Hallo. Ich hoffe ich bin hier richtig, denn ich denke mein Partner hat ein Burnout. Unsere Geschichte in Stichpunkten 6 Jahre Beziehung, 2 Wunschkinder (4 und 2 Jahre). Wir haben selten gestritten, regelmäßig S., waren uns emotional nah. Unterstützung hatten wir leider keine und mein Partner, der für mich hierhergezogen ist, hat nie was nur für sich gemacht (was ich sogar "bemängelt" habe). Vor einem halben Jahr fing mein Mann an sich von mir zu distanzieren. Darauf angesprochen sagte er immer, er habe Stress an der Arbeit. Es wurde über 2 Monate mehr und mir wurde klar es ist nicht nur das. Dann hat er einen neuen Job angenommen, von dem ich nicht begeistert war. Ich arbeite 20 Stunden. Finanziell hätten wir diesen Job nicht gebraucht. Hier sehe ich durchaus, dass ich aufgrund seiner Unzufriedenheit nicht dagegen hätte reden sollen. Mein Mann distanzierte sich immer mehr, war 3 Wochen komplett weg emotional -gegenüber allen. Er hat sich quasi den ganzen Tag im Bad verkrochen. Dann fing er an sich wie ein anderer Mensch zu benehmen. Plötzlich hat er sein komplettes Leben geändert. Teilweise 5 Tage die Woche Sport, komplett andere Ernährung, Shoppingtouren, neuer Stil, alles sollte anders. Er hat kaum geschlafen und alles gewogen, was er isst. Hat er seine Kalorienziele nicht erreicht, folgten unkontrollierte Essanfälle. Zu mir suchte er seit den 6 Monaten quasi null Nähe. Ich habe mich entschuldigt und immer wieder das Gespräch gesucht. Aber er sagt er fühlt nichts. Er will keinen mehr sehen außer die Kinder, ist emotional eiskalt, zieht jetzt gnadenlos sein Ding durch. Zusätzlich zum neuen Job ab April hat er Seminare und eine nebenberufliche Selbstständigkeit angemeldet. Er sagt er will alles. Auch mehr Zeit mit den Kindern. Er will zum Beispiel, dass ich bei Ausflügen am Wochenende auch mal zuhause bleibe, weil er die Kinder auch mal alleine will. Es hat mir das Herz gebrochen als er das direkt durchzog und mein Kind mich fragte, warum ich nicht mitkommen will (wollte ich) . Er will alles beruflich, die Kinder vergöttert er jetzt mal 10 und alle anderen will er nicht mehr sehen. Er sagt, er fühlt nichts, hasst sich selbst, will aber keine Hilfe in Anspruch nehmen. Ich gehe ein. Eigentlich haben wir so viel Nähe und dieses "Nichts" macht mich unglaublich traurig. Ich vermisse den Versuch unsere Beziehung zu "retten". Es ist schwer zu beschreiben und ich will ihn als Vater nicht schlechtreden, aber was da läuft ist nicht normal. Er macht mit den Mädels als seien die in den Flitterwochen und konzentriert alle positiven Emotionen auf sie. Ich möchte das so nicht mehr mitmachen. Es geht mir wirklich schlecht zumal er 4 von 5 Tagen im home Office ist und ich im Gegensatz zu ihm ziemlich viel fühle.
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Tina31 Mitglied
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Und ich schäme mich auch irgendwie es nicht mehr so akzeptieren zu können/ wollen. Es ist ja gerade mal ein halbes Jahr, vier Monate davon schlimm. Ich denke oft ich müsste das besser können. Manchmal denke ich auch: Vielleicht ist es ja doch kein Burnout. Sondern nur, dass er mich nicht mehr will und mit seinem Leben unzufrieden ist. Wobei viele Dinge schon "auffällig " sind in dieser Richtung auch wie: -Schwankungen in der Nähe (gerade zwar eher null Gefühl, waren, aber da) - er hat gezittert vor Stress - unglaubliche Launen. Er hatte viele Änderungswünsche mit der Brechstsnge versucht und dann relativ schnell verworfen...