80

Meine geliebte Frau hat sich umgebracht

Lexi
Lieber Carsten, ich vermag gar nicht in Worte ausdrücken wie leid mir Dein Verlust tut.

Vor knapp 2 Jahren entschied einer meiner besten Freunde ebenso wie Deine Frau.lese ich Deine Geschichte mit Fassungslosigkeit - kaum vorstellbar wie es Dir geht . und finde keine Worte. Ich kann sie wie auch meinen Kumpel verstehen und trotzdem.

Viele Forum-Nutzer haben gute Worte gefunden.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft - von Herzen. Dir und Deinem Sohn.

15.03.2019 09:55 • x 4 #16


Frederick1
lieber Carsten,

du es tut mit jetzt echt von Herzen Leid mit deiner Frau. Und ich kann es mit fühlen, nach fühlen, wie weh dir das alles tut.

Selbst stand ich auch schon vor diesem Schritt. Wenn du keine Hoffnung hast, keinen Sinn mehr siehst, alles zuviel

wird, du am Ende bist, echt nicht mehr kannst.

Und jetzt stehst du in der Trauer von deiner geliebten Frau, die deine ganzen Gefühle lähmen. Du hast deine Frau so geliebt, und sie ist ein Teil von dir geworden. Dein Denken, Fühlen und Handeln werden von deiner lieben Frau mit bestimmt.

Deine liebe Frau lebte schon lange mit in deinem Herzen. Jetzt ist sie gestorben, und mit ihr ein Teil von dir.

Deine Trauer, der langsame und schwere Abschied deiner lieben Frau, die ein Teil deines Innersten geworden ist. Und du spürst den Schmerz des Abschiedes noch ganz arg.

Halte deine liebe Frau nicht fest, lasse sie weiter gehen, lasse sie los, auch wenn es dir schwer fällt. Du kannst es jetzt nur noch akzeptieren. Der Tod deiner Frau ist der Übergang in den Himmel. Dort geht es ihr besser, und sie muss nicht mehr an der Depression leiden.

Mögest du immer wieder Trost für dich finden.


In guten Gedanken an dich,

liebe Grüße,


Fredereick








von guten Mächten geborgen.

(dieser Gitarrenspieler kennt auch die Depression.)

16.03.2019 16:18 • x 3 #17


maya60
Lieber Carsten, auch ich möchte dir mein tiefstes Beileid senden! Danke, von Herzen danke, dass du deine Gedanken und Gefühle mit uns teilst.

Nie ist es vergleichbar, aber so einige von uns haben schon den Tod liebster Nahestehender erlitten und fühlen sich durch dich verstanden und verstehen dich.
Es ist ein Ausdruck des eigenen Inneren, darüber zu schreiben und es ist ein Teilen, ein, wenigstens ein bisschen, gemeinsames Tragen für eine kurze Wegstrecke.

Ich selber habe einen meiner engsten Freunde als Studentin plötzlich verloren und mehrere Fehlgeburten erlitten, die mich auch sehr erfassten, herabzogen, herumwirbelten und veränderten.

Beim Tod zählt die Zeit nicht mehr, wir betreten einen zeitlosen Raum und die Trauer lässt sich auch nicht in Zeitrastern fassen. Auch viel später geht es nicht wirklich um Vergangenheit, sondern um einen Raum jenseits all dieser Begriffe, denn immer gehören die geliebten Verstorbenen zu uns und unsrer Lebendigkeit, sind ein Teil davon.

In langen Beziehungen lässt sich ja gar nicht mehr sagen, was nur ich bin und was mein Mann, alles ist miteinander verwoben und wenn einer der Beiden scheinbar "alleine" weitergeht, geht doch das weiter, was aus beider Liebe geworden ist.

Was machst du in diesen Tagen? Was macht dein Sohn? Magst du deine Gedanken und Gefühle und Erfahrungen mit uns teilen?

Bitte, dies soll keinerlei Druck sein. Du bist in unseren Gedanken und Wünschen.

Herzliche Grüße! maya

16.03.2019 19:40 • x 2 #18


Es vergeht kein Tag an dem ich nicht durch irgendetwas/irgendjemand an meine Frau erinnert werde. Die Erinnerung schnürt mir die Kehle zu, mein Bauch verkrampft sich und ich fange an, hemmungslos zu weinen.
Ich habe jetzt im Haus angefangen ein wenig umzudekorieren, für Ostern. All diese Dinge, mit der meine Frau uns zu Hause überrascht hat - hier ein kleines Häschen, dort ein bisschen Frühling. Es fällt mir so schwer, all diese Dinge zu sehen, anzufassen und zu spüren, dass Eva das als letzte verstaut hatte. Alles duftet nach meiner Frau, alles hier IST meine Frau.
Ich lasse mir jetzt von meinem Hausarzt eine Überweisung zum Psychiater geben, da ich merke, dass ich das ohne weitere Hilfe sonst nicht packe. Ich bin so zerrissen zwischen Trauer, Sehnsucht nach meiner Eva und Wut, dass sie das sich und mir angetan hat und immer wieder leider doch diese Selbstzweifel, was hätte ich wann anders machen können. Ich weiß, dass ich in den jeweiligen Situationen richtig gehandelt habe, trotzdem denke ich darüber nach ob es genug war.
Euch allen ganz lieben Dank.

