Hallo Knoten!
Danke für deinen Ratschlag. Ich werde es versuchen. Aber wie du schon schreibst, ich werde es nicht leicht haben,da mein Mann ja der Ansicht ist, das er alles richtig macht und die Fehler bei mir liegen.
Ich habe ja schon früher versucht etwas zu ändern, nur man wird dann immer wieder gedemütigt und beleidigt. Das finde ich sehr schlimm. Und es tut mir weh und ich habe dann lieber geschwiegen.
Habe schon einiges im Internet gelesen und habe festgestellt, das ich nicht allein in so einer Situation bin.
Das Leben ändert sich,wenn Kinder da sind. So war es auch bei uns. Ich habe immer nur gegeben und andere vordern nur.
Die Frau gerät da ganz in Vergessenheit und man geht nicht mehr auf ihre Wünsche und Bedürfnisse ein.
Damals, bei der Familientherapie war mein Mann und die Kids ja immer bei den Gesprächen dabei. Ich habe da schon immer gesagt, das ich mich überfordert und allein fühle. Aber keinerlei Regung oder Änderung von meinem Mann aus. Im gegenteil, es worde immer schlimmer.
Er ist der allein Verdiener und Herscher über die Familie. Die Kids und ich, haben uns unter zu ordnen.
Ich merke von Tag zu Tag das es mir immer schlechter geht und meine Kräfte schwinden.
Habe mir fest vorgenommen es zu ändern. Am Dienstag gehe ich mit einer Bekannten morgens zum walken. So für eine Stunde. Ich werde meinem Mann auch nicht mehr alles erzählen. Auch werde ich ihn auch nicht mehr fragen, wie sein Tag war. Möchte nicht nochmal so tief sinken und nur durch Medis wieder fit gehalten werden. Wenn ich etwas auf dem Herzen habe, darf ich dann weiter hier schreiben????
Ich wünsche Dir und Euch noch einen schönen Rest Sonntag.
L.G.
Der Weg zu mir selbst
Immer war jemand da,
der es besser versteht.
Stets sagte man mir wo es langgeht.
Keiner nahm Rücksicht auf das was ich will,
stets hieß es- das kannst Du nicht- sei still!
Stets wurde ich ermahnt,
mach dies mach das.
Manchmal überkam mich fast Hass.
Ich tanzte zu Klängen,
die mir nicht gefielen.
Man spielte auf mir und meinen Gefühlen.
Versuchte ich mal aufzumucken,
bekam
ich die Quittung und musste mich ducken.
Ich wollte was sagen,
man nahm mir das Wort.
So ging es mit vielem -
deshalb schlich ich mich fort.
Ich zog mich zurück,
ich wurde stumm,
langsam glaubte ich selbst-
ich bin dumm.
Heut frag ich mich oft:
Warum gab ich stets nach?
Eigentlich kann ich ganz viel und bin nicht so schwach.
Ich habe gern gearbeitet und war auch ganz gut.
Ich fühlte mich müde und ausgebrannt.
Das war doch nicht alles-
sagt mein Verstand.
Momentan fehlt mir der Antrieb,
fehlt mir die Kraft.
Möchte mich fallen lassen,
fühl mich geschafft.
Ich kann nicht mehr schwimmen,
lasse mich treiben.
Ich möchte gehen und werde doch bleiben.
War das der Sinn von meinem Leben?
Werde ich weiterkämpfen oder aufgeben?
Man hat mich gedemütigt,
benutzt und betrogen,
aber nicht ganz zerbrochen,
aber extrem verbogen.
Vielleicht schaffe ich es zu sagen:
Ich will!
Laut zu schreien,
nicht mehr leise und still.
Mich zu wehren,
meine Meinung zu sagen.
Nicht mehr brav und lieb-
nicht mehr verzagen.
Ich will nicht mehr der Clown sein.
Der lacht wenn er weint.
Ich möchte frei atmen auch wenn die Sonne nicht scheint.
Ich möchte wieder fühlen,
das Leben ist schön,
ich möchte mit erhobenen Hauptes durchs Leben gehen!