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Plötzliche Müdigkeit ein Anzeichen für Depressionen?

Jump

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Hallo zusammen,

vor 8 Wochen fing es bei der Arbeit an, plötzliche, unerträgliche Müdigkeit. Zum Glück war Freitag und ich konnte das Wochenende zur Erholung nutzen.
Aber es wurde nicht besser. Bis heute nicht.
Ich schlafe gut, stehe auf und bin müde. Mir ist, als würde ich vor dem Aufstehen eine Schlaftablette nehmen.
Dadurch bin ich nun im Alltag extrem enigeschränkt. Die kleinsten Dinge fallen mir schwer.
Mein Arzt tippt auf Long Covid, legt mir auch den Besuch eines Psychologen nahe ( ist in Arbeit).
Fing bei euch so eine Depression an?

21.11.2022 12:19 • x 1 #1


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Bondgirl

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Hallo,

hast du denn noch andere Symptome, die auf eine Depression hindeuten könnten?
Niedergeschlagenheit? Grübeln? Emotionale Veränderungen?
Müdigkeit und Erschöpfung kann sehr viele Ursachen haben.
Wurde auch ein Blutbild gemacht und die Schilddrüse untersucht?
Hattest du denn kurz vor dem Auftreten der Erschöpfung eine Coronainfektion?

22.11.2022 00:00 • x 1 #2



Hallo Jump,

Plötzliche Müdigkeit ein Anzeichen für Depressionen?

x 3#3


Jump

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Vielen Dank für deine Antwort.
Bisher gab es keine Gründe für eine Depression. Ich bin jetzt niedergeschlagen, weil ich mich so unendlich müde fühle. Und ich grüble nun natürlich auch, woran das liegen könnte. Ich möchte einfach nur, dass das weg geht und ich mich wieder normal fühle. Mir geht es richtig sch...

Blutwerte sind ok. Schilddrüse hatte ich auch im Verdacht. Habe meine Tabletten testweise abends statt morgens genommen, ohne Erfolg.
Was ich noch habe, ist zeitweise ein Druck auf der Brust. Vor ein paar Monaten hatte ich Herzrasen (nach Corona), das wurde auch abgeklärt. Und Magenschmerzen/ Übelkeit seit ein paar Tagen. Da sagt Google: kann von der Müdigkeit kommen.
Meine Coronainfektion liegt ein halbes Jahr zurück.
Die Müdigkeit begann urplötzlich vor 8 Wochen.

Oh sorry, viel Text...
Aber nochmals danke, dass du dir Zeit zum Schreiben genommen hast.

22.11.2022 18:18 • x 1 #3


Jump

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Weiß denn niemand einen Rat?
Ich habe noch keinen Psychologentermin und wüsste gern, ob diese bleierne Müdigkeit ein Zeichen für eine Depression sein kann. Mich zermürbt dieser Zustand.

25.11.2022 16:16 • #4


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Greta

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Hallo Jump,

Zitat von Jump:
Mein Arzt tippt auf Long Covid,

Das war das erste, woran ich dachte, als ich deinen Text las.

Wie sieht es mit deinem Vitaminstatus aus? Vitamin D und B okay?
Sind deine Eisenwerte in Ordnung?

Zu einer Depression gehört mehr, als nur Müdigkeit.
Schlaflosigkeit, Appetitmangel, Interessenverlust, Freudlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme, Innere Unruhe, Angst, verminderter Antrieb, Schuldgefühle, Suizidgedanken...
Trifft davon irgendwas auf dich zu?

Sicher kann sich aber auch aus einem unbehandelten Long Covid irgendwann eine Depression entwickeln.

Die endgültige Diagnose, ob du unter einer Depression leidest, kann jedoch nur ein Facharzt stellen.

Liebe Grüße
Greta

25.11.2022 16:36 • #5


Jump

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Vielen Dank Greta, für deine Antwort.
Ich habe keine Schlaflosigkeit, keine Angst ( außer die, dass ich jetzt immer müde sein werde), keine Schuldgefühle, Unruhe oder Suizidgedanken.
Konzentrationsstörungen ja, Antriebsmangel auch und Freude empfinde ich gerade nicht.
Da ich mich ständig müde fühle, ist mir alles zu viel. Kann kaum die Augen offen halten, mache meine Arbeit, aber komplizierte Prozesse durchdenken geht gerade nicht.
Bis zu einem Facharzttermin dauert es leider...

25.11.2022 16:58 • x 1 #6


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Marylu

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Liebe Jump,
vielleicht hast du auch eine Fatigue, die kann auch z.B.nach einer lange zurück liegenden Krankheit auftreten. Eine Freundin von mir hat sie jetzt, 15Jahre nach ihrer Krebserkrankung bekommen.

