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Kann er mich wieder lieben?

Hallo123

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Hallo Zusammen,

mein Freund und ich waren jetzt knapp ein halbes Jahr zusammen und hatten eine wunderschöne Beziehung. Es gab nie Streit und wir waren beide überglücklich. Doch dann fing er immer mehr an, an seinen Gefühlen zu zweifeln und hat sich letztlich viermal (!) innerhalb von ein paar Wochen von mir getrennt. Er hat sich seit ungefähr Dezember sehr verändert und wurde von einem total liebevollen und aufmerksamen Freund, zu einem gefühlskalten und abweisenden Menschen. Ich habe jedes Mal um ihn gekämpft und wir kamen wieder zusammen und hatten eigentlich wieder eine wunderschöne Zeit. Jetzt sind wir seit fast drei Wochen getrennt und er hat mir kurz nach der Trennung gesagt, dass er denkt, dass er an Depressionen leidet. Ich liebe ihn total und habe ihm zugehört und ihm meine Hilfe angeboten. Er hat mich immer wieder abgewiesen, aber nie ausdrücklich gesagt, dass er keine Hilfe möchte. Eher sowas wie "Ich muss das alleine schaffen." und "Ich will dir nicht wehtun". Das verletzt mich sehr, weil ich möchte, dass es ihm besser geht.

Nun zu meiner Frage: Hat jemand Erfahrungen mit solchen Verhalten und denkt ihr, ich habe eine Chance, dass seine Gefühle zu mir, evtl. nach einer Therapie, wieder kommen?

Ich liebe ihn so sehr und möchte ihm unbedingt helfen.

Danke!

04.03.2021 16:43 • #1


Traumwelt

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Hallo Hallo123 (Haha),

Am sinnvollsten ist es, wenn er rausfindet, was er hat. Kann alles Mögliche sein.

Das Denken von ihm kann ich nicht nachvollziehen ("Ich muss das alleine schaffen"). Ich find es toll, wie sehr du dich bemühst. Ganz ehrlich. Ich leide zwar auch an Depressionen, aber ich wäre am Ziel meiner Suche, wenn ich jemanden finden würde, dem Depressionen nicht abschrecken und mein totales Lebenschaos. Sowas finde ich sehr wertvoll.

Natürlich ist das mit dem Helfen so eine Sache. Wirklich helfen kann man nicht. Man kann eigentlich nur zeigen, dass man da ist, dass man bemüht ist, zu verstehen.

Erst letztens habe ich wieder die Erfahrung gemacht, dass die Aufmerksamkeit des Gegenübers häufig suboptimal ist, wenn man sich wirklich öffnet. Da werden Fragen gestellt, die bereits schon ausführlich beantwortet wurden. Und das mehrmals.
Das sind dann Momente, die mich dann schnell aus dem Entspanntem Erzählen in eine Anspannung rücken. Dann wird man schon mal gereizt.
Oder wenn man tatsächlich das Offensichtliche noch aussprechen muss, obwohl das ganze Gespräch bisher genau dahin geführt hat.

Desweiteren kann das Gegenüber auch leicht in Fettnäpfchen treten, in dem es Dinge sagt wie "Ja, ich kenne das, aber ich wollte und hab mir Hilfe gesucht".

Kontakt überall blockiert, fertig ist die Kiste. Will ich gar nicht weiter kennenlernen.

Als jemand, der in seinem Umfeld Depressive hat, muss man sich eines im Klaren sein: man kann nicht alles verstehen und ganz schlecht ist es, irgendwie Ratschläge zu geben, die zwangsläufig eine Krankheit in seinem Ganzen völlig relativieren.
Viele haben Depressionen, ja, aber der eine hat eine leichte, der eine eine mittelschwere und der andere schwere und alle haben sie sie aus ganz unterschiedlichen Gründen. Sich selbst permanent als Beispiel zu nehmen oder andere ist ganz, ganz schlecht.
Das sind alles nur indirekte Vorwürfe, Schuldzuweisungen, die auch Gegenstand des gesellschaftlichen Stigmas sind.

Was dein Freund jetzt hat, weiß ich nicht. Ich kenne ihn nicht und ob es was bringt, weiß ich auch nicht.
Tatsächlich, wenn er sich mit seinem Problem beschäftigen will, kann nur er das allein herausfinden.

Am besten ziehst du dich zurück und wartest einfach mal ab.
Was natürlich sehr schwer ist und leichter geschrieben als getan ist. Aber so wird es permanent ein Hin und Her und das wird dir ganz und gar nicht gut tun.

Viel Kraft wünsche ich dir.

04.03.2021 17:09 • x 1 #2


Hallo123

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Hallo, vielen Dank für deine Antwort.
Ich werde jetzt erstmal versuchen ihn in Ruhe zu lassen!

05.03.2021 10:06 • x 1 #3


Sunnygirl

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Hallo @Hallo123

Ich befinde mich grade in einer ähnlichen Situation wie du und weiß genau, was in dir vor sich geht!
Nur gibt es bei uns kein hin und her, sondern aktuell nur freundschaftlichen Kontakt ab und zu.

Aber diese Situation ist einfach so schwer und es ist schlimm, wenn der Partner deine Unterstützung nicht möchte.

Falls du dich austauschen magst, schreib einfach!

05.03.2021 11:17 • x 1 #4


Zwerg93

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Hey.. Ich bin neu hier. Und ich weiß leider ge Arbeitsunfähigkeit wie du dich fühlst

Wir sind 5 Jahre zusammen gewesen. Hätten eigentlich im Dezember 2020 geheiratet. 4 Wochen vorher hat er gesagt das wird ihm alles zu stressig und zu viel.
Und ab dann ging alles Berg ab..
Er wurde immer ruhiger. Hat immer mehr alleine gemacht. Mich abgewiesen.

Dann kam er auf die Idee wir wohnen getrennt. Was wir jetzt auch tun seit 3 Wochen. Seit dem haben wir keinen Kontakt mehr. Er sucht keine. Zu mir und ich denke er brauch vielleicht Zeit und ruhe.
War zumindest das was er immer sagte. Er will seine Ruhe.

Er hat leidet keine Krankheitseinsicht und zieht es ins lächerliche das ich der Meinung bin er hat Depressionen. Er nimmt antdideOund geht auch zur Therapie einmal die Woche...

Was ich jetzt machen soll keine Ahnung..

10.03.2021 20:20 • #5

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