Reaktive Depression als Diagnose - Anpassungsstörung

jadel

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Seit nunmehr einem halben Jahr steht die Diagnose. Es ist eine reaktive Depression. Heute weiss ich, das diese seit meiner Jugend (ich 46) nähre. Wichtig scheint für mich die äußere Anerkennung. In den schlimmen Phasen - 7 Jahre - lief ich drei, vier Marathon Läufe. Als das Laufen mir keine Freude mehr machte, hörte ich auf. Ein Burn-Out folgte, der in meiner Umgebung nicht wahrgenommen wurde, den ich nicht wahrhaben wollte. Nach langem Kampf, ich sprach Dinge aus und stellte Fragen, erfolgte die Trennung. Es folgte ein Drei-Viertel Jahr später der Bandscheibenvorfall und in der orthopädischen REHA wurde klar: Ohne externe Hilfe geht es nicht.

Diese hilft mir nun bei meinen Höhen und Tiefen. Hab' echt Glück mit meinem Thera. Der sieht mich ganz anders als ich mich selbst. Das Schwierige an der Situation ist, in zwei Kindern die Auswirkungen der langen Jahre zu sehen. Und hier entsteht meine Frage.

Ich kann nun gut für mich selbst sorgen, Verantwortung übernehmen. Ich bin aber völlig hilflos, wenn ich die Kinder sehe. Sie sind die Spiegelbilder dessen, wa ssie erlebt haben. Depressiv – ehrgeizig. Eins hat den Hang zu SVV und will da raus. Hier helfen mir die Tipps zum Umgang mit depressiven Menschen und wir können auch miteinander reden.

Eins fühlt sich nie wohl, hat immer zu tun, lacht selten zu Hause, auf eine konkrete Frage gibt es immer eine Gegenfrage. Das geht für mich gar nicht. Wichtige Fragen, die schon länger klar waren, müssen - auf Grund seiner Planung - dann sofort entschieden werden. Wenn ich mich dann darauf einlasse und einen Vorschlag mache (Zeitraum in dem ich Zeit habe) und frage: Wann es denn Ihm passt, kommt die Antwort: Egal.

Wie komme ich in dieser Situation zu einer Vereinbarung (beide haben es nie kennengelernt), die nicht nur auf meinem Entgegenkommen und Entscheidungen beruht? Das Entgegenkommen wird auch nicht anerkannt.

Bei mir folgte in der Vergangenheit typisches Frustverhalten. Jetzt bin ich einfach nur hilflos.

17.07.2011 15:21 • #1


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JeanLucca

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Hallo Jadel,

erstmal finde ich es toll das Du nach Hilfe suchst und hier schreiben kannst. Das ist nicht selbstverständlich. Und auch das Du zugeben kannst das Du hilflos bist finde ich eine starke Leistung.

Die Situation mit Deinen Kindern ist sicher schwierig. Ich kann mich da wenig reinfühlen weil ich nicht genug weiß. Und es ist ja auch immer ziemlich kompliziert von aussen etwas zu sagen ohne die ganzen Hintergründe zu kennen. Ich kann mir aber von den Infos die Du gegeben hast vorstellen das Deine Kinder bestimmt einen prall gefüllten Rucksack mit sich rumschleppen in denen die ganzen 7 Jahre stecken. So gut wie unbearbeitet.

Wie alt sind denn Deine Kinder?

Zitat von jadel:
Eins hat den Hang zu SVV und will da raus. Hier helfen mir die Tipps zum Umgang mit depressiven Menschen und wir können auch miteinander reden.
Joa, da würde ich Dir raten umgehend externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mit Tipps wirst Du vermutlich nicht weit kommen. Geh doch mal in eine entsprechende Beratungsstelle im Ort und sprech das Thema an.
Hast Du schonmal mit Deinem Kind (Tochter?) über eine Hilfe von aussen gesprochen?

