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Selbst schuld an meiner Einsamkeit?

Pastafarie

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Hallo, ich habe es schon in anderen Foren versucht und wurde teilweise gesperrt, weil mein Fall zu komplex ist. Mir wurde gesagt ich solle mir professionelle Hilfe suchen, aber es gibt keinen Therapeuten in meiner Region, der Therapieplätze frei hat. Es ist ziemlich frustrierend wenn man dann auch noch in Selbsthilfeforen ausgeschlossen wird.

Ich war schon als Kind sehr ängstlich. Wenn ich Angst gezeigt habe wurde ich von meinem 8 Jahre älteren Bruder als Memme beschimpft und ich wurde höchstens von meiner 10 Jahre älteren Schwester beruhigt(die dafür auch noch Ärger von meiner Mutter bekommen hat). Ich habe also nie gelernt mit meinen Ängsten umzugehen, also habe ich sie verdrängt. Bis zum Alter von 26 Jahren wusste ich nicht, dass es Angst ist wenn es in meiner Brust schmerzt. Hat man mir gesagt, dass ich Angst habe, wurde ich wütend. Dann hatte ich vor zwei Jahren einige Panikattacken und konnte endlich akzeptieren, dass ich sehr Ängstlich bin. Mittlerweile hat sich die Angst aber schon generalisiert(d.h. ich habe selbst ohne erkennbaren Auslöser Angst), was sehr schmerzhaft ist und was ich die letzten Jahre mit Alk. behandelt habe. Gerade mache ich einen Entzug und bin auch recht zuversichtlich, dass ich es schaffe.

Aber in diesem Post soll es eigentlich darum gehen, dass mir häufig gesagt wird ich wäre selbst Schuld. Ich sollte die Schuld nicht bei anderen suchen. Dabei hat das alles angefangen als ich noch ein Kind war. Ich wurde in der Schule gemobbt, verarscht und angespuckt. Meine Schwester hatte dazu nichts besseres zu sagen als: "schei. drauf, du bist doch viel Klüger als die!", womit ich angefangen habe meine Mitschüler von oben herab zu behandeln, was die ganze Sache natürlich noch schlimmer gemacht hat.

Trotz allem habe ich eine Freundin gefunden als ich 18 wurde. Wir waren 4 Jahre zusammen wovon die ersten 3 Jahre auch sehr glücklich waren(auch wenn ich mit Depressionen und Ängsten zu kämpfen hatte). Dann kam ich auf die Fachoberschule für Technik in Bayern. Wir hatten finanzielle Probleme, weil meine Freundin zu wenig Bafög bekommen hat. Wir haben neben der Schule bzw. Studium gearbeitet(ich als Nachhilfelehrer und sie als studentische Hilfskraft). Wir haben uns vor diesem Jahr in Bayern einmal fast gestritten, in Bayern gab es nurnoch Stress.

Ab dann wurden die Ängste(die ich nur als Schmerzen in der Brust wahrgenommen habe) jeden Abend immer schlimmer. Einmal mussten wir sogar den Notarzt rufen, weil mein Herzschlag unregelmäßig war. Nach der Spritze ging es mir mal wieder richtig gut und ich konnte entspannen. Dann kamen die Sommerferien und meine Ex-Freundin hat ohne mich Freunde besucht. Ich habe mit Onlinefreunden gezockt und gesoffen(erst nur aus Spaß). Ich habe gemerkt, dass dieser Schmerz in der Brust weg ist wenn ich getrunken habe, also habe ich angefangen regelmäßig zu trinken, fast jeden Abend. Zudem haben meine Freunde mir Guildwars 2 gekauft wonach ich schnell süchtig wurde. Dann fing die Schule an und ich war am ersten Tag da. Viele neue Mitschüler und ich habe einfach keinen Anschluss gefunden. Am nächsten Tag habe ich es nicht aus dem Bett geschafft(das Problem habe ich seit der zweiten Klasse).

