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Starke Gedankensprünge und Gedankenabbrüche

bethany

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Hey, gute Idee, das machen wir!

12.12.2018 18:17 • #16


ulysses

Zitat von freeza:
Immer wenn ich ne schlechte Phase habe, wo ich mich wirklich schon sehr schwer tue überhaupt aus dem Haus zu gehen, dann kommt es mir so vor als würde niemand wirklich mit mir zu tun haben wollen.

Wenn ich dagegen mal einen guten Tag habe, dann ist es fast schon so als würden die Menschen an mir "kleben" (mal etwas übertrieben ausgedrückt).

Am Anfang fand ich das schon ziemlich krass, inzwischen hab ich mich aber schon daran gewöhnt.


Was man ausstrahlt das zieht man auch an. Und noch besser: Hast du schon mal gehört dass jemand ekelhaft gut gelaunt ist? Da geht die gute Laune dann den 'Normalos' auf den Zwickel. Das passt dann auch nicht. Wird also schon was dran sein an dem wie es dir vorkommt. Und wer will heute schon für andere da sein wenn sie ihn brauchen?

Hauptsache ihr habt Spass! lautet die Devise.

Du kannst aber versuchen deine Ausstrahlung zu verbessern. Lächele einfach und beobachte was mit dir passiert. In der Folge achte dann darauf wie andere auf dich reagieren. Ich selbst stehe nicht auf solche Spielchen obgleich sie auch funktionieren.
Wenn du übel drauf bist ziehst du einen Flunsch. Der Körper macht das automatisch um sich mitzuteilen. Umgekehrt funktioniert das aber auch. Ein lächeln sagt dem Körper dass es ihm wohl gut gehen muss. Die Psyche zieht da voll mit. Und wenn die anderen dann positiv auf dich reagieren wirkt sich das auch auf dich und dein Befinden aus.
Man hat also in bescheidem Maß Möglichkeiten. Vielleicht hilft dir so was ja .. ?

12.12.2018 18:46 • #17


freeza

Ich weiß dass andere "positiver" auf mich reagieren wenn ich lächle und eine positive Ausstrahlung habe. Das ist ja genau das was mich so beschäftigt. Man wird irgendwie nur respektiert/akzeptiert wenn man "glücklich" ist, oder vorgibt dieses zu sein.

Ich verstehe nicht warum das alles so oberflächlich sein muss und man sich nicht einfach auf einer tieferen Basis treffen kann. Dort wo oberflächliche Gefühle und "Ausstrahlung" keine Rolle mehr spielen, sondern man sich einfach als Mensch sieht und sein Gegenüber akzeptiert wie er ist... mal gut, und an anderen Tagen eben mal weniger gut gelaunt.

Ich persönlich fühle mich meist nicht besser wenn ich mir ein lächeln aufsetze, hab eher das Gefühl dass mir das Energie raubt. Energie, von der ich derzeit eh schon nicht genug habe. Teilweise hab ich sogar das Gefühl dass je mehr ich versuche mein "glück" zu erzwingen, desto schlechter geht es mir auf Dauer. In dem Moment wo ich aber akzeptiere dass ich Unglücklich bin, bin ich zwar Unglücklich, aber ich mache daraus kein Problem mehr was mir einiges an Stress erspart.

12.12.2018 23:29 • #18


ulysses

Du beklagst ein gesellschaftliches Problem das von einigen bemängelt wird. Zum einen werden kaum noch echte Werte weiter gegeben zum anderen haben die Leute kaum noch Ressourcen übrig um sich von Zeitmangel und Reizüberflutung gestresst auch noch um andere zu kümmern oder ihnen wenigstens zu zuhören. Das würde bedingen dass sie zunächst mal 'sich selbst zuhören' müssten was sie auf Dinge bringen würde mit denen sie sich so gar nicht auseinander setzen möchten. Das spüren sie unbewusst und passen ihr Verhalten entsprechend an. Oberflächlichkeit ist ein probates Mittel um den verbliebenen Menschen aus dem Weg zu gehen.

Du selbst scheinst ehrlich mit dir zu sein und bist dieser halb zunächst mal im Vorteil. Aus einer Krankheit heraus die diesen Vorteil für sich nutzt ein Verhalten oder Empfinden ab zu leiten dass dich in die Stimmung versetzt daran zu gesunden und später nicht wieder zu erkranken ist eine gewaltige Aufgabe. Zu Anfang kann das wohl nur eine Philosophie sein da du allein zunächst nicht stark genug bist.

Wenn du mal darüber nachdenkst und irgend etwas damit anfangen kannst, in dem Sinne dass du deine momentanen Schwächen zu Stärken werden lassen kannst (was sie eigentlich auch sind) dann hättest du einen roten Faden mit Rettungsanker bis andere Zeiten kommen und du Menschen kennen lernst.

Okay, schön theoretisch das ganze aber irgend wie musst du dein Problem ja auflösen um es los zu werden.

13.12.2018 11:07 • #19


freeza

Danke für die Antworten. Aber mein Hauptproblem derzeit sind ja diese unkontrollierbare Gedanken, welche mich runterziehen und mich daran hindern ein "normales" Leben zu führen. Heute Beispielsweise geht es mir wieder richtig schlecht, habe eigentlich vor gehabt in die Stadt zu gehen um ein paar Dinge zu erledigen und danach eventuell noch einen Freund zu treffen. Aber stattdessen sitze ich daheim und komme zu überhaupt nichts... mein Kopf gibt einfach keine Ruhe.

Das mit den anderen Leuten ist eigentlich nur eine Folge davon, dass ich manchmal ganz plötzlich wieder in irgendeinen Strudel von verwirrenden Gedanken gezogen werde, und dann den Kontakt zu mir selbst und anderen verliere. Ich erwarte nicht dass sich jemand meine Probleme anhört oder mich unterstützt und sich um mich kümmert, ich frage mich nur warum so viele so stark auf oberflächliches Glück fixiert sind. Das ist eigentlich weniger ein Problem, mehr eine Feststellung.

13.12.2018 16:49 • #20


ulysses

Zitat von freeza:
Aber mein Hauptproblem derzeit sind ja diese unkontrollierbare Gedanken, welche mich runterziehen und mich daran hindern ein "normales" Leben zu führen.


Vielleicht etwas wichtiges, verdrängtes was raus will?
Wenn wir träumen, träumen wir nur den Müll womit das Gehirn nichts anfangen kann und anschliessend machen wir uns Gedanken was die Träume wohl sollten. Mit deinen störenden Gedanken könnte es ähnlich sein ... !?

13.12.2018 17:22 • x 1 #21


freeza

Ich wünschte ich hätte irgendwas verdrängt, aber irgendwie drehen sich diese Gedanken dann meist immer um die Zukunft. Da kommen dann so Sachen wie "die kommende Zeit wird echt furchtbar" oder ich sehe irgendwelche Bilder vor Augen die eine extrem negative Zukunft zeigen. Mir ist in dem Moment zwar durchaus bewusst dass diese Gedanken kompletter Humbug sind, dennoch ist es mir nicht möglich mich von ihnen zu befreien bzw sie zu ignorieren . Es ist so als würden sie mein Bewusstsein fesseln und sozusagen zwingen "hinzugucken". Dadurch werde ich dann auf Dauer schon ziemlich beeinträchtigt, weil fast nurnoch pessimistische Zukunftsperspektiven zu sehen sind.

13.12.2018 20:42 • #22




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