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Niemals ohne Antidepressiva?

Chiotoffee

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Hey ihr Lieben,

Wie seht ihr das?
Ich habe oft das Gefühl, niemals ein normales Leben ohne meine Medikamente führen zu können.
Geht es euch auch so?

Seit nun mehr als 8 Jahren nehme ich mein Medikament, mal mehr, mal weniger, je nach Simmungslage.

Mehrere Absetzversuche sind gescheitert.
Stets von der Frage begleitet, ob die Depression noch da ist, oder dies nur vorrübergehende Absetzsymptome sind?!

Innerhalb der letzten Monate habe ich meine Dosis, im Vergleich zu manch anderen Zeiten der Einahme, (mal hat weniger gereicht, mal musste ich erhöhen) verdreifacht.

Wird es immer so weitergehen?
Ein auf und ab der Dosierung?

Ich sehe die Situation so, dass ich mit dem Medikament für den Alltag und teilweise für mich gut funktioniere, fühle mich aber doch teilweise sehr eingeschränkt und von meinen Emotionen abgeschnitten.
Daher auch der Wunsch ohne Medikamente, nicht depressiv, zu leben.

Ist das Wunschdenken?
Kann die Depression überhaupt jemals komplett verschwinden?

Wie ist eure Sicht hierzu?

Danke schonmal fürs lesen, und eure Antworten.

03.10.2022 21:13 • #1


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Andy55

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Hallo,hast du denn schon eine Therapie gemacht oder nur Medikamente genommen?

03.10.2022 21:20 • #2



Hallo Chiotoffee,

Niemals ohne Antidepressiva?

x 3#3


Chiotoffee

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@Andy55 hey, ich hatte eine Therapie angefangen.
Bzw. die Therapeutin hat nach 5 oberflächlichen Sitzungen gemeint, sie könne mir nicht weiter helfen und sollte etwas sein, solle ich mich melden.

Da hab ich mich sehr abgespeist gefühlt...
Hatte mich noch bei weiteren Therapeuten beworben aber leider ohne Ergebnis.

Dann habe ich mich aber auch nicht weiter drum bemüht..

Stehe dem Thema mittlerweile nicht mehr so offen gegenüber.

03.10.2022 21:34 • x 1 #3


anir

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@Chiotoffee
Guten Morgen, chiotoffee.
Ein normales Leben führen?
Es gibt Menschen, die 1Mal im Leben eine Depression bekommen.
Dazu zählen viele nicht.
Ich habe diese Erkrankung seit 23 Jahren.
Bei mir dauerte es lange dieses anzunehmen.
Bin ich in der D. merke ich, daß diese Krankheit mich zu einem total anderen Menschen macht.
Und es nützt nix, ich muß so gut es geht da wieder rauskommen.
Geschafft habe ich es stehts. Es war nie einfach.
Ich nehme seit 13 Jahren Medikamente, bin nur kurze Zeit stabil und es fängt von vorne an.
In der guten Zeit kann ich alles wieder machen.
Arbeiten, Freunde treffen, am Leben teilhaben, Spaß haben.
Das genieße ich dann sehr, ohne über die Strenge zu schlagen.
Ich weiß es ist nicht von langer Dauer, also dann im Hier und Jetzt sein.
Wenn mir auffällt, daß es wieder losgeht, oder das trotz Erhöhung keine Verbesserung
stattfindet,wechseln wir das Medikament.
Ich fühle mich in der Institutionsambulanz bei meinem Psychiater gut aufgehoben.
Letztendlich kommen wir am Ende immer wieder auf mein bisheriges Medika zurück.
Venlafaxin.
Außerdem habe ich feste Termine mit meiner Heiltherapheutin, alle 2-3-4 Wochen, je
nachdem wie es mir geht.
Ich wünsche dir alles Gute

04.10.2022 04:15 • x 2 #4


Chiotoffee

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@anir Vielen Dank für deine Antwort.
Freut mich, dass du soweit es geht, einen Weg gefunden hast damit umzugehen.

Hast du keine Probleme damit, die Medikamente immer wieder zu wechseln?
Iwelche Nebenwirkungen oder so?

Wie hast du es geschafft, die Krankheit zu akzeptieren?

Weiterhin alles gute für dich!

04.10.2022 08:43 • #5


Canary

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Hallo ihr, ich bin neu hier und reihe mich auch mal ein...

