Zitat von FranzFranz: Glücklicherweise habe ich keine Ahnung, was aus den ehemaligen Schulkollegen geworden ist.
Ist denn nicht Alles eine Frage der eigenen Wahrnehmung? Du siehst es als Glück, nicht zu wissen was aus ehemaligen Schulkameraden und Kameradinnen geworden ist. Das ist beispielsweise gut, wenn es darum gehen würde, nicht neidisch auf deren Entwicklung zu sein und auch um Anderen nicht zuzuweisen, dass Sie der einzige Grund wären, weshalb die eigene Entwicklung nicht der der Anderen entspricht. Ich sehe das als Vorteilhaft, wenn es einem auch gut tut. Ein Nachteil wäre es, wenn einem dadurch etwas fehlen würde, über dass man sich beschweren könnte. Reflektierten Menschen gestehe ich zu, dass sie was die eigene Person betrifft, sich eben gänzlich betrachten und dabei eben sowohl Mankos als auch Stärken erkennen können. Gegenüber Anderen, darf man die dann ja auch so benennen und wenn man generell offen für andere Blickwinkel ist, so kann das ja zur weiteren Entwicklung beitragen, ganz egal ob man etwas von Anderen für sich als geeignet dazu betrachtet oder eben in seiner eigenen Wahrnehmung verbleiben will, die einen dann eben im eigenen Tun bestärken kann.
Wenig bringen dürfte es, andere Meinungen zu erfragen, wenn von vornherein klar ist, dass man gar nicht interessiert an einer solchen ist, wenn sie von der eigenen abweicht. Der Zweck dürfte dann eben ein anderer sein und den darf man ja verfolgen, nur wie der sich im Zusammenhang mit einem Reflektieren bei sich selbst verhält, muss man dann eben selbst beurteilen.
Betrachte ich rein statistisch ohne den Bias in der eigenen Wahrnehmung, was aus welchen ehemaligen Mitschülern geworden ist, so dürfte es mit einigen wenigen Ausnahmen etwa gleichviel erfolgreiche geben, wie weniger erfolgreiche und mit wem ich mich persönlich dann vergleichen will, ist dann eben meine Sache.
Ob mir heute ein Vergleich aber überhaupt etwas bringt, könnte ich zumindest hinterfragen. Will ich mich schlecht fühlen und bedauernswert zeigen, dann vergleiche ich mich natürlich mit den absolut erfolgreichen. Umgekehrt wäre das natürlich auch möglich. Statistisch gesehen wäre ich wohl irgendwo in der Mitte und da wäre ich wahrscheinlich nicht in der Minderheit. Hätte aber vermutlich auch die geringsten Argumente, Anderen irgendetwas zuzuweisen, dass mich negativ oder positiv beeinflusst hat, weil die ja im Grunde auch nicht anders wären und unter ähnlichen Umständen leben würden, wie ich. Ergo lasse ich die dann natürlich außer Acht, wenn ich mich über Andere beschweren möchte und suche mir Ausreißer aus der Masse, die ich dann eben benennen kann. Und das ist auch nicht ungewöhnlich oder gar außergewöhnlich, weil Menschen das eben so können und machen.