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Partner depressiv - wie verhalte ich mich?

issabella

issabella

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Hallo, Florica,

ist der Lui tatsächlich gegangen?
Bin eigentlich ganze Nacht bei Pc, aber das habe ich nicht wahrgenommen.
Lui hat eigentlich gar kein Grund, das Forum zu verlassen.
Ich schätz mal, dass er sehr empfindlich ist.
Echt, da bin ich sprachlos. Bin ich irgenwie auch noch schuldigt daran?

Ich versuche einfach alle Menschen Würdig behandeln. Das es Meinungsverschiedenheiten gibt, ist ganz normal.
Man muss sich nicht direckt beleidigt fühlen. Nur, die Empfindlichkeit ist auch von Schwere der Krankheit abhängig.
Florica, stellt ihm (Pilsum) wieder auf Igno, aber, bitte, verlass uns nicht.
Versuch, wenn Du Kontakt zu Lui hast, ihn zurück zu holen.

Es kann nicht sein, dass wegen des Schreibens von neutralen Menschen, der eigentlich gar keine Ahnung hat über Psychiatrie, aber spiegelt große Teil der Meinung von heutigen , ah so modernen Gesellschaft, ein Grund zu beleidigt werden, existiert.
Grundgesätzmässig: jeder hat Recht auf seine Meinung und darf sie ohne Repressionen äußern.

Ich weiss es nicht: viell. schreibe ich morgen noch was. Es erschüttet mich von allen Seiten der Verlusst von Toleranz, besonders in Krankheitenbereich. Ignorieren von Grundgesetze.

Herzlchen Gruß
Magdalena

16.12.2018 13:28 • #46


florica

florica

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Hallo Magdalena,

ja ich denke er ist gegangen weil er sich nicht wohl gefühlt hat.

Ich kann ihn verstehen, ich hatte auch überlegt zu gehen - bzw eher ob ich es schaffe mich von diesen postings nicht weiter "triggern" zu lassen.

Ich habe ihn dann auf ignore gesetzt, aber das klappte auch nicht so gut - weil ich natürlich auch neugierig bin, und wenn ich wie z.B. in diesem Gespräch gelesen habe, wie die Threaderstellerin immer weiter "abrutschte" in den Antworten.
Also wollte ich wissen, warum.
Und so habe ich dann wieder die Beiträge gelesen.

Nun versuche ich gerade das "selektive lesen" ohne die Ignore-Funktion - mal schauen ob ich das hin bekomme.

Und ein Forum ist ja auch immer ein wenig so wie man es haben möchte, wenn man sich selber auch mit einbringt.
Und das "einbringen" möchte ich gerne, weil es mir hilft und vielleicht auch dem einen oder anderen auch.

Und nein ich denke nicht das Du schuldig daran bist, mach dir da mal keinen Kopf.
Leider habe ich keinen weiteren Kontakt zu Lui :-( - aber vielleicht liest er das hier ja noch.

Wenn ja, würde ich mich sehr freuen wenn Du es dir überlegst Lui und wieder zurück kommst.
Lass' ihn nicht gewinnen :-)

16.12.2018 13:44 • x 1 #47


Frederick1

Frederick1

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liebe Florica,

du wir Menschen, natürlich auch ich, sind alle Beziehungsmenschen. Aber gerade die tiefsten Verletzungen und schlimmsten Zerstörungen sind in unseren Beziehungen geschehen. Manchmal finde ich es wichtig, eine für mich wichtige Beziehung, dass die wiederhergestellt wird. Doch manche unserer Beziehungen sind so zerbrochen, das es besser ist, eine Beziehung zu beenden.

Für mich wird es immer wichtiger, das Geschehene zu verarbeiten, aber versuchen so gut es geht, mich damit zu versöhnen. Oft wurde schon manches in meinem Leben durch Beziehungen zerstört, und ich sehe es nicht mehr ein, meine kommenden Lebensjahre weiter zerstören zu lassen. Ich versuche diese Beziehung zu beenden, aber ohne zu viele Hassgedanken.

Weil ich gemerkt habe, das Hass auch ganz schön zerstörend sein kann, und auf Hass oftmals Kriege folgen.

Oft sehe ich mich in mancher Beziehung mit verantwortlich, weil ich nicht rechtzeitig NEIN oder STOP gesagt habe. Das kann auch ausgenutzt werden.

Wie oft war ich auch schon verkrümmt in mir selbst, weil ich nicht rechtzeitig los lassen konnte. Weil ich verzweifelt war, in mir selbst gefangen, weder Ausblick, noch Hoffnung, noch Veränderung gesehen habe.

