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Karriere trotz psychischer Krankheit ?

Sifu

Sifu
Mitglied

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Hat einer von Euch oder hatte früher Karriereambitionen ?

Wie hat sich die psychische Krankheit darauf ausgewirkt ?

Bei Künstlern ist das ja schon Muß.

x 1 #1


10 Antworten ↓

HDD
Zitat von Sifu:
Bei Künstlern ist das ja schon Muß.

Da fällt mir spontan Klaus Kinski ein - "Aguirre, der Zorn Gottes"

x 4 #2


A


Hallo Sifu,

Karriere trotz psychischer Krankheit ?

x 3#3


Grenzgaenger
Zitat von Sifu:
Hat einer von Euch oder hatte früher Karriereambitionen ?

Wie hat sich die psychische Krankheit darauf ausgewirkt ?

Ambitionen? Nein! Nein
Auswirkungen? Gewaltig Nein

x 1 #3


Caro66
Ambitionen, nein niemals
Auswirkungen, ohja

x 1 #4


Dys
Ambitioniert war ich in vielen Belangen, aber nie bezüglich einer Karriere.
Ich sehe es auch als unerlässlich wenn ein Ziel erreicht werden soll.
Unambitionierte Menschen kenne ich etliche und alle haben eines gemeinsam, sie jammern das nichts vorangeht wenn sie selbst tätig werden müssten, es aber nicht tun.

x 1 #5


Lilly-18
Nein, Karriere hat mich nie interessiert. Mir hat schon die Verantwortung gereicht, die ich im Privaten hatte und habe.
Meine Angststörung hat mich aber auch oft im Beruf blockiert.

x 1 #6


ZeroOne
Hängt vielleicht auch von der Definition von Karriere ab. Davon gibt es zwischenzeitlich viele.

Prinzipiell ist die Summe aller Veränderungen und Stationen, die man auf seinem (beruflichen) Lebensweg hinter sich lässt - ohne Wertung.
D.h. eine Veränderung vom Top-Manager zur Küchenhilfe ist auch Karriere, obwohl die meisten diesen vermeintlichen Abstieg nicht als solche bezeichnen würden.

Landläufig versteht man unter Karriere wohl einen beruflichen Aufstieg, der sozial bedeutsam ist: steigendes Gehalt, Führungsposition, Selbstständigkeit, gesellschaftliche Anerkennung, usw.

Genau so wurde mir das auch von Kindheit an indoktriniert.

Tatsächlich habe ich aber schon früh nur die kapitalistischen Früchte von Karriere im Auge gehabt: Wohlstand.
Insofern wusste ich, dass Karriere das "Werkzeug" zum Erreichen des Endziels ist und habe diesen Weg entsprechend ambitioniert verfolgt (ab einem bestimmten Alter).

Das war ein Irrglaube.

Dank der psychischen Erkrankung und der Tatsache, dass ich meinem alten beruflichen Weg deshalb nicht mehr folgen konnte, habe ich nach neuen Wegen gesucht und irgendwann erkannt, dass Erfolg (im Sinne von Wohlstand) für mich nicht mit Karriere (im landläufigen Verständnis) gekoppelt sein muss.

Insofern hatte die psychische Erkrankung auch etwas gutes.
Ich kann nicht behaupten, dass ich meinen früheren Job nicht mochte, aber offensichtlich hat da doch etwas nicht zusammengepasst, sonst hätte es mich nicht krank gemacht.

Ambitionen?
Klar. Habe ich heute immer noch. Aber nicht in Richtung Karriere im landläufigen Verständnis.

x 2 #7


Dys
Manche Menschen machen „Karriere“ und scheitern dann daran, was diese mit sich bringt.
Im beruflichen Kontext konnte ich erkennen, dass Karriere nicht unbedingt von Leistungsfähigkeit abhängig sein muss, manchmal reicht es, die nötigen Kontakte in bestimmte Ebenen zu haben.

Letztlich geht es bei Karrieremachen nur um ein Mehr. Einige vergessen dabei, dass ein Mehr bekommen, auch bedeuten kann, Mehr geben zu müssen. Und das ganze beruht nur darauf, nicht zu realisieren, wann ein Genug genug ist. So ein bisschen ist da auch der Faktor Gier beteiligt und auch der Gedanke der persönlichen Erhöhung, der dann wahrscheinlich auch gewünscht ist. Oft fällt ja der Begriff Bodenständig geblieben im Zusammenhang mit Karriere, der aber eben nur vom Umfeld objektiv so bewertet werden kann. Wohingegen Bodenständig zu bleiben, von Menschen die Karriere machten nur Ihrem eigenen diesbezüglichen Willen geschuldet sein kann, der in gleichem Maße vorhanden sein müsste, wie eben der, Karriere zu machen. Dass das offensichtlich nicht immer gelingt, tritt aber auch zutage, weil meistens ja auch eine gewisse Macht mit der Karriere einhergeht und Macht korrumpiert halt gerne.

x 2 #8


Sifu
Zitat von HDD:
Da fällt mir spontan Klaus Kinski ein - "Aguirre, der Zorn Gottes"

Der hatte wohl eine histrionische Persönlichkeitsstörung.

#9


Sifu
Zitat von ZeroOne:
Hängt vielleicht auch von der Definition von Karriere ab. Davon gibt es zwischenzeitlich viele. Prinzipiell ist die Summe aller Veränderungen und Stationen, die man auf seinem (beruflichen) Lebensweg hinter sich lässt - ohne Wertung. D.h. eine Veränderung vom Top-Manager zur Küchenhilfe ist auch Karriere, obwohl ...

Der Text könnte von mir sein. Bin auch früh zu Leistung und Karriere indoktriniert worden, war aber ein zu großer Hallodri. 😄

#10


A


Hallo Sifu,

x 4#11


Ilse77
Ich habs durch die Angststörung im Hörsaal nicht ausgehalten und unter anderem deshalb nicht studiert. Ausserdem war in meinen jungen Jahren der Kinderwunsch Thema Nummer eins in meinem Kopf. Letztendlich kann ich sagen, Frau kann auch kein Kind und keine Karriere haben. 🙈 Führungsposition hätte ich nie haben wollen, finde die Vorstellung heute noch grausig. Von oben Druck, von unten Frust, dafür ist mein Nervensystem nicht gemacht 🤣 .

x 1 #11

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