenhang mit Gesellschaft wollte, falls Jemand klingelt. Erstaunliche Klarheit.
Dankeschön

16.06.2020 06:31 • x 2 #42


Plexiglas

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Hallo bake,

Du schreibst wer gut informiert ist kann sich vorbereiten. Kannst Du das etwas näher beleuchten wenn Du Zeit und Lust findest?
Ich frage weil ich immer wieder hoffe es wird besser und dann wieder völlig überollt von unerträglichen Episoden. Leider habe ich noch keinen Zugang gefunden wie ich mich darauf vorbereiten könnte. Das wiederum ängstigt mich weil ich nicht wirklich Einfluss nehmen kann.

Du schreibst Frauen früher.... Auch dazu hab ich Fragen.
Ein Teil meiner belasteten Situation ist eine Frau in deinem Alter im sehr nahen Umfeld die mindestens dreimal täglich zum freundlichen Schwatzen für einige Stunden rausgeht. Aus irgendeinem Grund reagiert Sie auf alles und jedes was nicht Sie nicht bestimmt hat mit intregantem Verhalten. Wohl eine Art für Sie ihre Meinung entlastend an anderer Stelle anzubringen ohne einen Konflikt auszutragen. Für meine Begriffe sehr egoistisch und übergriffig weil Sie damit z.B. in mein Leben eingreift. Es gibt schon fast keinen Nachbarn mehr der mir unvoreingenommen guten Tag sagt, so viel zu der Auswirkung auf mich. Ich hab ja zu gar niemand von denen Kontakt also muss ein Großteil von ihren Interaktionen kommen. Es wird ein Kraftakt für mich diese Situation durch Umzug zu verändern, deshalb frag ich mich was die Frau so geprägt hat.

Liebe bake, 70 Jahre Depr., wie hast Du dich trotzdem so gut gehalten? Du zeigst mir da schon wieder was ganz Neues. Man kann also mit Depression auch würdevoll alt werden und scheinbar auch die Technik für sich nutzen, so wie Du.

Leider wohne ich nicht neben dir, nicht mal in deiner Stadt.

Liebe Grüße und danke fürs teilen

16.06.2020 07:28 • x 2 #43


bake37

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Hallo, Plexiglas (Polymethmetylacrylat)
Ich gehöre ja zur 68iger Generation." Auf die Dauer hilft nur Power" hieß es damals. Das fällt mir zu Deiner Nachbarin ein.
Du solltest einen deutlichen Schlußstrich ziehen, wenn nötig mit etwas Gewalt ,auch etwas plötzlich, damit sie merkt, dass es Dir ernst ist. Es muß Eindruck machen. Anders geht es nicht. Sag ihr ohne lange Diskussion "eben ist Schluss, es reicht, verschwinde aus meinem Leben, jetzt und auf der Stelle und für immer." Rücksicht ist da fehl am Platze. Nimmt sie auf Dich Rücksicht? Sie läßt ihren Frust an Dir aus. Du brauchst auch nicht zu fragen, was diese Frau geprägt hat. Das ist Aufgabe der Psychologie, nicht hilfreich und belastet Dich unnötig. Sei mutig und denk an Dich. Du gehst ja kaputt.
Ich habe ähnliche Situationen erlebt, wobei manche Menschen "klammern", bei den ersten Anzeichen habe ich die Beziehung beendet. Manche saugen einen richtiggehend aus!
Denk drüber nach. Ich wünsche Dir viel Erfolg
bake37

