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Sinnloses Leben wegen Depressionen und Ängsten

Lost111

Lost111

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Ich leide seit Jahren an Depressionen und Ängsten und ich habe immer wieder versucht (und es auch geschafft) wieder irgendwie auf die Beine zu kommen. Momentan kommt es mir aber so vor, als ob dieses Tief nie enden würde. Es erscheint alles so SINNLOS!
Ich habe ich es einfach satt zu kämpfen, ich kann einfach nicht mehr. Dank Krankschreibung kann ich den Druck etwas raus nehmen, aber was kommt danach? Geht es immer wieder von vorne los mit all diesen Widrigkeiten des Lebens? Ich habe es den Sommer über geschafft, relativ stabil zu bleiben. Nun ist alles nur dunkel. Ich will einfach nur meine Ruhe.
Ich kenne diese depressiven Phasen natürlich. Aber zu viel ist zu viel. Ich kann mir nicht vorstellen, wieder irgendwie zur Ruhe zu kommen. Alles so wirr in meinem Kopf! Einfach zu viele Gedanken! Soll es immer so weiter gehen?

Wahrscheinlich ist mein Post auch irgendwie sinnlos und wirr, denn alles scheint bereits gesagt worden zu sein. Tut mir leid.

Dunkle Grüße, Lost111

30.09.2020 22:05 • x 8 #1


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Monesie

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Hallo lost111,

Es ist sicher nicht sinnlos, auch ist nicht alles gesagt. Jeder ist verschieden und hat eine andere, eigene Geschichte.

Ich kenne das Gefühl, sich ständig aufzurichten und zu versuchen in "Gang" zu bleiben. Aber ich will nicht nur funktionieren. Wir haben nur dieses eine Leben.
Meine Vorstellung ist die eines Kraters, wenn es mir gut geht sitze ich oben am Rand, wenn es mies ist, sitze ich unten im Loch und komme nicht raus. Meistens hänge ich am Rand und es kann in beide Richtungen gehen. Ganz plötzlich. Ohne Vorwarnung.

Ich führe, leider nicht regelmäßig, einen Kalenderbuch, wo ich bei Bedarf etwas reinschreiben kann. Ich habe dann angefangen zu notieren: die Schlaf-Zeiten und meine Stimmungen, wenn ich nachts aufstehe und nicht mehr schlafen kann, meistens morgens zwischen 3 und 4 Uhr. Ich schütte mir dann einen Tee auf und mache Lockerungsbewegungen, da ich meistens sehr angespannt bin. Das beruhigt mich und im Verlauf der Zeit habe ich festgestellt, dass es nicht immer nur schlecht war, es gab einzelne Tage, wo es mir ein klein wenig besser ging. Ein Lichtblick! Komme ich morgens nicht aus dem Bett, dann versuche ich meine Stimmung zu verbessern. Ich höre dann Musik oder lese ein wenig. Ich mache einen Plan, was ich heute erledigen möchte. Meistens schaffe ich nur die Hälfte oder an schlimmen Tagen auch nur einen Punkt der Liste. Dann ist aber das Aufstehen schon ein Erfolg!
Versuche das Positive zu finden und zu sehen.
Kleine Schritte gehen und Hilfe erbitten sind schon ein weiter Weg.
Du schaffst es!
Wie die Werbung so schön sagt:
Ich bin es mir WERT!
Monesie

PS. Ich bin zum 2. Mal in Therapie, diesmal seit 2018.

01.10.2020 07:19 • x 4 #2


Lost111

Lost111

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Hallo Monesie,

danke für deinen Post und die aufmunternden Worte.

Zitat:
Ich kenne das Gefühl, sich ständig aufzurichten und zu versuchen in "Gang" zu bleiben. Aber ich will nicht nur funktionieren. Wir haben nur dieses eine Leben.
Meine Vorstellung ist die eines Kraters, wenn es mir gut geht sitze ich oben am Rand, wenn es mies ist, sitze ich unten im Loch und komme nicht raus. Meistens hänge ich am Rand und es kann in beide Richtungen gehen. Ganz plötzlich. Ohne Vorwarnung.


Da kann ich dir nur zustimmen. Es ist nicht einfach, aus dem tiefen Loch wieder raus zu kommen.
Ich weiß, dass eine Tagesstruktur helfen kann, aber momentan schaffe ich fast gar nichts mehr. Am Dienstag habe ich es geschafft, ein Fenster zu putzen und herbstlich zu dekorieren. Zu mehr hat es dann nicht mehr gereicht.
Mit lesen kann ich mich zeitweise auch ablenken von all den Gedanken in meinem Kopf. Ich habe auch wieder angefangen, Tagebuch zu schreiben, aber da drin stehen momentan nur negative Gedanken. Wird es jemals wieder besser werden?
Es ist alles so schwer!

Zitat:
Versuche das Positive zu finden und zu sehen.
Kleine Schritte gehen und Hilfe erbitten sind schon ein weiter Weg. Du schaffst es!


Meine Katzen sind für mich jeden Tag positiv. Die können mir definitiv ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. Ansonsten sieht es ziemlich dunkel aus. Ich liege viel im Bett oder auf der Couch und die kleinste Kleinigkeit nervt mich. Ich bin sogar schon genervt von mir selbst (aber vor sich selbst kann man nicht davonlaufen).
Ich sollte mir einfach nicht zu viel vornehmen und aufhören, wenn es nicht mehr geht. Ich meine, es ist ja auch schon ein Erfolgserlebnis, wenn man z.B. die Wäsche gemacht hat. Ein winziger Schritt, aber es ist immerhin einer. So versuche ich, den Tagen einen Hauch an Struktur zu geben. Wenn nur nicht alles so anstrengend und ermüdend wäre.

Vllt. sollte ich auch einfach akzeptieren, dass es jetzt nun mal so ist wie es ist.

LG Lost111

01.10.2020 19:29 • x 4 #3


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Irgendeine

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Wenn du dich den Sommer über ganz okay gefühlt hast, solltest du vielleicht mal deinen Vitamin D-Spiegel bestimmen lassen. Es klingt banal, aber meiner lag im März bei 3 nmol/l. Normal sind 30-50 nmol/l.

01.10.2020 23:04 • x 2 #4


Lost111

Lost111

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Hallo Irgendeine,

danke für den Tipp. Aber ich nahm auch schon Vitamin-D-Präparate, aber ohne nennenswerten Erfolg. Eine Blutabnahme hatte ich aber deswegen noch nicht. Kann man das einfach so beim HA verlangen?

LG, Lost111

01.10.2020 23:14 • x 2 #5


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Irgendeine

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Zitat von Lost111:
Kann man das einfach so beim HA verlangen?

Man muss es selbst bezahlen. Aber es ist nicht so teuer. Wieviel genau, weiß ich leider nicht, weil das bei mir damals in der Klinik im Routinelabor mitbestimmt wurde.

02.10.2020 00:52 • #6


Lost111

Lost111

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@irgendeine

Ok. Vllt. informiere ich mich beim nächsten Termin mal danach (wenn ich es nicht bis dahin vergessen habe ).

Ansonsten geht es mir noch nicht wirklich besser. Ich habe mich inzwischen mit der Krankschreibung abgefunden.
Ich weiß nicht, wozu ich jeden Tag wieder aufstehe. Jeder neue Tag ist ein Kampf. Ein Kampf mit mir selbst.
Ich will mir nur die Decke über den Kopf ziehen.
Vllt. wird es irgendwann besser werden, vllt. aber auch nicht. Irgendwie ist mir das gerade ziemlich egal.

Ich wünsche allen hier ein angenehmes und stressfreies WE.

Dunkle Grüße, Lost111

02.10.2020 23:02 • x 2 #7


Martl

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Hallo Lost, ich glaub, wir haben aktuell viel Gemeinsamkeiten. Mir geht's aktuell genauso wie dir. War bzw. bin auch so verzweifelt. Bin seit 10 Wochen auch nicht mehr zu meiner Therapeutin und zu meiner Psychologin gegangen. Hab irgendwie den Kampf aufgegeben. Hab meine Depressionen aber schon seit meiner Kindheit, jetzt bin 55 Jahre alt. Seit einer Woche geht's mir besser, geh sehr viel spazieren, raus in die Natur. Am Dienstag geh ich wieder zur Therapie. Ja, es ist ein Kampf. Drück Dir fest die Daumen, dass die Sonne wieder kommt.

03.10.2020 13:58 • x 1 #8


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Betse66

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Liebe Lost, stell dir vor, es ist dunkel und plötzlich leuchtet eine kleine Flamme an einer Kerze auf. Was spürst du? Licht, ein Hauch Wärme? Dieses Bild versuche ich mir vorzustellen, wenn es mir schlecht geht und dann zünde ich am hellichten Tag eine Kerze an. Klingt vielleicht komisch, ... manchmal aber einfach ein kleiner Weg ins Licht.
Ich wünsche dir diesen Lichtblick.
Betse

04.10.2020 10:58 • x 2 #9


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buddl1

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was ist eigentlich der Sinn eines Lebens?
zu dieser Frage kommt wohl jeder mal in seinem Leben.
vor einem, so viele gelebte Leben, von wenigen wird berichtet,
viele vergessen, manchmal nur ein Wort auf einem Stein...
und nach uns, was bleibt und wozu?
ich mein, egal ob man mich beweint oder ignoriert,
es ist vorbei und nichts was mich davon mehr erreicht...
ja, es ist schwer darin sein Dasein zu finden,
seinen Weg, zu wissen wofür.
die einen streben nach Macht, Geld oder geben Leben weiter und doch
werden sie alle enden wie die vor uns, das Leben ist nun mal endlich.

wenn ich durch den Wald gehe, das Rauschen da oben,
wie gern würde ich der Wind sein, der all diese Blätter bewegt
und doch ist er vorüber est unheimlich still erscheint.
auf dem Boden, sich mühsam die Ameise mit einen Blatt zum Bau bewegt
sie fragt nicht nach dem warum, sie tut es einfach wie all die anderen,
ja für was den überhaupt?
sie haben ein gemeinsames Ziel,
die Gemeinschaft zu erhalten, fortzuführen und
auch wenn ich ein Jahr später diese Ameise nicht mehr wiederfinden oder gar erkennen kann,
warum erwarte ich das von mir?

am Ende bleiben doch immer mehr Fragen, kaum Antworten und letztlich bleibt die immer wiederkehrende Frage
warum?