Doch gute Beziehungen können heilend sein, wenn ich bedingungslos angenommen und geliebt werde, mein Innerstes berührt wird, mein Fühlen, mein Denken, mein Leben.

Doch in Beziehungen bin ich auch nicht perfekt, meine liebe Frau auch nicht. Deshalb finde ich es gut, wenn ich als Mensch meinen Stolz ablegen kann, sagen, "du es tut mir leid, da habe ich einen Fehler gemacht, falsch gehandelt."

Wenn mir dann ein Mensch vergeben kann, das macht neuen Mut, wieder Beziehung zu wagen, wieder echte und tiefe Beziehungen erleben zu wollen, versuchen, eine neue liebevolle Annahme zu leben.

Das wir als Menschen mit Depression, neuen Mut zum Leben finden, vielleicht eine neue Perspektive für die Zukunft.

Natürlich sind wir Menschen unterschiedlich geprägt, selbst auch in der Depression. Was dem einem hilft und gut tut, hilft dem anderen Menschen nicht so. Mir hilft es ganz arg, wenn Menschen sich in meine Depression einfühlen können, und mir so helfen können.

Bei Pilsum tue ich mich eher schwer, lese mich da schwer durch, so viele Fragen.........das muss ich ehrlich zugeben.

Vielleicht kann er anderen Menschen mehr helfen wie mir.

Auf der anderen Seite sind wir Menschen mit Depression sehr vorsichtig, aufpassend, achtsam im Umgang mit unseren Beziehungen. Das ist aber auch nur gut so.

Wenn ich merke, eine Beziehung tut mir nicht gut, auch hier im Forum, dann halte ich mich zurück. Ich möchte mich auch von Menschen nicht mehr so negativ beeinflussen lassen, das darf ich sagen, muss ich auch sagen. Aus meiner Erfahrung bringen da Streitgespräche ohne Ende nicht so viel. Miteinander reden ja, aber nicht mehr nur ducken, und nicht alles nur schlucken. Und wenn es mein Gegenüber nicht begreifen möchte, dann liegt das nicht nur an mir.


in guten Gedanken für dich, liebe Florica,

und ganz viele liebe Grüße,


Frederick

16.12.2018 21:12 • x 2 #48


florica

florica

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Lieber Frederick,

lieben Dank für die Worte - du findest immer so schöne Worte ich lese deine Beiträge gerne - weil du sehr achtsam - mit deinen Worten umgehst.

Ich finde es sehr schade das Lui sich zurück gezogen hat. Mag sein das seine Worte manchmal etwas sehr direkt waren, aber er hatte ein Herz und wollte nicht im Mittelpunkt stehen.

Für mich ist das Thema Pilsum erst einmal erledigt - ob für immer - wage ich zu bezweifeln.
Denn ich werde vermutlich irgendwann wieder etwas sagen, wenn ich merke er stellt nur sich in den Fokus, auf Kosten anderer.
Das ist nun mal eine Eigenschaft bei mir - die einigen Menschen nicht so gefällt.
Ok, krankheitsbedingt ist sie nicht mehr so stark wie früher ;-) - aber sie ist noch da.

ganz liebe Grüße zurück
Florica

16.12.2018 23:38 • x 1 #49


Ani86


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Hallo zusammen,
Ich habe mal ein paar fragen, vielleicht könnt ihr mit dabei helfen!

Wie ihr ja wisst, nimmt mein Mann aktuell an einer Therapie in der Tagesklinik teil. Jetzt hatten wir einen gemeinsamen Termin bei der Ärztin und dort wurde darüber gesprochen, dass ich ihn mehr fordern soll und er sich mehr einbinden solle. Vorgeschlagen hat uns die Ärztin einen Haushaltsplan, damit er auch wieder Aufgaben im Haushalt und bei der Erziehung der Kinder übernimmt.
Am nächsten Tag kam er jedoch und teilte mir mit, dass ein Therapeut ihm sagte, dafür sei es noch zu früh und deswegen wäre er noch nicht bereit dafür.
Er hat leider bis heute nicht ein Wort mehr über dieses Thema verloren.
Er sagt immer wieder, er habe ein schlechtes Gewissen, dass ich alles alleine machen muss, ändert aber leider nichts. Jedes Mal wenn ich frage ob er mir was abnimmt, macht er mir schon fast ein schlechtes Gewissen, weil ich überhaupt frage.
Ist sein Verhalten normal? Er liegt nur im Bett und spielt .