16.06.2020 14:46 • x 4 #44


bake37

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Hallo, Joachim,
ich habe Dir ein paar mal geantwortet. Leider bin ich z.Zt. auf Talfahrt. Deshalb muss ich noch was ergänzen. Ein Hinweis., der Dir vielleicht weiter hilft, als das bisher gesagte:Ist es Dir möglich, Dir einen Therapeuten/In zu suchen für eine längerfristige Psychotherapie.? Ich habe eine, konnte sie mit viel Glück "ergattern".Ein solches Gespräch, auch wenn es nur einmal pro Woche stattfindet, mildert eine schmerzhaft empfundene Einsamkeit. Wenn man zu lange einsam ist, entstehen Probleme beim Sprechen. So weit sollte es nicht kommen. Telefoniere so oft Du kannst. Fühlst Du Dich einsam, wenn wir hier chatten? Du wirst sehen, dass Du eines Tages nicht mehr leidest. Du nimmst alles in Deiner Umgebung viel intensiver wahr. Kleinigkeiten werden interessant. Bleib neugierig. Gehe Dingen nach, die Du schon immer wissen wolltest. Hast Du ein Hobby? Wenn nicht, such Dir eines.
Ich glaube ganz fest, dass uns Einsamkeit viele Chancen bereit hält. Man muß sie nur positiv betrachten. Und schämen braucht man sich schon gar nicht, auch nicht, wenn Du mal Selbstgespräche führen solltest. Die führt jeder, nur würde es keiner zugeben. Beobachte Menschen auf der Strasse oder beim einkaufen! Und ein Haustier wirkt Wunder.
Was glaubst Du, wieviele große Denker, Künstler und Wissenschaftler einsam waren? In Gesellschaft hätten sie ihre Werke wohl kaum zustande gebracht.
Viele Grüße
bake37

16.06.2020 16:32 • x 4 #45


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Kate+

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Liebe Bake,
das hast Du so schön geschrieben. Schopenhauer sagte einst, dulde Nähe nur wenn sie zum überleben wichtig ist und meide sie ansonsten. Es hat ihm nicht viel gebracht. Manchmal denke ich auch, es wäre einfacher, wenn man das einfach so könnte, aber das menschliche Wesen ist für Einsamkeit nicht ausgelegt.

LG Kate

16.06.2020 16:38 • x 3 #46


bake37

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Hallo, Alexandra2,
Nach meinen 2 langen Klinikaufenthalten habe ich auf Empfehlung meiner PT eine psychosoziale Einrichtung besucht. Ambulant, 2mal in der Woche, Beginn 9.00. Es sollte mir ein strukturierter Tagesablauf beigebracht werden.Das frühe Aufstehen hat mich kaputt gemacht, dazu die 22 km Anfahrt über die Berge im Winter. Außer eimerweise Kartoffelschälen und Geschirr spülen hat sich für mich nicht viel abgespielt. Die meisten Teilnehmer waren behindert, Kommunikation war nicht möglich. Einen Arzt oder anderweitigen Therapeuten wie z.B Sozialpädagogen habe ich nie gesehen, nie ein Gespräch geführt. Ich wurde nur aufbewahrt. Ein Jahr lang habe ich diesen Horror durchgehalten. Keinen Tag länger. Nie mehr! Dagegen hast Du Glück gehabt!
Liebe Grüße
bake37

17.06.2020 15:43 • x 3 #47


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Alexandra2

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Hallo Bake,
das ist schlimm, was soll eine "Verwahrung", die überhaupt keine Hilfe darstellt?
Mir ging es so in der Tagesklinik: völlig erschöpft und überfordert wurde das Tagesprogramm durchgezogen. Und war für mich viel Hilfreiches dabei, aber ich durfte keine Pause machen. Man hätte mich in eine Ecke stellen können, ein Tuch drüberlegen und da hätte ich lange geschlafen. Ich war so kaputt...
Die Eingliederungshilfe läuft so: wenn sie bewilligt ist, geht man mit dem psychosozialen Betreuer (meine ist Psychologin) und einer Dame vom Amt (Eingliederungshilfe) und es werden gemeinsam Ziele festgelegt. Anschließend wurden Termine mit der Psychologin vereinbart, anfangs 3 Einzelgespräche/ Woche und 1 Gruppengespräch. In diesen Gesprächen, die sehr alltagsnah sind, wird überholtes Verhalten reflektiert und neues eingeübt. Dadurch konnte ich die endlose Erschöpfung abbauen und lerne mich Schritt für Schritt kennen. Wegen dem Entwicklungstrauma fehlt/e Vieles.
Voraussetzung ist ein GdB, den man ja feststellen lassen kann.
Liebe Grüße
Alexandra
Ich zahle einen monatlichen Eigenanteil und die große Summe wird vom Amt geleistet. Die Eingliederungshilfe ist auch für Menschen mit seelischen Behinderungen, die sonst keine Chance auf Teilhabe im Alltag und in der Gesellschaft haben. Alle mit einer festgestellten Behinderung haben einen Anspruch darauf, sofern sie keine Millionäre sind...

