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Wenn du einen Wunsch frei hättest

HDD

HDD
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Mal angenommen, eine gute Fee kommt um die Ecke und bietet dir an, dir EINEN persönlichen(1), erfüllbaren(2) Wunsch zu erfüllen: Was würdest du wählen?

(1) persönlich meint hier: Nur für dich persönlich und evtl. dein persönliches Umfeld; also nicht so etwas wie "Weltfrieden" oder "alle Menschen vertragen sich".
(2) erfüllbar meint hier: In Übereinstimmung mit den Naturgesetzen und unserer Biologie und Psychologie, also z.B. nicht "ewiges Leben" oder "immerwährende Glückseligkeit".

#1


K
Ich war vor vielen Jahren hier schonmal angemeldet. Damals für einen Freund mit Depressionen dem ich unbedingt helfen und verstehen wollte. Bis ich auf die dümmste Idee kam, die ich jemals hatte… und es damals (ich war so jung und wußte so wenig!) für die genialste Idee hielt…
Ich setzte ihm ein Ultimatum: entweder er geht endlich zum Arzt und holt sich Hilfe oder wir können keinen Kontakt mehr haben.
Natürlich habe ich das nur gesagt weil ich der Überzeugung war, es würde funktionieren.

DAS würde ich rückgängig machen mit meinem Wunsch. Denn danach hat er den Kontakt abgebrochen was mich jahrelang belastet hat. Wie dumm ich war…

x 2 #2


A


Hallo HDD,

Wenn du einen Wunsch frei hättest

x 3#3


HDD
Zitat von katjes:
DAS würde ich rückgängig machen mit meinem Wunsch. Denn danach hat er den Kontakt abgebrochen was mich jahrelang belastet hat. Wie dumm ich war…

Wer weiß - vielleicht war gerade das der Weckruf, den er gebraucht hat.

Du weißt nicht, wie es sonst gelaufen wäre. Schau dir mal an, wie andere Partner von depressiven Personen hier kämpfen - und leiden. Also vorsichtig mit solchen Wünschen...

x 1 #3


Sifu
Zitat von HDD:
Mal angenommen, eine gute Fee kommt um die Ecke und bietet dir an, dir EINEN persönlichen(1), erfüllbaren(2) Wunsch zu erfüllen: Was würdest du wählen? (1) persönlich meint hier: Nur für dich persönlich und evtl. dein persönliches Umfeld; also nicht so etwas wie "Weltfrieden" oder "alle ...

psychische Gesundheit.

x 1 #4


K
Nein, es war kein Weckruf sondern ich habe damit das Vertrauen und die Freundschaft zerstört aus der es nie ein Zurück geben wird.

Mag sein dass es Selbstschutz war.. was mir natürlich zusteht. Ich war zu jung und unwissend und konnte es mir erst nach sehr vielen Jahren selbst verzeihen. Ich bleibe bei meinem Wunsch… und wüsste schon gerne „wie es sonst gelaufen wäre“.

Sonst gibt es eigentlich nichts… denn auch wenn nicht alles toll war, es führte dazu dass ich bin wie ich bin. Bringt mir zwar nichts, aber okay…

x 2 #5


Fritz
Hi HDD und alle anderen.
Ich habe nur einen Wunsch und zwar, dass ich gesund bleibe und ein langes, gesundes und zufriedenes Leben habe.
Wenns so kommt, bin ich zufrieden.
Zufrieden, mit dem was ich habe.
Servus

x 4 #6


Ylva
Von meiner Antriebslosigkeit freikommen.

x 4 #7


HDD
Hallo @Ylva ,

Zitat von Ylva:
Von meiner Antriebslosigkeit freikommen.

Wenn du mal in dich gehst... was wäre dein Herzenswunsch? (Ich denke da an so was wie "Urlaub am Meer in XY", "aufregende Leute kennenlernen", "auf der schwäbischen Alb wandern gehen", "ein Buch schreiben"...)

Ganz egal wie realistisch oder unrealistisch dieser Wunsch nun sein mag.

Und damit könntest du dich beschäftigen - zunächst vielleicht nur theoretisch (das ist nicht anstrengend, kann man gut im Bett machen). Und dann... vielleicht stellt sich ja heraus, dass man doch etwas tun kann, in der gewünschten Richtung... kleine Schritte, die Spaß machen.

Wär' das was?

#8


Grenzgaenger
Mein größte Wunsch ist (schon seit Kindertagen) einmal den Kremel (sie Zwiebeltürme) im Original vor Ort zu sehen 🏰

#9


Lilly-18
Ein Leben ohne Ängste, die mich so einschränken.

x 2 #10


Caro66
Ich denke schon einen Tag nach, was das für ein Wunsch sein könnte und finde keinen, nicht so wirklich.