Vielleicht kann mir jemand helfen und mir ein bisschen was dazu schreiben

Gruß Ani

29.12.2018 17:35 • #50


florica

florica

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Zitat von Ani86:
Vielleicht kann mir jemand helfen und mir ein bisschen was dazu schreiben


Also sagt die eine Therapeutin er sollte es machen und ein anderer, es ist noch zu früh?
Da würde ich deinem Mann unterstellen das er sich die Rosinen rauspickt.

Meiner Meinung nach ist es eigentlich nie zu früh es zu versuchen, evtl. kann man dann scheitern, aber Du bist nicht der Typ Mensch (glaube ich) der ihn dann so unter Druck setzt das er überfordert wird.

Und man geht nicht "nur" in eine Tagesklinik und lässt sich berieseln, man muss auch selber etwas tun und die gelernten Sachen umsetzen. Und mir scheint das macht er nicht.

Ich versuche es mal an meinem Beispiel zu erklären.
Ich hatte eine Zeit in der ich nur Löcher in die Luft gestarrt habe und es mir echt dreckig ging. Da konnte ich nichts - rein gar nichts machen. Mein Mann musste alles machen. Aber ich hätte mich in der Zeit gar nicht dafür entschuldigen können das ich nichts gemacht habe. Weil ich war ja irgendwie auch gar nicht da.

Dann kamen Medikamente und Therapie - ich wachte irgendwie wieder auf.
Ich habe auch gesehen was mein Mann alles gemacht hat und fand das gut.
Und ich habe und beteilige mich auch wieder - in Grenzen - aber ich mach wieder was, und versuche auch meinen Mann zu entlasten.
UND ich habe auch manchmal die Gedanken, wenn ich mich jetzt fallen lass und in die Depression falle, brauche ich heute z.B. nicht zu kochen, weil ich keine Lust habe. Und trotzdem raffe ich mich auf und koche.
Depression ist kein Freifahrtschein. Und es geht nicht nur auf dem Bett zu liegen und zu spielen, wenn der Partner alles alleine macht.
Ich würde ihm sagen wenn er sich weiter so verhält, kann es sein das er irgendwann den Laden zu Hause alleine schmeißen muss, da du vermutlich irgendwann auch überlastet bist, wie er es sich dann weiter vorstellt.
Oder ob er lieber mal überlegt, was er dagegen tun kann.

29.12.2018 18:06 • x 1 #51


Ylvi13

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Hallo Ani, ich kann nicht sagen, ob das Verhalten deines Mannes normal ist oder nicht. Ich denke, so wie jeder Mensch anders ist, ist jede Depression anders und jeder geht anders damit um. Als es mir sehr schlecht ging, habe ich auf dem Sofa gesessen und sonst war nichts. Selbst der Gang zur Toilette war eine riesige Herausforderung. Insofern kann ich das im Bett liegen nachvollziehen, das Spielen mhhhhh.
Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht und dort wurde eine feste Tagesstruktur erarbeitet, an die ich mich streng gehalten habe. Zum Nachmittag hin war bei mir die Luft raus und ich wollte nur noch meine Ruhe haben. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, das mir das sehr geholfen hat. Und noch heute kehre ich bei Bedarf dahin zurück. Soweit ich weiss ähnelt eine Tagesklinik dem sehr und ich kann mir vorstellen, das man im Anschluss total ko ist. Zur Zeit mache ich meine zweite Therapie und bespreche das Notwendige mit meiner Therapeutin und nur mit dieser. Eine weitere Meinung würde mich nur verwirren. Ganz allgemein kann ich sagen, das man ganz vieles ausprobieren muss um herauszufinden, was einem hilft. Und Depression ist kein Freibrief.
Ohhhh, ich sehe grad, dass sich zwei Beiträge überschneiden. Ich sende trotzdem und hoffe, es hilft dir ein wenig.

29.12.2018 18:32 • #52


Ani86


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Danke für deine Erfahrungen.
Ja die Ärztin bei der wir gemeinsam waren, hat ihm auch ganz klar gesagt, dass er endlich hoch muss, sonst ist er irgendwann die Person die mich dorthin fahren und abholen darf und nicht mehr umgekehrt.

Ich weiß manchmal echt nicht weiter, ich schmeiße den Haushalt, kümmere mich um die 3 Kinder und gehe bald wieder in Teilzeit arbeiten.

Bei dem Haushaltsplan habe ich persönlich auch nur an so Dinge wie mal die Spülmaschine ein und ausräumen oder die Kinder ins Bett bringen für den Anfang genommen, ich würde ja nie verlangen das er hier den kompletten Haushalt schmeißt oder Alles putzt.

