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Konzentrationsprobleme dich Erkrankung

Sifu

Sifu
Mitglied

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Durch meine jahrzehntelange Depressionen, generalsierete Angststörung, Stress usw. usw. kann ich mich bei
Bürotäigkeiten so gut wie nicht mehr konzentrieren. Zwinge ich mich dazu, bekomme ich ma ganzen Körper Stresssymptome, die ich selbst mit Medikamenten nicht mehr in den Griff bekomme. Den ganzen Papierkram macht meine Partnerin. Vielleicht kommt das auch von den Medikamenten, aber die BRAUCHE ich unbedingt.

Kennt das jemand ?

#1


bones
Wenn das deine Partnerin hinnehmt und dir das übernimmt, hast du den einfachen Weg genommen . Dass du gestresst bist, hat eher damit zu tun, was du denkst und wie du handelst. Mit medi hat das wenig zu tun. Negatives Muster beeinflusst die Psyche. Damit das besser werden könnte, sollte man schon probiert, immer wieder das in Etappen zu meistern. Sonst wird es nicht besser.

x 1 #2


A


Hallo Sifu,

Konzentrationsprobleme dich Erkrankung

x 3#3


Sifu
Zitat von bones:
Wenn das deine Partnerin hinnehmt und dir das übernimmt, hast du den einfachen Weg genommen . Dass du gestresst bist, hat eher damit zu tun, was du denkst und wie du handelst. Mit medi hat das wenig zu tun. Negatives Muster beeinflusst die Psyche. Damit das besser werden könnte, sollte man schon probiert, immer ...

Ich bin nicht umsonst schwerbehinderter Frührentner mit Pflegegrad.

#3


bones
Ja das mag sein. Aber ich finde dennoch dass man die Aufgabe hat für sich selbst, ein Weg zu finden damit es leichter wird. Sage nicht, dass es einfach wird, aber nix ändern löst das Kernproblem nicht. Das verlagert sich auf verschiedene Ebenen.

x 3 #4


Grenzgaenger
Zitat von Sifu:
Durch meine jahrzehntelange Depressionen, generalsierete Angststörung, Stress usw. usw. kann ich mich bei
Bürotäigkeiten so gut wie nicht mehr konzentrieren.

Aus diesen Grund bin ich EM Rentner geworden da 8 Stunden im Büro.... Nein Nein
Zitat von bones:
Aber ich finde dennoch dass man die Aufgabe hat für sich selbst, ein Weg zu finden damit es leichter wird.
.....aber nix ändern löst das Kernproblem nicht....

Sehe ich ehrlich gesagt nicht so, da es schließlich nicht umsonst Betreuer, Pfleger oder Mitfühlende Menschen gibt. Schließlich dürfte es wohl niemand leicht fallen, sich ein zu gestehen, das diese Hilfe benötigt wird. seufzen / traurig
Und außerdem:

Wenn ich alles oder jede Aufgabe selbständig regeln könnte, wurde ich einen Blauen Anzug mit roten Umhang und einem gelben S auf der Brust tragen.... happy

x 1 #5


bones
Nun ich sehe das etwas anders bzw teile eure Meinung nicht. Ich habe eben so den Ausweis und könnte mein alten Beruf nicht mehr ausüben. Mir wäre aber niemals auf die Idee gekommen bzw hätt ich zu gelassen , dass ich frührenter wäre. Hab nun eine abgeschlossenen zweiten Beruf. Arbeite auch nach wie vor. Geht es mir gut? Definitiv nein! Auszeit nehmen? Um Gottes Willen , nein!

Es werden immer wieder Tage geben oder Wochen, Monate, wo es einem nicht gut geht. Wir haben die Erkrankung und müssen damit leben . Aber ich bin der Auffassung dass eine Rente nicht immer einen ein Vorteil Gesundheitlich verschafft. Oft auch das Gegenteil.

x 3 #6


Grenzgaenger
Zitat von bones:
Aber ich bin der Auffassung dass eine Rente nicht immer einen ein Vorteil Gesundheitlich verschafft. Oft auch das Gegenteil.

Selbstverständlich spreche ich nicht für viele oder einige wenige - weit gefehlt!

Doch mir konnte nichts besseres als wie die EM Rente passieren! daumen hoch

Warum?

