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Karriere trotz psychischer Krankheit ?

ZeroOne
Zitat von ohneFunktion:
Heute zeichnet sich eine andere "Karriere" (=berufliche Laufbahn) ab. Achtsamer, langsamer, authentischer und zufriedener.


Da hast du absolut Recht.

Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass sich viele - insbesondere von den jüngeren Generationen - diese entschleunigte Entwicklung nur leisten können, weil auf bereits vorhandenen Wohlstand aufgebaut werden kann, der nicht mehr selbst erarbeitet werden muss.
Sei es durch die Eltern zu Lebzeiten im Rahmen von finanzieller Unterstützung und der Entlastung im Haushalt (Kinderbetreuung, Haushalt, etc.). Und nach dem Tod durch das Vererben von Immobilien, Vermögen, usw.

Nur eines Tages werden diese Ressourcen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Aber vielleicht werden in ein paar Jahr(zehnt)en AI, Robotics, usw. so weit sein, dass sie die Menschen entsprechend entlasten. Bis dahin braucht es aber noch viele schlaue und engagierte Köpfe, die in diese Richtung weiter entwickeln.

x 3 #31


O
Das stimmt wahrscheinlich.

Ich profitiere jetzt eigentlichvauch von der Zeit vor meinem BO. Da habe ich mir sozusagen die Basis für mein jetziges Leben aufgebaut.

x 2 #32


A


Hallo Sifu,

Karriere trotz psychischer Krankheit ?

x 3#3


Grenzgaenger
Zitat von ZeroOne:
Aber vielleicht werden in ein paar Jahr(zehnt)en AI, Robotics, usw. so weit sein, dass sie die Menschen entsprechend entlasten.

Entlasten oder ersetzen?
Denn wenn die Technik immer mehr auf dem Vormarsch ist, was macht man dann mit all den vielen (Und es werden ja immer noch mehr) Menschen? Kopf kratzen denken

x 2 #33


MeisterEder
Ich müsste die Überschrift umändern in „keine Karriere bei psych. Krankheit“
Dazu fehlt mir einfach das Selbstwertgefühl. Ich kann mich nicht positiv darstellen und das wäre bei einer entsprechenden Bewerbung essenziell.
Karriere heißt ja auch, Verantwortung übernehmen, Führungsqualitäten haben.
Ich nehme mich eher zurück und habe genug zu tun um mit mir selbst klarzukommen.

x 4 #34


Dys
@MeisterEder
Weshalb Du Dich darin gehindert siehst, Karriere machen zu können, wäre aber nur relevant wenn Du den Wunsch hättest Karriere zu machen und dann nachvollziehbar auch belastend. Aber es gibt ja auch Menschen, die gar kein Interesse haben Karriere zu machen, weil sie mit sich und ihrer Position und vielleicht sogar insgesamt mit ihrem Leben zufrieden sind. Ungünstig kann halt sein, wenn man jemanden um dessen Karriere beneidet und dadurch unglücklich wird. Wie sehr das dann deswegen auch am Selbstwert kratzen muss, kann man sich nur selbst beantworten. Persönlich kann ich damit gut leben keine Karriere gemacht zu haben, wie irgend ein Künstler, der einfach ein entsprechendes Talent hat und dazu noch entsprechend hart gearbeitet hat, dies zu nutzen. Und im beruflichen Kontext habe ich auch so manchen Vorgesetzten nicht um seine Position beneidet, wenn ich mitbekommen habe, wer oder was darunter leidet, dass er sie inne hat.

Allerdings ist Verantwortung zu übernehmen nicht ein Merkmal, dass nur beim Karriere machen eine Rolle spielt. Zuerst sollte man ja für sich und sein tun eine Verantwortung übernehmen und wenn man Nachkommen hat, für die natürlich auch. Ich denke aber schon, dass jeder das Gefühl Verantwortung übernehmen zu müssen kennt und unangenehm wird das eigentlich nur dann, wenn man keine Verantwortung übernehmen möchte. Auch hin und wieder eine „Führungsrolle“ zu übernehmen ist nicht unbedingt im beruflichen Kontext möglich und zweckmäßig. Wenn jemand den Weg kennt und die anderen nicht, wird er führen und ich gehe schwer davon aus, dass das irgendwann im Leben so passiert.

Es dürften also meiner persönlichen Ansicht nach schon Fähigkeiten in einem angelegt sein, die aber nur bei entsprechenden Ambitionen Karriere zu machen auch in diese Richtung wirken würden. Es wäre dann auch sicher eine Frage von Prioritäten, die gesetzt werden und womit man sich glücklich wähnen würde. Trotzdem bedeutet eine Karriere gemacht zu haben, ja nicht dass es ewig so bleibt und ändert es sich zum schlechten, wäre wohl die Fallhöhe entscheidend, wie sehr es belastet, wenn eine Karriere endet und wie abrupt.