Meine Freundin bedrängte eine Ausbildung zu suchen. Ich habe mich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt und dachte es geht schonwieder los. Ich hatte wieder das Gefühl nur geliebt zu werden wenn ich zur Schule oder ähnliches gehe. Ich wollte nurnoch meine Ruhe und habe die Beziehung sabotiert. Jetzt sitze ich seit 5 Jahren alleine in meiner Wohnung und ich langweile mich nur. Jeder Versuch Freunde in der Nähe zu finden geht schief. Die meisten Menschen meiden mich. Wegen der Einsamkeit habe ich einen Schuld-, Beziehungs- und Verfolgungswahn entwickelt, was noch mehr Beziehungen zerstört hat. Ich habe das Gefühl, dass niemand mehr Mitgefühl hat, dass alle mich fertig machen wollen.

Und das ist nur ein Teil meiner Probleme. Ich könnte wahrscheinlich noch 20 Absätze oder mehr schreiben. :(

08.09.2018 14:52 • #1


CeHaEn

CeHaEn

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Moin!

Vielleicht kannst du versuchen, dieses "selbst Schuld" ganz bewusst anders zu deuten. Du bist heute selbst verantwortlich für deine Entscheidungen und dein Leben. Ich finde diese andere Deutung viel positiver, weil sie stärker auf die Chancen hindeutet.
Was du in deiner Kindheit und Jugend erlebt hast, das lässt sich nicht mehr ändern und du musst dieses Gepäck jetzt erstmal weiter tragen; okay. Du bist aber mittlerweile ein junger erwachsener Mensch und es gibt niemanden mehr, der Entscheidungen für dich trifft. Das gibt dir ein großes Stück mehr Freiheit, aber damit gehen auch Risiken einher, denn heute musst du auch ganz allein die Konsequenzen deiner Entscheidungen tragen.

Und als Schisser vor dem Herrn weiß ich, wie beängstigend - geradezu lähmend - das sein kann. Es ändert allerdings nichts an deiner Eigenverantwortlichkeit und es wichtig, dass du deine Ängste zu überwinden lernst; oder zumindest mit ihnen zu leben. Dafür gibt es Hilfe und du hast ja ganz am Anfang schon anklingen lassen, dass du auf der Suche bist. In diesem Punkt funktioniert es mit deiner Verantwortung also schon einmal ganz gut!

08.09.2018 16:39 • x 1 #2


JuliaW

JuliaW

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Hallo,

Dich beschäftigt das Thema "Schuld" und Du schreibst explizit, dass es in Deinem Beitrag darum gehen soll.

Bitte erlaube mir einen kurzen Hinweis in Sachen professionelle Hilfe: Das Thema Wartezeiten kennen hier wahrscheinlich die meisten. Hast Du schon mal eine Online-Therapie in Erwägung gezogen? Wahrscheinlich gibt es da inzwischen einige Online-Anbieter und eine kurze Recherche könnte sich lohnen; hier im Forum gab es positive Stimmen zu "Selfapy" und die bieten einen Kurs "Generalisierte Angststörung" an: https://www.selfapy.de/l/generalisierte-angststoerung.

Du schreibst.
Zitat von Pastafarie:
Aber in diesem Post soll es eigentlich darum gehen, dass mir häufig gesagt wird ich wäre selbst Schuld. Ich sollte die Schuld nicht bei anderen suchen.


Suchst Du denn die "Schuld" bei anderen? Mir scheint eher, dass Du nach einer Antwort suchst, was passiert ist und wie Du aus dieser vielschichtigen bzw. komplexen Situation wieder rauskommst, denn Du scheinst nicht sonderlich glücklich darüber zu sein seit 5 Jahren in Deiner Wohnung zu sitzen und Dich zu langweilen. Und wie Du schreibst, machst Du ja schon relevante Schritte, indem Du beispielsweise einen Entzug machst und zuversichtlich bist, dass Du das schaffst.