jeder könnte meinen Monolog ins unendliche fortsetzen doch ist es nicht gerade deshalb besser,
jetzt,
ja genau jetzt in den Wald zu gehen und sich darüber zu freuen,
das der Wind da oben die Wipfel streift,
die Ameise ihren Weg ohne durch meinen Fuß ihren Weg fortsetzen zu lassen
und sich darüber zu freuen, weil man es kann?
sein Leben, je es zu nehmen wie es ist, egal wann einen eben diese Erkenntnis erreicht,
es zu leben. und abends in die Sonne schauen, wie sie still am Horizont versinkt....
nicht jeder Tag muss voller Freude sein,
wir würden vergessen, eben diesen zu schätzen zu wissen.
wir leben nur das eine mal
und das nicht umsonst oder wofür,
sondern für uns selbst, verdammt noch mal...
buddl1,

04.10.2020 12:16 • x 5 #10


Martl

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Hallo Budll1, hast Du sehr schöne geschrieben und erläutert. Dein Text gefällt mir sehr gut

04.10.2020 17:59 • x 1 #11


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buddl1

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es war nur der Versuch,
Dinge aus deiner Sicht, aus deinem schreiben zu sehen.
wenn wir in uns schauen,
wie oft übersehen wir da unser Glück,
ja, nur allzu schnell vergessen wir und halten uns an den Widrigkeiten auf,
die unseren Alltag bestimmen lassen.
schau auf das gelebte zurück, nicht mit Zorn oder mit Hass,
was man hätte besser tun können, oder wovor man uns hätte schützen müssen.
es passierte, weil es eben so war und nun stehen wir hier und nicht dort!
klar man kann vieles wollen, auf vieles verzichten und letztlich bleibt doch
wie es nun ist.
und eben daraus bestimmen wir halbwegs das Morgen, unser Morgen und ja
er wird kommen,
beginnen wir ihn mit einem Lächeln und wer weiß wer uns dafür
mit eben ein solchen uns belohnen wird.
wen ich das bei dir erreichen konnte, so doch auch nur,
weil du es eben gelesen hast,
danke dafür.
buddl1,

05.10.2020 07:52 • x 3 #12


Martl

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Guten Morgen buddl1, vielen Dank für die Rückmeldung. Deine Texte lese ich sehr sehr gerne. Steckt viel Wahrheit drin. Ja weg vom Selbstmitleid und den negativen Gedanken. Ist halt bloß so schwierig für mich, komm immer wieder in diese Verzweiflung. Liebe Grüße

05.10.2020 08:28 • x 3 #13


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buddl1

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ja, diese Momente werden sich auch zukünftig nicht wirklich vermeiden lassen
und genau deshalb suchen wir Orte wie dieser einer geworden ist.
durch das wahrnehmen, teilen und wenn es möglich ist zu reflektieren,
können wir uns finden und für Momente aus dem eigenen ich fliehen,
weil es eben anderen auch so geht.
es ist Ansporn und Lohn zu gleich,
sich dafür Zeit zu nehmen, nicht abzuwinken- das wird schon wieder...
genau das ist heute so selten geworden,
auch mal versinken zu dürfen,
und wenn es dann so ist,
dann lesen wir wieder hier...
buddl1,

05.10.2020 11:58 • x 1 #14


bones

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Ist ja alles schön und gut buddl1, . Das du mit dein schönen Beispiele mut aufbringst. Aber wenn ich so deine Beiträge lese, ist es doch für mich unwirklich. Jemand wie mich, der chronisch schwer depressiv ist, der glaubt an sowas nicht mehr und die Hoffnung hab ich längst aufgegeben. Einzig was ich machen kann ein Umgang mit der Erkrankung zu gestalten und das beste draus zu machen. Da können noch so tolle Worte kommen.

05.10.2020 12:25 • x 3 #15


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buddl1

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tolle Worte...
ja da hast du schon recht meine Worte allein genügen nicht,
ich kann weder heilen noch dir die gesuchte Heilung bieten oder gar versprechen.
ich bin auch nicht so vermessen oder habe diesen Anspruch dies mir zu eigen zu machen, jener Heilsbringer zu sein,
der in vielen Büchern beschrieben wird.
handeln muss letztlich jeder für sich.
nicht jeden können (meine) Worte erreichen,
zumal wenn man selbst darin schon zu abgestumpft ist oder gefallen liegen bleiben will.
jeder muss für sich selbst zurück finden und das Bsp. mit dem Wald,
ich hab das nicht erfunden sondern erlebt, besser lebe ich dieses noch,
gerade, wenn alles um einem ´herum so schwer, trist- und hoffnungslos erscheint.
man musss sich herablassen von seinem selbst erhobenen Podest des ewigen Trübsal,
aber wir leben...
in vielen Ländern herrscht Krieg, Hunger, ein Diktatur und was es noch alles gibt
und ja sie wären gern alle bei uns, würden tauschen, nur um eben auch diesen Wald, dieses Leben führen zu können,
auch in ihrem Land...
wenn wir alle keine Hoffnung hätten,
wir nicht an das kleinste Glück erfreuen wollen,
dann, ja dann hast du wahrlich recht.
entschuldige wenn ich so aushole,
aber wenn (meine) Worte jemanden auch nur ansatzweise helfen,
seinen Blick zu heben, anzuerkennen - nicht nur mich- dass es viel mehr gibt,
was jeder selbst noch bewegen kann, wenn er nur wollte.
ich habe viele ihren Weg gehen sehen, den letzten, selbst bestimmt und mit Erfolg.
machtlos diese Entscheidung anzunehmen, zu verstehen ist eh selten möglich,
dann hilft es auch anderen und nicht nur mir mit meiner chronischen Krankheit klarzukommen, mit dem Leben
in dem eigenen Leben zurecht zu kommen, ohne zu verlangen, alles anders machen zu müssen.

es sind keine tollen Worte, ich habe sie lediglich nur neu zusammengefügt,
etwas Hoffnung darin zu lesen sein soll, mehr nicht.
ja du kannst - wie ich eben auch- die Erkrankung annehmen, dein Leben damit einrichten,
damit leben und da du mich gelesen hast, nicht alles muss du darin annehmen,
es ist meine Reflektion meines Lebens mit dem was ich von jedem anderen hier gelesen habe.
wann warst du das letzte mal in einem Wald und konntest einfach nur dort stehen,
alles von dir fallen lassen, einmal loslassen einfach mal erkennen,
was dich umgibt? kannst du das noch?
es muss ja nicht unbedingt immer der Wald sein..
es sollten auch jetzt nicht so viele Worte sein, sorry
buddl1,

05.10.2020 14:15 • x 3 #16


bones

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Zitat von búddl1:
wann warst du das letzte mal in einem Wald und konntest einfach nur dort stehen,
alles von dir fallen lassen, einmal loslassen einfach mal erkennen,
was dich umgibt? kannst du das noch?


nun ich wohne auf nen land am rande des waldes.bin täglich dort.aber es lässt mich kalt bzw interessiert mich nicht bzw kann mich darüber nicht erfreuen.weil die depression in der ich wieder bin zu stark sind. da können noch ein licht reinscheinen,doch ist es kalt und die hoffnung,dass das licht grösser wird ,fern.ich realisiere es zwar ,aber mehr auch nicht. ich habe mich mit der erkrankung lang genug angekämpft.doch irngedwann aktzeptiert man sie einfach und es so nehmen wie sie ist.einzig,was mir hoffnung erschöpft ist meine tochter und lebenspartnerin. die sind mein anker.da weiss ich,wofür ich aufsteh und den täglichen mist mit der depression miterleben darf..

05.10.2020 16:13 • x 2 #17


Lost111

Lost111

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@Martl

Zitat:
Seit einer Woche geht's mir besser, geh sehr viel spazieren, raus in die Natur. Am Dienstag geh ich wieder zur Therapie. Ja, es ist ein Kampf. Drück Dir fest die Daumen, dass die Sonne wieder kommt.


Das hört sich doch schonmal positiv an. Es kann nur besser werden, in kleinen Schritten. Meine Therapie ist momentan auf Eis gelegt, aber ich möchte nicht darüber reden. Es erscheint einfach alles sinnlos, jede Anstrengung, die ich je gemacht habe, ist nichts. Wozu habe ich das alles gemacht?
Ich wünsche dir auch alles, alles Gute; und: wir geben (noch) nicht auf!

@Betse66

Zitat:
stell dir vor, es ist dunkel und plötzlich leuchtet eine kleine Flamme an einer Kerze auf. Was spürst du? Licht, ein Hauch Wärme? Dieses Bild versuche ich mir vorzustellen, wenn es mir schlecht geht und dann zünde ich am hellichten Tag eine Kerze an. Klingt vielleicht komisch, ... manchmal aber einfach ein kleiner Weg ins Licht.


Das hört sich sehr tröstend an und so gar nicht komisch! Ich liebe Kerzen auch sehr, und die dürfen jetzt auf meinem Wohnzimmertisch nicht fehlen. Duftkerzen mag ich auch. Aber es ist ein schönes Bild, dass du mir ins Herz gezaubert hast, danke.

@buddl1

Deine Worte haben mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Danke dafür.

Es ist alles andere als leicht, diese Krankheit Depression anzunehmen. Ich habe lange dafür gebraucht. Und auch heute frage ich mich manchmal noch: warum ich? Eine müßige Frage, ich weiß.

Leider sehe ich momentan wenig Hoffnung...

Jeder neue Tag ist anstrengend. Heute war Kontroll-Termin beim ZA angesagt: ANGST!
Erst in der Therapie habe ich gelernt, da nach vielen Jahren wieder hinzugehen. Somit war das heute ein kleines Erfolgserlebnis, wofür ich mich eigentlich loben sollte. ÄHEM - ich und mich selbst LOBEN?! Ein ziemlich schwieriges Thema für mich.

Lasst euch mal alle:

LG, Lost111

05.10.2020 21:21 • x 4 #18


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Monesie

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Guten Morgen lost111,

Zitat von Lost111:
Somit war das heute ein kleines Erfolgserlebnis, wofür ich mich eigentlich loben sollte. ÄHEM - ich und mich selbst LOBEN?! Ein ziemlich schwieriges

Ich finde es toll, dass du dich lobst!
Es ist auch für mich ein schwieriges Thema. Ich war immer die Person, die versucht hat es allen recht zu machen um Zuwendung zu bekommen, aber es war eher das Gegenteil der Fall.
Ich habe es überlebt und werde heute schlecht damit fertig, dass es mir so mies geht und ich unter schweren Depressionsschüben leide, aber die Person, die mir das hauptsächlich angetan hat, lebt fröhlich vor sich hin. Das hat in mir Gefühle ausgelöst, die lange unterdrückt wurden, nämlich Wut.