Fehlende Karriere wird erst zum Problem, wenn ich es dazu erhebe.

#35


Sifu
Zitat von MeisterEder:
Ich müsste die Überschrift umändern in „keine Karriere bei psych. Krankheit“ Dazu fehlt mir einfach das Selbstwertgefühl. Ich kann mich nicht positiv darstellen und das wäre bei einer entsprechenden Bewerbung essenziell. Karriere heißt ja auch, Verantwortung übernehmen, Führungsqualitäten haben. Ich nehme ...

geht mir genau so.

#36


Sifu
Zitat von Sifu:
geht mir genau so.

....aber manchmal kommt meine konservative Erziehung wieder durch, von der ich glaubte, mich befreit zu haben.

Freunde der Jugend sind mittlerweile CEO, Aufsichtsratmitglied, Chefarzt, Referatsleiter usw. und ich bin Frührenter wegen Depressionen.......

Da muß ich wollte noch an mir arbeiten.

#37


FranzFranz
Zitat von Sifu:
CEO, Aufsichtsratmitglied, Chefarzt, Referatsleiter usw. und ich bin Frührenter wegen Depressionen.......

Das ist hart.
Glücklicherweise habe ich keine Ahnung, was aus den ehemaligen Schulkollegen geworden ist.

x 1 #38


A


Hallo Sifu,

x 4#9


Dys
Zitat von FranzFranz:
Glücklicherweise habe ich keine Ahnung, was aus den ehemaligen Schulkollegen geworden ist.

Ist denn nicht Alles eine Frage der eigenen Wahrnehmung? Du siehst es als Glück, nicht zu wissen was aus ehemaligen Schulkameraden und Kameradinnen geworden ist. Das ist beispielsweise gut, wenn es darum gehen würde, nicht neidisch auf deren Entwicklung zu sein und auch um Anderen nicht zuzuweisen, dass Sie der einzige Grund wären, weshalb die eigene Entwicklung nicht der der Anderen entspricht. Ich sehe das als Vorteilhaft, wenn es einem auch gut tut. Ein Nachteil wäre es, wenn einem dadurch etwas fehlen würde, über dass man sich beschweren könnte. Reflektierten Menschen gestehe ich zu, dass sie was die eigene Person betrifft, sich eben gänzlich betrachten und dabei eben sowohl Mankos als auch Stärken erkennen können. Gegenüber Anderen, darf man die dann ja auch so benennen und wenn man generell offen für andere Blickwinkel ist, so kann das ja zur weiteren Entwicklung beitragen, ganz egal ob man etwas von Anderen für sich als geeignet dazu betrachtet oder eben in seiner eigenen Wahrnehmung verbleiben will, die einen dann eben im eigenen Tun bestärken kann.

Wenig bringen dürfte es, andere Meinungen zu erfragen, wenn von vornherein klar ist, dass man gar nicht interessiert an einer solchen ist, wenn sie von der eigenen abweicht. Der Zweck dürfte dann eben ein anderer sein und den darf man ja verfolgen, nur wie der sich im Zusammenhang mit einem Reflektieren bei sich selbst verhält, muss man dann eben selbst beurteilen.

Betrachte ich rein statistisch ohne den Bias in der eigenen Wahrnehmung, was aus welchen ehemaligen Mitschülern geworden ist, so dürfte es mit einigen wenigen Ausnahmen etwa gleichviel erfolgreiche geben, wie weniger erfolgreiche und mit wem ich mich persönlich dann vergleichen will, ist dann eben meine Sache.

Ob mir heute ein Vergleich aber überhaupt etwas bringt, könnte ich zumindest hinterfragen. Will ich mich schlecht fühlen und bedauernswert zeigen, dann vergleiche ich mich natürlich mit den absolut erfolgreichen. Umgekehrt wäre das natürlich auch möglich. Statistisch gesehen wäre ich wohl irgendwo in der Mitte und da wäre ich wahrscheinlich nicht in der Minderheit. Hätte aber vermutlich auch die geringsten Argumente, Anderen irgendetwas zuzuweisen, dass mich negativ oder positiv beeinflusst hat, weil die ja im Grunde auch nicht anders wären und unter ähnlichen Umständen leben würden, wie ich. Ergo lasse ich die dann natürlich außer Acht, wenn ich mich über Andere beschweren möchte und suche mir Ausreißer aus der Masse, die ich dann eben benennen kann. Und das ist auch nicht ungewöhnlich oder gar außergewöhnlich, weil Menschen das eben so können und machen.

x 1 #39

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