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Trauma-Therapie Erfahrungen / PTBS

Da bin ich leider mal wieder,.............Hallo zusammen,

durch unterschiedliche Triggersituationen in diesem Jahr hat sich meine Stimmung wieder latent verdustert, die Todessehnsucht hat Platz genommen. Ich wüte dagegen an, heule es raus, schreibe was dazu, gehe davon aus auch dieses Mal wieder durch zu kommen. Bin aber echt schwerst ermüdet, weil ich mir nicht vorstellen kann dieses Leben immer wieder so verbringen zu müssen.

Hatte in den letzten Jahrzehnten 5 Therapien gemacht und bin wahrlich austherapiert, meinet Wegen auch nicht weiter therapierbar <--- Spässken, geht noch

Lange Rede, ich kranke meiner Meinung grad wieder an einem Trauma das ich wärend meines Säuglings- bis Kleinkindalters erlebt habe und frage mich, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, wie ich ein für alle Male diese Ohnmachtsgefühle und tiefste Trauer aus mir raus kriege. Schmerzen im Solar Plexus-Bereich begleiten diese Gefühlswallungen die über mich wegschwappen...

Kann mir hier jemand einen Rat geben?

Lieben Gruß,

Chary

P.S. Ablenkung habe ich, arbeite ehrenamtlich, singe in einer Band, treffe Freunde - schaue mir jedoch dabei zu und bin nicht wirklich ganz da...

22.10.2013 16:06 • x 1 #1


Knoten
Hallo Charybdis,

Bist du von deinem Therapeuten und/oder Psychiater nie auf eine PTBS Therapie angesprochen worden?
Meiner Meinung nach wäre das ein logischer Schritt.

Grüßle,
Knoten

23.10.2013 08:43 • #2


Danke für die Antwort...

Der logische Schritt hätte in der Vergangenheit gemacht werden müssen, da gebe ich Dir Recht, Knoten.

Is aber nicht und somit hab ich mich im Alleingang größtenteils durchgewurschtelt und nicht wirklich Nutzen aus den jeweiligen Therapien ziehen können. Vielleicht war ich zu den entsprechenden Zeiten nicht so weit und die Persönlichkeitsentwicklung nicht fortgeschritten genug,...wie auch immer.

Grade komme ich zu dem Schluß, dass ich auch weiterhin selbst zusehe wie ich´s gestemmt kriege...

Kann nicht mehr zählen, wie oft ich emotional auf die Schnautze gefallen bin und wieder aufgestanden,..wird auch dieses Mal klappen!

Alles Gute Dir, euch, wie auch immer

24.10.2013 15:50 • x 1 #3


Knoten
Hallo Charybdis,

es gibt hier mehrere die einen ähnlichen Weg gegangen sind. Mich eingeschlossen. Ich Hader noch immer mit mir, in eine PTBS Therapie zu gehen.
Hab mich auch, wie du so schön schreibst, durchgewurschtelt.

Auch mit dem Emotionale auf die Schnauze fallen bist du ganz sicher nicht alleine! Sorry, aber das hast du leider nicht gepachtet.Wenn du dir die Mühe machst, dich auch nur ein wenig in diesem Forum umzuschauen, wüsstest du Das bereits.

Eines scheinst du gut zu können, ganz schnell aufgeben!

Das wird keine Lösung für deinen weiteren Lebensweg sein, aber du hast es natürlich selbst in der Hand.

Alles Gute,
Knoten

24.10.2013 20:48 • #4


Schnell aufgeben ist nicht eine mir innewohnende Stärke...

Es lag nicht in meiner Absicht hier wen zu beleidigen oder mich über die anderen Leute zu stellen. Ich habe mich viele Jahre in diversen Foren ausgetauscht und kenne die unterschiedlichsten Lebens- und Leidenswege. Auch hier bzw. im Vorgängerforum.

Wahrscheinlich ist mir nur gestern bewusst geworden, dass ich einen anderen Weg einschlagen muss.

Falls ich also wem zu Nahe getreten sein sollte, so möchte ich mich entschuldigen und wünsche weiterhin alles Gute

25.10.2013 10:25 • #5


16.04.2019 18:04 • x 2 #6


Frederick1
lieber Matthias,

erstmal dir ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum. Oh du hast es ja gerade brutalst schwer. Als ich gerade deine Zeilen gelesen habe dachte ich mir, wie kann das ein Mensch nur überstehen.

Erst hat deine andere Frau sich mit einem anderen Mann eingelassen, und dann noch das Kind abgetrieben. Du das braucht seine Zeit um das alles zu verstehen. Und deiner Frau geht es gerade ebenso. Sie schämt sich vor dir, lehnt sich selbst ab.