Zum einen keinen Leistungsdruck und neidische bzw mobbende Kollegen mehr, und zum anderen:

Wenn der Finanzielle Aspekt stimmt ist das Leben wirklich Großartig da man sich nicht nur frei entfalten kann sondern auch völlig neue Möglichkeiten entdeckt Denn das Leben ist für mich viel mehr als Arbeit oder Pflicht
Tanz freuen

x 2 #7


Dys
Zitat von bones:
Es werden immer wieder Tage geben oder Wochen, Monate, wo es einem nicht gut geht. Wir haben die Erkrankung und müssen damit leben . Aber ich bin der Auffassung dass eine Rente nicht immer einen ein Vorteil Gesundheitlich verschafft. Oft auch das Gegenteil

An der Aussage ist etwas dran, weil es auch eine Frage der Perspektive ist und die ist je nach den persönlichen Begebenheiten tatsächlich oft unterschiedlich.

Was natürlich stimmt ist, dass eine Rente allein als solche keinen gesundheitlichen Vorteil bringen kann. Das soll sie ja auch per se nicht, denn sie soll jemanden wirtschaftlich auffangen, der eben nicht mehr arbeiten kann. Mitt Mitte 40 hatte ich überhaupt keinen Gedanken an Rente, trotz Herzinfarkt, Dpression und vielen kleinen Zipperlein. Finanziell wäre das auch eher nicht besonders angenehm geworden, nur von einer bis dahin erworbenen Rentenleistung leben zu müssen (ungeachtet dessen, ob dann das Sozialamt was zusteuern würde)

Daher ist der Standpunkt, auch mit einem Ungemach leben zu müssen/können/sollen/wollen natürlich einer, den man durchaus vertreten darf und auch kann. Und sogar unabhängig vom eigenen Alter. Dennoch kommen vielleicht mal die Zeit und auch Umstände zusammen, die eine Rente als mögliche Option, wenn nicht sogar als Unabdingbar ins Rampenlicht rücken kann und daher eben auch als annehmbar angesehen werden kann.

Da die DRV da aber ohnehin ein Wörtchen mitzureden hat, darf man schon annehmen, dass sie gerechtfertigt sein wird, wenn man sie dann auch bewilligt bekommt. Und hat man 40 oder mehr Jahre gearbeitet, vielleicht sogar körperlich schwer, dann braucht man sich zumindest nicht zu schämen, wenn man sie bekommt. Will man nach so einer langen Zeit trotzdem weiter arbeiten, dann darf man es ja auch. Es hängt natürlich auch an so Kleinigkeiten wie, einem Arbeitgeber, der einen beschäftigen will, oder tatsächlich am gesundheitlichen Zustand, den man hat, ob der eigene Wille einen dazu befähigt.
So könnte ich als dementer Mensch selbstverständlich wollen, komplexe Kalkulationen durchzuführen. Ob ich es kann, ist etwas Anderes.

Tatsächlich spielt aber auch die eigene Lust eine Rolle und wenn jemand nur keine Lust hat, kann man darüber streiten, ob eine Rente gerechtfertigt wäre, was aber egal ist, wenn derjenige eine bekommt, weil sie ihm nunmal zusteht. Ungeachtet ob das moralische Fragen aufwerfen könnte, oder nicht. Fakt ist, eine Rente ist immer gegenüber einem angemessen Gehalt bei voller Erwerbsleistung unterlegen. Sie ist aber auch kein Almosen, weil man sie selbst mit Beiträgen erwirtschaften musste. So ist das System nunmal. Zweifelsfrei gibt es andere, vielleicht auch bessere Rentensysteme und auch darüber kann man diskutieren und das geschieht ja auch.

Letztlich ist die Entscheidung ob man eine Rente will immer eine persönliche, selbst dann, wenn Umstände einen zwingen würden, eine Rente zu brauchen, kann man sich entscheiden darauf zu verzichten. Ob das dann gut für einen selbst wäre, würde man wohl merken.

