Meine Mutter ist depressiv - was tun?

Hallo,
ich bin im Moment wirklich ratlos.
Meine Mutter ist depressiv, sie hängt wahnsinnig an mir, wenn ich ausgehe oder ähnliches mache, bleibt sie wach, bis ich zuhause bin...
Sie ruft auch gerne einmal 6mal am Tag an. Langsam kann ich nicht mehr, ich habe langsam mein eigenes Leben, aber ich führe nebenbei noch das Leben meiner Mutter.
Den Haushalt zum Beispiel muss ich mitmachen. Ich fahre auch jedes Wochenende vom Studienort heim, um für sie da zu sein. Meine Freunde wissen nichts davon, aber ich darf mir ständig anhören, dass es doch total dumm ist in die Heimat zu fahren.
Öfter gehe ich auch abends einmal früher heim, damit meine Mutter nicht solange aufbleibt.
Langsam verliere ich die Kraft. Ich bin selbst nicht gesund, habe chronische Verspannungen seit einer Verletzung. Mein Körper macht das nicht mehr lange mit und seit der Trennung von meinem Freund, der auch viele Probleme hatte, bekomme ich gefühlt nichts mehr auf die Reihe.
Ich habe einfach keine Kraft mehr.
Habt ihr Tipps für mich, ich weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll...

20.09.2017 21:25 • #1


Hallo Belluna,
ich selbst bin eine depressive Mutter. Meine Tochter ist 21, studiert und lebt noch zu Hause. Meine aktuelle Depression belastet sie auch. Ich selbst rate ihr, wie auch dir: schützt euch und grenzt euch ab. Ihr habt ein eigenes Leben. Gut ist, wenn man eine Vertrauensperson hat, der man sich anvertrauen kann.
Wenn es möglich wäre (sage ich als Mutter), würde ich die Depression abstreifen und wieder so unbeschwert mit meiner Tochter zusammensitzen und plaudern wie früher auch. Ich leide sehr darunter, aber es ist meine Depression mit der ich leben muss (hoffentlich nur vorübergehend ).

Liebe Grüße
AngieHu

03.10.2017 09:09 • #2


Liebe Belluna....

Sicher liebst du deine Mutter und sie liebt dich, doch es ist eine viel zu große Belastung dich so oft um sie zu kümmern. Sie braucht Hilfe, aber du musst viel besser auf dich selbst acht geben.
Auch wenn deine Mama es zunächst vielleicht nur schwer begreifen oder akzeptieren kann, sei so offen wie möglich zu ihr. Lebe dein Leben, denn du bist noch jung. Diese Jahre gibt dir keiner zurück.
Meine Mama ist auch depressiv und ich weiß wie schnell man sich in diese Endlosspirale begibt für sie da sein zu wollen.
Doch tu es nur, wenn du auch wirklich die Kraft dazu hast. Lade erst einmal deine Akkus auf und tu Dinge die dir gut tun, die dir Kraft schenken, statt sie dir zu nehmen. Und falls du "reden" willst, ich bin hier... :-)

Ganz liebe Grüße und viel Kraft

KiNjAl

10.11.2017 10:04 • #3





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