Ich muss mir auch ständig anhören, dass ihm in der Therapie gesagt wird, er muss entspannen und an sich denken, aber ich persönlich finde das es mit Familie nicht einfach machbar ist. Na klar wenn er Nachmittags nach Hause kommt, soll er sich ruhig etwas ausruhen aber irgendwann muss auch mit an sich denken Schluss sein oder bin ich da vielleicht zu egoistisch?

Wir haben im Bekanntenkreis auch eine Person, die ihn ständig stärkt und die ihm sagt, er soll sich mehr um sich kümmern und sich mehr Zeit für sich nehmen, aber dadurch das er nur noch liegt und nichts macht, empfinde ich es als mehr als nur genug Zeit für sich.

Ich weiß halt nicht ist es so, dass ich das hin nehmen muss oder bin ich zu egoistisch in dieser Hinsicht?

Gruß Ani

29.12.2018 18:35 • #53


florica

florica

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Nein bist Du nicht Ani.
Und ihr habt 3 Kinder - wer kümmert sich um die wenn ihr beide ausfallt?



Zitat von Ylvi13:
Als es mir sehr schlecht ging, habe ich auf dem Sofa gesessen und sonst war nichts. Selbst der Gang zur Toilette war eine riesige Herausforderung. Insofern kann ich das im Bett liegen nachvollziehen, das Spielen mhhhhh.


Das war es ja was ich meinte damit - auch wenn es hart klingt - wenn man Lust zum spielen hat - kann man auch ein wenig mithelfen - vielleicht nicht viel - aber guten Willen zeigen.

Ich hätte in der Phase wo schon alleine aufstehen 1-2 Stunden gedauert hat - da war ich mit so Sachen wie duschen und sogar essen völlig überfordert. Ich konnte nicht einmal was ganz leichtes lesen, weil ich immer am ersten Satz hing den ich nicht aufnehmen konnte.

29.12.2018 18:43 • #54


florica

florica

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Zitat von Ani86:
Danke für deine Erfahrungen. Ja die Ärztin bei der wir gemeinsam waren, hat ihm auch ganz klar gesagt, dass er endlich hoch muss, sonst ist er irgendwann die Person die mich dorthin fahren und abholen darf und nicht mehr umgekehrt...


Hast du eine Chance die Ärztin anzurufen und um ein zweites Gespräch fest zu machen.
So eine Art Feedback, was sich nach dem letzten Gespräch geändert hat.

29.12.2018 18:45 • x 1 #55


Ylvi13

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Ja, man lernt in der Therapie, wie wichtig Selbstfürsorge ist. Aber man lernt auch, dass man aktiv mitmachen muss. Und wenn Selbstfürsorge in Egoismus endet, läuft für mich was falsch. Und ja, man soll entspannen, aber nicht nur.
Als Betroffene kann ich dir sagen, du bist nicht egoistisch. Ich denke, dein Mann kann, natürlich nach einer Ruhepause, durchaus das eine oder andere im Haushalt tun.Und was du nicht vergessen solltest, das Ding mit der Selbstfürsorge gilt auch für Gesunde, denn das sollen sie auch bleiben.

29.12.2018 18:49 • x 2 #56


Sonnenkind82

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Liebe Ani,

wir sind offenbar in sehr ähnlichen Situationen. Beide verheiratet, 3 Kinder, Mann depressiv.

Ich bin mit Sicherheit kein Profi zum Thema, kann dir nur aus meiner Erfahrung mit meinem Mann und was ich so gelesen habe berichten.

Meiner ist relativ ähnlich wie dein Mann. Er macht auch nichts, oder kaum etwas zu Hause. Ich hatte vor ein paar Monaten den Termin beim Neurologen für ihn gemacht, seitdem geht er da einmal im Monat hin und nimmt seine Tabletten. Er ruht sich darauf grundsätzlich aus. Er würde ja zum Arzt gehen. Für was Therapie? Klinik brauche ich erst gar nicht mit anzufangen.

