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Jeden Tag einen kleinen Schritt

Mit180gen0
Ihr Lieben,
ich denke gerade zurück: vor zwei Jahren war ich nur ein elendes Bündel Mensch. Ich wundere mich noch heute, WIE schlecht es jemandem gehen kann, nur weil er/sie Stress hat.

Ich habe nach Jahren des Kampfes Anfang 2022 von 180 gen Null einfach aufgehört. Aufgehört zu arbeiten zunächst. Dann aufgehört, ich zu sein.
Ich war einfach weg.

Im Sommer 2022 war ich 5 Wochen in einer psychosomatischen Reha. Danach ging es mir noch Monate phasenweise immer mal richtig schlecht.
Wobei die Reha geholfen hat. Aber so eine Reha macht eben nicht alles einfach wieder gut. Das ist ein Prozess.

Jetzt, 2,5 Jahre später habe ich mich aus dem Burnout gekämpft. Zwischenzeitlich hatte ich mir dazu noch den Innenmeniskus gerissen.
Das tat weh und war nervig, aber immerhin musste ich nicht zurück zur Arbeit!
Die Schmerzen sind übrigens erst so wirklich weg, seit es ein weiteres MRT gab. Ja, auch der Kopf kann Schmerzen im Knie machen.

Vor ein paar Wochen dann saß ich beim Anwalt - mein Arbeitgeber war der Meinung, mein Urlaub aus 2022 würde verfallen. Meine Rechtsschutzversicherung und ich waren anderer Meinung, da man mich nicht darüber informiert hatte.

Ich hatte lange nicht mehr so eine Heul-Attacke und da sagt mir der Anwalt doch: Frau X, Sie müssen diesen toxischen Arbeitgeber verlassen.

JA! Ich hatte Angst. Aber ja! Erst habe ich immer mit einer Versetzung und vielen BEM-Gesprächen herumlamentiert.

Ja und heute ist Montag und ich warte ganz einfach auf meinen neuen Arbeitsvertrag.

Dann werde ich meinen Arbeitsweg von einer Stunde Bahn pro Weg auf 12 MINUTEN mit dem Auto verkürzen.

ICH FREUE MICH!

Haltet durch. Es geht in kleinen Schritten vorwärts. Es kostet Krfaft. Es ist anstrengend. Ja! Sicher wird nicht alles immer gut sein bei mir.
Aber BESSER. Und das reicht mir.

08.07.2024 11:53 • x 13 #1


Marylu
Liebe Mit180gen0,
schön, dass es dir inzwischen wieder so viel besser geht. Viele von uns kennen einen solch langen Leidensweg und die Angst, dass es nicht mehr besser wird.

Wichtig ist ja, was wir daraus lernen, in deinem Falle zum Beispiel dass du eben nicht wieder gen180 rast.

Auch die etwas schlechteren Tage kennen hier viele und die Angst davor, dass es wieder schlechter wird. Doch zum Glück haben wir uns ja hier zur Unterstützung.

Bist du beim gleichen Arbeitgeber geblieben?
Ich wünsche dir ein gutes Einleben am neuen Arbeitsplatz. LG.

08.07.2024 19:05 • x 4 #2


A


Hallo Mit180gen0,

Jeden Tag einen kleinen Schritt

x 3#3


Stromboli
Das klingt richtig schön, liebe Mit180gen0, das freut mich sehr für dich!
Und so wie ich das lese, haben dir diese 2-3 Jahre viel mitgegeben, das dich davor schützen wird, wieder ins alte Fahrwasser zu geraten.

Alles Gute dir, herzlich Stromboli

10.07.2024 08:43 • x 1 #3


Mit180gen0
@Marylu Hey, nein. Der Arbeitgeber geht nicht mehr! Da ist einfach zu viel passiert und der Weg wäre mir auch zu lang.

Vor 25 Minuten • #4


Mit180gen0
@Stromboli Danke dir! Ja, du hast das richtig gelesen.

Schon beim Probe Arbeiten habe ich mich richtig super behauptet und bin regelrecht stolz auf mich.

Vor 24 Minuten • #5

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