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Soziale Phobie - Austausch gewünscht!

Delena

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Hallo,

ich hatte bereits schon hier in das Forum geschrieben, allerdings unter einer anderen Kategorie.

Kurze Zusammenfassung: Ich bin 20, habe derzeit keinen Job, Depression wurden diagnostiziert, Antidepressiva genommen, bisher keine Therapie.

Nun, die Ärzte meinten eben ich hätte schwere Depression, allerdings konnte ich das irgendwie nicht glauben bzw. ich war der Meinung es muss irgendeinen kräftigeren Auslöser geben. Nachdem ich mich nun monatelang mit mir selbst beschäftigt habe, im Internet gelesen, Symptome verglichen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass diese Depression vermutlich hauptsächlich von meiner Sozialphobie kommt.

Ich weiß nicht ob man da noch einen Arzt benötigt der das diagnostiziert. Ich habe panische Angst vorm Telefonieren - bin buchstäblich weg gelaufen als es klingelte, ich kann Leuten nicht in die Augen schauen, ich fühle mich sehr schlecht unter neuen Menschen, möchte mich am liebsten verstecken. bekomme zittrige Hände und Bauchschmerzen. Ich kann es mir nicht anders erklären, was es sonst sein soll, denn jeder weitere Arztbesuch quält mich innerlich.

Ich habe mich vielen Menschen geöffnet in meinem privaten Umfeld und einige sagen, sie verstehen mich. Nein, irgendwie nicht. Denn alles was kommt ist: das wird schon. Sie können es nicht nachvollziehen, warum ich so bin, wieso es für mich so schlimm ist. Soll auch kein Vorwurf an diese Personen sein. Ich würde es vermutlich auch nicht verstehen können, wenn es mir nicht so ginge.

Natürlich ist mir bewusst, dass eine Therapie notwendig ist. Doch auch das kriege ich momentan nicht auf die Reihe und ich könnte mich dafür ohrfeigen. Ich denke, die Depression tritt auf, da ich mich momentan einfach alleine und verloren und total überfordert fühle, da ich alles, was mir helfen würde, nicht auf die Reihe kriege, da ich Angst habe. Ich glaube das liegt alles weit über normaler Schüchternheit. Ich weiß, dass ich in der Therapie damit konfrontiert werde damit. Das ist vermutlich der Grund, weshalb ich mich dazu noch nicht überwinden konnte.

Sorry für den langen Text. Zu meiner eigentlichen "Frage" bzw. Bitte. vielleicht können hier viele nochmal ein paar Tipps reinschreiben und vielleicht mag jemand sich privat austauschen. egal ob sie noch in dieser Situation sind oder vielleicht sogar einen Ausweg gefunden haben. Ich bräuchte vielleicht jemanden mit dem man privat jederzeit schreiben kann, sich Hilfe holen kann auch über längeren Zeitraum

Vielleicht findet der ein oder andere Betroffene hier auch jemanden zum austauschen.

Danke im Voraus!

11.10.2019 21:10 • x 4 #1


Lighty

Hallo Delena

ich kenne sehr gut die Probleme die du beschreibst, habe selbst eine ziemlich starke Sozialphobie.
Auch Symptome die du beschreibst habe ich so ziemlich dieselben.
In Behandlung war ich bereits, ambulant und auch stationär.
Gebracht hat es wenig bis gar nichts.
Tatsächlich war es teilweise so, dass mein Zustand sich dadurch eher verschlechterte.
Durch meine negativen Erfahrungen mit Ärzten, könnte man vielleicht sagen dass ich mittlerweile eine noch stärkere Ärztephobie dazu entwickelt habe.
Daher bevorzuge ich den Austausch mit betroffenen.
Es wäre mein Angebot dass wir uns privat austauschen.
Ob ich dir Tipps geben kann weiß ich nicht.
Aber ich teile gerne meine Erfahrungen.
Vielleicht ist das ja auch irgendwie hilfreich.

12.10.2019 16:02 • x 3 #2



Hallo Delena,

Soziale Phobie - Austausch gewünscht!

x 3#3


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Pilsum

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Hallo Delena

gegen Deine sozialen Ängste kannst Du selbst
Einiges tun. Was interessiert Dich besonders?
Viele Grüße
Bernhard

17.10.2019 19:39 • x 1 #3


Delena

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Sorry für die späte Antwort. Erst mal danke.

