Glitzerkeks
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Lost111
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Glitzerkeks
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Kate
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Lost111
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Zitat von Kate:Liebe Lost, es nützt nichts wieder arbeiten zu gehen mit solchen Argen Schwierigkeiten.
Ich bin generell ein Freund der Arbeit und es würde einigen mit Sicherheit gut tun, einer geregelten Arbeit und damit auch einen geregelten Tag zu haben, aber nicht um jeden Preis wie bei Dir zum Beispiel.
Zitat von Kate:Nimm die Hilfen an, mach alle Untersuchungen, lass Dich medikamentös richtig einstellen, fahr mit deiner Mutter zur Reha, das wird klappen, und dann, dann kannst Du über die Wiedereingliederung nachdenken.
ZeroOne
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Ziva
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Zitat von Lost111:Dann wurde im EKG eine Verlängerung der QT-Zeit festgestellt, so dass ein Medi reduziert werden musste.
Darüber hinaus soll ein EEG und ein CT des Kopfes gemacht werden, da ich wahrscheinlich unter Migräne leide.
Diese Symptome sind seit einigen Monaten bei mir mal mehr, mal weniger akut. Letztens hatte ich 3 Tage hintereinander
relativ starke Symptome wie Licht- und Geräuschempfindlichkeit, einseitige pochende Schmerzen an der linken Schläfe, Übelkeit.
Seitdem ist immer mal wieder ein Anflug davon spürbar. Wieso muss das jetzt auch noch sein?
Und doch finde ich es auf der anderen Seite gut, dass man sich darum kümmert. Das zeigt eben auch, dass man dir helfen möchte, dass man deinen Worten Glauben schenkt, dass man dich wahrnimmt und dich sieht.
Asche87
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Lost111
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Zitat von ZeroOne:Wäre es vielleicht auch denkbar, dass dir - vielleicht unbewusst - der für Juli angedachte und rasch näher kommende Wiedereinstieg in den Job tierisch Druck macht, auch wenn du deine Arbeit per se magst?
Zitat von Ziva:Hmn, aber am Ende dauert alles so lange, wie es dauert. Das Problem für mich war und ist, das auszuhalten. Und ich glaube damit bin ich nicht alleine. "Untätig zu Hause" zu sein, während meine Kolleg*innen ihre Arbeit machen und meine noch mit übernehmen. Und selbst wenn sie sagen, es sei alles gut, war das für mich nie gut, ich hatte immer ein schlimmes schlechtes Gewissen.
Ich hab mich auch lange nicht getraut, vormittags nach draussen zu gehen oder sowas. Da war stetig die Angst, dass mich irgendjemand sieht und sich dann denkt "Ach guck, das kann sie ja doch.." Mhn..
Zitat von Ziva:Und doch finde ich es auf der anderen Seite gut, dass man sich darum kümmert. Das zeigt eben auch, dass man dir helfen möchte, dass man deinen Worten Glauben schenkt, dass man dich wahrnimmt und dich sieht.
Zitat von Ziva:Achtung, jetzt kommen die gut gemeinten Sätze, die wir alle nicht hören oder lesen wollen. Die aber trotzdem manchmal auch wahr und richtig sind:
Kümmer dich gut um dich Lost. Natürlich arbeitest du gern, aber wenn du nicht wieder richtig fit bist, dann hilft es dir auf der Arbeit auch nicht. Meistens ist es doch so, dass man dann schneller wieder ausfällt, als es einem lieb ist. Nimm dir die Zeit.
Wie machst du das?Zitat von Asche87:Aufgewachsen bin ich mit der Erfahrung: wer nicht arbeitet bzw. arbeiten kann, ist nichts wert.
Zitat von Asche87:Da du scheinbar schon länger Medikamente nimmst, hast du da schonmal nach möglichen Nebenwirkungen geschaut?
Zitat von Asche87:Wünsche dir jedenfalls viel Kraft zum durchhalten und eine gute Besserung!
EmptyLife
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Zitat von Lost111:Meine Psychiaterin meinte heute auch zu mir, wenn man krank ist, ist man krank. Punkt. Warum geht das immer noch so schwer in meinem Kopf rein?!
Zitat von Lost111:Erstmal schien sie daran zu zweifeln, dass ich sobald wieder arbeiten gehen könnte (!), und wenn doch, dann solle ich mit einer Wiedereingliederung starten.