Du unsere Erde ist weder der Himmel noch die Hölle, daher ist der einzelne Mensch weder himmlisch noch höllisch. Es gibt keinen fehlerlosen Menschen. Es gibt auch die Lüge, die Angst, das Scheitern, die Resignation, die Angst, die Ungerechtigkeit. Es gibt die Selbstliebe, aber auch die Selbstablehnung. Und beides gehört zu uns Menschen. Diese Tatsache ist auch unser Schicksal. Oft tun wir nicht was wir wollen.

Du kannst deiner Frau nur immer wieder Verständnis zeigen, das du trotz allem bedingungslos zu ihr stehst. Damit sie auch wieder zu sich selbst stehen kann.

Aber ich meine deine Frau braucht da auch echt psychologische Hilfe, das schafft sie nicht allein.


in guten Gedanken für dich und deine Frau,

Frederick

18.04.2019 16:31 • x 3 #7


Alexandra2
Welchen Nutzen hat eine körperbetonte Psychotherapie?
Meine Therapeutin meinte zur Frage, ob mir og Therapie helfen würde, die Entwicklungstraumatisierung zu überwinden, nein das ginge nicht. Ihr Fokus liegt auf den jetzigen Bedürfnissen, die ja schwer identifizierbar sind für mich, und gefühlsmäßig eher den Blick nach vorn zu richten. Sofort meldete sich meine Rebellin, na das wollen wir doch mal sehen.

Ich hätte die Hoffnung mit körperorientierter Therapie chronische Schmerzen zu lindern, die sich hartnäckig halten. Der fluchtbereite Körper ist eingepanzert. Physiotherapie, Wärme, Faszientraining, Gymnastik hilft für 1-2 Stunden.
Und ich hätte die Hoffnung, die seltsam emotionslose Verzweiflung in der Starre zu lösen. Ich kann auch nicht weinen und ich stelle es mir entlastend vor, das zu können.
Allerdings habe ich noch viel Therapie dh 4Std Woche, und noch mehr wäre jetzt zuviel. Die Intensivbehandlung habe ich seit 3 Jahren.
Nun wollte ich wissen, welche Erfahrungen Ihr gemacht habt mit og Therapieform? Danke

08.08.2019 07:41 • x 3 #8


Liselotte
Liebe Alexandra,
also, das traumaspezifische Yoga hat mir so viel gebracht, unglaublich. Wird auch anteilig von der Kasse übernommen. Stell dir das nicht als normales Yoga oder Sport vor. Erstens , es wird von einer Traumatherapeutin geleitet, die sehr sorgsam mit uns umgegangen ist. Alle Teilnehmerinnen haben Traumatas erlebt, wissen also, wie sich die andere fühlt. Es gibt absolut kein Muss, Du entscheidest, kommst Du, gehst Du, bleibst Du, sitzt Du , stehst Du.whatever. muss mich heute sputen, habe Termine, aber berichte genauer, auch über andere Formen der Körpertherapie, die absolut angesagt ist, weil Entwicklungs-wie auch Schocktraumatas im Körper verankert sind. Da musst Du sie lösen, nur da.mit Kopf geht nichts, außer Erkenntnis, aber was hilft alle Erkenntniss, wenn der Körper einfach nicht mit macht?

28.12.2019 11:26 • x 1 #9


Alexandra2
Liebe Liselotte, dankeschön!
Bin gespannt, was Du noch berichtest. Liebe Grüße Alexandra

28.12.2019 13:41 • x 1 #10


Das hört ssich sehr kräftezerrend an und ich kann dieses Gefühl sehr sehr gut nachempfinden.
Mich haben viele Bilder (ausgelöst durch Erfahrungen in meiner Kindheit 5-11) nicht mehr losgelassen.
Gemischt mit einigen anderen Erlebnissen.
Als ich stationär in Therapie war wurde mir eine EMDR Therapie angeboten. Diese war sehr gut, musste diese jedoch aufgrund meiner Epilepsie abgebrochen werden.
Also sind wir auf IRRT umgestiegen.
Ich würde lügen, wenn ich sage ich bin die Bilder losgeworden. Aber ich kann sagen, das ich einen gesunden Umgang damit gefunden habe und nun manche Sachen anders sehen kann und diese Bilder mich nicht mehr belasten.

IRRT ist meiner Meinung nach ein bisschen anstrengender als EMDR aber das empfindet jeder anders.
Vllt ist einer der beiden Therapien ja etwas für dich.
Du darfst mir wenn du magst gerne löcher dazu in den Bauch fragen

01.01.2020 14:28 • x 2 #11





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