Ob sich gesundheitlich durch die Freizeit als Rentner etwas verbessert ist ohnehin subjektiv. Es soll Menschen geben, die werden in der Rente krank, weil sie mit der Freizeit nicht zurecht kommen und nicht in Lage sind, sie mit etwas zu füllen, dass dem entgegen wirken könnte. Das ist insofern auch bedauerlich, weil es durchaus Menschen gibt, die sich ausschließlich über ihre Arbeit definieren konnten, was ich persönlich eigentlich schade finde.
Allerdings gilt dies für mich nicht, bei Menschen die durch ihre Arbeit lediglich in der Lage waren, ihre Macht gegenüber Untergeben kompromisslos auszunutzen konnten und sie tatsächlich überwiegend schlecht behandelt haben, denn die sollen gerne unter ihrem Machtverlust ein bisschen leiden dürften, nach dem Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit, denn wer austeilt darf auch mal einstecken bezüglich leidvoller Erfahrungen, wenn man vorher nicht mal ansatzweise bereit war, zu reflektieren was man Anderen antut.

x 3 #8


T
Hallo Sifu,

vielleicht kannst du (wenn du da überhaupt noch Interesse dran hast) ja bei Papierkram ohne Zeitdruck bei Post öffnen und sortieren, um welches Anliegen es geht (z.B. Werbung, Rechnungen, Ablage) anfangen. Und wenn du irgendwann die Erfahrung machst, dass das gut klappt langsam einzelne Schritte dazu nehmen (z.B. Werbung in den Papiermüll bringen).

Aus deinem Post lese ich noch nicht raus, ob du es gerne willst und der fehlende Erfolg und körperliche Symptome dich stressen ODER ob du es machen sollst, jedoch nicht schaffst und auch eigentlich kein Interesse an Papierkram hast. Vielleicht magst du das noch ergänzen? Smile

x 1 #9


Sifu
Zitat von Teller:
Hallo Sifu, vielleicht kannst du (wenn du da überhaupt noch Interesse dran hast) ja bei Papierkram ohne Zeitdruck bei Post öffnen und sortieren, um welches Anliegen es geht (z.B. Werbung, Rechnungen, Ablage) anfangen. Und wenn du irgendwann die Erfahrung machst, dass das gut klappt langsam einzelne Schritte dazu ...

Ich schaffe es nicht mehr oder nur mit vielen Fehlern. Interesse hat ich noch nie. Ich war im falschen Beruf.

x 3 #10


Caro66
Kaffee Ich war auch so ein "Arbeitstier",was den Fokus über den Job lange,zu lange übertrieben hat.
Nach 1 1/2 Jahren Rente nun endlich, ich lerne noch...abschalten ,geniessen die gewonnene Freizeit.
Anfangs war das schlechte Gewissen stets dabei, immer etwas tun zu müssen.
Nein...Nun nicht mehr und an Tagen,wo ich merke, konzentrieren auf etwas Bestimmtes funktioniert nicht, gut, dann bleibt s liegen....einfach so.
Dann ist Nichtstun, im die Sonne und das Grün blinzeln manchmal besser und tut dann auch gut.
Selbstfürsorge...Ankommen bei mir ...mein Tip des Tages.

x 4 #11


Grenzgaenger
Zitat von Caro66:
mein Tip des Tages.

Warum so Bescheiden?

Besser wäre doch Woche,
oder Monate, ganze Jahre
Jahrzehnte bis Jahrhunderte
Hyaenen

x 1 #12


Momo58
Ich habe bis zur Altersrente 75 Prozent im Büro gearbeitet und die ganze Digitalisierung mitgemacht.

Darüber bin ich heute sehr froh, denn "Papierkram" gibt es bei mir immer weniger. Den Rentenantrag habe ich online gestellt und der ganze Kontakt zur DRV läuft bei mir online.

Ich muss jedes Jahr eine Steuererklärung machen, auch die läuft online.

Interessanterweise mache ich diesen "Online-Kram" sehr gerne, im Gegensatz zur Hausarbeit.

x 3 #13


Dys
Zitat von Momo58:
Interessanterweise mache ich diesen "Online-Kram" sehr gerne, im Gegensatz zur Hausarbeit.

Das könnte ich so unterschreiben.

Im Eingangspost wurde ja eine mangelnde Konzentrationsfähigkeit bei Büroarbeit beklagt und dies der Erkrankung angelastet. Das dürfte sich auch auf online Tätigkeiten diesbezüglich erstrecken denn im Prinzip ist das ja auch Papierkram, nur ohne Papier.

Ich denke, wer schon immer eine Abneigung für Papierkram hatte, tut sich auch bei den online Diensten schwer, die ja auch Büroarbeit sind. Es wird also vermutlich demjenigen, der Magenschmerzen bekommt, wenn er sich mit Papierkram auseinandersetzen muss, auch nicht unbedingt besser gehen, wenn er den online tätigen kann.