Ziva
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Zitat von Lost111:Ich bin allerdings unentschlossen, ob ich eine Wiedereingliederung machen soll oder nicht. Das sollte ich mir bis zu meinem nächsten Termin beim HA in 2 Wochen überlegt haben.
Zitat von Lost111:ja, das auszuhalten ist echt schwer! Und dazu unterschwellig das schlechte Gewissen...
Am Montag war ich z.B. mit meiner Mama in einem Markt unterwegs und da lief mir eine Arbeitskollegin mit ihrem Mann über den Weg. Na toll. Ich sagte hallo und sie fragte auch nicht, wie es mir geht. Da dachte ich gleich: das macht am nächsten Tag die Runde. Aber was soll's, ich bin ja nicht eingesperrt und darf mich frei bewegen. Trotzdem war es mir irgendwie unangenehm.
Zitat von Lost111:Leichter gesagt als getan. Das fällt mir echt schwer. Wie machst du das?

Ziva
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Zitat von EmptyLife:Weil deine inneren Glaubenssätze bei dir so festsitzen, dass du nichts anderes annehmen kannst. Wäre es eine Idee, zuerst dort anzusetzen und deine innere Einstellung zu dir selbst, die dir von deiner Familie auferlegt wurde, soweit zu brechen, dass du deine Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit akzeptieren kannst?
Zitat von EmptyLife:Erstmal finde ich es gut, dass sie dir so offen sagt, was du nicht sehen kannst/möchtest. Die Wahrheit muss einem oft mehrmals von anderen um die Ohren gehauen werden, bis man sie sich eingesteht.
Verleugnung ist mir nicht unbekannt und das Erwachen daraus im ersten Moment schmerzhaft. Aber danach folgt Entlastung und Erleichterung. Das kriegen wir bei dir auch noch hin
Lost111
Mitglied
Zitat von EmptyLife:Du möchtest unbedingt arbeiten gehen, weil es das ist, was du gelernt und so stark verinnerlicht hast, dass es deine Gedanken, Gefühle und Handlungen lenkt. Dabei arbeitest du aber gegen dich selbst und deine Gesundheit.
Was dir helfen würde - und davon bin ich überzeugt - ist die Akzeptanz, dass es einfach nicht mehr geht und du das unvermeidliche nur hinaus zögerst.
Zitat von EmptyLife:Weil deine inneren Glaubenssätze bei dir so festsitzen, dass du nichts anderes annehmen kannst. Wäre es eine Idee, zuerst dort anzusetzen und deine innere Einstellung zu dir selbst, die dir von deiner Familie auferlegt wurde, soweit zu brechen, dass du deine Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit akzeptieren kannst?
Zitat von EmptyLife:Erstmal finde ich es gut, dass sie dir so offen sagt, was du nicht sehen kannst/möchtest. Die Wahrheit muss einem oft mehrmals von anderen um die Ohren gehauen werden, bis man sie sich eingesteht.
Verleugnung ist mir nicht unbekannt und das Erwachen daraus im ersten Moment schmerzhaft. Aber danach folgt Entlastung und Erleichterung. Das kriegen wir bei dir auch noch hin
Zitat von Ziva:Das finde ich auch irgendwie wieder schwer. Kennst du dich mit einer Wiedereingliederung aus? Ich hab überhaupt keinen Schimmer davon, habe das auch noch nie "genutzt".
Wie geht es dir damit? Weißt du an wen du dich wenden kannst für Infos und Hilfen?
Zitat von Ziva:Ich finde mich irgendwie ganz oft wieder während ich irgendwo nur dasitze und vor mich hinstarre. Das wars. Ich bin also nicht die beste Vorlage.. zumindest nicht für den Moment.
Zitat von Ziva:Und trotzdem ist es eben so wichtig, dass wir uns die Zeit nehmen. Ich sollte mir das vielleicht auch irgendwo anpinnen..
Ich bin wieder die Sorte Frau geworden, die sich weiter in die Arbeit stürtzt, die sich für Freunde aufopfert und sich währenddessen einredet, dass diese intensiver werdenden Gefühle & Gedanken irgendwann von allein wieder verschwinden.
Zitat von Ziva:Aber es zeigt dir eben auch, dass du nicht alleine bist. Ausserdem finde ich es schön, dass wir hier offen über uns schreiben können. Und dass es dich immer irgendjemanden geben wird, der Hoffnung machen kann.

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