Lilly29
Mitglied
- 8
- 2
Ich bin mit meinem Freund mittlerweile das 11. Jahr zusammen, wir haben zwei Kinder, 7 Jahre und 5 Monate alt. Bei meinem Freund wurde im Jänner ein Hirntumor diagnostiziert, der Gott sein Dank operativ komplett entfernt werden konnte. Es folgten 4 Wochen Reha, seit damals hat er sich sehr verändert, war niedergeschlagen, was nun vor gut 2 Monaten in einer Depression endete.
Vor 2 Wochen war er das erste Mal - Gott sei Dank - bei einem Psychotherapeuten, der ihm ein Antidepressiva verschrieben hat, den nächsten Termin hat er am 6.6.
Inzwischen hat er sich ganz von mir und unseren Kindern zurückgezogen, er "wohnt" zurzeit bei einem Bekannten, Kontakt besteht fast gänzlich nur über sms. Er ist von Haus aus jemand, der kaum über seine Gefühle spricht, daher bin ich froh, dass er wenigstens per sms mit mir kommuniziert. Außerdem gibt es mir ein kleines Bisschen das Gefühl, dass ich ihm noch etwas bedeute - ob er noch Gefühle für mich hat, kann er mir nicht sagen. Ich weiß jedoch, dass er sich schon darüber Gedanken gemacht hat, unsere Beziehung zu beenden.
Ich stoße hier an meine Grenzen, bin mit unseren Kindern immer alleine, vermisse meinen Freund und auch seine Zuneigung, fühle mich von ihm zurückgestoßen. Weiß nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll, wie ich überhaupt mit der ganzen Situation klar kommen soll. Er möchte nur noch alleine sein. Sein Therapeut hat mir telefonisch erklärt, ich solle ihm die Zeit geben, es würde ihm besser gehen, wenn er alleine ist. Dachte jedoch immer, man soll jemanden, der an Depressionen leidet, eben nicht alleine lassen, sondern eher ablenken durch Unternehmung etc. ???
Hat jemand von euch so eine ähnliche Erfahrung gemacht? Wie ging es dann weiter? Gibt es überhaupt Hoffnung, dass alles wieder so wird wie früher?
Für einen Rat wäre ich sehr dankbar!
Lilly29