Wenn ich die Kondition aufbringen könnte, würde ich gern im Frühjahr nach Santiago di la Compostela pilgern, so ganz autark mit kleinem Rucksack und meinem Mensch...Wir haben noch sooo viel zu bequasseln und schweigen können wir auch gut miteinander.
Ich habe Sorge, unsere Zeit reicht uns vielleicht für manche Dinge nicht mehr ganz.

x 3 #11


Dys
Bei einem persönlichen und erfüllbaren Wunsch bräuchte ich keine gute Fee (die es in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen wohl auch nicht geben dürfte) um mir den zu erfüllen. Jedenfalls habe ich mir diesbezüglich jeden realistisch durch mich erfüllbaren Wunsch auch erfüllen können, wenn ich denn entsprechend tätig wurde.

Bei materiellen Dingen oder eben durch eigenes tätigen, sehe ich auch weniger ein Problem darin, wenn es wie gesagt eher realistisch betrachtet auch möglich ist. Natürlich kann ich mir auch etwas, zumindest materielles, wünschen, dass meine (dann wohl finanziellen) Möglichkeiten übersteigen würde, oder etwas das eine Fähigkeit erfordert, die ich nicht habe.

Aber da ich nicht den Hang zu Utopien habe und mir auch ein Besitzen oder ein Hang zu Eigentum, nur weil es möglich ist, Eigentümer sein zu können, auch nicht in gesteigerter Form in mir vorhanden ist, habe ich auch keine dementsprechenden Wünsche.

Aber tatsächlich kommen mir natürlich Gedanken, wie es wäre das eine oder andere zu haben oder zu können. Das ist aber lediglich ein Gedankenspiel und manchmal sogar ein schöner Zeitvertreib, dem ich spätestens bei einer nachfolgenden Beschäftigung oder Tätigkeit im realitätsbezogenen Leben, nicht weiter nachhänge. Abgesehen davon ändern sich diese „Wünsche“, die dann korrekterweise eigentlich nur Wunschvorstellungen sind, je nach dem, was eventuell den Impuls gab, mir darüber eben Gedanken zu machen.

x 2 #12


HDD
Hallo @Dys ,

Als ich dein Posting las, hatte ich ein Déjà-vu: So ähnlich hätte ich schreiben können, als ich 18 war, direkt nach dem Abitur, und das Gefühl hatte, dass mir "die Welt" offen stünde. Aber auch damals schon hätte ich in gewisser Weise gewusst, dass es (für mich!) nicht stimmt. Dass ich mir etwas vormache. Heute, mit über 70, kann ich zurückblicken und sehe meine Begrenzungen besser. Und wo mir eine (naturwissenschaftlich selbstverständlich unmögliche) gute Fee hätte helfen können - wenn sie denn meine innere Einstellung zu den Dingen hätte ändern können.

Dass du das jetzt, in deinem Alter, so schreiben kannst, sagt mir, dass du entweder tatsächlich so ziemlich alles erreicht haben musst, was du erreichen wolltest (alle Achtung und meinen herzlichen Glückwunsch dazu!) - oder dass du eine Menge Dinge unter Verschluss hältst und von dir abspaltest. Vielleicht auch beides, wer weiß. Was auch immer zutriffen mag (das geht mich nichts an, es ist letztlich nur deine Sache), ich finde dein Posting jedenfalls bemerkenswert. Vielen Dank!

#13


Dys
Zitat von HDD:
Dass du das jetzt, in deinem Alter, so schreiben kannst, sagt mir, dass du entweder tatsächlich so ziemlich alles erreicht haben musst, was du erreichen wolltest

Rückblickend auf mein Erreichtes kann ich das schon so sagen. Allerdings hatte ich auch nie, wie man so schön sagt „Fürze im Kopp“. Natürlich hätte ich ständig ein Mehr an Irgendwas wünschen können, aber wie steigert man Zufriedenheit? Vielleicht half mir, dass ich mir auch alles selbst erarbeiten und finanzieren konnte und meine Ansprüche daran orientieren konnte, welche Ressourcen ich dadurch zur Verfügung hatte. Ich kenne aber eben auch Menschen, die wollten immer „Alles“ was sie sich gewünscht haben und hatten eben nicht die Ressourcen dazu und das machte sie dann unzufrieden. Ich konnte immer Prioritäten für mich setzen und einhergehender Verzicht auf Dinge die ich mir selbst nicht gewünscht habe, war ja kein Verzichten im eigentlichen Sinne. Ich hab mir halt auch nie eingeredet, ich müsste mir wünschen, was andere für wünschenswert erachten. Oder etwas haben müssen, nur weil Andere das haben, oder weil es trendy ist.

x 2 #14


A


Hallo HDD,

x 4#15


HDD
Materiell gesehen ist das bei mir genauso. Meine materiellen Ansprüche sind nicht hoch. Ich hatte immer genug Geld, dass ich nicht auf den Kontostand schauen oder mich (im bescheidenen Rahmen meiner Wünsche) einschränken musste. Deswegen spielte auch das Gehalt für mich nie die große Rolle.

Aber dennoch war und bin ich nicht zufrieden. Was das Soziale und das "Sich-Ausleben", das "Was-Erleben" angeht, fällt meine Bilanz eher mau aus. Bei dir scheint das nicht der Fall zu sein?

x 1 #15

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