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Zu wenig Energie + Burnout vermeiden? Brauche Tipps

Ayda910

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Hey, ich weiß nicht wirklich ob ich in dieser Kategorie hier richtig bin aber ich habe ein Problem.

Ich mache zurzeit mein FSJ an einer Förderschule mit Kindern und es macht mir wirklich Spaß. Ich freue mich so gut wie jeden Tag darauf die Kinder wieder zu sehen und ihnen im Unterricht zu helfen. Morgens bin ich auch noch echt fit, also auf der Fahrt und in den ersten beiden Stunden gar nicht müde. Danach haben die Kinder Pause und meistens frühstücke ich dann und gehe mit raus in die Aufsicht. Danach jedoch werde ich wirklich jeden Tag zur Gleichen Zeit so etwa Mitte 3 Stunde bis hin zu 12 Uhr extrem müde und es fühlt sich so an, als hätte ich gar keine Energie mehr. Manchmal ist es wirklich so heftig, dass es mir schwer fällt rumzugehen und gucken was die Kinder für Aufgaben machen weil ich das Gefühl habe, umzukippen. Meine Augen fühlen sich dann ganz schwer an und ich könnte ungelogen auf der Stelle einschlafen.

Merken tun es die Kinder nicht weil ich ihnen trotzdem helfe, auch wenn mein Kopf extrem weh tut. Jedoch weiß ich von mir selber , dass ich ihnen noch viel besser helfen könnte, wäre ich zu 100% fit. Ich trinke genug, habe immer Wasser dabei. Frühstücken tuh ich auch gesund.
Es ist komisch dass es immer zur Gleichen Uhrzeit kommt. Am Nachmittag in der OGS Betreuung geht das wieder voll. Habe dazwischen auch ne Stunde Pause. Und den Rest des Tages bin ich dann auch so Garnicht mehr müde.

Das hört sich nach nicht viel an aber es ist echt belastend, hat jemand ne Ahnung woran es liegt? Vitaminmangel? Oder wie kann man das sonst ändern, damit man mehr Energie hat?

Die zweite Sache die ich versuchen umzusetzen jedoch nicht wirklich klappt, ist eine Routine zu finden um runter zu kommen. Ich arbeite 8 Stunden jeden Tag. Danach komme ich nach Hause und gegen Abend was mit Freunden oder schreibe an meinem Buch weiter. Abends bin ich dann so müde dass ich mich hinlege und einfach fernsehe. Würde gern wieder mehr Sport machen und Vorallem Yoga nur irgendwie kriege ich keine wirkliche morgen und Abend Routine hin.

Morgens verläuft das eigentlich immer hektisch und ich habe nicht viel Zeit , würde gerne auch morgens Yoga machen nur irgendwie finde ich halt 0 Zeit.

Es hört sich dumm an , ich könnte mir ja einfach Zeit nehmen aber es ist immer irgendwas. In der Oberstufe hatte ich schon einen Burnout. Will auf keinen Fall dass es wieder so endet. Hat jemand sowas ähnliches? Wie kann ich mir mehr Zeit für mich nehmen und Vorallem gedanklich abschalten? Einfach komplett zu mir finden als Ausgleich zur Arbeit, zum Alltag?

Wäre dankbar um Tipps oder eigene Erfahrungen.

15.12.2019 10:57 • x 1 #1


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maya60

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Hallo Ayda, es ist richtig, dass du aufmerksam drauf schaust, nicht nochmal ein Burnout zu bekommen. Mit Kindern 8 Stunden zu arbeiten ist ein wertvoller und sehr sinnstiftender, aber auch ein harter und fordernder Job, auch wenn du es liebst. Wenn du außerdem zum Burnout neigst, kann es sein, dass 8 Stunden auf Dauer zuviel für dich sind.
Alle sozialen Berufe erzeugen so viele Burnouts, dass man erkennen kann, dass dort etwas Grundlegendes heute krankmachend ist. Wahrscheinlich, wie sich fortwährend über das menschliche Bedürfnis nach Ruhe und Reizreduktion hinweggesetzt wird. Das kennst du schon aus deiner Schulzeit mit dem Burnout? Schule ist auch heute ein stressreicher Raum. Achte die Signale, die dir dein Körper setzt und gehe nicht nach Normen oder Wunschbildern.

Eine psychologische Begleitung hilft da sehr, die eigenen Kraftgrenzen kennenzulernen und zu beachten.

Darum, wenn dein Job dich schon so an deine Grenzen bringt, verlange nicht noch in deiner Freizeit etwas von dir. Du darfst dann müde sein und Ruhe ausleben. Das ist eine Routine. Für Freizeitaktivitäten sind dann eben die freien Tage da. Dass Berufstätigkeit alle Kraft frisst, ist falsch, aber wenn es so ist, dürfen wir das nicht ignorieren, sonst kommt das Burnout.

Wenn dich die Frühstückspause so an einen toten Punkt bringt, aus dem du viel zulange täglich nicht rauskommst, dann würde ich an deiner Stelle mal versuchen, in der Frühstückspause alleine an die frische Luft zu gehen und auch nur Rohkost oder Obst zu essen, etwas, das nicht so schlapp macht durch die Verdauung. Und viel Wasser trinken.

Liebe Grüße! maya

15.12.2019 19:21 • #2


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mrsrobot

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Ich finde den Thread interessant. Über meine Verhaltenstherapie versuche ich seit letztem Jahr auch festzustellen, was im Arbeitsleben für mich funktioniert und was nicht. Es ist so, dass ich immer wieder gerne und schnell den Job wechsle, weil ich mich dem Denken und Verhalten von Menschen in Unternehmen meist nicht klarkomme. Abgrenzung ist für mich sehr, sehr schwer, belastbar bin ich auch nicht mehr so und der Druck und die nicht vorherrschende Struktur in den meisten Unternehmen machen es mir nicht leicht.

12.03.2020 10:30 • #3


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Jedi

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Zitat von mrsrobot:
weil ich mich dem Denken und Verhalten von Menschen in Unternehmen meist nicht klarkomme. Abgrenzung ist für mich sehr, sehr schwer, belastbar bin ich auch nicht mehr so und der Druck und die nicht vorherrschende Struktur in den meisten Unternehmen machen es mir nicht leicht.

Da skizzierst du ein Bild, was du in sehr vielen Firmen vorfinden kannst,
- sehr unterschisdliche Menschen, mit unterschiedlichen Charaktereigeschaften u. Bedürfnissen,
- Druck der auf die MA ausgeübt wird, weil Geld verdient werden will, villt. für eine auskömmliche Rendite gesorgt werden muss,
villt. aber auch, dass die MA nicht so viel zum Nachdenken kommen u. so besser führbar oder manipulierbar sind,
- vorherrschende Strukturen, die oft nicht angepasst wurden, man lässt es einfach immer so weiter laufen u.
eine Firmenstruktur zu verändern, dafür braucht es einen Chef, der eine Veränderung erkennt, der eine Vision hat u.
der Flexibel genug ist, über ausreichend Wissen vefügt u. so dann auch reagiert, im Sinne seiner Firma, seines Produktes u.
so auch seiner Fürsorgepflicht, gegenüber seiner Mitarbeiter nachkommt.

Darauf haben oft die MA keine Einfluss u. wir müssen irgendwie für uns dann immer einen Weg suchen, um in einem Unternehmen auch unseren Platz zu finden.
Das ist oft eben nicht leicht !
Sich da richtig Abgrenzen zu können, ist schon eine Herausforderung u. gelingt nicht jedem so einfach.
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Was mir in deinem Beitrag auffiel war,
Zitat von mrsrobot:
Es ist so, dass ich immer wieder gerne und schnell den Job wechsle

hat bei mir den Gedanken an den "inneren Vermeider" ausgelöst.
Wir Menschen wurden ja geprägt u. haben diese Prägungen u. erlernten Verhalten gut in sich abgespeichert.
Später entwickeln wir dazu unsere oft unbewussten Verhaltensmuster, die durch innere Instanzen, wie ich sie nenne,
unser Denken u. Verhalten beeinflussen.
Zitat von mrsrobot:
Über meine Verhaltenstherapie