Ich weiß irgendwie nicht wie ich damit beginnen soll. Ich gebe mir Mühe wieder ans Telefon zu gehen, gelingt mir teilweise.
Heute hatte ich n Termin, von dem ich wusste er wird nicht schlimm. Bei der Wartezeit hatte ich derbe Bauchschmerzen und mir war so schlecht und ich verstehe einfach nicht wieso.

Klar, kann ich jetzt sagen ich mach ne Therapie, aber irgendwie liegt es ja doch an mir. Denn ich muss etwas tun.
Die Therapie würde mich eventuell auch dabei unterstützen.oder eben auch nicht (siehe Antwort Post oben.)

Ich dachte mit 16 das kommt noch.ich taue auf.ich gebe mir wirklich Mühe doch es wird immer schlimmer. Je mehr ich versuche genau das zu tun wovor ich Angst hab, desto schlimmer wird es. Desto öfter versuche ich es, diese Situationen zu vermeiden. Und wenn ich mich doch zwinge, das zu tun, sterbe ich innerlich.

Ich wüsste gerne was ich selbst tun kann, damit das besser wird. Selbstbewusstsein aufbauen wäre mal nicht schlecht. Habe ich auch versucht.allerdings gelingt es mir nicht. :/ Bin irgendwie verzweifelt.

17.10.2019 22:16 • x 1 #4


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Pimbolina71

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Hallo @Delena :

Diese Symptome kenne ich alle nur allzu gut und das schon seit ganz vielen Jahren. Mal geht es mir heute besser, mal wieder nicht so gut. Was mir aber definitiv geholfen hat, sind die Medikamente und eine fundierte Therapie. Wo ich auch jetzt noch wöchentlich hingehe und es tut mir jedes Mal gut, verstanden zu werden.

Mein Tipp wäre also, möglichst schnell einen Therapieplatz suchen, denn da kann Dir professionell geholfen werden.

Liebe Grüsse
Pimbolina

18.10.2019 07:10 • x 1 #5


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Pilsum

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Hallo Delena,

wenn Du nicht weißt, wie Du beginnen sollst, verstehe ich Dich gut. Deine gefühlte Angst scheint sehr mächtig
zu sein. In Wirklichkeit ist dieses Gefühl Angst jedoch gar nicht so mächtig.

Hast Du Dich schon einmal damit beschäftigt, was Angst überhaupt ist?
Es ist das Gefühl, was uns antreiben kann, schützen kann und auch lähmen kann.
Du entscheidest also jeden Tag viele, viele Male selbst mit, was das Angstgefühl bei Dir macht.

Klingelt das Telefon, gibt es normalerweise wenig Grund, nicht mit dem Anrufer zu sprechen.
Oder hast Du doch einen Grund?
Vermeidest Du an das Telefon zu gehen, machst Du damit Dein Angstgefühl leider schlimmer.
Erstens lernst Du Dir selbst, Ich kann und will nicht telefonieren. Ich bin zu schwach dafür.
Was natürlich falsch ist.
Und zweitens. Wenn Du nicht an das Telefon gehst, kommt ein anderes Angstgefühl.
Habe ich etwas falsch gemacht? Wer mag da angerufen haben? Vielleicht war es wichtig für mich?

Ich hoffe, Du kannst an diesem Beispiel erkennen, es ist gleich was Du tust. Angst kommt als
Gefühl immer in unserem Kopf auf.

Deshalb solltest Du nicht versuchen alles zu tun, um keine Angst zu fühlen. Weil alle Menschen
fühlen ständig mehr oder weniger diese Angst.
Um beim Telefonieren zu bleiben.
Zukünftig solltest Du wenn das Telefon klingelt, dran gehen und Dich melden. Dafür musst Du
einen kurzen Moment Dein Angstgefühl überwinden. Danach hast Du aber Klarheit. Du weißt,
wer Dich anruft.
Und das Wichtigste dabei wird sein. Durch Deine Entscheidung lernst Du Dir selbst.
Ich darf alles tun, was mir mein Angstgefühl verbieten will

Ich entscheide, wie ich leben will. Nicht mein Angstgefühl darf ab jetzt mein Leben bestimmen.