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du manchmal zweifelst, ob es die Absetztsymptome der Medikamente sind oder immer wiede aufs neue die Depression... Das ist auch schwer zu unterscheiden...
Ich selbst hatte das Glück, das ich bislang nur 2 mal eine echte schwerere Depression hatte -heute und 2014 und vielleicht 2009 noch, und primär eher unter Angst und Suchtproblemen leide, die dann im Finale zu einer Depression jedesmal geführt haben...

Dadurch, dass ich mich mit Entzügen etwas auskenne muss ich sagen, dass wirklich das A und O beim Medikamenten Aussschleichen ist, es wirklich wirklich langsam in ganz kleinen Schritten zu machen... Also über Wochen bis wohl eher Monate hinweg... Das kann Absetztsymptome verringern, ich hab die Erfahrung gemacht, -und das berichten auch viele andere, das viele Ärzte Antidepressiva und selbst Benzodiazepine viel zu schnell Aussschleichen wollen, was Probleme und Rebound Effekte erst Recht heraufbeschwören kann...

Ich weiß nicht welches Antidepressiva du nimmst,und wie du die Absetzversuche gehandhabt hast... Vielleicht hilft es wenn du noch mal Absetzversuche Wagen willst es noch langsamer anzugehen...

Ansonsten, ich weiß wie schwer es ist zu akzeptieren, daß man diese Krankheiten hat. Ich hadere auch noch die ganze Zeit, ganz schlimm, was die Sache dann erst Recht noch schlimmer macht...

Das einzige Medikament von den ich auch nicht loskomme ist Ritalin, da ich Adhs habe und Autismus, das macht zwar keine Absetztsymptome, aber ich brauche es trotzdem immer und immer wieder, weil ich ohne nicht klarkomme, obgleich ich auch mein ungedämpftes Adhs lieber mag..
Wie es jetzt mit dem Escitalopram wird, keine Ahnung... Ich werde mit Tropfen über Wochen bis Monate Aussschleichen wie ich einschleiche..

04.10.2022 10:37 • x 1 #6


Chiotoffee

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@Canary hey, danke dir für deinen Text.

Tatsächlich habe ich citalopram genommen und seit ca. einem Jahr nehme ich nun auch Escitalopram.

Beim absetzen bin ich es sehr langsam angegangen, ging auch ne Zeit ganz gut runterzudosieren.
Bei 5 mg hab ich dann aber abgebrochen und wieder raufdosiert, weil ich gemerkt habe dass ich wieder immer depressiver werde.

Wie war das bei dir denn?
Wie haben sich deine Absetzsymptome geäußert, wenn du welche hattest?
Und wie lange war dieser Zustand?

Ja, ich will es definitiv nochmal versuchen.
Im Moment ist aber nicht der richtige Zeitpunkt.

Am liebsten würde ich einfach mal ein halbes Jahr frei nehmen, und mich dann ganz langsam darauf einlassen, und dementsprechend vielleicht auch aushalten und rausfinden können ob es ohne funktioniert.

Aber das ist ja leider nicht so einfach.. :/

Jaa, es ist wirklich schwierig... früher oder später hat man irgendwie kaum noch eine Wahl, wenn man
Iwie funktionieren und den Ansprüchen, die man selbst und die Gesellschaft an einen hat, gerecht werden will..

04.10.2022 18:28 • #7


Chiotoffee

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Achso was ich noch hinzufühen wollte:
Seit einiger Zeit ist es so, dass immer wieder Durchbrüche kommen, und ich immer dann immer wieder erhöhe, wenn es nicht mehr geht.

Wenn ich mich stabil genug fühle, kehre ich dann zu der vorherigen Dosierung zurück, was eine Weile gut geht.. und der Ablauf beginnt von vorne.

04.10.2022 18:44 • #8


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Lost111

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Zitat von Chiotoffee:
Innerhalb der letzten Monate habe ich meine Dosis, im Vergleich zu manch anderen Zeiten der Einahme, (mal hat weniger gereicht, mal musste ich erhöhen) verdreifacht.

Wird es immer so weitergehen?
Ein auf und ab der Dosierung?

Ich kenne das auch. Ich leide seit vielen Jahren an Depressionen, welche inzwischen chronisch geworden sind.
Auch ich habe auch sehr lange gebraucht, um das zu akzeptieren. Und es fällt mir auch heute noch manchmal schwer.
Inzwischen bin ich mit mehreren Medis relativ gut eingestellt.
Ebenso haben immer mal wieder diverse Medikamentenwechsel stattgefunden. Nebenwirkungen eingeschlossen.
Und ich denke, dass ich ohne Medis mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf dieser Erde weilen würde...
Ja, das klingt vielleicht hart, aber wie du schon sagst: hat man eine andere Wahl?