Diese Wut versuche ich in kleinen Schritten für mich zu nutzen um mich aufzuraffen, mich selbst zu loben und den Fehler nicht in mir zu suchen. Ich muss nicht perfekt sein damit ich geliebt werde. Es kann mich nicht jeder mögen. Ich mag auch nicht jeden. Aber Respekt und Höflichkeit kann i c h jedem entgegen bringen. Wenn andere das nicht können, ist es nicht m e i n Fehler!
Ich gehen diesen aus dem Weg. Ich brauche ihren Kontakt nicht.

Gelobt wurde ich nie, eher das Gegenteil, da konnte ich noch so viele gute Noten schreiben. Ich musste von der Schule gehen und eine Ausbildung machen, obwohl ich die besseren Noten hatte. Meine beiden Geschwister durften machen, was sie wollten. Mit 18 Jahren war ich ausgezogen und 600 km weit weg geflüchtet. Das erste mal frei.
Die Depressionen kamen viel später.

Und loben kann ich mich selbst, wenn ich etwas geschafft habe, was schwierig für mich war. Sei es irgendwo pünktlich zu erscheinen und überhaupt aufzustehen ohne ins Grübeln zu geraten. ( wieso aufstehen )
Hierhin hat mich die Therapie gebracht und Antidepressiva.
Dafür bin ich dankbar und kann nur sagen, nimm Hilfe an. Ich war misstrauisch, aber es gibt auch gute Menschen, die einem tatsächlich helfen können und es auch tun.

Besser in kleinen Schritten nach vorn, als zurück. Du schaffst es.
Monesie

06.10.2020 06:10 • x 3 #19


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buddl1

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@bones,
alles hast du doch einen Anker,
einen der dich leben, lieben und auch einen Sinn gibt,
deine Partnerin und die gemeinsame Tochter.
das ist schon mehr als mancher zu träumen wagt. Sie geben dir den notwendigen Halt
und auch den Antrieb, weil man es für sie nicht nur machen muss,
sondern will!
und eben darin muss dein Licht, deine Wärme liegen und glaub mir,
sie geben sie dir zurück ohne dich zu verbrennen.
verglichen mit mir, das Leben in einer 2 Millionenstadt, Beton, Lärm, die große Anonymität,
da erscheint mir die ländliche Ruhe, wie ein anderes Land...
und ja jeder sucht meist, das was der andere wohl hat...
und ja solche wie wir hier, wir müssen die wenigen Momente
in unserem kleinen Glück viel höher bewerten und vor allem genießen.
um im Alltag, den notwendigen Halt, die Kraft den Bestand finden zu können.
auch wenn es sinnlos wie so vieles erscheint,
ich setz mich gern im Wald einfach irgendwo mal hin, schließ die Augen
und höre nur auf das was mir die Ohren, die Nase zu riechen gibt.
der modrige Geruch nach Waldboden, Pilzen die man natürlich nicht findet,
aber das Gefühl frei zu sein, ganz ohne Zwang.
ich schuf mir meine kleine Oase in der ich meinen kleinen Garten mir zur Aufgabe machte.
nebenbei, mein Avatar ist nicht der einzige Vogel der mich daran erinnert, Aufgabe und Verantwortung zu übernehmen..
es sind die kleinen Lichtblicke die uns aufblicken lassen.
aber du hast schon recht,
wenn man selber kalt dabei bleibt...
sich nicht überwinden will und auch nicht mehr kann.
ein anderer wird das für einen selbst nie übernehmen können.
diesen schritt, ich will, der muss von dir selbst kommen.
dabei sollte man sich nicht fragen, brauch ich das, oder wozu,
nein, einfach mal machen, probieren. es muss auch nicht immer alles einen Sinn ergeben.
Manche stellen sich jeden Tag ein Strauß Blumen auf den Tisch obwohl es sicher ist, dass er am
nächsten Tag vieles von seiner Pracht verloren hat und doch ´wird dieser wieder da stehen,
weil es diese kleine ein Freude am Tag sein kann,
die man für den Tag braucht.
hey @Lost111
mit 17, ich hasste den ZA, vieles war mir auch egal, aber in der Armeezeit (ja die gab es damals noch)
sagte mir der ZA-in dem Stützpunkt, wir können viel tun... und so wurde ich einer der wenigen Dauergäste und fand auch die Notwendigkeit dafür. und heute ist der Besuch ebenso Routine wie der zum Internisten, Diabetologe oder auch der Urologe...
meine nach der Erkrankung gewonnen Stabilität habe ich durch all dieses kleine müssen erlangen können, auch wie wichtig damals wie heute solche Termine sind...
und wenn du jetzt so einen Erfolg für dich beanspruchen kannst,
so doch nur, weil du,
ja nur diesen Schritt getan hast und
das wiederum ist zurecht dein Erfolg!
ja auch das Loben muss man lernen, keine Frage
zu sehr ist man mit dem negativen, dem unabänderlichen beschäftigt,
dass man kaum an sich, an seine eigene Leistung glauben mag.
man muss sich zurück kämpfen auch wenn jeder kleine Schritt immer eine Überwindung bedeutet.
aber wenn man nur vor der bunten Flimmerkiste oder vor dem verschlossenen Fenster sitzt...
kein Jammern wird etwas verändern, keiner deinen Schritt wagen
und leider ist das heutige gesellschaftliche Verhalten untereinander dazu nur fördernd aber nicht mehr
fordernd.
ich weiß nicht ob es dadurch früher besser war,
wenn man immer gesagt bekam: du musst.
aber heute?
naja, da schauen wir mal hier , mal da. dann probieren wir dies oder das
und wenn Garnichts mehr geht, na dann bleiben man halt Zuhause

das jetzt bitte nicht falsch verstehen,
aber in den letzten 30 Jahren haben wir so eine Vervielfältigung von Krankheiten bei so vielen von uns entwickelt die es davor nicht gab.
sicher einige waren nicht bekannt, aber so ein ausreißen aus der gesellschaftlichen Struktur wie heute
war damals nicht möglich. hüben wie drüben.
um zu überleben, gab es nur ein: du musst
und davon wurde man satt und hatte ein Dach über den Kopf...
nicht wie heute: dann probieren wie es eben später und wenn du nicht kannst
na dann schauen wir morgen oder übermorgen weiter...

jeder sich aufrappelt, jeder der sein: du musst, wieder in Anspruch nimmt und nicht liegen bleibt,
der wird irgendwann erkennen, wie stolz er auf sich sein kann
und dass es sich geloht hat, eben diesen Weg zu gehen.
man muss keine Berge versetzen, es reicht schon sein Tief, sein eigenes Loch zuschütten zu können.
wenigstens für kurze Zeit.
buddl1,

06.10.2020 07:36 • x 3 #20


Lost111

Lost111

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@Monesie

Zitat:
Ich finde es toll, dass du dich lobst!


Mmh, eigentlich könnte ich das tun, aber es fällt mir sowas von schwer! Warum ist das so? Auch mit Lob von Außenstehenden - falls das mal so sein sollte - kann ich nur schlecht umgehen. Ich denke dann immer, ich habe das nicht verdient.
Das liegt u.a. an meiner Kindheit, die bis zum 7. Lebensjahr (für mich) perfekt und glücklich war. Danach heiratete meine Mama und ich bekam einen Stiefvater, der mich nie wirklich akzeptierte und ein Choleriker war/ist. So lernte ich, "unsichtbar" zu werden und alles mit mir selbst auszumachen. Ich hatte immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht "richtig" zu sein. Ich war das "schwarze Schaf" in der Familie und irgendwie anders. Nur nicht auffallen, dann passiert auch nichts schlimmes. Auch Worte können verletzen... Nach außen hin musste "der gute Schein" gewahrt werden; dabei wusste (und hörte) die ganze Straße zu, wenn er seinen Wutausbrüchen freien Lauf ließ.
Kurz gesagt sind wir das Produkt unserer - positiven wie negativen - Erfahrungen im Leben. Alles hat seinen Grund.

Zitat:
Diese Wut versuche ich in kleinen Schritten für mich zu nutzen um mich aufzuraffen, mich selbst zu loben und den Fehler nicht in mir zu suchen. Ich muss nicht perfekt sein damit ich geliebt werde. Es kann mich nicht jeder mögen. Ich mag auch nicht jeden. Aber Respekt und Höflichkeit kann i c h jedem entgegen bringen. Wenn andere das nicht können, ist es nicht m e i n Fehler! Ich gehen diesen aus dem Weg. Ich brauche ihren Kontakt nicht.


Wut habe sich sicherlich auch in mir, aber die richte ich eher gegen mich.
Wer mich nicht so mag, wie ich bin, der sollte mir eigentlich egal sein. Ich habe nur einige ganz wenige Kontakte in RL, die mir das Gefühl geben, nicht ganz überflüssig auf dieser Welt zu sein. Und hätte ich "meine Mäuse" nicht - daran mag ich jetzt gar nicht denken...
Was lässt euch immer wieder den Kampf aufnehmen, weiter zu machen? Jeden Tag aufs neue?

@buddl1

Zitat:
und wenn du jetzt so einen Erfolg für dich beanspruchen kannst,
so doch nur, weil du,
ja nur diesen Schritt getan hast und
das wiederum ist zurecht dein Erfolg!
ja auch das Loben muss man lernen, keine Frage


Warum sehe ich es nicht als Erfolg? Kann man das wirklich lernen? Ich zweifele so oft an mir, wie könnte ich mich da loben.
Es fühlt sich einfach "falsch" an.

Zitat:
jeder sich aufrappelt, jeder der sein: du musst, wieder in Anspruch nimmt und nicht liegen bleibt,
der wird irgendwann erkennen, wie stolz er auf sich sein kann
und dass es sich geloht hat, eben diesen Weg zu gehen.
man muss keine Berge versetzen, es reicht schon sein Tief, sein eigenes Loch zuschütten zu können.
wenigstens für kurze Zeit.