Persönlich bin ich aber schon Digital affin und nutze das Internet tatsächlich am liebsten um den nötigen Papierkram mit Institutionen zu erledigen. Leider geht das nicht bei allem, womit man sich da befassen muss. Andere Länder sind da weiter und konnten ihre Systeme unkomplizierter gestalten.

Das Kernproblem dürfte aber der Zwang sein, sich mit etwas beschäftigen zu müssen, worauf man schlichtweg keinen Bock hat und wenn man sich dann der Bocklosigkeit hingibt und das negative Konsequenzen hat, ist natürlich das Gejammer groß. Ich kenne etliche Menschen die schnelles Internet haben und es nur zum streamen, zocken oder für Social Media nutzen, aber nicht mal auf die Idee kommen, etwas mit einer Institution online zu erledigen oder zu kommunizieren.

Mit Konzentrationsproblemen spielt es also eher weniger eine Rolle, ob etwas digital oder analog zu erledigen ist. Zu dem ist Konzentration ja Arbeit fürs Hirn und deswegen auch anstrengend. Da kommt es dann auch zusätzlich drauf an, inwieweit das Hirn auch für das Verständnis für komplexere Kontexte trainiert ist und ob im Alter noch die entsprechende Leistungsfähigkeit im Hirn vorhanden ist. Motivation spielt dann noch zusätzlich eine Rolle, vor allem wenn man keine hat, weil einem irgendwann vielleicht der Gedanke abhanden gekommen ist, dass eben manche Dinge anstrengend sind, weil ja Alles leicht oder Einfach zu sein hat, obwohl es dass nie war, oder sein wird. Und sicherlich spielt es eine Rolle, wie das eigene Belohnungssystem im Hirn konditioniert ist. Ob es möglicherweise schon anspringt, wenn der Gedanke daran, dass etwas erledigt ist wenn man es erledigt hat genügen könnte und schon so ein bisschen wie Vorfreude erzeugen kann, die eben in der Motivation, es anzugehen, münden könnte. Oder ob man sich nur noch berieseln lässt und in einer Blase befindet, die einem eine pseudo Zufriedenheit generiert, weil man sich in der eigenen Denkweise bestätigt fühlt und über eine Komplexität von Dingen und Alternativen im eigenen Verhalten auch nicht mehr nachdenken will. Denn auch das kann ja anstrengend sein.

Und deswegen wäre auch bezüglich Konzentration vielleicht zu erwarten, dass es Menschen immer weniger schaffen, sich, obwohl es eigentlich unangenehm ist, trotzdem auf etwas konzentrieren zu können, weil sie nicht wissen, oder es vergessen haben, das konzentrieren bisweilen anstrengend ist.

x 4 #14


A


Hallo Sifu,

x 4#15


Caro66
Herzfahne
Zitat von Momo58:
Interessanterweise mache ich diesen "Online-Kram" sehr gerne, im Gegensatz zur Hausarbeit.

Prima, geht mir genauso.
Ich erledige auch alles online, klappt super von Rentenantrag,GdB Antrag ,Steuer...u.v.a.

Verstehe auch, dass es manchen Menschen online noch schwer fällt zu erledigen.
Meine Mutter mit fast 92, kann nicht mehr gut ausser Haus.Allerdings sind wir heute heilfroh, dass sie alles online macht, sogar der HA schreiben p.mail ,Rezepte einlösen und wöchentlich ihre Rewe Bestellung zusammen stellen.
Letztere wird ihr dann in die Wohnung geliefert.
Und sogar die schnellen Fahrradlieferdienste hat sie für sich erobert, wenn sie nämlich mal Appetit auf Pizza o.ä.hat.
Wir sind so froh, nach dem Tod unseres Vaters bei ihr die Begeisterung für PC wecken zu können.
Das ist heute ihre unverzichtbare Verbindung zur Außenwelt, hält den Geist fit und Verbindung bis zu den Urenkeln via Smartphone ist alltäglich möglich.

@Dys ,
Dir stimme ich ebenfalls zu.
Oftmals finden Manche es leichter, sich nur berieseln zu lassen von TV, social Media etc.,ehe man die Vorzüge für sich erkennen kann.
(weniger Papierkram, lange Behördenwege uva.)
Der Mensch ist in vielen Dingen bequem , muss ja nicht mehr nach Essen jagen gehen...
Das Denkvermögen wird uns auch zunehmend quasi abgenommen ,vereinfacht oder wie auch immer.
Damit verändert sich neben Erkrankung und Veranlagung sicher auch u.U. das Konzentrationsvermögen.

x 2 #15

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