25.11.2022 17:35 • x 1 #7


Jump

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Danke Marylu,
ich hatte solch eine Krankheit nicht, habe aber gelesen, dass Fatigue auch nach einer infektion mit Corona auftreten kann.
Nur wie stellt der Arzt das fest?
Und was macht deine Freundin dagegen?

26.11.2022 14:34 • #8


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sylvinchen

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@Jump ja, das kann es. Kann aber auch andere Ursachen haben, wie hier schon gesagt wurde. Letztlich kann das nur der Arzt entscheiden. Die Müdigkeit ist bei mir zb. ein sehr starkes Symptom, aber angefangen hat es mit größter extremer Unruhe, sehr hohen Blutdruck und ständigen Heulen müssen. Ich würde es an deiner Stelle abklären lassen, falls du es noch nicht getan hast. Wenn es keine Depression ist, wunderbar. Wenn doch, dann kann dir entsprechend geholfen werden. Meine Empfehlung: Schieb es nicht auf, damit du bald Klarheit hast.

26.11.2022 14:45 • #9


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sylvinchen

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@Jump Du kannst auch zuerst zu deinem Hausarzt gehen. Er kann dich dann vielleicht auch weiter vermitteln. Oder direkt zum sozialpsychatrischen Dienst. Die können in der Regel auch helfen.

26.11.2022 14:47 • #10


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Marylu

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Liebe Jump,
bei meiner Freundin hat es die Psychiaterin fest gestellt. Leider gibt es wenig, was man dagegen machen kann. Bei ihr ist es v.a. so, dass sie früh ganz schlecht aus dem Bett kommt. Alles Gute dir.

26.11.2022 15:55 • #11


Jump

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Hallo Sylvinchen, ich warte auf einen Termin beim Psychologen. Zum Hausarzt gehe ich am Montag. Er hat bisher nur Blut abgenommen. Alles ok. Ich denke aber, er muss da etwas mehr unternehmen, als mir nur einen Psycholgen nahezulegen.
Ich bin nicht unruhig ( viel zu müde dafür), Blutdruck ist auch ok.
Ich danke dir für dein Feedback.

26.11.2022 18:36 • #12


Fraupanda

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Hey. Ich hatte auch vor kurzem Corona (schon das 2. Mal) und ich hab auch ein Stechen in der Brust und bin müde. Ich denke dass bei dir vielleicht eine Mischung von beiden ist. Oder eine depressive Episode. Weil du sagst dass dir die Müdigkeit zu schaffen macht. Ich hab auch allea abgeklärt. Lugenfacharzt stehr zu. Hab aber Atshma. Also naja. Ixh hab von mehreren Person das mir dem Stechen und Müdigkeit gehört... Soweit ich weiß das geht weg. Aber auch gibt es keine Regel wann

26.11.2022 18:42 • #13


Jump

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Hallo Marylu,
danke auch dir nochmals.
Ich komme auch schlecht aus dem Bett. Das war schon immer so. Bin eine Langschläferin, wenn ich nicht arbeiten muss.
Aber ich stehe auf, sobald der Wecker klingelt. Nur fühle ich mich halt nicht ausgeruht. Mir ist jeden Morgen, als hätte mir jemand vor dem Aufstehen eine Schlaftablette gegeben ...

26.11.2022 18:45 • #14


Jump

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Hallo Fraupanda, du machst mir etwas Mut.
Danke.
Was haben die Personen gegen stechen und Müdigkeit gemacht?
Einfach abgewartet?

26.11.2022 18:48 • #15


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Schlüsselkind

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Zitat von Jump:
Hallo Marylu, danke auch dir nochmals. Ich komme auch schlecht aus dem Bett. Das war schon immer so. Bin eine Langschläferin, wenn ich nicht arbeiten muss. Aber ich stehe auf, sobald der Wecker klingelt. Nur fühle ich mich halt nicht ausgeruht. Mir ist jeden Morgen, als hätte mir jemand vor dem Aufstehen eine ...


Hallo liebe Jump,

habe krankheitsbedingt seit einigen Jahren eine extreme (lähmende) Erschöpfung. Da ich immer schon ärztlich durch die chronische Erkrankung untersucht wurde, hat man nichts körperliches gefunden. Vermute bei mir, dass es auch eine Fatigue ist. Nun bin ich in Psychotherapie und es hilft mir sehr, zu lernen klarer Grenzen im Leben zu setzen und meine Ernergiereserven ernstzunehmen.

Eine Erschöpfung mit oder ohne Depression kann allerdings sehr viele unterschiedliche Gründe haben, wie schon oben geschildert. Es ist gut, dass Du Dich mal gründlich untersuchen beraten lässt, viel Erfolg bei Deinem Termin, damit es bei dir rasch weitergeht!