Zitat:
Je mehr ich versuche genau das zu tun wovor ich Angst hab, desto schlimmer wird es. Desto öfter versuche ich es, diese Situationen zu vermeiden. Und wenn ich mich doch zwinge, das zu tun, sterbe ich innerlich.

Diese Aussage von Dir steht nun im Widerspruch zu dem, was ich gerade gesagt habe.
Warum glaubst Du, darfst Du nicht das tun, wogegen Dein Angstgefühl spricht?
Kannst Du das beschreiben?

Viele Grüße

Bernhard.

18.10.2019 09:27 • x 3 #6


Delena

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Also danke für den Tipp, bzw. die Beschreibung über Angst.und es ist alles so wahr was du sagst.
Aber es ist genau so meistens.Wenn ich nicht dran gehe verstärkt sich dieses Gefühl. Ich würde es immer wieder vermeiden und mir im Endeffekt mehr schaden. Wenn ich dran gehe wie du schon sagst kommen die Gedanken: hab ich mich blamiert? Hab ich was falsches gesagt? Was denken die von mir.Hätte ich bloß das und das gesagt.

Und da ist das Problem.diese Gedanken ich kriege sie einfach nicht unterdrückt. Ich versuche mir dann immer zu sagen "alles ist okay, das hast du gut gemacht.wenn was ist werden sie sich schon melden." Aber das klappt meistens eher weniger.es gibt teilweise noch banale Situationen am Telefon an die ich wochenlang denke.was natürlich kompletter Unfug ist. Ahhh.ich wünschte mir manchmal ich würde mich nicht wegen allem immer so n Kopf machen. Ich weiß einfach nicht wie ich das schaffen soll. Und wie ich lese kriegen die wenigsten es komplett wieder weg.nur mal mehr mal weniger etc. trotz Therapie. :/

Aber da muss ich wohl durch und noch viel an mir arbeiten. Und zu der Therapie: du hast recht, ich kann nur rausfinden ob es etwas bringt wenn ich selbst hin gehe. Ich komme mir halt selbst immer so doof vor weil man immer denkt man stellt sich einfach nur an. Aber es ist trotzdem eine Angst und momentan hänge ich wohl einfach noch beim lähmen :/

19.10.2019 21:55 • x 2 #7


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Pilsum

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Hallo Delena,

wenn es Deiner Meinung nach so ist, wie ich es beschrieben habe, dann hast Du gute Chancen
Deine Ängste wieder zu verringern. Denke nicht darüber nach, ob es ganz weg geht oder nicht.
Schon wenn Du eine deutliche Verbesserung erreichst, hilft Dir das wesentlich.
Deshalb fange an und helfe Dir selbst damit, dass Du den Kreis der Unsicherheit durchbrichst.
Zitat:
Wenn ich dran gehe wie du schon sagst kommen die Gedanken: hab ich mich blamiert?
Hab ich was falsches gesagt? Was denken die von mir. Hätte ich bloß das und das gesagt.


Jeder Mensch denkt so wie Du es beschreibst. Ich auch. Nur führen diese Gedanken bei
mir nicht dazu, dass ich ständig weiter darüber nachdenke, ob ich etwas falsch gemacht habe.
Jeder Mensch macht fast jeden Tag etwas falsch, sagt Dinge, die er besser nicht hätte sagen sollen und
tut Dinge, die er besser nicht hätte tun sollen. Nur weiß man das immer erst hinterher.

Aus diesem Grund haben wir unsere Sprache und können es dann ausdiskutieren, also die
Meinungen austauschen.
Zitat:
Und da ist das Problem. diese Gedanken ich kriege sie einfach nicht unterdrückt. Ich versuche mir dann
immer zu sagen "alles ist okay, das hast du gut gemacht. wenn was ist werden sie sich schon melden.
" Aber das klappt meistens eher weniger.es gibt teilweise noch banale Situationen am Telefon an die ich
wochenlang denke. was natürlich kompletter Unfug ist.