Ist die Frage der "Schuld" Dir wirklich wichtig?

Was Du in Deiner Kindheit erlebt hast, wird zu Deiner jetzigen Situation beigetragen haben. Wenn Du mit einem hoch aktivierten Nervensystem alleine fertig werden musstest und keinen hattest, der Dich runter reguliert hat (durch in Arm nehmen, Dich ernst nehmen und beruhigen etc.), dann ist es als Kind schwierig das zu lernen. Meine Geschichte ist eine ganz andere und doch kenne ich diese Schmerzen in der Brust und ich weiß wie es ist, wenn nichts mehr sicher ist. Es gibt Wege da raus. Meiner Erfahrung nach hat mich die Frage der Schuld keinen Millimeter voran gebracht. Was mir geholfen hat: die Verantwortung zu übernehmen für mich und das Lernen der Selbstregulation.

Wenn Du als Nachhilfelehrer gearbeitet hast, weißt Du, wie Lernen funktioniert. Und wenn Du es schaffst, einen Entzug zu machen, bist Du mit Sicherheit in der Lage zu lernen wie die Selbstregulation funktioniert. Es ist ein Weg, doch es ist machbar - kann ich zumindest aus meiner eigenen Erfahrung sagen.

So, das ist wohl kein klassischer Diskussionsbeitrag zum Thema "Schuld". Was denkst Du dazu?

Liebe Grüße
Julia

PS: Sehe gerade, dass CeHaEn schneller war. Würde mich da seinen Worten anschließen.

08.09.2018 16:44 • #3


Pastafarie


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Mein Schuldwahn besteht darin, dass ich glaube man würde mich bestrafen indem man mich Isoliert. Ich glaube häufig, dass meine Ärzte dafür sorgen, dass ich keine Freunde/Freundin finde, weil alle Versuche fehlschlagen. Vorallem Frauen brechen schnell den Kontakt mit mir ab, dabei kam ich früher sehr gut mit Frauen klar. Ich habe auch das Gefühl, dass niemand mir mehr zuhört wenn es mir schlecht geht.

Außerdem geht es immer darum, dass ich etwas ändern soll. Doch immer wenn ich versuche etwas zu ändern bringt es nichts und ich halte mangels positiver Erfahrungen nicht wirklich lange durch. Ich bin z.B. vor 2 Monaten zu einem Treffen von Spieleentwicklern gegangen obwohl ich so große Angst davor hatte. Das Resultat war, dass ich dort blöd von der Seite angemacht wurde und wieder mit dem Trinken angefangen habe. Meine Ängste werden ja immer bestätigt und das ist das Problem. Man hat mir mein Leben lang erzählt: "Es ist nicht so schlimm. Du musst keine Angst haben." etc. und es hat sich meistens bestätigt und wenn meine Angst ausnahmsweise mal nicht bestätigt wurde, wurde mir unter die Nase gerieben, dass ich falsch lag.

Durch meine "Verrücktheit" kommen die meisten Menschen einfach nicht mit mir klar. Ich bin leider auch Hochbegabt und sehr sensibel. Schon in der Schule habe ich häufig Dinge gesagt, die meine Mitschüler nicht verstanden und mich einfach für dumm erklärt haben, auch wenn das was ich gesagt habe vollkommen richtig war. Z.B. hat die ganze Klasse gelacht als ich in einer Druckwerkstatt mein Praktikum gemacht habe und sagte das Papier wäre ziemlich schwer...

Ich bin auch ein Mensch der sehr Empathisch ist und versucht jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion gleich zu behandeln. Ich kann nicht mit Menschen befreundet sein, die es gut finden wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken oder sie als "Kanaken" bezeichnet. Ich denke nicht moralisch überlegen zu sein sondern es schmerzt einfach solche Aussagen zu hören. :(

08.09.2018 17:10 • #4


JuliaW

JuliaW

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Ich lese, was Du schreibst, und gleichzeitig frage ich mich, was Dir helfen würde? Was müsste passieren, damit Du denkst: "Das hat sich richtig gelohnt, dass ich mich in dem Forum angemeldet habe."