Zitat von jadel:
Wie komme ich in dieser Situation zu einer Vereinbarung (beide haben es nie kennengelernt), die nicht nur auf meinem Entgegenkommen und Entscheidungen beruht? Das Entgegenkommen wird auch nicht anerkannt.
Das würde ich auch mal in der Beratungsstelle ansprechen. Ich glaube das ist der vernünftigste Weg, weil dort Deine Kinder auch zu Wort kommen können. Also ich würde erstmal allein in solche Beratung gehen und das ansprechen. Wie es dann weitergehen kann werden die Therapeuten dort mit Dir erarbeiten. Das kommt ja auch darauf an wie tief das Fass ist.

Oben hattest Du geschrieben das es bei Dir nicht ohne externe Hilfe geht und bist jetzt froh das Du einen Therapeuten hast. Ich möchte Dich gern anregen diesen Gedankengang auch auf die Probleme mit Deinen Kindern anzuwenden. Könntest Du Dir das vorstellen?

Lieben Gruß, JeanLucca

17.07.2011 16:38 • #2



Hallo jadel,

Reaktive Depression als Diagnose - Anpassungsstörung

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jadel

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Hallo JeanLucca,
das ist eine ganze Menge Stoff für mich. Was meinst Du mit Beratungsstellen? Ein Link reicht.

Meine Tochter 16 steht vor der Tagesklinik. Bei meinem Sohn sieht es anders aus. Bereits nach der Trennung sprach ich mit der Mutter und wollte ihm (damals 18) helfen lassen. Die Unterstützung von der mütterlichen Seite fehlt, da kommt nur: Das Gerede hilft auch nicht. DieBindung ist sehr stark. Zumindestens hat er Alexander-Technik gemacht. Ein Anfang. Ich komme nicht an Ihn ran und reden ist nicht. Wir haben jetzt ein Jahr miteinander gelebt und er lernt mich anders kennen. Das kommt auch noch dazu. Ich ändere mich, mit allen Hürden dies gibt. Ich übe mich hier in Geduld. Jetzt beginnt er sein Studium.

Nun suche ich Wege in diesen Gesprächen über ein gemeinsames Vorhaben Möglichkeiten für Vereinbarungen aufzuzeigen, Kompromisse finden, und es zu leben. Leider wird sich in diesen Gesprächen und danach zu viel gedacht. Es wird nichts nachgefragt und so entstehen immer Mißverständisse. Auch wird jedes Wort, weil grammatisch nicht korrekt oder nicht treffend, auf die Goldwaage gelegt, komnmentiert, korrigiert und dadruch nicht zugehört. Es kostet unglaubliche Kraft, ruhig zu bleiben und dnach nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Diese Vereinbarungen kosten einfach so viel Kraft. Wieder nicht geschafft, wieder nicht richtig und der Körper bebt.

Mit meinem Thera sprechen wir auch darüber.
LG Jadel

17.07.2011 18:13 • #3


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JeanLucca

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Hallo Jadel.

Zitat von jadel:
Meine Tochter 16 steht vor der Tagesklinik.
Ganz ehrlich? Ich hab mich grad entspannt als ich das las. Es ist wichtig das Deine Tochter therapeutische Hilfe bekommt - aber das ist ja auf dem Weg.

Ansonsten lese ich ja viel Bemühen von Deiner Seite. Ich kann Dich gut verstehen das Du gerne an ihn ran möchtest - ich habe selbst 2 Kinder. Sie sind zwar noch nicht in dem Alter wie Deine, aber so als Vater mache ich mir halt Gedanken wie es mal sein wird. Wie sie die Trennung ihrer Eltern "wirklich" verdaut haben und was da auf mich zukommen kann.

Ich kann Dich auch verstehen das in Dir Emotionen hochkommen. Du reichst ihm ja die Hand und möchtest das alles wieder in die richtige Bahn kommt. Mehr willst Du ja gar nicht. Und wenn er abblockt dann fühlt sich das mies an bei Dir.
Ein bisschen habe ich den Eindruck als ob Dein Sohn sich sehr unter Druck gesetzt fühlt. Auch wenn Du gar keinen Druck ausübst kann das bei ihm so ankommen. Das hat dann nichts mit Dir zu tun sondern das liegt bei ihm. Wie gesagt, nur ne Vermutung.
So aus dem Stand und aus der Ferne würde ich mal auf ne Gesprächspause setzten. Erstmal alles so lassen wie es ist und nichts zu ändern versuchen. Ihm das Gefühl zu vermitteln "Schön das Du da bist". Das machst Du sicher schon, aber er ist vielleicht in einer generellen Abwehrstellung. Ist ja auch menschlich.