Vielleicht bekommst Du diese Gedanken auch deswegen nicht weg, weil Dir jemand fehlt, der Dich
immer wieder mal in Deinen Meinungen bestätigt und auch kritisiert.
So etwas machen z.B. Psychologen und Therapeuten.
Die Hauptbestätigung muss jedoch von Dir selbst kommen. Lerne, mit Dir selbst zu reden.
Rede mit Dir und beruhige Dich selbst so, als wenn Deine beste Freundin mit Dir redet.
Beruhige Dich dadurch selbst.
Sätze wie, "alles ist okay, das hast du gut gemacht. wenn was ist werden sie sich schon melden."
sind genau richtig. Nur musst Du Dir diese Sätze tausende Male immer wieder selbst sagen,
damit sie in Deinem Unterbewusstsein gespeichert werden.
Irgendwann kommen sie dann automatisch wieder und helfen Dir dann. Ob beim Telefonieren oder
in persönlichen Gesprächen hast Du sie dann automatisch zur Verfügung.

Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.

Bernhard

20.10.2019 09:44 • x 1 #8


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Ilse77

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Hallo Delena,

mein Therapeut hat bei mir auch u.a. eine soziale Phobie diagnostiziert. Hatte ich auch so erwartet, ich kenne die Problematik mit Telefon usw. Was mir geholfen hat z.B. die 8 Wochen Klinik mit 2-Bett-Zimmer zu überstehen, waren Bücher zum Thema Du-musst-nicht -von allen-gemocht werden. Ich hab mir viel zu viel Gedanken gemacht, was andere denken, dann noch meine Harmoniesucht und dadurch das Gefühl, einen Konflikt nicht aushalten zu können oder ohnmächtig zu sein. Daran möchte ich jetzt in der Therapie arbeiten. Immerhin fällt mir inzwischen gleich auf, wenn Gedanken kommen, was ein anderer wohl davon hält. Ich denke, dass die Depression die Folge der Angststörungen war plus selbstgemachter Druck, alles gut machen zu müssen.

Lg ilse77

20.10.2019 10:06 • x 2 #9


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Helmut

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Hallo Delena,
Mir geht es ähnlich wie dir, zwar hab ich kein Problem mit dem Telefon, der Andere ist ja weit weg und sieht mich nicht. Aber sich an einen Tisch dazusetzen und dann auch mit mir fremden Leuten ein Gespräch zu beginnen fällt mir schwer. Auch alles Neue was ich beginne, oder zu einem Termin pünktlich erscheinen ist ein Graus!
Habe auch voll die Minderwehrts Probleme, weil ich als erwachsener damit nicht umgehen kann.
Möchte vieleicht in eine Tagesklinik besuchen aber ob das hilft?
Wünsche Dir alles Gute und schade daß ich keine Tips parat habe!
Liebe Grüße Helmut

22.10.2019 06:25 • x 1 #10


Delena

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Danke an alle Antworten! Auch an die, die keine Tipps hatten, ich hoffe ihr werdet auch hier fündig.
Ich finde es beängstigend und beeidruckend zugleich, wie sehr die Psyche das Leben verändert.

Auch möchte ich mich für die zahlreichen Tipps bedanken. Wie man mit seinen Ängsten umgeht, ob man nun in eine
Tagesklinik geht, Medikamente nimmt oder sich einfach einen Therapeuten sucht, muss vermutlich jeder für sich raus finden.

Ich werde jedenfalls erst einmal versuchen, weiter an meinen Ängsten zu arbeiten. Ein Buch klingt auch nicht schlecht. Sollte es wieder schlimmer werden oder vielleicht tue ich das auch einfach so.suche ich mir einen Therapeuten.

Ich wünsche euch eine schöne Woche! Und hoffe für alle, denen es auch so geht, sie finden die beste Lösung für sich.

28.10.2019 23:07 • x 1 #11


mutausbruch

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28.05.2020 17:49 • x 1 #12


LinaKatharina91

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Willkommen @mutausbruch ,schön das du da bist.

In welcher Form macht sich die Sozial Phobie bei dir bemerkbar? Zittern,Schwitzen,Herzklopfen oder gar Panik?

In welchen Sozial Situationen leidest du?

Ich habe u.a eine Sozial Phobie welche sich aber gebessert hat.
Ich kann z.B wieder raus gehen und einkaufen gehen.
Womit ich noch sehr starke Probleme habe ist Telefonieren.

Der erste Schritt ist getan,du bist in Therapie und du suchst dir hier Hilfe und Rat,es hilft sehr sich mit anderen auszutauschen.
Du bist nicht allein und es wird besser werden.

Gerne auch per Pn,wenn dir das lieber ist.

Ganz lieben Gruß
Lina-Katharina

28.05.2020 23:53 • x 1 #13


Elifebru

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Ich hab auch ne soziale Phobie ich fühl mich auch unwohl wenn ich mit anderen Leuten bin es ist schrecklich ich möchte das es weggeht ich konnte auch meine Ausbildung nicht machen wir müssen irgendwas machen vielleicht ne Gruppe für sozial Phobiker gründen

13.06.2020 15:20 • x 2 #14


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Pilsum

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Zitat von Elifebru:
Ich hab auch ne soziale Phobie ich fühl mich auch unwohl wenn ich mit anderen Leuten bin es ist schrecklich ich möchte das es weggeht ich konnte auch meine Ausbildung nicht machen wir müssen irgendwas machen vielleicht ne Gruppe für sozial Phobiker gründen


Hallo Elifebru,

wenn Du etwas gegen Deine sozialen Ängste machst, wird Dich das entspannen und ruhiger werden lassen.
Ob es sich lohnt, eine Gruppe für Sozialphobiker zu gründen weiß ich nicht.
Wenn Du in diesem Bereich etwas verbessern möchtest, solltest Du Dich nicht unbedingt mit den
Menschen umgeben, die noch die gleichen Ängste haben.
Da solltest Du Dich eher mit Menschen zusammentun, die diese Ängste nicht so stark haben wie Du.
Dann könntest du schneller lernen, wie gut es tut, mit anderen zu kommunizieren ohne viel Angst
zu haben.

14.06.2020 11:36 • #15


Elifebru

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Aber mit den Leuten die diese Phobie nicht haben kann ich nicht so richtig reden die Verstehens ya nicht weil die sowas nicht haben und mit den Leuten wurde der Kontakt immer abgebrochen von manchen musste ich auch noch hören das ich komisch bin da siehst du dann kommt so etwas ich glaube ich könnte mich wohler fühlen wenn ich mit Leuten bin die auch die gleiche Phobie haben ich glaube bei mir gehts noch es wird nur bei mir schlimm wenn um mich viele Leute sind in einem Raum oder in der U-Bahn dann bekomm ich Panik und muss raus gehen früher konnte ich nicht mal aus dem Haus raus gehen Gott sei Dank ist das weg aber ich fühl mich trotzdem unwohl auch auf der Straße wenn vor mir Leute stehen aber mit einer person kann ich normal reden wenn ich draußen bin ich kann auch jemanden was fragen auf der Straße oder einkaufen

16.06.2020 14:56 • #16


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Pilsum

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@Elifebru

Das verstehe ich nicht. Wenn Du mit Leuten, die keine soziale Störung haben, nicht gut reden kannst, dann kannst Du mit Leuten, die die gleiche soziale Störung wie Du haben, auch nicht gut reden.
Ist es dann nicht sinnvoll, wenn Du lernst, mit weniger Angst leichter auf Menschen zuzugehen? Dadurch würde sich Deine soziale Störung stark abschwächen.
Und dann geht es Dir plötzlich besser.

16.06.2020 17:45 • #17


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Kate

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Zitat von Elifebru:
Aber mit den Leuten die diese Phobie nicht haben kann ich nicht so richtig reden die Verstehens ya nicht weil die sowas nicht haben und mit den Leuten wurde der Kontakt immer abgebrochen von manchen musste ich auch noch hören das ich komisch bin da siehst du dann kommt so etwas ich glaube ich könnte mich wohler fühlen wenn ich mit Leuten bin die auch die gleiche Phobie haben ich glaube bei mir gehts noch es wird nur bei mir schlimm wenn um mich viele Leute sind in einem Raum oder in der U-Bahn dann bekomm ich Panik und muss raus gehen früher konnte ich nicht mal aus dem Haus raus gehen Gott sei Dank ist das weg aber ich fühl mich trotzdem unwohl auch auf der Straße wenn vor mir Leute stehen aber mit einer person kann ich normal reden wenn ich draußen bin ich kann auch jemanden was fragen auf der Straße oder einkaufen


Liebe Elifebru,

ohne Punkt und Komma liest sich Dein Text sehr schwer

Vielleicht hilft Dir eine Selbsthilfegruppe? Die gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt für die Problematik. Wäre das was?