08.09.2018 18:02 • #5


Pastafarie


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Dass mal wieder jemand Verständnis und Mitgefühl zeigt anstatt mich zu beschimpfen. In einem Forum habe ich darüber geklagt Hochbegabt zu sein und wurde von allen anderen blöd angemacht.

Ich mache mir ständig Gedanken darüber was mit mir nicht stimmt, weil mir so häufig Vorwürfe gemacht werden. Darunter Ängste wie: "Vielleicht verwechselt mein Gehirn die Bedeutung mancher Wörter und ich beleidige ständig alle?". Solche Befürchtungen sind ziemlich unangenehm.

08.09.2018 18:09 • #6


JuliaW

JuliaW

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Diese Art der Befürchtung hört sich in der Tat nicht angenehm an. Ok, Du wünschst Dir Verständnis und Mitgefühl. Verständlich, dass wünschen sich wahrscheinlich die meisten Menschen. Ist Dir mal aufgefallen, dass Menschen ihnen entgegengebrachtes Verständnis und Mitgefühl oft unterschiedlich wahrnehmen? Ich hatte zum Beispiel den Eindruck, dass ich meinen ersten Beitrag (# 3) mit Verständnis und Mitgefühl geschrieben hatte. Deswegen interessiert mich jetzt erst recht: Wie müsste es sein, damit Du Kommunikation als verständnisvoll und mitfühlend erlebst? Denn es kommt ja in diesem Fall nicht darauf an, was ich denke, sondern was Du wahrnimmst und wie Du es interpretierst.

08.09.2018 18:49 • x 1 #7


CeHaEn

CeHaEn

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Zitat von Pastafarie:
Doch immer wenn ich versuche etwas zu ändern bringt es nichts und ich halte mangels positiver Erfahrungen nicht wirklich lange durch... Meine Ängste werden ja immer bestätigt und das ist das Problem.


Allein daran hängt ein ganzer Rattenschwanz an Punkten, die einige Arbeit brauchen. Zumindest empfinde ich es so, dass etwa das Selbstbild und der Blick auf die Welt teilweise regelrecht umgekrempelt werden müssen. Eine kleine Prise "der kann mich mal" wäre sicher auch ganz gut. ;)
Daneben mögen sich manche Befürchtungen bei dir zu selbsterfüllenden Prophezeihungen entwickeln. Versteh das bitte nicht als Vorwurf, aber dein Denken beeinflusst dein Handeln (duh!) und damit steuerst du ungewollt deinen Ängsten hinterher. Manche Dinge "musst" du dann geradezu in den Sand setzen und deine Befürchtungen werden dann ganz natürlich bestätigt. Da ist es auf Dauer auch keine Überraschung, dass die Motivation darunter leidet.

Von außen wird das dann schnell als Faulheit, Ziellosigkeit, entitlement (mir fällt das deutsche Wort nicht ein) wahrgenommen. Es ist schließlich nur der Blick von außen und dieser Blick unterliegt obendrein den Ansichten des Betrachters. "Stell dich doch nicht so an... Was ist schon dabei... Oder willst du einfach nicht...", hast du oft genug gehört.

08.09.2018 18:54 • #8


Pastafarie


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@juliaw: Ja, es ist schon besser als in anderen Foren.