Zitat von jadel:
Was meinst Du mit Beratungsstellen?
Na ja, Du hast ja schon Therapeuten an der Hand. Die kannst Du auch fragen, oder das hast Du ja auch schon gemacht.
Mit Beratungsstellen meinte ich sowas wie Familienberatungsstellen - in Berlin gibt es sicher Unmengen davon. Wir haben hier im Forum auch ein Verzeichnis - aber ich weiß jetzt nicht ob Du nicht erstmal keine weitere Hilfe holst. Du hast ja schon einen Therapeuten. Und bei deinem Sohn könnte das noch mal den Druck erhöhen.

Was sagt denn Dein Therapeut zu der Situation?

Lieben Gruß, JeanLucca

17.07.2011 19:16 • #4


jadel

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Jo JeanLucca,

Mir fehlen die Worte.
Zitat:
Auch wenn Du gar keinen Druck ausübst kann das bei ihm so ankommen. Das hat dann nichts mit Dir zu tun sondern das liegt bei ihm.
Warum sagt er mir dann, das ich Ihn unter Druck setze? Und ich kann es noch nicht glauben, das es bei Ihm liegt.

Ja, der erste Baustein, war ihm zusagen: Schön das Du da bist, ich bin stolz auf Dich.

Mein Thera sagt auch: Zeit lassen, der ist 19 Jahre. Er empfiehlt ICH Botschaften. Das in so einer Situation zu üben, ist eine echte Herausforderung.

Ich bleibe also bei meiner Eingangs gestellten Frage: Wie kommen Menschen, die in ein depressives Loch gefallen sind, zu Vereinbarungen, ohne sich angegriffen, unter Druck gesetzt zu fühlen – weil sie könnten etwas falsches machen? Wie kann der eine dem Anderen helfen?

Viele Grüße
Jadel

18.07.2011 21:47 • #5


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JeanLucca

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Hallo Jadel.

Zitat von jadel:
Warum sagt er mir dann, das ich Ihn unter Druck setze? Und ich kann es noch nicht glauben, das es bei Ihm liegt.

Na ja, ich hab ins Blaue geschossen. Das er sich unter Druck fühlt hattest Du nicht geschrieben. Das hatte ich nur vermutet und nach vorsichtigen Worten gesucht.

Zitat von jadel:
Mein Thera sagt acuh: Zeit lassen, der ist 19 Jahre. Er empfiehlt ICH Botschaften. Das in so einer Situation zu üben ist eine echte Herausforderung.
Das glaube ich gern das das extrem schwer fällt. Aber es ist halt ein guter Weg.

Zitat von jadel:
Ich bleibe also bei meiner Eingangs gestellten Frage: Wie kommen Menschen, die in ein depressives Loch gefallen sind, zu Vereinbarungen, ohne sich angegriffen, unter Druck gesetzt zu fühlen – weil sie könnten etwas falsches machen? Wie kann der eine dem Anderen helfen?
Das ist eine schwierige Frage.
Ich finde Du kannst die Situation bei euch ziemlich gut reflektieren. Von daher traue ich Dir zu den ersten Schritt zu wagen. Versuch mal das zu tun was Dein Therapeut Dir gesagt hat. Das geht halt in die Richtung den Druck rauszunehmen - bei Deinem Sohn und bei Dir.
Mein Vorschlag ist wieder, erstmal auf Vereinbarungen zu verzichten. Ich sage nicht das das eine einfache Geschichte ist. Aber sicher ein Anfang um Vertrauen zu entwickeln.

Lieben Gruß, JeanLucca

18.07.2011 22:16 • #6


Eric80

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Zitat:
Wie kommen Menschen, die in ein depressives Loch gefallen sind, zu Vereinbarungen, ohne sich angegriffen, unter Druck gesetzt zu fühlen – weil sie könnten etwas falsches machen? Wie kann der eine dem Anderen helfen?


Hallo,

eventuell Gemeinsamkeiten finden, was die Krankheit betrifft und gemeinsame Interessen und Vorlieben, soweit es die Depression zulässt.