Zu deiner oberen Antwort ist mir noch etwas eingefallen. Ich hatte vor etlichen Jahren in einem Magazin mal einen interssanten Artikel gelesen, darin ging es um Menschen, die auch sehr erschöpft waren und trotz Arztbesuchen keine Ursache fanden. Bis ein Zufall/Umstand sie dann auf die Lösung hat kommen lassen. So war ein Bericht über eine Frau, die jeden Tag immer sehr lange schlief und sich irgendwann einen Hund anschaffte, der sie dazu zwang ihren Schlafrhythmus extrem dem Hund anzupassen und das hieß für sie sehr früh aufzustehen. Dabei bemerkte sie nach einiger Zeit, dass ihr der neue Schlafrythmus viel besser bekam und sie plötzlich mehr Energie hatte. Eine Änderung mit sehr viel Wirkung.

Vielleicht ist es mal einen Versuch wert, so ferndas die Arbeit zulässt, das mal zu testen oder bei Arzt/Ärztin anzusprechen. Seit ich den Artikel gelesen habe, hab ich meine Weckzeit auch meinen Bedürfnissen angepasst. Hab lange probiert, bis ich die perfekte/individuelle Uhrzeit für mich gefunden habe. Verhält sich genauso mit der abendlichen Einschlafzeit.

Alles Liebe!

28.11.2022 09:18 • #16


Fraupanda

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Ja sie haben es abgewartet. Auch Kardiologisch abgecheckt. da war aber alles in Ordnung. Und bis jetzt haben sie keine Beschwerden meher.

28.11.2022 23:50 • #17


Jump

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Vielen Dank, Schlüsselkind.
Das ist eine gute Idee. Ich werde meine Schlafzeiten testen, wenn es mir wieder gut geht. Ich habe es jetzt schon mit viel oder wenig Schlaf versucht. Die Erschöpfung ist gleich.
Ein Hund steht auf alle Fälle auf dem Plan, wenn ich nicht mehr arbeiten muss.
Du hast deine Fatigue jetzt durch deine Schlafzeiten und Psychotherapie im Griff?

29.11.2022 18:30 • x 1 #18


Jump

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Hallo Fraupanda, weißt du, welche Untersuchungen am Herzen genau gemacht wurden?

29.11.2022 18:32 • #19


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Schlüsselkind

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Zitat von Jump:
Du hast deine Fatigue jetzt durch deine Schlafzeiten und Psychotherapie im Griff?


Hallo Jump,

in diesem Jahr habe ich endlich meine Schmerzfreiheit erlangt, das war bisher Priorität 1. Da die Erschöpfung ein jahrelanger Begleiter/Symptom davon war, wird das wohl noch etwas dauern. Leider ist die Erschöpfung – noch – vorhanden. Es stehen Schritt für Schritt ein paar persönliche Veränderungen an und ich arbeite weiter daran. Vermute auch, dass es nach den vielen Jahren auch kein Prozess ist, der über Nacht stattfinden kann.

Die Situation mit den Schlafenszeiten fiel mir besonders auf, da ich eine zeit lang mal früher zur Arbeit musste und dieser minimale Zeitunterschied hatte mir bereits gezeigt, dass ich mich regelrecht ab Mittags durch den Tag schleppte. (Zu diesem Zeitpunkt war aber die Erschöpfung krankheitsbedingt noch nicht so arg bei mir bemerkbar.)

Daher und überhaupt finde es echt gut, dass Du Dir so schnell Unterstützung jeglicher Art suchst und ich wünsche Dir, dass Du nun auch ebenso schnell Deine persönliche Ursache findest, damit Dir geholfen werden kann und Du wieder zu Energie findest! Daumen sind gedrückt!

30.11.2022 09:16 • #20


Fraupanda

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Man kann EKG machen und allgemein zum Kardiologen und Blutentnahme machen.

02.12.2022 15:37 • #21


Jump

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Danke Schlüsselkind, ich wünsche dir auch von Herzen alles Gute und Linderung deiner Beschwerden.

02.12.2022 17:50 • x 1 #22


Jump

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Fraupanda, auch dir danke.
Die Untersuchungen wurden vor einem halben Jahr gemacht. Da hatte ich nur Herzrasen.
War alles ok.
Diese blöde Müdigkeit begann ja erst im September.

02.12.2022 17:54 • #23


Jump

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@ all
Mir geht es ein ganz klein wenig besser. Wenn es eine Depression wäre, geht die langsam weg oder plötzlich?

02.12.2022 17:57 • #24



Hallo Jump,

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Fraupanda

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Ja dann ist das Panik. Also ich tippe halt auf Anst mit Panik Störung und es gibt so Schmerz der auch vom Stress kommen kann weil man Muskeln anspannt wenn man in Stresssituation gerät. Aber man kann alles nur vermuten.

Vor 31 Minuten • #25

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