Allerdings fühle ich mich nicht beruhigt oder sonst irgendwie besser. Ich denke seitdem ich stark Psychotisch war und ein "Freund" mit Narzisstischer Persönlichkeitsstörung(nach eigener Angabe) mich verarscht hat(ich weiß nicht wie, weil ich dissoziiert habe. Ich kann mich nur ein die Panikattacken erinnern), kann ich niemandem mehr richtig vertrauen. Er hat sich erst mein Vertrauen erschlichen indem er behauptete ähnliche Probleme wie ich zu haben und dann lies er durchscheinen, dass er mich nur verarscht hat. Deswegen bräuchte ich schnell eine Psychotherapeutin um das aufzuarbeiten. :/

@cehaen: Ja, das habe ich schon oft gehört. Meistens von meiner Familie wenn ich nicht zur Schule gegangen bin. Obwohl ich jetzt Frührentner bin glaube ich immernoch manchmal, dass man mich auch deshalb bestraft, weil ich nichts mache. Damals wurde ich mit Liebesentzug bestraft und heute fühlt es sich genau so an. Auch wenn meine Mutter es bestreitet, als ich meine erste Freundin hatte habe ich sie nach Kond. gefragt, weil ich eigentlich ziemlich Verantwortungsvoll bin. Die habe ich nicht bekommen mit der Begründung: "Wenn du S. haben willst musst du auch was tun.". Zu der Zeit bin ich nicht zur Schule gegangen. Wenn man mit so einer Mutter aufwächst ist es kein Wunder wenn man sich umbringen will, weil man die Schule mal wieder abgebrochen hat.

Das war ein weiterer Grund dafür, dass ich die Beziehung zu meiner ersten großen Liebe sabotiert habe. Ich wollte einfach nurnoch sterben. Ein paar Monate später habe ich meine Mutter beschimpft und ihr die Schuld dafür gegeben. Sie versteht bis zum heutigen Tag nicht, dass sie als Mutter einen starken Einfluss auf die Entwicklung und auch das erwachsene Leben ihrer Kinder hat.

Ich habe 4 Geschwister, eine hatte starke Magersucht, eine war Kaufsüchtig, einer Spielsüchtig und Alk. und eine hat ihre Ehe aufgrund einer starken Identitätskrise beendet. Ich hatte das Glück der letzte zu sein, der praktisch keinen Vater hatte und schon ab dem Alter von 7 Jahren von 7 bis 16-18 Uhr alleine war. Grund war ein Umzug und Jobwechsel wofür mir meine älteren Geschwister auch noch die Schuld gegeben haben(unsere Mutter hat alle Kinder gefragt ob wir umziehen sollen und hat einen Teil der Verantwortung auf ihren 7 Jährigen Sohn abgewälzt). Seitdem habe ich wohl die Probleme mit der Schuld. Achja, nach dem Umzug hatte ich den ersten Traum an den ich mich noch erinnere. Mein Teddy ist darin zu einem Dämon geworden und hat uns aus der alten Wohnung gejagt. Ich konnte die Familie retten indem wir bei meinem besten Freund untergekommen sind. Ich frage mich was wohl ein Psychoanalytiker dazu sagen würde.

08.09.2018 19:20 • #9


CeHaEn

CeHaEn

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Eben die Frage nach der Schuld deiner Mutter ist im Grunde gar nicht mehr SO wichtig. Sie mag eine Rolle für deinen Seelenfrieden und euer Verhältnis spielen, auch für das Verständnis anderer Menschen für deine Situation; für dich als Erwachsenen und deine Zukunft ist die Frage jedoch nachrangig. Sie ändert nämlich nichts an den Päckchen, die du nun zu tragen hast. Wichtig ist, wie du damit umzugehen lernst.
Dazu gehört auch, dass du die Vergangenheit loslassen kannst - in dem Sinne, dass du sie akzeptierst, abhakst und dich nicht immer wieder gedanklich in ihr verläufst.

Die Pariser hast du dir übrigens hoffentlich einfach selbst besorgt, oder? ;)

Und nochmal zum Thema Therapieplatz: Hast du dich schon einmal mit einer stationären Therapie auseinandergesetzt? Das wäre natürlich keine Wunderwaffe mit Sofortwirkung gegen all deine Probleme. Aber es wäre eine Möglichkeit für den Anfang und gerade wenn du in deiner Butze versauerst, könnte dir der Kontakt zu Patienten mit ähnlichen Problemen sehr gut tun.