LG Eric

20.07.2011 06:40 • #7


jadel

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Hallo Eric,

das ist sicher eine gut Sache. Die Besonderheit ist: einer kennt sein Problem - ich, der Andere (Mr. X.) nicht. Er will es auch nicht wahrhaben, das er alle äußeren Anzeichen dazu zeigt und auch ausspricht.

Es gibt zwei Vereinbarungen, die zu treffen sind:
- einmal über Dinge die gemeinsam getan werden können (Interessen)
- alltägliche Vereinbarungen, die das Zusammenleben betreffen.

Und um die letzteren Vereinbarungen geht es. Mr. X. hat es nie erlebt wie das geht, ich ändere mein Verhalten und es ist für ihn ungewohnt. Wie also hier zu Vereinbarungen kommen? Eigene Ansage - keine Antwort, ein Vorschlag - egal, weiss ich nicht. Bitte einen eigenen Vorschlag zu machen - weiss ich nicht, keine Zeit, will ich nicht, ist mir egal.

Hier stehe ich vor einem Rätsel - gut es gibt jetzt eine große Veränderung - er studiert auswärts. Aber eine WG oder ein Studentenwohnheim kommt nicht in Frage - er will alleine wohnen. Ich kann nur gespannt sein. Ich werde bei klaren Ansagen, Fragen und der Suche nach Lösungen bleiben.

Was gibt es noch?

Lieben Dank Jadel

21.07.2011 21:09 • #8


jadel

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Es gelingt nicht.

Ich mag nicht mehr. Am Ende. Ich weess nicht weiter. Ich gehe meinem Broterwerb nach. Ich finde Ruhe in „Tief aus dem Herzen“ Thich Nhat Hanh. Ich finde Ruhe im Yoga. Ich habe alles für meine Träume getan. Familie, Kinder können Ihren Bildungsweg gehen, den sie mögen. Ich verliere mich in der Welt.


Ich bin wie ich bin. Aber irgendetwas muss wanders werden. Wenn ich meine ruhig zu sein, dann spiegeln die anderen mir Wut, ungeduldig sein, Ärger wieder. „Bleib doch mal ruhig“ und ich gehe in die Luft. Das geht so nicht. Ich bin ruhig, versuche Mitegfühl zu zeigen und die anderen antworten gereizt, aufbrausend und mit Gegenfragen.

Ich war nach der letzten Sitzung sauer. Sauer im wahrsten Sinne des Wortes. Als Sie das erste Mal in den Urlaub gingen, wußte ich Bescheid. Diesmal kam es überrsachend. Und ich schickte auch noch eine E-Mail. Es gab keine Antwort. Obwohl das zugesagt war. Uralub ist Urlaub. Nun ist Zeit daürber zu sprechen.

Nein, ich will die Vergangenheit nicht verstehen. Aber ich habe das Gefühl etwas ändern zu müssen, damit ich ruhiger leben kann. Warum spüren die anderen Menschen eher was in mir vorgeht als ich? (Ich höre diesen Satz seit meiner Jugend – Bleib doch mal ruhig.) Ich hole Menschen vom Bahnhof ab und velriere die Übersicht – eine Delle am neuen Firmenwagen ist ein Beweis. (das dritte mal am Hauptbahnhof).
Sohn zieht aus. Mein Papi merkt das ich am Telefon nicht sprechen kann, Tränen versperren die Worte, Sohn redet nicht mir, alles eskaliert, es geht um den Sohn, seine Worte sind: „Das wird schon werden. ….Ih r müßt miteinander sprechen.“ Ich kann nichts erzählen. Aber er versucht ein Gespräch mit uins Dreien zu vermitteln. Ich nehme es an. Meine Tochter hat die Bedingung gestellt, als wir zusammen weggefahren sind (APRIL), keine Worte wie „das wird schon wieder“. Ich kann sie sehr gut verstehen. Ich kann Ihr zuhören.. Wenn Sohn abends um 9 Uhr zu erzählen beginnt, bin ich auf dem Weg ins Bett – ich muss ihm sagen, das ich müde bin.

Hook – ist ein begeisternder und trauiger Film zugleich. Glöckchen "Wenn jemand sagt, er glaubt nicht an Elfen, fällt irgendwo eine Elfe um und ist tot".