30.03.2019 08:35 • x 3 #19


Frederick1
lieber Carsten,

du es tut mir so von Herzen leid mit deiner lieben Frau. Und ich kann es verstehen, das dir die Erinnerung noch so was von weht tut. Deine Frau ist jetzt fort, nicht mehr da. Aber in deinem Herzen lebt sie weiter. Und du kannst dich auch jetzt noch mit deiner Frau versöhnen, warum sie dir das angetan hat, du kannst ihr jetzt noch vergeben.

Denn ihr Tod ging nicht gegen dich, sie konnte einfach nicht mehr. Als Mensch, der auch an dieser Depression leidet, kann ich das so gut verstehen. Wenn du am Ende bist, wenn du echt nicht mehr kannst, wenn alles so sinnlos erscheint.

Natürlich sollte kein Mensch diesen Schritt tun, aber ich kann deine Frau irgendwie verstehen, das sie diesen Schritt getan hat. Und mich fordert es heraus, Menschen so gut ich es kann, in ihrer Depression zu helfen. Trotzdem, du kannst solch einen Schritt nicht immer verhindern. Und da musst du dir überhaupt keine Schuldgefühle machen.

Vielleicht kannst du versuchen, deiner lieben Frau zu vergeben für diesen Schritt.

Und du kannst in Gedanken an deine liebe Frau , ihr noch gute Worte Worte sagen, Worte die du ihr seither nicht sagen konntest. Worte der Liebe, der Zuwendung, Worte des Dankes.

Angesichts des Todes werden wir selbst mit unserem ungelebten Leben konfrontiert. Wenn wir spüren, auch noch nicht so recht gelebt zu haben. Und das lieber Carsten wollte deine Frau bestimmt nicht. Ja lasse dir helfen, man kann jetzt nicht alles nachholen. Aber es ist nie zu spät zu leben, deine Lebensspur in diese Welt einzugraben. Das würde auch deiner geliebten Frau sehr gut tun.

Der Gedanke an den Tod kann dir helfen, dich einladen, zu dir selbst und zu deinem Wesen zu finden. Du darfst dich von deinem schlechten Gewissen verabschieden.

Sei dankbar, werde dankbar für die Augenblicke, die du noch mit deiner lieben Frau leben konntest. Werde dankbar für alles was in deiner Wohnung noch nach deiner Frau duftet, aussieht.

Bleibe in dankbarer Erinnerung, auch wenn es jetzt noch ganz arg weh tut. Mit der Zeit sollen sich deine Schmerzen in Dankbarkeit verwandeln, ein ehrendes Andenken an deine liebe Frau.


.leise Grüße an dich,

in guten Gedanken für dich,


Frederick






die letzte Rose.

30.03.2019 16:37 • #20


Pati
Lieber Carsten,

mein herzliches Mitgefühl.
Es ist schon Alles gesagt worden. Alles ist Liebe.

Ganz liebe Grüße, Pati

30.03.2019 17:28 • x 2 #21


Auch von mir noch herzliches Beileid.

Vielleicht ist eine Selbsthilfegruppe für Menschen dir ihren Partner verloren haben eine Hilfe für dich. Ich habe schon viel gutes davon gehört.


col

30.03.2019 19:55 • x 1 #22


Flocon_de_Neige
Hallo Carsten,

auch von mir an dieser Stelle mein aufrichtiges Beileid.

Ich denke, es gibt nichts, was ich sagen, schreiben könnte, was Trost spendet oder Dir den Schmerz nehmen könnte.

Jedoch sollst Du wissen, Du bist nicht allein. Und viele hier werden bereit sein, Dir Zeit zu schenken und "zuzuhören" wann immer Du etwas von Deinem Schmerz ablegen magst.

Alles Gute und viel Kraft.

LG

30.03.2019 20:07 • x 2 #23


Alexandra2
Lieber Carsten, mein tiefes Mitgefühl für Deinen unfassbaren Verlust.
Meinw Eltern starben sehr kurz nacheinander, und ich hatte das Gefühl, das zerreißt mich, dieser Schmerz war unerträglich. Und weil ich das nicht verarbeiten konnte, habe ich lange eine Trauergruppe besucht. Dort war immer wieder Raum für den Schmerz. Das war sehr wichtig, hatte ich das Gefühl, meine Umgebung tat es so ab mit der Zeit.
Das was Du schreibst, beschreibt zwei sehr wichtige Phasen in der Trauer: Schock, Verzweiflung. Der Schmerz muss raus, und Du weinst , das ist sehr schön. Weißt Du, ich konnte nicht weinen. Deshalb brach ich zusammen. Und das Weinen verschafft ein wenig Erleichterung.
Ich hatte einen kleinen Altar eingerichtet für einige Zeit, mein Platz zum Innehalten. Das half auch ein kleines bisschen. Es sind die Kleinigkeiten, die meinen Tag heller machten, nur kurz, aber ein Anfang.
Ich wünsche Dir viele kleinen Lichtpunkte im Tag und daß Du gut den Trauerprozeß durchstehst.
Wie singt Herbert Grönemeyer, "ich trage dein Herz immer bei mir". Ja, Eva wird immer bei Dir sein. Und Du wächst über Dich hinaus, lernst in winzigen Schrittchen Dein neues Leben zu gestalten, das Leben, das Du nicht haben wolltest. Ich umarme Dich
Herzliche Grüße
Alexandra

30.03.2019 20:33 • x 1 #24


Anouk67
Hallo Carsten,

mein aufrichtiges Beileid für diesen unfassbaren Verlust. Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut für Deinen weiteren Weg.

Herzlich Grüße
Anouk

31.03.2019 07:56 • x 1 #25




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag