David89
Mitglied
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Hallo zusammen,
ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Ich habe bestimmt schon zehnmal überlegt, ob ich überhaupt etwas schreibe. Aber genau deswegen bin ich wahrscheinlich hier.
Ich kämpfe mittlerweile seit ungefähr 16 Jahren mit Depressionen. Ich nenne das manchmal meinen schwarzen Schatten. Mal ist er weiter weg und ich kann relativ normal meinen Alltag machen, lachen, meine Sprüche machen und nach außen funktioniert alles. Und dann gibt es wieder Zeiten wie gerade, wo dieser Schatten verdammt nah ist.
Im Moment fühle ich mich oft leer, wertlos und einfach nicht zu gebrauchen. Ich ziehe mich immer mehr zurück und gleichzeitig merke ich, wie sehr mir ein Mensch fehlt, bei dem ich einfach mal keine Maske tragen muss.
Diese Maske ist sowieso so eine Sache. Wenn mich jemand fragt: „Wie geht's dir?“, sage ich fast automatisch „gut“ oder mache irgendeinen blöden Spruch. Dabei würde ich manchmal am liebsten sagen: „Ganz ehrlich? Mir geht's gerade richtig beschissen.“ Aber ich bekomme das nicht raus.
Dazu kommt, dass Lesen und Schreiben für mich schon mein ganzes Leben ein wunder Punkt sind. Legasthenie wurde bei mir nie richtig getestet. Fehler beim Schreiben können mich teilweise so runterziehen, dass ich mich sofort wieder für dumm halte. Deshalb benutze ich mittlerweile auch Spracheingabe und Hilfsmittel. Selbst dafür schäme ich mich manchmal, obwohl ich eigentlich weiß, dass das Quatsch ist.
Ich bin Vater von zwei Kindern und gerade das macht vieles in meinem Kopf noch schwieriger. Ich liebe meine Kinder, aber meine Depression schafft es trotzdem, mir einzureden, ich wäre kein guter Vater oder würde nicht genug schaffen. Wenn andere etwas scheinbar problemlos hinbekommen und ich schon an Papierkram oder einem Antrag verzweifle, kommt sofort wieder dieses Gefühl: „Warum bekommst du dein Leben nicht einfach auf die Reihe?“
In den letzten Jahren ist außerdem einiges passiert. Verluste, eine lange Beziehung, eine ziemlich heftige Trennung und ein Vertrauensbruch durch Menschen, denen ich sehr vertraut habe. Das hat mich nochmal ordentlich nach unten gezogen. Gerade die Einsamkeit merke ich inzwischen extrem.
Ich bin in Behandlung und nehme auch Medikamente. Trotzdem fällt es mir wahnsinnig schwer, wirklich zu sagen, wie schlecht es mir manchmal geht. Selbst gegenüber meiner Ärztin spiele ich Dinge teilweise herunter. Hilfe anzunehmen ist für mich sowieso eine Katastrophe, weil sofort dieses Gefühl kommt, dass andere denken könnten, ich wäre faul, dumm oder würde mich nur anstellen.
Und ich möchte auch etwas offen sagen: Ich habe aktuell nicht vor, mir etwas anzutun. Was mir allerdings Angst macht, ist der Gedanke, dass ich irgendwann einmal so weit abrutschen könnte, dass ich die Kontrolle verliere. Gerade deshalb versuche ich mittlerweile überhaupt darüber zu reden, anstatt immer alles mit mir alleine auszumachen.
Ich weiß auch gar nicht genau, was ich mir von diesem Beitrag erhoffe. Vielleicht einfach Menschen kennenzulernen, die dieses Gefühl verstehen. Menschen, denen man nicht erst erklären muss, dass Depression nicht bedeutet, einfach nur traurig zu sein.
Mich würde interessieren, ob ihr das auch kennt: Nach außen funktioniert man irgendwie, setzt seine Maske auf und keiner merkt wirklich etwas – und sobald man wieder alleine ist, fällt das ganze Ding zusammen.
Vielleicht hilft es ja schon, hier nicht immer so tun zu müssen, als wäre alles in Ordnung.
ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Ich habe bestimmt schon zehnmal überlegt, ob ich überhaupt etwas schreibe. Aber genau deswegen bin ich wahrscheinlich hier.
Ich kämpfe mittlerweile seit ungefähr 16 Jahren mit Depressionen. Ich nenne das manchmal meinen schwarzen Schatten. Mal ist er weiter weg und ich kann relativ normal meinen Alltag machen, lachen, meine Sprüche machen und nach außen funktioniert alles. Und dann gibt es wieder Zeiten wie gerade, wo dieser Schatten verdammt nah ist.
Im Moment fühle ich mich oft leer, wertlos und einfach nicht zu gebrauchen. Ich ziehe mich immer mehr zurück und gleichzeitig merke ich, wie sehr mir ein Mensch fehlt, bei dem ich einfach mal keine Maske tragen muss.
Diese Maske ist sowieso so eine Sache. Wenn mich jemand fragt: „Wie geht's dir?“, sage ich fast automatisch „gut“ oder mache irgendeinen blöden Spruch. Dabei würde ich manchmal am liebsten sagen: „Ganz ehrlich? Mir geht's gerade richtig beschissen.“ Aber ich bekomme das nicht raus.
Dazu kommt, dass Lesen und Schreiben für mich schon mein ganzes Leben ein wunder Punkt sind. Legasthenie wurde bei mir nie richtig getestet. Fehler beim Schreiben können mich teilweise so runterziehen, dass ich mich sofort wieder für dumm halte. Deshalb benutze ich mittlerweile auch Spracheingabe und Hilfsmittel. Selbst dafür schäme ich mich manchmal, obwohl ich eigentlich weiß, dass das Quatsch ist.
Ich bin Vater von zwei Kindern und gerade das macht vieles in meinem Kopf noch schwieriger. Ich liebe meine Kinder, aber meine Depression schafft es trotzdem, mir einzureden, ich wäre kein guter Vater oder würde nicht genug schaffen. Wenn andere etwas scheinbar problemlos hinbekommen und ich schon an Papierkram oder einem Antrag verzweifle, kommt sofort wieder dieses Gefühl: „Warum bekommst du dein Leben nicht einfach auf die Reihe?“
In den letzten Jahren ist außerdem einiges passiert. Verluste, eine lange Beziehung, eine ziemlich heftige Trennung und ein Vertrauensbruch durch Menschen, denen ich sehr vertraut habe. Das hat mich nochmal ordentlich nach unten gezogen. Gerade die Einsamkeit merke ich inzwischen extrem.
Ich bin in Behandlung und nehme auch Medikamente. Trotzdem fällt es mir wahnsinnig schwer, wirklich zu sagen, wie schlecht es mir manchmal geht. Selbst gegenüber meiner Ärztin spiele ich Dinge teilweise herunter. Hilfe anzunehmen ist für mich sowieso eine Katastrophe, weil sofort dieses Gefühl kommt, dass andere denken könnten, ich wäre faul, dumm oder würde mich nur anstellen.
Und ich möchte auch etwas offen sagen: Ich habe aktuell nicht vor, mir etwas anzutun. Was mir allerdings Angst macht, ist der Gedanke, dass ich irgendwann einmal so weit abrutschen könnte, dass ich die Kontrolle verliere. Gerade deshalb versuche ich mittlerweile überhaupt darüber zu reden, anstatt immer alles mit mir alleine auszumachen.
Ich weiß auch gar nicht genau, was ich mir von diesem Beitrag erhoffe. Vielleicht einfach Menschen kennenzulernen, die dieses Gefühl verstehen. Menschen, denen man nicht erst erklären muss, dass Depression nicht bedeutet, einfach nur traurig zu sein.
Mich würde interessieren, ob ihr das auch kennt: Nach außen funktioniert man irgendwie, setzt seine Maske auf und keiner merkt wirklich etwas – und sobald man wieder alleine ist, fällt das ganze Ding zusammen.
Vielleicht hilft es ja schon, hier nicht immer so tun zu müssen, als wäre alles in Ordnung.
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