Es ist alles nur müssen, sollen – ich hänge vor dem Fernseher ab und gehe in meine Woche um zu funktionieren – auf Arbeit geht es mittlerweise, dank ACHTSAMKEIT besser.. Es gibt keinen inneren Antrieb ausser dem ich soll, ich muss., ich müsste, ich will anders sein - wie Loriot sagte: Ich will hier einfach nur so sitzen. Das geht nicht.

Zeilen an den Thera<br>
Ergänzung Zitat: Glöckchen

21.08.2011 13:28 • #9


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JeanLucca

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Hallo Jadel.

Zitat von jadel:
Wenn ich meine ruhig zu sein ...
Wie kann ich mir das vorstellen? Von welchen Situationen sprichst Du? Was machst Du wenn Du meinst ruhig zu sein?

Zitat von jadel:
Es gibt keinen inneren Antrieb ausser dem ich soll, ich muss., ich müsste, ich will anders sein - wie Loriot sagte: Ich will hier einfach nur so sitzen. Das geht nicht.
Das kenne ich gut Jadel. Sehr gut. Gut finde ich das Du sagst das das so nicht geht, auch wenn Du noch keine Lösung hast

Lieben Gruß, JeanLucca

21.08.2011 19:42 • #10


jadel

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Hallo JeanLucca,
Zitat:
"Wie kann ich mir das vorstellen? Von welchen Situationen sprichst Du? Was machst Du wenn Du meinst ruhig zu sein?"


ich erzähle etwas, erkläre meine Meinung, vertrete einen Standpunkt - es wird sofort als Meckern, nicht Einverstanden Sein oder ich solle mir keinen Kopf machen, eingenordet. Es scheint mein Gegenüber zu reizen - ich merke es nicht und will das auch nicht.

Wenn es dann, so wie oben geschrieben, auch ausgesprochen wird, habe ich ein Problem. Ich will es nicht, es kommt anders an, und ich finde mit meinem Gegenüber auch keinen gemeinsamen Nenner. Weil, es ist ja schon einmal auf diese Art zum Ausdruck gebracht, das er/sie es ganz anders sieht.

Jadel

21.08.2011 20:50 • #11


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JeanLucca

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Hallo Jadel.

Zitat von jadel:
ich erzähle etwas, erkläre meine Meinung, vertrete einen Standpunkt - es wird sofort als Meckern, nicht Einverstanden Sein oder ich solle mir keinen Kopf machen, eingenordet. Es scheint mein Gegenüber zu reizen - ich merke es nicht und will das auch nicht.
Das stelle ich mir ziemlich frustrierend vor. Du gibst Dir Mühe und Dein Gegenüber wertet es anders.

Dein Thema ist ja, dass es für Dich wichtig ist "alltägliche Vereinbarungen zu treffen". Bekommst Du die Reaktionen immer nur dann wenn Du ganz ruhig das Thema ansprichst? Oder bekommst Du diese Reaktionen bei allem was Du sagst?

Lieben Gruß, JeanLucca

22.08.2011 08:08 • #12



Hallo jadel,

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jadel

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Hallo Jean-Lucca,

DAS Thema ansprechen geht gar nicht. Wenn ich das Thema anspreche, kommt die Gegenfrage: Was willst Du?

Ich versuche es in dem ich konkrete Dinge tue. Ich versuche es, in dem ich sage wie es möglich ist. Es gibt keine Reaktion. Ich werde es wieder tun. Und ich werde auch nein sagen. Ich hoffe ich mache das Nein nicht gleich beim ersten Mal, dann geht das auch wieder in die Hose.

Ich bekomme von vielen ziemlich schnell Gegenfeuer, eine Wertung und das ziemlich scharf, was ein Gespräch recht schnell erstrben läßt. Es ist schon trauruig - was Hänschen nicht lernte, lernt Hans nimmer mehr. Ich bekomme einfach nicht den Raum es anders zu lernen. Also werde ich mir einen Raum suchen, in dem ich sein darf wie ich bin - ich bin auf dem Weg.

Lieben Dank
Jadel

22.08.2011 22:07 • #13

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