LG Kate

16.06.2020 18:14 • x 1 #18


Elifebru

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In der Selbsthilfegruppe war ich da waren sehr selbstbewusste Leute die einfach locker reden außer ich da hab ich wieder Panik bekommen und bin da nicht wieder gegangen
Aber ich suche mir ne neue Selbsthilfegruppe wenn die Leute auch so schüchtern sind dann würde es vielleicht gehen

17.06.2020 15:52 • #19


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Sterait

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Zitat von Elifebru:
In der Selbsthilfegruppe war ich da waren sehr selbstbewusste Leute die einfach locker reden außer ich da hab ich wieder Panik bekommen und bin da nicht wieder gegangen
Aber ich suche mir ne neue Selbsthilfegruppe wenn die Leute auch so schüchtern sind dann würde es vielleicht gehen



Hallo erstmal zusammen,

Ich finde es echt toll das du zu einer Selbsthilfegruppe hin gegangen bist alleine dieser schritt kostet Überwindung.
Ich selber habe zwar keine Phobie, aber ich bin seit 6 Jahren durchgehend in Behandlung wegen meiner Wiederkehrenden Depressionen und Aufmerksamkeits Defizit Syndrom im Erwachsenen Alter. Ich habe und hatte auch mit ängsten zu kämpfen.
Während meiner Therapiezeit habe ich auch sehr lange gebraucht mit anderen Menschen über meine Gefühle und Gedanken zu sprechen.
Vielleicht solltest du dir nicht diesen Druck machen gleich bei dem ersten Treffen was sagen zu müssen hör doch die ersten male einfach nur an was die anderen so zu erzählen haben und wenn du erst nach dem 10. mal was sagst das spielt keine Rolle, wichtig ist das du dich mit DEINEM eigenen Tempo öffnest.

17.06.2020 21:55 • x 2 #20


Elifebru

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Wurde es durch die Therapie besser bei dir ich will zwar auch ne Therapie machen aber manchmal denk ich mir auch das es die Phobie nicht ganz wegmachen wird und es umsonst ist man wird nur erleichtert weil man mit jemanden darüber reden kann aber die Ängste ganz gehen davon nicht weg auch bei der Gruppe da zu sitzen und zuzuhören machte bei mir Panik ich hatte dort herzrasen zittern ich fühl mich einfach nicht wohl bei einer Gruppe aber ich will auch nicht ständig wegrennen von den Menschen

18.06.2020 18:37 • #21


Elifebru

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Also kurz und knapp ich kann normal mit einer Person reden wenn ich draußen bin höchstens 3

18.06.2020 18:39 • #22


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Sterait

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Zitat von Elifebru:
Also kurz und knapp ich kann normal mit einer Person reden wenn ich draußen bin höchstens 3


JA mir hat die Therapie sehr geholfen, am anfang habe ich mich sehr schwer getan manch dinge einfach anzunehemen.
Wo ich in der Klinik war hatten wir auch Gruppen Therapien, da gab es auch Themen die mich Emotional so mit genommen haben das ich den Raum verlassen musste. Und troz dieser umstände ist es mit der Zeit besser geworden und ich konnte irgendwann über meine Probleme sprechen.

Nun wenn du es wirklich gar nicht mehr aushälst dann verlässt du den Raum einfach, wenn du es schaffst sagt du Allgemein
" Endschuldigt ". Es ist aber auch nicht schilmm wenn du den Raum Wortlos verlässt.
Stell dir einfach vor das es für dich wie eine Spielwiese ist wo du dich ausprobieren darfst. Wenn die Menschen auch solche Probleme haben oder hatten wie du, wird es dir niemand übel nehemen.