Ich will dich allerdings nicht entmutigen! Du wirst deinen Weg finden, damit umzugehen! Alles Gute!

LG Lost111

04.10.2022 19:24 • x 2 #9


Canary

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@Chiotoffee also Escitalopram ist jetzt das erste SSRI, welches ich wirklich nehme und durchziehe,

Davor hatte ich mal 2014 einen Versuch mit Sertralin was ich nicht vertragen habe, in der Klinik gab man mir dann Seroquel bei der Diagnose schwere Depressive Episode und sonst nichts weiter, geholfen hatte das nur beim Schlafen, gegen meine Depression und Panik Störunge gleich null, tatsächlich war das damals auch mein erster Benzoentzug, ich hatte nur das Seroquel-für mich mit Adhs genau das falsche, zog mein Benzoentzug dann ambulant nach Ashton durch, hatte suizidale Gedanken, suchte mir Bilder zum Galgenknoten binden im Internet, aber die Gedanken waren noch in weiter Ferne, denn ich hatte ja 4 wundervolle Kanarien, die ich nicht alleine lassen wollte... Entzug vorbei -Depression vorbei. Das Seroquel in geringer Dosis hatte ich dann ohne Probleme von heut auf morgen weglassen können...

Davor nahm ich mal Trimipramin ca 5 bis 6 Monate, das habe ich unwissend auch einfach abgesetzt, keine Probleme dabei, sicherlich auch weil ich damals keine Depression hatte, als ich es nahm...


Beim Lyrika, das ist kein Antidepressiva, aber ähnlich dieses Jahr, da hatte ich einen Entzug, der meinen Tavor Entzug noch übertrifft... Das war echt mega Übel! Da hab ich jede Woche 25mg reduziert und am Ende nur noch alle 2 Wochen, und hatte trotzdem extreme Entzugserscheinungen! Die hielten wirklich Wochenlang mit nur wenigen Fenstern an! Die agitierten Heulkrämpfe waren furchtbar! Dadurch bin ich jetzt wieder auf Tavor gelandet

Tavor schleiche ich nach dem Ashton Manual aus auf Diazepam Substitution, also 5 bis 10% alle 1 bis 2 Wochen (besser 2 Wochen, wenn niedriger Dosisbereich)

Und das Escitalopram werde ich in Milligramm Schritten - also Tropfen -alle 2 Wochen um 1 Tropfen reduzieren, zur Not noch langsamer, nach der Wasserlös Methode...

Ich höre auch immer wieder von Leuten, die nur alle 4-6 Wochen einen Reduktionsschritt ihres Antidepressivas machen! Da gibt's oder gilt glaub ich auch diese 10% Regel,

Also je nach dem wie lange man es genommen hat würde ich mir schon mehrere Wochen bis Monate Zeit lassen... Wenn man Probleme kriegt, dann sollte man auf den letzten Reduktionsschritt zurückgehen und es noch langsamer machen....

Das ist alles was ich weiß... Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen!

04.10.2022 19:38 • x 1 #10


Chiotoffee

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@Lost111

Danke für deinem Beitrag!

Genau das denke ich mir auch oft.
Auf der einen Seite bin ich so dankbar für dieses Medikament, weil es mir einfach ein erträgliches, meist gutes Leben ermöglicht.
Aber auf der anderen Seite wäre ich gerne einfach näher bei mir und meinen Emotionen, und hätte gerne das wieder, worin ich mich jetzt abgestumpft fühle.


Ja, es ist einfach super schwer.
Vlt bin ich einfach noch nicht bereit zu akzeptieren, dass es eben ist wie es ist.

Ich denke das wird aber auch erst passieren, wenn ich es wirklich einmal geschafft habe ohne die Medikamente zu sein und dann mir selbst beantworten kann, was genau Sache ist.

04.10.2022 20:09 • x 1 #11


Chiotoffee

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@Canary danke fürs teilen deiner Erfahrung.

Du scheinst ja echt schon einiges durch zu haben.
Ich hoffe du kannst weiter so positiv und problemlos wie möglich dran bleiben, und es klappt alles!

04.10.2022 20:12 • x 1 #12


anir

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@Chiotoffee
Guten morgen Chiotoffee
Wenn das letzte Medika nicht mehr wirkt oder anschlägt muß was verändert werden.
Weil ich sonst nicht weitermachen, weiterleben kann.
Nebenwirkungen, ich nehme so einiges in Kauf damit es endlich besser wird.
Es gibt allerdings auch bei mir ein Stopp, wenn ich nur noch unkontrollierte Darminhaltsabgänge habe,
gehört dazu.
Die Nebenwirkungen verbessern sich oft, je länger man es nimmt.
In der D. ist mein Stoffwechsel ein anderer und bin ich aus der D. raus,vertrage ich die Medika oft besser.
Die D. zu Akzeptieren, schwer ohne Ende.
Immer schaffe ich das auch nicht.
Aus der D. heraus ist es leichter mich anzunehmen.
Und ,Ja, lernen gut damit umzugehen ist besser als mit sich zu hadern.
Negativität , Das dagegen ankämpfen, raubt zu viel Energie.
Energie ist in der D. sowieso schon Mangelware.
Alles Schöne für dich

05.10.2022 03:47 • x 2 #13


anir

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@anir
Chiotoffee, noch was,
Ich nehme immer Medikamente.
Gehts mir besser, sind die Medis in kleineren Gaben möglich.
Und, wenn die D. vorbei ist, bin ich wieder in mir drin, bin wiede Ich Selbst und
habe einen sehr guten Zugang zu mir und zu meinen Gefühlen.
Bis Dann und immer gerne.

05.10.2022 04:11 • x 2 #14


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bones

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Nun auf die Frage zu kommen, die gestellt wurde.

Nun wer die erkrankung Depression hat, der hat sie leider ein Leben lang. Man kann sie nicht heilen. Leider nicht.
Was aber vielen gelingt ist, Symptomfrei zu leben , dank durch Therapien und gesunder Umgang mit der Erkrankung. Anfällig sind sie aber dennoch.
Es gibt aber sehr viele , die haben das Glück nicht, ich zähl mich dazu. Sei es genetisch oder wie auch immer. Die Depression kommen immer wieder. Da ist es schon sinnvoll neben Therapien auch medikatös eingestellt zu sein.

Der normale Vorgang bei Wiederauftreten der Depression ist, dass man die Dosis erhöht und nach abklingen der Depression wieder zu reduzieren.

05.10.2022 16:04 • x 2 #15


Chiotoffee

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@bones hey, danke für deinen Beitrag.

Ja, so ist es wohl.
Das akzeptieren ist scheinbar einfach die größte Hürde...

05.10.2022 19:55 • x 1 #16


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bones

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Nun ich habe schon lang damit abgefunden. Mir ist irgendwann bewusst geworden, dass es nun mal ein Teil von mir ist und daher die guten Phasen genießen soll. Weil dagegen ankämpfen werd ich nicht mehr. Wenn ich meine dunklen Phase wieder hab, dann ist es halt so. Ich weiß aber dennoch , dass es auch wieder gute Phasen kommen werden. Auch wenn sie nicht ewig halten werden. Hat bei mir etwas gedauert. Therapie hab ich noch 3 Sitzungen von über mehr als 3 Jahre Therapie , die ich hinter mir hab. Aber ich bin froh drum, weil irgendwann weiß man alles und da werden die letzten Sitzungen nix mehr viel bringen.

05.10.2022 20:29 • x 2 #17


anir

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@Chiotoffee

guten Morgen
Akzeptieren, Ja.
Was bones schreibt, sehe ich auch so.
Wenn die dosis nicht mehr hilft, erhöhe ich, gehts besser, reduziere ich.
Es gibt tatsächlich Menschen die haben in ihrem Leben nur 1mal eine D. .
Die wird man hier selten finden, wenn überhaupt.
Ich habe vor 5 Wochen eine EKT-Behandlung machen lassen.
Nächste Woche bekomme ich 1 Erhaltungs-EKT, von 1 einzigen Behandlung, bin nach 2 Tagen dann wieder
raus aus dem Krankenhaus.
Darauf setzte ich jetzt.
Medika nehme ich weiterhin, reduziert.
Alles Gute

06.10.2022 04:08 • x 1 #18


Chiotoffee

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@bones

Da hast du ja schon viel getan.
Hast du das Gefühl, die Therapie hat dir im Bezug auf die Depression geholfen?
Bzw etwas an deinem Verhalten verändert, wenn du dich in so einer ohase befindest?

Oder hat sie eher geholfen, darüber informiert zu sein und sie besser zu akzeptieren?

