Monesie
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Es ist sicher nicht sinnlos, auch ist nicht alles gesagt. Jeder ist verschieden und hat eine andere, eigene Geschichte.
Ich kenne das Gefühl, sich ständig aufzurichten und zu versuchen in "Gang" zu bleiben. Aber ich will nicht nur funktionieren. Wir haben nur dieses eine Leben.
Meine Vorstellung ist die eines Kraters, wenn es mir gut geht sitze ich oben am Rand, wenn es mies ist, sitze ich unten im Loch und komme nicht raus. Meistens hänge ich am Rand und es kann in beide Richtungen gehen. Ganz plötzlich. Ohne Vorwarnung.
Ich führe, leider nicht regelmäßig, einen Kalenderbuch, wo ich bei Bedarf etwas reinschreiben kann. Ich habe dann angefangen zu notieren: die Schlaf-Zeiten und meine Stimmungen, wenn ich nachts aufstehe und nicht mehr schlafen kann, meistens morgens zwischen 3 und 4 Uhr. Ich schütte mir dann einen Tee auf und mache Lockerungsbewegungen, da ich meistens sehr angespannt bin. Das beruhigt mich und im Verlauf der Zeit habe ich festgestellt, dass es nicht immer nur schlecht war, es gab einzelne Tage, wo es mir ein klein wenig besser ging. Ein Lichtblick! Komme ich morgens nicht aus dem Bett, dann versuche ich meine Stimmung zu verbessern. Ich höre dann Musik oder lese ein wenig. Ich mache einen Plan, was ich heute erledigen möchte. Meistens schaffe ich nur die Hälfte oder an schlimmen Tagen auch nur einen Punkt der Liste. Dann ist aber das Aufstehen schon ein Erfolg!
Versuche das Positive zu finden und zu sehen.
Kleine Schritte gehen und Hilfe erbitten sind schon ein weiter Weg.
Du schaffst es!
Wie die Werbung so schön sagt:
Ich bin es mir WERT!
Monesie
PS. Ich bin zum 2. Mal in Therapie, diesmal seit 2018.
Soll es immer so weiter gehen?
Ansonsten sieht es ziemlich dunkel aus. Ich liege viel im Bett oder auf der Couch und die kleinste Kleinigkeit nervt mich. Ich bin sogar schon genervt von mir selbst (aber vor sich selbst kann man nicht davonlaufen).