Wichtig ist das du immer versuchst hinzugehen und die wenigstens vertsuchst dort zu bleiben. Ängste zu über winden ist wie ein Lernprozess wenn du es oft genug versucht hast bist du vielleicht irgendwann endspannter.

18.06.2020 18:57 • x 1 #23


Elifebru

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Ich glaube nicht ich fahre fast jeden Tag mit der Ubahn und muss dann die Angst aushalten ich stehe vor der Ampel aber es geht immer noch nicht weg nur wenn vor mir viele Leute stehen und anfangen komisch anzuschauen wechsle ich die Straße weil die es bestimmt bemerken um nicht doof dazustehen geh ich weg

19.06.2020 18:47 • #24


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Sterait

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Dann würde ich sagen das du erstmal über eine Stationäre Behandlung nach zu denken solltest und anschließend mit der Selbsthilfegruppe versuchst.

Wenn meine Stunden durch sind bei meinen Therapeuten werde ich auch eine Selbstgruppe aufsuchen, damit meine Depression so Stabil wie jetzt bleiben.

19.06.2020 20:56 • x 1 #25



Hallo Delena,

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zaskarom

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delena du bist noch so jung und hast noch soviele schöne dinge vor dir,
ich glaube die beste lösung für dich mehr lebensqualität zu erreichen.
ist eine intensive stationäre therapie die klinik in bad bramstedt
hat einen ganz hervorragenden ruf.

eine andere möglichkeit, welche ich selbst erfolgreich angewendet habe
und welche du vollkommen eigenständig durchführen kannst
is eine konfrontationstherapie, also du weichst den dingen welche
ein problem für dich sind nicht aus, sondern bist regelrecht auf der suche
nach einer für dich problematischen situation. ganz ohne frage ist das
nicht einfach, ganz sicher nicht der sanfte, sondern eigentlich sogar
ein recht brutaler weg.
also ich mich entschlossen habe diesen weg zu gehen, habe ich
in mein tagebuch folgendes eingetragen :
"da du ja scheinbar schwierigkeiten hast probleme zu lösen, brauchst
du einfach mehr übung darin. also seien mir alle probleme dieser welt
herzlich willkommen"
ab da an bin ich (obwohl ich noch sehr jung war) regelrecht slalom gelaufen
um kein problem und keine schwierigkeit zu verpassen. keinesfalls war ich
immer sieger und hab mehrfach echt miese erfahrungen gemacht. aber
ich hab mir immer wieder gesagt, aus jeder niederlage lernt man mehr
als aus einem sieg. aufgeben war in dieser lebensphase nicht mal gedanklich
eine option.

da ich nicht in deutschland aufgewachsen bin, war der besitz eines telefones
in meiner kindheit und jugend, nicht die regel sondern eine ausnahme.

meine probleme mit dem telefonieren, habe ich für den rest meines lebens gelöst
indem ich mir gleich zu beginn meines beruflichen werdeganges, einen job als
telefonverkäufer für zeitschriftenanzeigen gesucht habe, also aktiv leute anrufen
musste und obendrein noch zum kauf überreden musste. das einer meiner
kollegen bemerken würde, wie mir bei jedem griff zum telefon die hände gezittert
haben, mir (keine übertreibung) der schweiss von der stirn getropft ist und ich trotz
gröchster anstrengung hin und wieder eindeutig gestottert habe, hat mich zusätzlich
noch mehr angstgefühle spüren lassen, die ich in der form und heftigkeit bisher
noch gar nicht kannte, am liebsten wäre ganz schnell weit weggelaufen.
aber hätte ich das getan, hätte ich wahrscheinlich heute, also 30 jahre später noch
probleme mit dem telefonieren. ich war fest entschlossen, mich wie in unzähligen
anderen fällen mit aller kraft durchzukämpfen und zumindest dieses mal habe ich
gesiegt. nach 3 echt harten monaten, war ich im 4 ten monat umsatzbester.

ob diese methode für dich die richtige variante ist, kannst nur du entscheiden.

solltest du noch fragen haben, gerne, auch gern per PN

ganz viel erfolg und lg zaskarom

11.11.2020 08:27 • #26

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