Das hört sich wirklich gut an, aber die Umsetzung ist alles andere als einfach! Ja, wer hat gesagt, dass es einfach ist... !
Ich habe so oft versucht, wieder auf die Beine zu kommen und habe es dann auch irgendwie mehr oder weniger geschafft. Aber es kommt immer wieder, dieses schwarze, tiefe Loch! Oder mangelt es mir immer noch an Akzeptanz?
Ich hab das alles manchmal so satt!

LG Lost111

07.10.2020 20:17 • x 2 #21


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Betse66

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Liebe Lost,
es ist immer einfacher anderen "gute" Ratschläge zu geben. Wenn man diese selbst bekommt, kann man nichts damit anfangen. Das ist zumindest oft meine eigene Erfahrung. Ja und wenn gerade dieses blöde schwarze Loch wieder da ist, geht sowieso gar nichts. Bei mir sind es die mittlerweile erwachsenen Kinder, die mich in der Vergangenheit "gerettet" haben und es noch heute tun ... ohne viel Worte, einfach weil es sie gibt. Du schreibst von deinen "Mäusen". Bei meinem Freund/Partner sind es genau auch diese, die ihn immer wieder aufrichten. Ja, genau. Es ist gut, dass du sie hast. Und ich weiß nicht, wie du das siehst? Aber auch wenn wir uns alle hier im Forum nicht persönlich kennen, so können wir uns doch Halt und Stärke geben. Mich drängt es in ganz angespannten Situationen regelrecht hierher. Ich muss nur an die ersten Tage im Krankenhaus denken. Ich muss nicht zu jedem Thema eine Meinung haben, ich weiß aber, dass hier Menschen unterwegs sind, die mich verstehen können ... und dich auch.

Ich wünsche dir, dass du das jetzige Loch akzeptierst, aber nicht weil du verdienst, sondern weil du wieder zu dir kommen sollst ... und du schaffst das auch diesmal wieder.
Ich schicke dir einen Lichtstrahl. Betse

07.10.2020 20:45 • x 4 #22


Lost111

Lost111

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Liebe Betse,

danke für die lieben Worte.

Zitat:
es ist immer einfacher anderen "gute" Ratschläge zu geben. Wenn man diese selbst bekommt, kann man nichts damit anfangen. Das ist zumindest oft meine eigene Erfahrung.


Das ist richtig, so geht es mir auch. Bei Anderen weiß ich meistens einen Rat, aber wenn es um mich selbst geht, steh ich auf dem Schlauch und/oder weiß nicht, was ich machen soll. Dabei sollte ich vllt. mal auf die Ratschläge hören, die man mir gegeben hat.
Na ja, mit meinem Selbstbewusstsein ist es auch nicht weit her.

Zitat:
Du schreibst von deinen "Mäusen". Bei meinem Freund/Partner sind es genau auch diese, die ihn immer wieder aufrichten. Ja, genau. Es ist gut, dass du sie hast. Und ich weiß nicht, wie du das siehst? Aber auch wenn wir uns alle hier im Forum nicht persönlich kennen, so können wir uns doch Halt und Stärke geben.


JA! Ich LIEBE meine "Mäuse" über alles! Sie sind mein ein und alles!
Letztes Jahr stand das Leben von Flöckchen auf des Messers Schneide; sie hatte einen großen Tumor an der Niere, der in einer komplizierten OP glücklicherweise erfolgreich entfernt werden konnte, aber ob sie überlebt oder nicht sah man erst während der OP. Ich hatte sooo große Angst um sie! Sie hat es aber gut überstanden und ist mittlerweile mit ihren 16 Jahren ja auch schon eine alte Dame, und ich weiß auch, dass ich sie eines Tages gehen lassen muss. Aber diesen Gedanken verdränge ich natürlich. Aber: das Leben ist endlich.
Ich musste schon einige Fellnasen über die Regenbogenbrücke ziehen lassen, und es war jedes Mal unendlich schwer und kaum zu ertragen.
Du hast deine Kinder, die dir Halt geben. Wohnen sie in deiner Nähe?

Ja, ich habe hier im Forum auch viel Trost und liebe Worte erfahren, u.a. auch von dir natürlich!
Ich fühle mich einfach verstanden und gut aufgehoben, so würde ich es beschreiben. Man sieht, dass man nicht alleine ist.
Und das ist schon sehr viel wert.

Zitat:
Ich wünsche dir, dass du das jetzige Loch akzeptierst, aber nicht weil du verdienst, sondern weil du wieder zu dir kommen sollst ... und du schaffst das auch diesmal wieder.


Danke dir, ich habe (noch) nicht aufgegeben. Vllt. wird es irgendwann mal besser. Momentan bin ich in einem Zustand, wo mir das alles eigentlich ziemlich egal ist. Die Welt könnte unter gehen - na und?!

Ich schicke dir ein kleines Lichtlein, dass dich begleitet in der dunklen N8.