Es ist irgenwann ein Punkt erreicht, wo wir als Frauen Abstand gewinnen müssen. Wir haben beide Verantwortung für kleine Kinder! Z.B. fahre ich im Januar auf Mutter-Kind-Kur. Wie er dann zurecht kommt? Werden wir sehen! Wir brauchen Räume der Distanz, denn sonst bricht alles zusammen. Unsere Männer sind krank, aber keine kleinen Kinder, die nicht wissen was sie tun.
Wie Florica schreibt, ist Depression kein Freifahrtschein. Er muss aktiv etwas tun. Ich gehe mit meinem Mann jetzt ganz kleine Schritte. In guten Momenten versuche ich mit ihm zu sprechen was ich empfinde und welche Wünsche ich habe, frage was er sich wünscht usw. Aktuell versuche ich ihn in ein Fitnessstudio zu bekommen, damit er uns nicht mehr anschreit und beschimpft. Und ich plane einen Welpen als Familienhund aufzunehmen, mit dem auch er raus gehen muss. Wenn ich eins über Depressionen gelernt habe, dann dass wir als Angehörige gaaanz gaaanz viel Geduld haben müssen und uns Raum für uns zum Erholen und Kraft tanken schaffen müssen.

Vielleicht bringt es etwas, wenn du halt mal nicht die Küche machst? Mein Mann badet z.B. die beiden Kleinen und verteilt ihre Klamotten grundsätzlich im gesamten Bad auf dem Boden. Ich räume sie nicht mehr weg, sie liegen da teilweise Tage, oder auch mal eine Woche, bis ich ihn darauf anspreche.

GlG

29.12.2018 19:00 • x 1 #57


Ani86


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Vielen Dank euch

Ja ich versuche wirklich viel Geduld für ihn zu haben, aber manchmal denke ich mir, er soll doch nur ein bisschen was machen. Ich weiß manchmal einfach nicht, ist es die Krankheit oder ruht er sich einfach aus, weil ich die Aufgaben ja so oder so übernehme.

Unser Gespräch mit der Ärztin War kurz vor Weihnachten, die Ärztin fragte ihn da auch, ob er wüsste was ich mir zu Weihnachten wünsche und wann er mir das letzte mal ein Dankeschön mitgebracht oder überhaupt mal gesagt habe. Er sagte dann er habe schon was und ich War sehr erstaunt, da ich ihm ein paar Wochen vorher mitgeteilt habe, dass meine Kette beim spielen mit unserem Sohn kaputt gegangen ist und ich nun seine Anhänger nicht mehr tragen kann. Das War der einzige Wunsch , eine einfache silberne Kette für meine Anhänger. Nun gut an ein paar Tage vor Weihnachten habe ich dann erfahren, dass er ein Zimmer in einem Hotel gebucht hat und sich die Patentante unseres Sohnes um alles gekümmert hat. Er musste es im Grunde nur noch abholen und bezahlen, bzw überweisen. Er wollte die Tage vor Weihnachten auch noch mit mir in die Stadt, damit ich mir selbst eine Kette holen könnte, an Heiligabend, sind wir dann los, kaum im Geschäft ging es ihm nicht gut und er wollte wieder nach Hause. Gab mir sein Handy und bat mich die Überweisung für das Hotel vorzunehmen und meinen Gutschein abzuholen. Auch wenn es sich jetzt undankbar oder so anhört, aber ich War etwas enttäuscht, nicht das ich meine Kette nicht bekomme habe, sondern das ich mich selbst darum kümmern mußte und dass ich das Geschenk unter den Baum lege. So wußte ich sofort was er bezahlt hat und daß er dafür nichts selbstständig getan hat. Ich brauche keine Geschenke, dass einzige was mich zu Weihnachten glücklich macht, ist zeit mit der Familie und vor allem die strahlenden Augen der Kinder. Ich finde auch die selbst hergestellten Geschenke der Kinder schöner wie jedes gekaufte.

29.12.2018 19:31 • x 1 #58


Ani86


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Ich möchte mit dem Beitrag weder meinen Mann ist schlechte Licht stellen, noch Mitleid oder sonst was erregen. Ich verstehe nur nicht, ob es Alles an der Krankheit liegt. Mir ging es auch überhaupt nicht darum, dass ich mich nicht gefreut habe , im Gegenteil mal einen Tag nur mit ihm ohne Aufgaben und Verpflichtungen , finde ich eine tolle Idee.
Nur verstehe ich dieses auf und ab nicht, am Anfang der Therapie haben wir einiges mit den Kinder gemeinsam unternommen oder sind mal ohne Kinder einfach in die Stadt und haben viel geredet oder einfach nur einen Kaffee zusammen getrunken.
Nur jetzt liegt er wieder nur da, wie die zeit vorher und spielt und spielt und spielt.

29.12.2018 19:55 • x 1 #59


florica

florica

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Was spielt er denn?

Also ich denke man kann nicht alles nur auf die Depression schieben oder es damit zu entschuldigen.
Er macht es sich meiner Meinung nach etwas zu leicht.

29.12.2018 20:19 • x 2 #60




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