17.06.2020 17:14 • x 3 #48


Plexiglas

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Hallo bake,

ich hoffe es geht Dir gut?
Gerne würde ich dir( wenn es wirklich passt bei dir) berichten über den Fortgang.
Dauer und Power ist echt schwierig für mich, irgendwie kommen da immer so störende Minderwertigkeitkomplexe dazwischen. Heute hatte ich wieder einen schwierigen Tag mit dem Dunst der Frau Intregantin.
Ganz ehrlich die Kunst Leute rumzudrehen ist mir so unverständlich das ich schon fast Bewunderung dafür habe. Mein Tag begann mit einer unbekannten Nummer und mehreren drohenden sms über , ach ich weiß gar nicht ob details wichtig wären, angeblich mit dem Vorwurf man wolle sich ja gütlich einigen und zuletzt hab ich gebeten diese Güte zu haben und sich an ... um ... zu wenden mit dem Thema und da erschien natürlich niemand. Nein, es geht genau ums Gegenteil, ich sollte die anfeindung spüren, so wie jeden Tag. Ziel wahrscheinlich verschwinde du bist hier nicht erwünscht. Es wäre besser gewesen ich hätte mich gar nicht auf das Spiel eingelassen, es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Erstaunlich das sich solche Leute noch als gütig bezeichnen.
Aber ich bin stolz auf mich, hab wenigstens den Rückzug für drei Stunden durchbrochen und jetzt schreib ich dir, wie einer Verbündeten. Albern vielleicht, aber danke dir dafür und hoffentlich fühlt es sich für dich nicht als Klammern an.

Liebe Grüße

[quote="bake37"]Hallo, Plexiglas (Polymethmetylacrylat)
Ich gehöre ja zur 68iger Generation." Auf die Dauer hilft nur Power" hieß es damals. Das fällt mir zu Deiner Nachbarin ein.
Du solltest einen deutlichen Schlußstrich ziehen, wenn nötig mit etwas Gewalt ,auch etwas plötzlich, damit sie merkt, dass es Dir ernst ist. Es muß Eindruck machen. Anders geht es nicht. Sag ihr ohne lange Diskussion "eben ist Schluss, es reicht, verschwinde aus meinem Leben, jetzt und auf der Stelle und für immer." Rücksicht ist da fehl am Platze. Nimmt sie auf Dich Rücksicht? Sie läßt ihren Frust an Dir aus.

22.06.2020 17:16 • #49


Joachim-68

Joachim-68

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Hallo, Sorry das ich so lange für die Antwort gebraucht habe.

Eigentlich sind Depression nicht anderes als EINZELHAFT.
Da muss jeder Mensch zu Grunde gehen.
Der Mensch ist ein Herdentier!

Joachim

Vor 8 Stunden • x 1 #50


Joachim-68

Joachim-68

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Werde mal wach, der Egoismus ist seit Jahren Standard und es bleibt nichts.

Vor 8 Stunden • #51


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Kate+

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Zitat von Joachim-68:
Da muss jeder Mensch zu Grunde gehen.
Der Mensch ist ein Herdentier!


MUSS nicht lieber Joachim, ganz ganz viele schaffen es, wieder ein zufriedenes Leben zu führen. Depression ist heilbar. Man ist mitunter veranlagt dafür, aber es ist dennoch heilbar!

LG Kate

Vor 6 Stunden • x 1 #52


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Pilsum

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Zitat von Joachim-68:
Eigentlich sind Depression nicht anderes als EINZELHAFT.
Da muss jeder Mensch zu Grunde gehen.
Der Mensch ist ein Herdentier!


Hallo Joachim,

warum findest Du kann man Depressionen mit Einzelhaft vergleichen?
Wer sperrt die Person, die depressiv ist ein?

Vor 5 Stunden • #53


Joachim-68

Joachim-68

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Keiner sperrt die Menschen ein, aber aus eigener Erfahrung, weiß ich, es ist besser zu Hause zu bleiben. Bei meiner Erkrankung.

Einfaches Beispiel:

Ich stehe an der Kasse im Supermarkt. Vorne geht es nicht weiter, weil ein Kunde bla bala...
Ich schwitze stark und mache eine heftige Ansage, ein gesunder Mensch nicht.

Depressionen äußern sich sehr individuell.

Ich bleibe lieber in meiner Einzelhaft.

Vor 5 Stunden • x 1 #54


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Kate+

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Zitat von Joachim-68:
Ich stehe an der Kasse im Supermarkt. Vorne geht es nicht weiter, weil ein Kunde bla bala...
Ich schwitze stark und mache eine heftige Ansage, ein gesunder Mensch nicht.