LG Lost111

07.10.2020 21:22 • x 2 #23


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buddl1

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manchmal hilft es, sich an etwas zu klammern, sei es ein eine Fellnase, Mäuse, oder eben ich mit den gefiederten Gesellen (damit die wellis nicht immer vor mir gehen, hab ich auch einen Graupapagei), am besten jedoch, am Besten wenn es liebe Menschen sind. zu lieben, mit ihnen Zeit zu genießen, vor allem geben und nehmen, genau das macht unser leben aus, eben lebenswert.

ja, man kann lernen sich zu loben, sich zu lieben, es muss ja keiner sehen, das ist besonders wichtig,
wenn man bei seiner Arbeit gespiegelt bekommt, dass man diese so gut bewältigen konnte und doch diese nicht von anderen als solche gewertet bekommt....
das trifft natürlich auch auf den eigenen Bereich zu, wenn man seine Wohnung, sein Garten, seine Termine usw. auf Vordermann gebracht hat, sich abends zurück lehnt und sich selber sagt: geschafft und zwar gut!
jeder hat dazu seine eigene Methode entwickelnd. der weg dann ist egal, entscheidend ist es das Ziel auch zu würdigen.
wir leben auch von der Belohnung dafür und wenn das keiner macht,
darf man ruhig dies auch für sich in Anspruch nehmen und damit gut fühlen!
buddl1,

08.10.2020 08:03 • x 1 #24


Lost111

Lost111

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@buddl1

Zitat:
manchmal hilft es, sich an etwas zu klammern, sei es ein eine Fellnase, Mäuse, oder eben ich mit den gefiederten Gesellen (damit die wellis nicht immer vor mir gehen, hab ich auch einen Graupapagei), am besten jedoch, am Besten wenn es liebe Menschen sind.


Das ist tatsächlich so. Kein Tier kann einen Menschen ersetzen, aber sie geben einem trotzdem soviel.
Ja, mit Menschen habe ich es in RL nicht so. Ich lebe sehr zurückgezogen. Ich tue mich schwer damit, mich Menschen zu öffnen. Ich bin da sehr zurückhaltend und schüchtern. Es dauert lange, bis ich "auftaue". Natürlich ist menschlicher Kontakt auch wichtig, aber schwer zu finden, wenn man so ist wie ich.
Ich würde gern lernen, mich loben zu können. Ob mir das jemals gelingen wird?

08.10.2020 19:26 • x 1 #25


Lost111

Lost111

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Heute ist wieder so ein Tag zum "wegwerfen"... Zu lange geschlafen, nichts weiter gemacht, nur rum gelegen.
Ich weiß, dass es an mir ist, etwas daran zu ändern. Aber das kostet soviel Kraft, die ich immer noch nicht zu haben scheine.
Manchmal würde ich am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen bleiben, wenn da nicht eine innere Stimme in mir sagen würde, dass das auch keine Lösung ist.
Ich verabschiede mich jetzt in die N8.

09.10.2020 23:45 • #26


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buddl1

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nur wer sich selber zwingt, sich selber ermahnt,
kann sein Dasein aus der sich selbst eingeschlossenen Welt helfen.
ja, so einfach wie es geschrieben ist, so schwer ist es manchmal dies umzusetzen.
dazu gehört das Aufstehen, wenn man wach geworden ist, weil gerade da Gedanken lernen zu kreisen.
Aufstehen und um sich selber kümmern, einen Tee, Kaffee oder eine Milch warm machen,
sich geschäftigen und die Nachrichten wahrnehmen.
dann die, sofern vorhanden, Kontaktpflege zu den Tieren, meist warten die schon darauf...
und schon ist man in einem Gang der sich Alltag nennen kann...
sicher es ist nicht für jeden immer gleich, aber sich dem Leben anpassen,
damit sein eigener Gedankenkreise in geordneten Bahnen verlaufen kann.
die Kraft dafür gibt dir die Nacht,
es macht keinen Sinn, diese für sich nutzen zu wollen,
allein, zuhause, mit dem Blick in ferne Welten und sich immer wieder zu fragen
was wäre wenn...
nein, man muss es am Morgen versuchen,
es einfach tun...
es ist nichts unmöglich,
man muss es nur tun...
buddl1,

11.10.2020 08:14 • x 2 #27


Aiko

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Hallo,
Ich bin heute zum ersten Mal in dem Forum und hatte lost's und alle anderen Beiträge gelesen. Mir geht es zur Zeit genau wie Lost seit ein paar Tagen so richtig Grotten schlecht. Ich will nix essen und nicht aufstehen und nix machen. Einziger Lichtpunkt ist heute Abend Therapie, ich hoffe das hilft, sonst gehe ich glaube in einer Klinik, ich halt's kaum noch aus.
Die Beiträge hier helfen ein bisschen. Danke an alle.

Lg
Aiko

12.10.2020 13:52 • x 1 #28


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buddl1

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es gibt weit schlechtere Wege,
da ist die Klinik nahezu der bessere Ort,
wenn es nicht anders geht,
sie werden dich auffangen können,
dir die Ruhe und die Zeit geben...
damit du dein ich wieder annehmen kannst.
Aber,
nutze zuerst die Thera,
wer weiß, vielleicht kannst du dort ja einiges für dich mitnehmen.
manchmal brauch man nur einen der zuhört, der versteht,
der einfach nur da ist...
buddl1,

12.10.2020 15:01 • x 2 #29


Aiko

2
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Ja da hast du recht.
Meine Therapeutin ist auch richtig gut, also ich versteh mich mit ihr und vertraue ihr, das ist sehr wichtig. Aber leider ist sie total neu dabei. Also ich bin ihre erste Patientin ubd die Verständnis hilft aber ich bräuchte mehr Ratschläge oder Hilfestellung was ich machen soll wenn sie ent da is. Habt ihr Evtl Tipps?

12.10.2020 17:49 • #30

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