Medica
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wie geht es Dir?
Ich habe das Gefühl, dass Du dabei bist, wachzuwerden und Dich selber, Deine Bedürfnisse wiederzuentdecken. Das ist gut so!
Die kleinen Dinge, von denen Du schreibst, sind wirklich "normal" und sollten eigentlich selbstverständlich sein - für "normale", gesunde Menschen. Leider ist es bei Deinem und auch bei meinem Partner ja so, dass sie krank sind und eben diese "normalen" Dinge nicht so erfüllen können, oder wollen. Ich weiß auch nicht, wo ich die Grenze ziehen soll zwischen Rücksichtnahme auf seine Krankheit / seine Probleme und der Forderung, "ich bin auch noch da". Das ist auch für mich sehr schwer und ich kann Dir keine Antwort geben, weil ich selbst nicht weiß, was richtig ist.
Ich weiß nur, dass es irgendwo eine Grenze für uns geben MUSS, bis zu der wir Rücksicht nehmen - wenn es uns selber körperlich und seelisch fertig macht, ist Schluss. Es kann nicht Sinn der Sache sein, dass der Partner einen mit herunterzieht. Wo Du die Grenze für Dich ziehst, was Du forderst, und was Du ihm an Entlastung vom "Normalen" zugestehst, kannst in der Praxis nur Du selbst entscheiden.
Ich kann Deine Wut und Deinen Frust sehr gut mitfühlen. Bei mir bzw. bei uns sieht es manchmal nicht viel anders aus.
Ja, ich fürchte, irgendwann liebt man sich dann nicht mehr, wenn der andere sich so gar keine Mühe gibt. Beziehung heißt Arbeit, da sind beide jeden Tag gefordert - wenn einer völlig damit aufhört, kanns nicht funktionieren.
Und noch was: Ich habe mich bisher immer ganz bewusst GEGEN das Zusammenziehen entschieden, weil ich mir lieber mein kleines eigenes Leben erhalten wollte, meinen eigenen Rpckzugsraum. Zusammenziehen kann man immernoch, wenn man mal heiratet / Kinder unterwegs sind. Denn ich habe im Freundeskreis schon zu viele Beziehungen scheitern sehen und zu viele Auszüge erlebt.... Ist aber wiegesagt meine persönliche Meinung, das muss jeder für sich selbst entscheiden - manchmal klappts ja auch ;-)
Ich wünsch Dir viel Kraft!
Wie gehts Dir eigentlich gesundheitlich, gibts schon was Neues zum Hashimoto?
Ganz liebe Grüße!

) und dann reden wir oder gehen spazieren und eis essen. oder wir fahren mit den hunden an den see. da ist meine meinung gefragt. da werden familienangelegenheiten besprochen. da spüre ich, dass ich ein mensch bin. mit meiner mutter war nicht immer alles rosig. wir hatten sehr sehr schwierige zeiten. und wir haben sie überstanden. ich bin keine naive, dumme frau. alles was ich brauche, ist ein bisschen halt. ein bisschen familie. 