Vermeintlich gesunde Menschen machen das auch, zur genüge sogar. Es spielen in jede Depression auch die Charaktereigenschaften, welche man vorher vielleicht schon besaß, mit rein.

Vor 5 Stunden • x 1 #55


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Pilsum

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Zitat von Joachim-68:
Keiner sperrt die Menschen ein, aber aus eigener Erfahrung, weiß ich, es ist besser zu Hause zu bleiben. Bei meiner Erkrankung.

Einfaches Beispiel:

Ich stehe an der Kasse im Supermarkt. Vorne geht es nicht weiter, weil ein Kunde bla bala...
Ich schwitze stark und mache eine heftige Ansage, ein gesunder Mensch nicht.



Dein Beispie kann ich nachvollziehen.
Wenn Du eine "Ansage" machst, dann ist das aber Deine freie Entscheidung.
Mit einer Depression hat das meiner Ansicht nach nichts zu tun.

Bedeutet dies nicht Folgendes. Wenn Du Dir selbst lernst, dass Du nicht immer gleich aggressiv
reagieren musst, wenn es mal nicht so geht, wie Du es erwartest, dann kannst Du Dich in
Zukunft frei unter Menschen bewegen und brauchst Dich nicht mehr zurückzuziehen.

Zitat:
Depressionen äußern sich sehr individuell.
Ich bleibe lieber in meiner Einzelhaft.


Auch ich denke, Depressionen äußern sich individuell. Du hast das hier anschaulich beschrieben.

Meiner Ansicht nach haben sie jedoch meistens auffallend ähnliche Ursachen.
Und die könntest Du nach und nach beseitigen. Das funktioniert aber nicht, wenn Du Dich zuhause zurückziehst.

Wer immer nur mit sich selbst Schach spielt, der wird nie die erfolgreichen Figurenzüge dieses
Spieles erlernen, die man benötigt, um Spiele zu gewinnen und der wird auch nie spüren, wie sich Erfolg anfühlt.

Vor 5 Stunden • x 1 #56


Joachim-68

Joachim-68

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Du hast Recht, alles wie du willst.
Ich wollte mit meinen Einträge
nur helfen, aber es findet sich
immer jemand, der was zu
meckern hat.
Mecker ruhig weiter.

Vor 5 Stunden • #57


Joachim-68

Joachim-68

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Ich habe keine Lust mehr, mich für meine Meinung zu rechtfertigen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade, aber Ihr mit euren DIN A4 Seiten an Antworten, habt da kein Problem mit. Wer ist krank?
Genau durch Euch geht unsere Welt kaputt. Lass uns erstmal 2 Jahre lang reden und dann schauen wir mal.

Vor 5 Stunden • x 1 #58


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Kate+

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Genau mit so einer Einstellung verhinderst Du, dass es Dir jemals besser gehen könnte. Du fällst sofort in eine Opferrolle, für die es keinen Grund gibt. Und was anderes, wem hier hilft denn so eine destruktive Denkweise wie Du die hast? Jeder versucht sich zu berappeln und gegenseitig aufzubauen, was viele im Übrigen auch bei Dir versucht haben.

Vor 5 Stunden • x 2 #59


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Pilsum

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Zitat von Joachim-68:
Ich habe keine Lust mehr, mich für meine Meinung zu rechtfertigen.
Dafür ist mir meine Zeit zu schade, aber Ihr mit euren DIN A4 Seiten an Antworten, habt da kein Problem mit. Wer ist krank?
Genau durch Euch geht unsere Welt kaputt. Lass uns erstmal 2 Jahre lang reden und dann schauen wir mal.


Lieber Joachim,

wenn Du eine Meinung gern äußerst, sie aber nicht verteidigen möchtest, wüsste ich gern.
Was erwartest Du dann von den Mitgliedern hier im Forum?
Sollen sie jede Meinung unwidersprochen lesen und akzeptieren?
Welchen Vorteil hätte jemand davon?

Eine Depression wird niemand verbessern können, wenn er Kritik an seiner Meinung nicht gestattet.

Vielleicht hast Du ja Recht. Da werde ich Dir nicht widersprechen.
Es kann sein, dass die Welt durch Menschen wie mich, kaputt geht.

Vor 2 Stunden • x 1 #60

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