06.10.2022 08:10 • #19


Chiotoffee

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@anir

Was ist den EKT?

Und wie meinst du, darauf setzt du jetzt?
Dass es dann vorbei ist mit der Depression? Erstmal oder langfristig?

Ich drücke dir die Daumen!

06.10.2022 08:13 • #20


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bones

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@Chiotoffee nein eher nicht. Die Therapie hat mir nicht wirklich geholfen. Das hat nur sekundär geholfen. Mehr hat es einfach mit der Einstellung zu tun. Aber ich habe die Therapie dennoch gemacht. Einfach als Hoffnung der Stabilität. Hab dann mit mir selber gearbeitet. Und dies waren mehr nicht schöne Zeiten. Aber es war wichtig gewesen. Nur durch diese Erfahrung, hab ich gelernt mehr auf mich zu achten. Auch waren Medikamente , eigentlich der Grund warum ich noch hier sitze. Sie haben mir sehr geholfen.

EKT ist nix anderes als elektrokonvulsionstherapie.

06.10.2022 08:40 • x 2 #21


Chiotoffee

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@bones
Ok. Das ist ja eher ernüchternd, wo doch immer zur Therapie geraten wird.

Aber schön, dass du an dir selbst arbeiten konntest und es dir wss gebracht hat.

06.10.2022 13:44 • #22


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bones

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Nun man ratet natürlich, klar davon leben sie auch, weiterhin zb tiefenfundierte Therapie zu machen. Aber einE Therapie wird mit Sicherheit nix an mein depression ändern. Deshalb macht es kein Sinn. Die erkrankung kommt ohne Grund und verschwindet kurz ohne Grund. Da bringt mir keine Therapie wirklich was. Ich habe viel gelesen und mich informiert. Einzig was ich machen kann ist als Therapieform medikatöse Behandlung.

06.10.2022 15:21 • x 1 #23


Chiotoffee

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@bones

Ja, das stimmt natürlich.

Mhh, ja ich glaube bei mir ist es auch so.

06.10.2022 19:48 • #24


anir

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@Chiotoffee
Guten Morgen.
Also.
Die D. kommt bei mir oft ohne Grund.
In den Jahren ,die ich das habe, habe ich ganz klar vieles gelernt was mir hilft und zu mir passt.
Ich kann das In der D. nicht anwenden, weil dann sehr oft der gesamte Sinn des Lebens in Frage gestellt ist und
das dauert mehrere Monate.
Ich kann es Aus der D. anwenden.
Meditation
Chakren-Meditation.
Progressive Muskelentspannung.
.............................................
Die Elektrokrampf-Therapie, die ich überhaupt das 1. Mal im Leben machte, diesen August, hat, ich hatte große Zweifel,
so super gewirkt.
Ich war 16 Tage in der Klinik, hatte 6 Anwendungen.
Damit das beibehalten wird, der gute Zustand, gibt es Erhaltungs-Therapie.
Die mache ich nächste Woche .
2 tage in die Klinik.
Angedacht alle 8 Wochen 1 einzige.
Wie eine Propylaxe.
Alles Gute dir und Euch

07.10.2022 03:58 • x 2 #25


Chiotoffee

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@anir

Ja, das ist halt auch immer das schwierige, sobald man wieder stabil ist, kann ich zb schwer nachempfinden wie schlecht es mir wirklich ging.
Und wenn man drin steckt ist ja, under anderem, das komplette Denken verändert, sodass die guten Absichten dann schwer umzusetzen sind.

Ok, klingt interessant.
Dann wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg dabei!

07.10.2022 08:19 • x 1 #26


anir

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@Chiotoffee
Ich danke dir

19.10.2022 03:44 • x 1 #27



Hallo Chiotoffee,

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Marylu

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Ihr Lieben,
voller Interesse habe ich den Thread gelesen. Ich nehme seit 12 Jahren Medikamente (Escitalopram, Quilonum und Quetiapin) Sie bekommen mir gut und während meiner zweiten schweren Episode sagte mein Psychiater, dass es eine Dauermedikation sein soll. Ich habe kein Problem damit, auch wenn es mir nicht immer gut geht. Es gibt eben Medikamente, die nimmt man zum gesund werden und welche, die braucht man, um gesund zu bleiben und solche sind die Antidepressiva. Das ist meine Meinung, allerdings, wenn es starke Nebenwirkungen gibt, sieht es anders aus. Habt alle einen schönen Tag.

19.10.2022 10:39 • x 4 #28

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