08.09.2018 19:40 • #10


JuliaW

JuliaW

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Ich beziehe mich erstmal nur auf "meinen" Teil Deiner Antwort (Beitrag # 9):

Zitat von Pastafarie:
@juliaw: Ja, es ist schon besser als in anderen Foren. Allerdings fühle ich mich nicht beruhigt oder sonst irgendwie besser. Ich denke seitdem ich stark Psychotisch war und ein "Freund" mit Narzisstischer Persönlichkeitsstörung(nach eigener Angabe) mich verarscht hat(ich weiß nicht wie, weil ich dissoziiert habe. Ich kann mich nur ein die Panikattacken erinnern), kann ich niemandem mehr richtig vertrauen. Er hat sich erst mein Vertrauen erschlichen indem er behauptete ähnliche Probleme wie ich zu haben und dann lies er durchscheinen, dass er mich nur verarscht hat.


Gibt es irgendetwas, was dazu beitragen könnte, dass Du Dich beruhigt oder sonstwie besser fühlen würdest? Habe ich mit meinem "Ich kenne das" (in Beitrag # 3) einen "Knopf" (Behauptung, ähnliche Probleme zu haben) bei Dir gedrückt, so dass alte Gefühle wieder hochgekommen sind?

08.09.2018 19:43 • #11


Pastafarie


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Ich war bereits Stationär in Behandlung, einmal wurde ich von einer Mitpatientin mit einer Ohrfeige geweckt... Also nein danke^^.

@julia: nein, du hast da nichts ausgelöst, ich distanziere mich ja sowieso von jedem Emotional. :/

08.09.2018 19:47 • #12


JuliaW

JuliaW

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Mir fällt gerade was auf, ich hoffe, dass es ok ist, wenn ich das so gegenüberstelle:

Zitat von Pastafarie:
@julia: nein, du hast da nichts ausgelöst, ich distanziere mich ja sowieso von jedem Emotional. :/

(aus Beitrag # 12)

Zitat von Pastafarie:
Mein Schuldwahn besteht darin, dass ich glaube man würde mich bestrafen indem man mich Isoliert.

(aus Beitrag # 4)

Hast Du mal in Erwägung gezogen, dass diese Isolation, die Du wahrnimmst, möglicherweise mit Deiner emotionalen Distanzierung zusammenhängen könnte?

08.09.2018 19:59 • #13


Pastafarie


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Das kann durchaus sein, aber was soll ich dagegen tun?

08.09.2018 20:04 • #14


JuliaW

JuliaW

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Puhh, ich hätte mehrere Ideen, doch letztlich kannst nur Du Deinen Weg da durchfinden, denn nur Du weißt und fühlst, wie es in Dir aussieht und was für Dich wirklich funktioniert.

Eine Therapie wäre ein Weg (bisher habe ich verstanden, dass Du das gerne machen würdest, doch im Moment keinen Platz bekommst).

Ansonsten lese ich gerade etwas über "Selbst-Mitgefühl" und ich könnte mir vorstellen, dass Du da ein paar Anregungen finden könntest. Wenn Du magst, schaue ich noch mal, ob ich ein konkretes Kapitel finde, bin auch noch nicht ganz durch.

Auf mich wirkt es so, als ob Du viele dieser Emotionen von Dir abgespalten hast, weil es einfach zu viel und zu schlimm war, um das zu ertragen. Vielleicht könnte man es auch anders formulieren: Du bist "weggegangen", damit Du die Emotionen, die da sind, nicht fühlen brauchst. Meintest Du so was in der Richtung mit "dissoziieren"? Wie würdest Du das bei Dir beschreiben?

Die Frage würde dann also lauten: Wie kannst Du zurückkehren? Oder so ähnlich?

08.09.2018 20:18 • #15




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