Ich denke, dass dir aus der Verhaltenstherapie, möglicherweise nicht unbekannt vorkommen mag u.
villt. hat dieser schnelle Jobwechsel ja etwas mit einem deiner Verhaltensmuster zu tun, die dir möglicherweise
so gar nicht bewusst sind.
Aber ein gutes Thema für die Verhaltenstherapie u. villt. kannst Du mit dem TP daran arbeiten, es dir so erklärbar zu machen u.
villt. findest du dadurch einen besseren Umgang, so dass du villt. besser u. auch mal länger einen Platz,
in einem Job finden kannst.
Ich stelle es mir auch stressig vor, wenn man irgendwo neu anfängt u. sich da seinen Platz immer erst dann wieder finden muss.

12.03.2020 11:43 • #4


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kate4455

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Zitat von maya60:
Wenn dich die Frühstückspause so an einen toten Punkt bringt, aus dem du viel zulange täglich nicht rauskommst, dann würde ich an deiner Stelle mal versuchen, in der Frühstückspause alleine an die frische Luft zu gehen und auch nur Rohkost oder Obst zu essen, etwas, das nicht so schlapp macht durch die Verdauung. Und viel Wasser trinken.


Das ist ein super Input, den ich nur aus eigener Erfahrung bekräftigen kann. Führe dir auf jeden Fall energiereiche, leicht verdauliche Nahrung zu.

Zu deiner Geschichte hatte ich sonst noch zwei weitere Gedanken:

1. Ich habe den Eindruck, dass du dich in den ersten Stunden zu sehr verausgabst mit deiner Energie, zu viel abgibst von dir. Ich denke, dass du so voller Freude bist und voller Euphorie, dass du nicht merkst, dass du förmlich energetisch "ausblutest". Ich habe die Erfahrung mal vor vielen Jahren bei einem Gespräch mit einer Frau gemacht, ich habe erzählt, erzählt, erzählt und nach unserem Treffen war ich so fertig, dass ich schlafen musste.
Jetzt kann man sagen, dass sind "Energieräuber", ja. Aber aus meiner Erfahrung liegt es auch ganz stark daran, dass du deine Energie (auch die positive) viel zu freizügig gibst, da du unterbewußt ein Muster verfolgst, das dich antreibt. In der Regel ist das der Wunsch nach Aufmerksamkeit und dem Gesehen werden. Ein typisches Burnout-Muster, das ich auch sehr gut kenne.
Daher ist es sehr wichtig, dass du lernst, dich abzugrenzen! Achte sehr gut auf deine Signale. Wenn du eine Pause brauchst, nimm dir diese wenn möglich. Wie kannst du dir selbst gutes tun, in der Arbeit und außerhalb? Spazierengehen, bewußt atmen, innehalten, dankbar sein, etc. Was macht dir Freude? Was gibt dir Kraft? Was trägt und hält dich? Und vor allem Gute Nahrung - wie oben schon erwähnt. Sie erdet dich und gibt dir Kraft.

2. Möglicherweise ist die Energie der Räumlichkeiten sehr gering, was auch dazu führt, dass dich der Raum schwächen kann. Wie alt ist denn das Gebäude? Schulen und Einrichtungen sind energetisch oft verbraucht, durch ungünstige Materialien und nicht zuletzt durch Elektrosmog. Vielleicht hast du hier auch eine erhöhte Sensibilität? Du schreibst ja, dass es dir immer besser geht, wenn du draußen warst.
Google mal nach Elektrosensibilität testen, dann kannst du herausfinden, ob das auf dich zutrifft und erhältst weitere Infos dazu.

Alles Gute für DICH und toi toi toi

12.03.2020 14:32 • #5

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